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Grundlagen : Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte?

von Do, 28.November 2019 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Das Ende des Capturings
 24, 30, 50 oder 60p mit und ohne Frameraten-Konvertierung



Das Ende des Capturings



Mit dem Aufkommen der zweiten Generation von HD-Kameras (AVCHD) begann auch der Wechsel von Tape/Kassetten zu digitalen Speicher(karten)-Lösungen wie HDs, SSDs oder Flaschspeicherkarten (z.B. SD-Karten). Damit wurde das Ende des Video Capturings eingeläutet. Anstatt ein Band vor dem Schnitt zur Aufnahme einzulesen musste man ab sofort nur noch die Daten von der Speicherkarte kopieren.

Die Panasonic SD1 war 2007 die erste AVCHD-Kamera, die auf SD-Karten speichern konnte.



Für das Capturing braucht man deswegen nur noch in sehr speziellen (meist analogen) Fällen eine Videoschnittkarte. Für die Ausgabe und Vorschau beim Videoschnitt sah dies jedoch noch bis vor ein paar Jahren etwas anders aus.



24, 30, 50 oder 60p mit und ohne Frameraten-Konvertierung



Der Grund hierfür liegt vor allem in den "alten" und nationalen Fernsehstandards. Zwar werden fast auf der ganzen Welt Computer-Displays mit 60 Hz betrieben, jedoch hat sich beim Fernsehen hierzulande beispielsweise eine BIldwiederholfrequenz von 50 Hz gehalten. Diese leitet sich aus Kompatibilitätsgründen tatsächlich noch aus PAL-Zeiten (50i) ab, was wiederum auf der europaischen Netzfrequenz von 50 Hz basiert.

Will man also für das hiesige Fernsehen produzieren, so muss man in 25p oder 50p abliefern. Arbeitet man dagegen an einer Kinoproduktion, so produziert man in der Regel mit 24 Vollbildern pro Sekunde (24p).

Sieht man sich 24p, 25p oder 50p an einem Computermonitor mit 60p an, so müssen die einzelnen Bilder der Quelle auf die 60 Vollbilder der Wiedergabe verteilt werden - was man allgemein als Frameraten-Konvertierung bezeichnet. Die meisten Monitore/Player beherrschen dies zwar grundsätzlich, jedoch kann man die Frames niemals gleichmäßig zuteilen. Bei einer 24p nach 60p Wandlung werden beispielsweise manche Frames zweimal und andere dreimal gezeigt, was gerade bei flüssigen Bewegungen unangenehm als sog. Mikroruckler ins Auge fällt.

Eine dedizierte Videoschnittkarte kann dagegen Videos (und Timelines aus Videoschnittprogrammen) mit der nativen Framerate an einen Monitor ausgeben. Eine 50p Timeline wird also wirklich mit 50Hz an den Monitor übermittelt und eine 24p-Wiedergabe überträgt wirklich exakt 24 Vollbilder pro Sekunde. Wenn der Monitor diese Signale auch korrekt annimmt und mit der gewünschten Bildwiederholrate nativ anzeigt, dann (aber auch nur dann) bekommt der Nutzer seine Timeline ohne Mikroruckler zu sehen.

Das aktuelle Problem in dieser ganzen Kette sind dabei jedoch nicht mehr die (fehlenden) Videoschnittkarten sondern die Monitore. Denn nach wie vor garantieren nur wenige Computerdisplays, dass sie wirklich exakt 24 Bilder zeigen, wenn ihnen 24p-Material zugespielt wird. Viele günstigen Computer Displays und Fernseher nehmen zwar mittlerweile klaglos 24-50p Material entgegen, stellen das Bild aber dennoch nach einer internen Frameraten-Konvertierung mit 60Hz dar.

Einleitung / Mit MiniDV fielen analoge Schranken / Digitale Displays machten Interlaced-Video überflüssig
Moderne Grafikkarten mit 10 Bit YUV


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Einleitung / Mit MiniDV fielen analoge Schranken / Digitale Displays machten Interlaced-Video überflüssig
Das Ende des Capturings / 24, 30, 50 oder 60p mit und ohne Frameraten-Konvertierung
Moderne Grafikkarten mit 10 Bit YUV
  

[39 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
wolfgang    14:20 am 29.11.2019
Deiner durchaus!
carstenkurz    00:28 am 29.11.2019
Computer liefern seit jeher RGB full range - VGA, DVI, HDMI, Displayport. Erst mit der Verbreitung von HDMI-Ausgängen kamen die Optionen, YCbCr und limited range auszugeben, damit...weiterlesen
MK    22:03 am 28.11.2019
Video ist YUV, PC ist RGB...
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