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Fokus Indie-Film : "Phantomschmerz" - Produktion auf Kino-Niveau - gedreht auf Ursa Mini Pro und Sigma Cine Primes

von Mi, 14.März 2018 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Casting
  Licht, Kamera
  Postproduktionsworkflow

Die Camcore Produktion "Phantomschmerz" zeigt, auf welch hohem Bildniveau aktuelle Indie-Produktionen angekommen sind. Gedreht wurde auf Ursa Mini Pro 4.6K, Sigma Cine-Primes sowie mit selbstgebastelten (!) LEDs und Dollies. Hier unsere Vorstellung von "Phantomschmerz" inkl. Interview mit den Machern …

Sven Martinek als Ben



Phantomschmerz erzählt als Rückblende die Geschichte des durch den Tod seines Bruders stark traumatisierten Finn. Finn glaubt nicht an den natürlichen Tod seines verunfallten Bruders im Krankenhaus und stellt eigene Nachforschungen an und kommt dabei Ellie (Christine Kroop) näher. "Phantomschmerz" gipfelt in einer blutigen Katastrophe im Haus von Ben (Chefarzt gespielt von Sven Martinek) mit Ellie als einziger Zeugin.

Hartmut Lehnert als Kommissar Adler und Christine Kroop als Ellie



Schaut man sich das Team hinter Phantomschmerz genauer an, wird schnell klar, dass man "jung" hier nicht mit "unerfahren" gleichsetzen darf: Nach über 70 (!) Kurzfilmen hat sich das Camcore Team mit "Phantomschmerz" jetzt an seinen ersten 90-Minüter gewagt und Kinobilder auf bemerkenswert hohem Niveau geschaffen.

Wir hatten Gelegenheit "Phantomschmerz" als PreviewPreview im Glossar erklärt vorab zu sehen und waren beeindruckt mit welch geringen Mitteln hier Bilder geschaffen wurden, die es locker mit TV 90-Minütern aufnehmen können.

Einen ersten Eindruck vom Können des Camcore Teams vermittelt der Trailer, der vorab für die Crowdfunding Finanzierung gedreht wurde und der auch andere Camcore-Produktionen zeigt sowie das Team vorstellt:



Hier unser Interview mit Daniel Littau Camcore Mitglied, Hauptdarsteller und Drehbuchautor von "Phantomschmerz"

"Phantomschmerz" war eigentlich als Kurzfilm geplant – was ist passiert?

Die Idee zu "Phantomschmerz" kam uns mitten in der Nacht gegen 3 Uhr nachts. Anfangs noch als Kurzfilm geplant. Schnell haben wir aber gemerkt, dass die Geschichte Potential für mehr hat. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass wir endlich mehr als "nur" Kurzfilme drehen müssen. So sind wir dann auf den Gedanken gekommen unseren ersten Spielfilm zu drehen.



Ihr habt "Phantomschmerz" via Crowdfunding finanziert. Wieviel Budget hattet ihr final zur Verfügung?

Die Finanzierung war mit der aufregendste Teil der Vorproduktion. Wir hatten einen festen Termin für den Drehbeginn und mussten schauen wie wir bis dahin genug Geld zusammen bekommen. Durch die Crowdfunding-Kampagne haben wir rund 10.000€ zusammen bekommen. Die restlichen 50.000€ haben wir durch regionale Sponsoren, wie Unternehmen und private Investoren erhalten. Durch die Unterstützung durch Restaurants, Hotels und Sachspenden, konnten wir einen großen Teil einsparen.

Casting


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Licht, Kamera
Postproduktionsworkflow
  

[6 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Camcore Filmproduktion    16:25 am 16.3.2018
Gebe ich an den Grader weiter =D Danke für das Kompliment! Alle Beteiligten hatten einfach Bock mitzumachen. Nur so war das möglich :)
Rick SSon    16:14 am 16.3.2018
Ich finde man hätte beim Grading noch ein bißchen orange und teal betonen können :D Aber grundsätzlich Respekt. So ein Ding muss man erstmal durchziehen. Da braucht man mit...weiterlesen
Camcore Filmproduktion    11:13 am 16.3.2018
Ja klaro :) das Crowdfunding wurde im Januar 2017 erfolgreich beendet. Der Dreh startete dann einen Monat später und ging bis Mitte Mai. Der Film ist seit Anfang des Jahres final...weiterlesen
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