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Fokus Indie-Film : "Phantomschmerz" - Produktion auf Kino-Niveau - gedreht auf Ursa Mini Pro und Sigma Cine Primes

von Mi, 14.März 2018 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Casting



Casting



Mit Sven Martinek (Chefarzt) und Deborah Weigert (Mutter) konntet ihr professionelle Schauspieler verpflichten – wie habt ihr das geschafft?

Sven haben wir durch einen Schauspieleraufruf bei Facebook kennengelernt. Seine Agentin hat sich bei uns gemeldet und erzählte uns, dass den beiden das Drehbuch super gefallen hat und Sven Zeit und Lust hat mitzumachen. Da haben wir natürlich nicht lange gezögert und zugesagt. Die anderen Schauspieler wie Debora, Katy und Jessie waren ebenfalls vom Drehbuch und der Produktion überzeugt und hatten sofort Lust mitzumachen. Man muss dazu noch sagen, dass der ganze Cast ohne Bezahlung mitgemacht hat. Jeder hat auf seine Gage verzichtet und einem Rückstellungsvertrag zugesagt.



Ihr habt recht aufwendig gecastet – kannst du das Casting kurz erläutern?

Die erste Schritt des Castings waren Online-Aufrufe auf Facebook und Pucksbar. Zu unserem Erstaunen haben wir über 1000 Bewerbungen auf nur knapp 10 Rollengesuche erhalten. Anschließend haben wir ein 3-tägiges Casting in Berlin veranstaltet und gegen Ende November stand unser Cast dann fest.

Was sind die Herausforderungen bei der Zusammenarbeit von Laiendarstellern und Profi-Schauspielern?

Ehrlich gesagt hatten wir weder mit den ausgebildeten Schauspielern noch mit den Schauspielern ohne Ausbildung nennenswerte Herausforderungen. Oft erlebt und hört man Geschichten über das schwierige und komplizierte Verhalten von Schauspielern am Set. Dies war bei uns am Set gar nicht der Fall. Jeder wusste worauf er sich einlässt und dass es auch mal länger dauern kann und es sich lohnen wird. Ich denke, dass es einfach wichtig ist, schon vor dem Dreh mit den Schauspielern ins Gespräch zu kommen, um Ihnen ein Gefühl für die Produktion und die Arbeitsweise zu vermitteln.



Alle Projektbeteiligten haben auf Rückstellung gearbeitet – wie hoch ist der Production Value von "Phantomschmerz" wenn man die Rückstellungen mit einrechnet?

Das Budget, also sprich das echte Geld, das für die gesamte Produktion von "Phantomschmerz" ausgegeben wurde liegt bei rund 60.000€. Wenn man die rückgestellte Gagen der Crew und des Casts mit einberechnet liegt der Production Value bei knapp 1.200.000€.

Wie viele Drehtage hattet ihr insgesamt?

53

Welche Objektive und welche Brennweiten kamen hauptsächlich zum Einsatz?

Der gesamte Film wurde mit den SIGMA-Cine Lenses gedreht. Am meisten mit 50-100mm, 18-35, 50-100mm.



Einleitung
Licht, Kamera


5 Seiten:
Einleitung
Casting
Licht, Kamera
Postproduktionsworkflow
  

[6 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Camcore Filmproduktion    16:25 am 16.3.2018
Gebe ich an den Grader weiter =D Danke für das Kompliment! Alle Beteiligten hatten einfach Bock mitzumachen. Nur so war das möglich :)
Rick SSon    16:14 am 16.3.2018
Ich finde man hätte beim Grading noch ein bißchen orange und teal betonen können :D Aber grundsätzlich Respekt. So ein Ding muss man erstmal durchziehen. Da braucht man mit...weiterlesen
Camcore Filmproduktion    11:13 am 16.3.2018
Ja klaro :) das Crowdfunding wurde im Januar 2017 erfolgreich beendet. Der Dreh startete dann einen Monat später und ging bis Mitte Mai. Der Film ist seit Anfang des Jahres final...weiterlesen
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