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Berichterstattung : Cebit 2003 Rückblick

von So, 6.April 2003 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Camcorder
  Schnittprogramme
  Schnittkarten

Zuallererst fiel auf, dass die CeBIT für Videobearbeitung eher uninteressant war. So fehlten dieses Jahr viele Aussteller, die in letzter Zeit interessante Produkte im Videobereich vorgestellt haben. Doch auch ohne Avid, Matrox, Adobe, Apple oder Sonic Foundry gab es ein paar Highlights, die wir an dieser Stelle noch einmal zusammenfassen wollen. Zwar hatten wir im Vorfeld der Messe schon über das Meiste berichtet, jedoch haben sich vor Ort noch einige Zusatzinformationen gefunden. Also fangen wir mit den Camcordern an...




Camcorder



Die interessantesten Camcorder kamen mit Sicherheit von JVC und Panasonic. Der neue HD-Camcorder von JVC wird jetzt ab Sommer in zwei Versionen ausgeliefert. Das scheint jedoch noch nicht jeder mitbekommen zu haben, denn bei der Berichterstattung sprechen die meisten Medien immer nur von dem einen JVC HD-Camcorder. Dabei werden sich die Modelle durchaus in wichtigen Punkten unterscheiden.

Der rund 4000 Euro teure GR-HD1 kommt scheinbar nicht mit allen angekündigten Auflösungen auf den Markt. So beherrscht (laut Standinfo) erst der JY-HD10 echte 720p-Signale, kostet bei Einführung aber auch 5000 Euro. Dafür gibt es hier auch XLR-Eingänge fürs Mikrofon. Ansonsten kannte das Standpersonal, welches die Prototypen eifrig bewachte, auch nicht mehr Details, als die schon vorher aus dem Internet bekannten. Immerhin gab es ein Datenblatt für den JY-HD10, welches verriet, dass der Camcorder bei der MPEG-Aufzeichnung mit einer konstanten DatenrateDatenrate im Glossar erklärt arbeitet, die mir mit 19,7 Mbit doch etwas unterdimensioniert für einen MPEG2-Strom dieser Größe vorkommt. So werden bei schnellen Bewegungen sicherlich hier und da ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt sichtbar und in der Nachbearbeitung wird man bei einer FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt sicherlich schnell Blöcke zu Gesicht bekommen. Mein Eindruck insgesamt: Durchaus eine interessante Technologie, die (zumindest mich) aber noch nicht wirklich überzeugt. Allerdings werden die beiden Modelle sicherlich jede Menge Erstkäufer finden, weshalb die Konkurrenz von Sony und Panasonic bald mit Ähnlichem nachziehen wird. Ich schätze, dass wir schon 2004 die erstem HD-Modelle in den Läden finden werden, die dann auch in günstigeren Preisregionen das Thema HD wirklich interessant machen.

Der Panasonic NV-GX 70 EG beeindruckte dagegen wirklich durch seine Miniaturisierung. Einen derartig kleinen 3-Chipper hat die Welt bis dato nicht gesehen. Und auch beim Preis hat sich nichts getan. Für gerade einmal 1500 Euro Listenpreis soll das Modell nach wie vor spätestens ab Sommer erhältlich sein. Natürlich wird das Low-Light Verhalten wahrscheinlich nicht überragend sein, dafür kann man diesen 3-Chipper wirklich immer dabei haben, um bei entsprechendem Licht hochwertige Aufnahmen zu machen.

Ansonsten gab es eine Flut von Einchippern zu sehen, die mich jedoch weniger interessierten. Einzig die TRV-80 von Sony scheint ebenfalls einen erweiterten 16:9 Mode zu haben, der tatsächlich die gesamte Chipfläche ausnützt. Allerdings ist der Preis von 1500,- Euro für einen Einchipper mittlerweile doch etwas happig.

Und natürlich gab es auch von vielen Herstellern DVD-Camcorder zu sehen, die ich persönlich jedoch im jetzigen Stadium für eine Spielerei halte.


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