Logo
///  >

Ausprobiert : Atomos Ninja Flame Display bei direktem Sonnenlicht

von Mi, 7.September 2016


Die auf der NAB vorgestellte neue Flame Serie von Atomos verfügt u.a. über neue, deutlich hellere Displays, in denen 1500 nit Panels arbeiten. Damit bieten die Ninja, Shogun und Inferno Flames ca. viermal mehr Leuchtkraft als die bisherigen Atomos Displays (400 nit). Hier ein Paar kurze Erfahrungswerte bei direktem Sonnenschein.

Atomos Ninja Flame



Viele dürften die höhere Strahlkraft der 1500 nit Panels der Atomos Flame Monitor/Recorder vor allem in Verbindung mit den neuen LOG-Monitor/Viewing Funktionen bringen. Die hierdurch gebotene komfortablere Beurteilung von LOG-Material stand bei der Vorstellung der neuen Flame-Serie entsprechend auch unter dem Schlagwort „HDR“ im Vordergrund. Der für uns gewichtigere Impuls in Bezug auf HDR steht jedoch erst noch an und zwar nicht auf der Viewing- sondern auf der Recording-Seite: Die hoffentlich bald verfügbare CinemaDNG Aufnahmefunktion der Atomos Flame Monitor/Recorder für Kameras mit RAW-Output (die derzeit in einer Beta-Version für den Shogun angeboten wird).

Wir sind schon ziemlich gespannt darauf, welche neue Spielräume sich bei Kameras wie bsp. der Sony FS5 inkl. Atomos RAW-Recording hier bei den Flames auftun werden. Bis das CinemaDNG Update verfügbar ist, gibt es für die Aufnahmepraxis mit den neuen Flames aber auch andere, nicht weniger wichtige Aspekte. Einen wollen wir hier im wahrsten Sinne der Wortes kurz beleuchten:

Wie verhält sich das hellere Atomos Flame Display bei direktem Sonnenlicht?

Um es kurz zu machen: Sehr gut. Wir können das Bild am Flame sogar dann noch erkennen, wenn wir eine direkte Sonnenreflektion auf dem Display haben, was ziemlich bemerkenswert ist.

Atomos Ninja Flame bei direkter Sonnenreflektion



Während auf dem Klappdisplay der GH4 im Vergleich so gut wie nichts mehr zu erkennen ist, lässt sich das Bild auf dem Atomos Ninja Flame um den Sonnenreflex herum noch überraschend gut erkennen. Wir betreiben hier sowohl das Atomos Ninja Flame Display als auch das GH4 Display mit maximaler Helligkeit. Sicherlich ist das hier ein Extrem-Beispiel, das man in der Drehpraxis einfach mit einer leichten Neigung des Recorder/Monitors umgeht. Trotzdem zeigt das Beispiel, wie viel Leuchtkraft beim Atomos Flame zur Verfügung steht.

Wenn wir einen etwas moderateren Winkel zur Sonne wählen – aber trotzdem immer noch die Sonne (ungünstig für Displays) im Rücken haben, lässt sich auf dem Klappdisplay der Systemkamera mit viel Mühe etwas erkennen – auf dem Atomos Flame hingegen lassen sich hingen auch kritische Faktoren wie Schärfe und Belichtung noch beurteilen.

Atomos Ninja Flame vs. On Board Kameradisplay



Tatsächlich kann man mit dem Ninja Flame (und vermutlich genauso mit dem Shogun Flame und dem Inferno) selbst bei direktem Sonnenlicht ohne extra Abschattung drehen. Für längere Abnahmen und entspannteres Monitoring bei größeren Rigs würden wir zwar trotzdem eine Abschattung dabei haben – aber sie ist – im Vergleich zu allen anderen uns bekannten On-Board Kameramonitoren keine zwingende Voraussetzung für den Einsatz des Monitors mehr. Hut ab vor dieser Leistung. Allein diese Monitoring Funktionalität dürfte für viele schon ein gewichtiger Grund für den Einsatz der Flame-Serie sein – das 4K Recording kommt dann als Bonus noch oben darauf.

Im Auge behalten sollte man allerdings die Wärmeentwicklung - die 1500 nit Panels generieren deutlich mehr Wärme als die Vorgänger - direktes Sonnenlicht kommt dann noch hinzu. Und apropos Witterungsbedingungen: Für Außendrehs bei denen nicht Sonne sondern eher Regen und Schnee vorherrschen, sollte man an eine Case-Lösung denken, da durch die oberen Lüftungsschlitze die Elektronik zu sehen ist (by the way: auch beim Video Assist von BMD sind zumindest Kabel zu sehen) ...

Mehr zu den neuen Flame Monitor-Recordern von Atomos, sobald das CinemaDNG Update da ist und Sourcematerial (RAW!) mit höheren Bittiefen von den entsprechender Kameras zur Verfügung gestellt wird.


  

[6 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
andieymi    13:10 am 11.9.2016
Sogar im Gegenteil, es wird bei jedem ernstzunehmenden Monitor die Farbraumabdeckung in den Spezifikationen angegeben, bzw. auf welchen Gamut eine evtl. Werkskalibrierung...weiterlesen
detlefsauerborn    12:36 am 11.9.2016
Bei LED-Leuchten wird oft ein Faktor für die Farbtreue angegeben, bei Displays gibt es solche Angaben offenbar (noch) nicht. Ist hier nur der Preis eine Richtschnur? Bei...weiterlesen
rob    17:05 am 9.9.2016
Hallo CameraRick, Danke für Dein Feedback. Demnächst mehr in Sachen Atomos und CinemaDNG ... Viele Grüße von der IBC Rob
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Die Sony Alpha 6400 im (Mess-)Test - Gute Bildqualität, starker Rolling Shutter Mo, 3.Juni 2019
Sony selbst behauptet von der Alpha 6400, dass sich die bildgebende Hardware nicht sonderlich von der Alpha 6300 unterscheidet. Dennoch gibt es ein paar Neuigkeiten beim Test der Bildqualität zu vermelden…
Tips: Tricks zur Beta-Installation von DaVinci Resolve Fr, 3.Mai 2019
Wer einen Blick auf aktuelle Betas von DaVinci Resolve werfen will sollte wissen, wie er sein System im Zweifelsfall auch wieder auf eine stabile Version zurücksetzen kann...
News: Hands-On Manfrotto: Mobiles, lichtstarkes Lykos 2.0 LED Panel + Nitrotech Fluidköpfe 608/6012 // NAB 2019 Di, 16.April 2019
Wir hatten am Stand von Manfrotto Gelegenheit zu einem ersten Hands-On mit dem von Grund auf neu entwickelten und für den mobilen Einsatz entworfenen Lykos 2.0 LED-Panels. Darüber hinaus haben wir uns auch gleich die aktualisierten Stativköpfe Nitrotech 608 u. 6012 genauer angeschaut:
Test: Panasonic S1: Hauttöne im 10 Bit HLG, Flat und Standard Bildprofil - inkl. Vergleich mit GH5S Do, 7.März 2019
Wir erkunden weiter die Panasonic S1 auf slashCAM. Diesmal haben wir uns die Hauttonwiedergabe in unterschiedlichen Bildprofilen angeschaut u.a. im neuen Flat-Profil und in 10 Bit HLG. Als Vergleich haben wir die Panasonic GH5S dazugenommen. Auch die manuellen Fokussier- und Makrofähigkeiten des neuen LUMIX S 24-105mm / F4.0 Objektivs haben wir uns kurz angeschaut ...
Test: Atomos 5 Zoll HDR Monitor (only) Shinobi im ersten Hands-On Fr, 15.Februar 2019
News: Berlinale 2019 Tips: Horror auf St. Pauli, PJ Harvey in Afghanistan, Filmer-Workshops uvm. Mi, 6.Februar 2019
Editorials: Bringt 2019 RAW für alle? Do, 10.Januar 2019


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Apple Final Cut Pro X:
DV-AVI nicht mehr Unterstütze Formate FCPX
Bild und Ton nach Import in FCP X nicht mehr synchron
Welche Software statt Final Cut X? Oder bei FCX bleiben?
FCP X für iOS?
Das neue fcpx und die anderen Tools sind online
Messevideo: AJA Kona 5 mit 12G-SDI und HDMI 2.0 für Avid MC, FCPX, Premiere Pro CC u.a. // IBC 2018
final cut x - Doku :D
mehr Beiträge zum Thema Apple Final Cut Pro X


Specialsschraeg
22-23. Juni / Düsseldorf
24h To Take
27. Juni - 6. Juli / München
Filmfest München
11-14. Juli / Ludwigsburg
NaturVision Filmfestival
8-12. August / Weiterstadt
Open Air Filmfest Weiterstadt
alle Termine und Einreichfristen


update am 18.Juni 2019 - 18:02
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*