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Neue Kinefinity Cine Kameras günstiger - MAVO S35 mark2 und MAVO LF mark2

[16:11 Do,19.Januar 2023 [e]  von ]    

Kinefinity hat zwei neue Kameras vorgestellt: Die MAVO S35 Mark 2 und die MAVO LF Mark 2. Beide Kameras ähneln ihren MAVO Vorgängern stark.

Die MAVO S35 Mark 2 besitzt einen 6K S35 Dual Native ISO Sensor (800/3200), der mit 14 Blendenstufen vermarktet wird und von Sony stammen dürfte. Spätestens seit der Einführung von ARRIs Alexa35 scheinen auch andere Hersteller darauf zu setzen, dass uns S35 noch lange Zeit als Cine-Standardformat erhalten bleiben wird.

MAVO_Mk2_1





Der Sensor erlaubt die Aufzeichnung mit bis zu 96fps in 6K Wide (6144 x 2516), 112fps in 5K Wide (5120 x 2160). In 6K "Open Gate" (6144 x 4016) lassen sich zudem noch 60fps erreichen. In einem M43 Crop Modus sind dann 150fps in 3.8K Wide (3840 x 1600) möglich und wenn man auf ein S16 Fenster geht, lassen sich bis zu 270 Bilder pro Sekunden aufzeichnen (1.9K Wide (1920 x 800).
Die neue MAVO LF Mark II nutzt den gleichen 3:2 DUAL Native ISO Sensor (800/5120) der www.slashcam.de/artikel/Test/Kinefinity-MAVO-Edge-6K---ProRes-statt-compressed-RAW.html#Einleitung_ (MAVO Edge 6K (Test hier)). Sie hat deswegen auch die gleichen Frameraten anzubieten. Das sind:

Bis zu 48fps in 6K Open Gate (6016 x 3984),
bis zu 86fps in 5K Wide (5120 x 2400)
bis zu 75fps in 5.7K Wide (5760 x 2400) sowie
bis zu 60 fps in 6K 17:9 (6016 x 3172).

In einem S35-Fenster sind auch hier noch weitaus höhere Frameraten, ähnlich der Mavo S35 möglich: Beispielsweise bis zu 150fps in 3.8K Wide (3840 x 1600).

Mit den neuen Kameras kommen diesmal auch neue Lens Mount Optionen. Sie sind weiterhin mit der schon länger verfügbaren KineMOUNT ausgestattet für die Kinefinity eine große Menge Adapter im Portfolio hat: Neben EF-, (L)PL- und Nikon-Varianten sind nun noch aktive (!) E-Mount und PL-Adapter hinzugekommen.

Gerade die aktive E-Mount ist für eine Nicht Sony Kamera ziemlich einzigartig und soll die meisten E-Mount Optiken unterstützen. Über sie sollen die Blende, die Brennweite und der Fokus elektronisch steuerbar sein. Auch eine optische Stabilisation soll nutzbar sein, sofern die Optik diese Funktion bietet.

Im Gegensatz zur MAVO Edge 6K besitzen die beiden neuen Kameras keinen internen eND-Filter mehr - was zum Teil ihren geringeren Preis erklären dürfte. Dafür bietet Kinefinity zwei spezielle EF/PL-Mounts mit integrierten eND-Filtern für ca. 1000 Euro an. Da diese nicht aus dem optischen Weg gefahren werden können, stehlen sie jedoch auch im offenen Zustand immer ein bisschen Licht.

MAVO_Mk2_2



Beide Mark II Modelle haben wieder das gewohnte Box-Design und wiegen rund 1,4 kg. Sie bieten die typischen MAVO-Anschlüsse wie 3G-SDI, 2 x XLR + 48V Phantom, 3.5mm Audio In- Out, USB-C, 2 pin LEMO DC IN, SYNC port, 5 pin LEMO TC Input & Output, LENS port sowie Video OUT (for KineMon Monitor and EVF).

Zur Stromversorgung können entweder Standard 14.8V V-mount Akkus oder die Canon kompatiblen BP-U Akkus benutzt werden.

Nachdem Kinefinity aufgrund von Rechtsstreitigkeiten mit RED keine ProRes RAW und KineRaw Aufzeichnung mehr ermöglichen darf, bietet die Kamera nun nahezu alle bekannten ProRes Formate von ProRes 422 LT bis zu ProRes4444XQ an.

Aufgezeichnet wird (mit maximal 2 Slots) auf sogenannten KineMag Nano Medien. Diese sind einerseits proprietäre Medien, können jedoch auch als Gehäuse einzeln (für ca. 200 Dollar) erworben werden und mit handelsüblichen M.2 NVMe SSDs "gefüllt" werden. Alternativ kann man auch fertig bestückte 1TB-KineMAGs für ca. 1000 Dollar erwerben, in denen handelsübliche Samsung SSDs verbaut werden.

Kinefinity bewirbt die KineMAGs mit mehreren Vorteilen. So stellen sie eine robuste Hülle für günstige M2 SSDs dar, die gleichzeitig einen zuverlässigen Sitz in der Kamera ermöglichen. Gleichzeitig ist im Gehäuse ein zusätzlicher USB-C Anschluss vorhanden, über den jedes KineMAG direkt an einen PC oder Mac zum Schnitt angeschlossen werden kann. Die Datenübertragung ist dabei mit USB3,1 Gen (10Gbps) möglich, ein zusätzlicher Reader ist somit nicht notwendig.

MAVO_Mk2_3



Die Idee, USB-C direkt am Speichermedium zu verbauen, finden wir zwar einerseits ziemlich praktisch, aber auf Dauer trauen wir dieser Steckverbindung grundsätzlich keine so große Stabilität im "harten Praxiseinsatz" zu. Einen dedizierten Reader und ein günstigeres Gehäuse fänden wir persönlich als Kombination besser, aber das mögen andere Anwender vielleicht auch anders bewerten.

Pro Res Files können dabei wie RAW recht üppig ausfallen: Eine 6K Open Gate Aufzeichnung füllt mit 24p ProRes 4444XQ ein 1TB KineMAG Nano Drive in ungefähr einer halben Stunde.

Dafür sind die Preise gegenüber den Vorgängermodellen erfreulicherweise - teilweise deutlich- reduziert worden: Die MAVO S35 Mark II soll 3,999 US- Dollar kosten, die MAVO LF Mark 2 soll für 5,999 US-Dollar über den Ladentisch gehen. Beide Modelle sollen ab Anfang März ausgeliefert werden.

Link mehr Informationen bei www.kinefinity.com

  
[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
iasi    21:44 am 21.1.2023
Ja - Jeff Cronenweth ist sicherlich eher ein Kenner als Rick SSon. ;) Und nebenbei: Ich filme seit Jahren nicht mehr in 10bit-Video-Formaten. Raw braucht keinerlei besondere...weiterlesen
Rick SSon    21:34 am 21.1.2023
da spricht wiedermal der Kenner :-)
iasi    11:37 am 20.1.2023
Und diese interne und direkte Anbindung ist eigentlich, was man sich wünscht, denn über USB oder HDMI ist es eher eine Behelfslösung.
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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