Die IBC öffnet heute ihre Pforten und Editshare nutzt die Gunst der Stunde, um mal wieder Lightworks ins Bewusstsein der anwesenden Editoren zu bringen. Schon vor zwei Wochen kündigte die Firma an, zur IBC große Neuigkeiten über die kostenlose Open Source Schnittsoftware zu verkünden, jedoch fallen die Neuigkeiten weniger revolutionär aus, als sich mancher erhofft hat.
Zuallererst gibt es nun drei Membership-Programme. Eine Version bleibt weiterhin kostenlos. Um in den Genuss professioneller Codecs und neuer Features zu kommen, zahlt man im Edicational Programm 25 Euro pro Jahr (in erster Linie für die Codec-Lizenzen). Dafür erhält man ProRes, Red R3D, DPX, AVC-Intra, XDCAM HD und XDCAM EX, AVCHD / H.264 und IMX. Für AVID DnxHD werden optional einmalig 45 Euro fällig.
Dazu erhält man gegenüber der kostenlosen Version Dateiaustausch-Funktionen via AAF (mit Presets für Avid und Pro Tools), sowie OMF und EDL. Über Shared Projects können mehrere Benutzer an einem Projekt gleichzeitig arbeiten. Auch ein neuer GPU-Titeler steht nur den zahlenden Kunden zur Verfügung. Das gilt auch für das 3D-Editing-Modul, das neben Import, Editing, Adjustment und Export auch eine 3D-Preview über das zweite Display bzw. HDMI ermöglicht. Dazu wird nun Hardware von Matrox (XMIO2, DSXLE2 und MXO2), Blackmagic Design, AJA und DVS unterstützt.
Zu haben sind die meisten neuen Funktionen ab 29. November über den Online Shop, wobei einige Funktionen auch erst Anfang 2012 nachgereicht werden sollen. Wer keinen Educational Nachweis bringen kann erhält alle neuen Funktionen für 50 Euro Jahresbeitrag, was die dritte Membership-Stufe darstellt.
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Dazu wird es neben der Lightwoks-Console für 2330 Euro auch noch ein spezielles Lightworks-Keyboard für 115 Euro geben.
Wir wissen selber nicht genau wie wir Lightworks eigentlich einschätzen sollen. Die Geschwindigkeit des Programms ist nicht so überwältigend wie von Editshare gelobt und die Bedienung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Da der Code auch erst Mitte 2012 geöffnet werden soll, kann sich auch keine Community bis dahin dem Workflow annehmen. Andererseits hat das Programm auch seine treuen Anhäner und bekanntermaßen scheint man damit auch Oskar-Prämierte Hollywood-Projekte schultern zu können. Und das nun zu einem Preis, der noch deutlich unter einem Magix-Programm angesiedelt ist.