Kompakte, mobile Monitore sind für viele Filmemacher mittlerweile unverzichtbare Werkzeuge. Meistens handelt es sich bei diesen „Field-Monitoren“ um dedizierte Geräte, es gibt jedoch mittlerweile auch einige Apps, die auf Smartphones oder Tablets brauchbare Vorschaumöglichkeiten anbieten.
CineMon ist eine solche App, die sich aktuell noch in einem öffentlichen Beta-Test befindet. Die App funktioniert ausschließlich mit Apple-Geräten und dort aktuell nur auf iPads und Macs. Um ein iPad oder einen Mac an eine Kamera anzuschließen, sind Adapter wie der Cam Link 4K von Elgato oder der UltraStudio Recorder 3G von Blackmagic Design erforderlich.
Eines der herausragenden Merkmale von CineMon ist die bildbasierte Spotmessung. Hierbei handelt es sich um ein zum Patent angemeldetes Tool, das exklusiv in der App verfügbar ist. Mit dieser Funktion können Benutzer Messpunkte direkt auf dem Livebild platzieren und so präzise Leuchtdichtewerte im Verhältnis zum mittleren Grau in photometrischen Einheiten wie Blenden oder EVs erhalten. Das Tool ist für die Arbeit mit Log-Videosignalen konzipiert und unterstützt Profile von Blackmagic Design, Arri, Sony, Fujifilm, Canon, Nikon, Panasonic und RED.

Wer mit Greenscreens arbeitet, kann über die „Color Key Preview“ eine detaillierte Bewertung der Hintergrundqualität erhalten. Benutzer können Zielfarben mit einem Picker auswählen und die Matte mit anpassbaren Schiebereglern verfeinern. Dies kann hilfreich sein, um Hotspots zu erkennen, die Belichtung anzupassen oder das endgültige zusammengesetzte Bild zu verbessern.
Eine weitere nützliche Funktion ist die Bildüberlagerung, mit der Filmemacher ein Einzelbild aus dem Live-Video-Feed aufnehmen oder ein Referenzbild laden können. Mithilfe von Mix- und Wipe-Steuerelementen können Benutzer das Referenzbild mit dem Live-Feed vergleichen, um Kamerapositionierung, Objektplatzierung, Belichtung, Kontrast und Farbe abzugleichen.
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Des Weiteren bietet die App anpassbare Overlays wie Gitter, Mittelpunktmarkierungen und Indikatoren für sichere Bereiche. Benutzer können die Farbe, Deckkraft und das Layout dieser Hilfslinien an ihre spezifischen Anforderungen anpassen. Auch ein Fokus-Assistent wurde integriert. Dieser hebt kontrastreiche Kanten hervor, um die Fokusebene anzuzeigen. Dabei lässt sich das Bild mit den Fingern vergrößern, inklusive einer Minikarte für die Orientierung.
Zur Belichtungsüberwachung gibt es ein Falschfarben-Overlay sowie Zebras mit diversen Schwellenwerten. Zudem können Cube-LUTs importiert und angewandt werden. Wie zu erwarten gibt es auch Wellenform- und Vektorskopanzeigen sowie typische Standards wie Belichtungskorrektur, Kontrast und Sättigung sowie Tools zur Farbkalibrierung.

Noch kann man nicht sagen, wie viel die App letztlich kosten wird, man kann aber versuchsweise am Beta-Programm teilnehmen. Auch dürfte für viele Anwender wichtig sein, mit welchen Latenzen man rechnen kann.