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Wieviel Speed für Foto SD?



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Frage von klusterdegenerierung:


Wir sprechen ja immer über die Geschwindigkeit bei Sd Karten in Bezug auf Videoaufnahme, aber wie sieht es denn beim fotografieren aus?
Ab wann ist zb. eine Karte für eine A7III so schnell, das ich keinen Mehrwert mehr habe, bzw wie schnell inkl, specs, sollte sie bei modernen Cams denn sein?

Momentan nehme ich für den Videomodus eine schnellere, aber ist es vielleicht auch sogar besser auch für den Fotomodus eine schnelle zu nutzen,
oder kann ich davon nur profitieren wenn ich zb. nur vollgas geben möchte?

Achja, mir ist da noch was eingefallen, wie ist es denn mit den Specs, nehmen wir mal an ich habe eine hochmoderne U3 Karte und sie ist aber im Crystalmark Test langsamer als eine ältere und eigentlich auch langsamere U2 oder U1 Karte, ist sie dann wirklich langsamer, oder nur in ihren eigenen Specs, also ist sie dann auch für die Cam langsamer und ich kann die U2 Karte genauso gut nehmen?

Danke Euch. :-)



Antwort von rush:

Ist eher 'ne Rechenaufgabe und wird speziell bei Dauerfeuer interessant... aber ist dann insbesondere im Fotobetrieb tatsächlich deutlich relevanter als bei murkeligen 100Mbit/s...

Die A7III hat ja einen recht großen Buffer - angegeben mit schätzungsweise ~1.5GB... teilst Du das durch die unkomprimierten ~42MB des einzelnen RAW's kommst Du auf etwa 35 Bilder die in den Buffer passen. Nimmst du parallel noch jpegs mit auf - verringert sich dieser Puffer weiterhin.
Gehen wir nun davon aus das Du eine Bildserie eines Radfahrers abfeuerst und die vollen 10fps der Kamera nutzt, ist nach ca 3,5 Sekunden theoretisch Feierabend.

Da die Kamera den Buffer aber natürlich parallel im Hintergrund auf die SD Karte "wegschreibt" ergeben sich teils längere machbare Bildserien... und da ist dann in der Tat entscheidend wie schnell die Daten weggeschrieben werden können um den Puffer für neue Bilder zu leeren. Deutlich wird der Unterschied dann insbesondere bei der Speicheranbindung - UHS II kann hier nicht nur einen theoretischen, sondern tatsächlich einen praktischen Speed-Vorteil ausspielen.

Schön zu sehen ist dies bspw. auf der Seite von Griffin - die sich genau mit Deiner Frage befasst...
Dort wird deutlich das die schnellste UHS-1 Karte ( in dem Fall die Extreme Pro U3 von Sandsik" ) so eben 75MB/s wegschreiben kann - theoretisch aber 90MB/s packt... Das UHS-I Interface der A7III limitiert bereits.
Anders bei der flottesten UHS-II Karte (in dem Fall die Lexar 2000x) - dort schreibt die A7III via UHS-II fast doppelt so schnell mit ~147MB/s Daten weg - theoretisch scheint die Karte gar noch flinker zu sein (244MB/s) - aber auch hier kommt man dann offenbar an die theoretischen Limits/Limitierungen der Speicheranbindung.

Dennoch wird klar: UHS-II lohnt an der A7III auf jedenfall wenn man schnelle Bildserien wegschreiben muss

https://alikgriffin.com/best-memory-cards-sony-a7iii/



Antwort von klusterdegenerierung:

Also ich habe hier zb. 2 Karten, die eine ganz neue Sandisk Extreme Plus mit U3 und eine alte Samsung Pro U1, beide 64GB.
Allerdings ist die Samsung nicht soo viel langsamer, aber zum filmen will meine Cam sie nicht, wegen U1.

Aber beim fotografieren sollte da doch jetzt auch kein großer Unterschied sein, oder gibt es noch andere Faktoren, wie zb die Specs die hier mit rein spielen?








Antwort von Jan:

Eine U3-Klasse kann nicht langsamer sein wie eine U1, außer die Firma betrügt die Kunden mit ihrer Klasse. U3 ist klar mit Mindestschreibgeschwindigkeit 30MB/sek festgelegt, die U1-Klasse schafft immer 10 MB/sek. Wenn es hoch kommt, schafft eine U1 25 MB/sek, das ist aber auch schon ein Topwert. Sehr schnelle Karten, wie die IIer benötigt man nur für intensive Serienbildorgien. Je nach Kamera kann sie aber gar nichts bringen, wenn der Speicherbus in der Kamera auf 30 MB/sek begrenzt ist wie beispielsweise bei der A6000 oder A6300.



Antwort von klusterdegenerierung:

Jan hat geschrieben:
Eine U3-Klasse kann nicht langsamer sein wie eine U1, außer die Firma betrügt die Kunden
Aha!



Antwort von klusterdegenerierung:

@rush
Ist es denn aber nicht so, das die A7III den schnelleren Slot für die Videoaufzeinung verwenden möchte, dann habe ich ja im Grunde nichts von einer UHSII Karte und auf der anderen Seite will die Cam doch nicht mit UHSI 4K 100Mbit aufzeichnen, oder?

Ich brauchte sogar für meine a6300 eine Lexar UHSII 633x damit ich die 100Mbit aufzeichnen konnte.
Ich glaub ich bin etwas verwirrt. ;-)

PS. das die Karten beim Test am PC nicht ihre angegebene Lesegeschwindigkeit erreichen,
liegt wahrscheinlich daran das mein Lesegerät nur USB3 und nicht USBC oder 3.1 ist?



Antwort von Jan:

633 ist 95 MB Geschwindigkeit und zwar bei der Lexar die maximale Lesegeschwindigkeit. UHS I Class 10 Karten schreiben keine 95 MB pro Sekunde, sondern minimal 10 MB pro Sekunde. Ist immer ganz einfach zu erkennen. Wenn vorn auf der Karte nur eine Geschwindigkeit vermerkt ist und hinten nichts steht, handelt es sich immer um die maximale Lesegeschwindigkeit, die vorn drauf steht. Bei schnellen Karten steht vorn oder hinten auch die Schreibgeschwindigkeit drauf, das geschieht normalerweise erst ab U3-Klasse. Bei keiner UHS II Karte würde nur 90 MB darauf stehen, das wäre viel zu langsam, das ist ein schnellerer Standard, da U3 Karten schon 90 MB schreiben können wie die Extreme Pro.


Ich hatte da zuletzt erst eine Diskussion mit dem San Disk Vertreter, weil sie aktuell auf den langsameren Karten immer schnellere Geschwindigkeiten drauf schreiben und zwar bei Class 10 UHS I U1 (bei San Disk die Ultra) immer nur die Lesegeschwindigkeit. Er meinte, das ist korrekt, weiß halt der dumme übliche Kunde nicht und ist laut Gesetz auch nicht verboten. Man muss sich halt nicht schlechter machen als man ist. Aber man gebe bei allen Extreme-Karten mit U3 ja hinten die Schreibgeschwindigkeit an, wer schnelle Karten will. soll halt ab der Klasse kaufen.


Die Klassen sind definiert, eine Class 10 UHS 1 kann keine 70 oder 80 MB pro Sekunde schreiben, lesen schon. Der Standard ist definiert mit 10 MB Mindestschreibgeschwindigkeit, der U3 Standard mit 30 MB Mindestschreibgeschwindigkeit, daher heißt der auch U1=10 und U3=30, das hat einen Sinn. UHS II ist die Klasse darüber, wird aber gern mit einem Topf mit Class 10, U3 oder U1 geworfen. Wenn eine UHS-I U1 Class 10 wirklich schneller schreiben sollte wie 70 MB pro Sekunde, ist in ihr ein U3 Chipsatz verbaut. Schreiben und Lesen sind hier aber wichtig voneinander zu trennen. In vielen Fachmagazinen wird berichtet, dass schnelle UHS I, Class 10 U1 Karten so um die 20 MB pro Sekunden schreiben und 80-90 MB lesen können.


https://www.amazon.de/SanDisk-Extreme-S ... B01JYUU1ZU



Jetzt könnte man fragen, warum bei den UHS II Karten auch U3 und Class 10 mit drauf steht, deswegen, weil der UHS II Standard alle anderen unteren Klassen mit einschließt.



Antwort von rush:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
@rush
Ist es denn aber nicht so, das die A7III den schnelleren Slot für die Videoaufzeinung verwenden möchte, dann habe ich ja im Grunde nichts von einer UHSII Karte und auf der anderen Seite will die Cam doch nicht mit UHSI 4K 100Mbit aufzeichnen, oder?

Ich brauchte sogar für meine a6300 eine Lexar UHSII 633x damit ich die 100Mbit aufzeichnen konnte.
Ich glaub ich bin etwas verwirrt. ;-)

PS. das die Karten beim Test am PC nicht ihre angegebene Lesegeschwindigkeit erreichen,
liegt wahrscheinlich daran das mein Lesegerät nur USB3 und nicht USBC oder 3.1 ist?
Sony ist da per se schon immer extrem pingelig mit der Kartenauswahl gewesen... warum das so ist konnte bisher niemand befriedigend beantworten.

Beispiel: Die A7III schreibt @ 4k 25p genauso 100Mbps bei der Videoaufzeichnung wie eine 3 Jahre alte A7rII ( z.b. meine :-D ) weg... mit dem Unterschied das meine ältere A7rII ja noch überhaupt keinen UHS-II fähigen Slot am Start hat...
Kurz gesagt: UHS-I reicht bei halbwegs brauchbaren Karten (also so ziemlich alles an UHS-I mit U3 Label) völlig für die murkeligen 12.5MB/s aka 100Mbps aus! Nur unterbinden das einige Kamerahersteller offenbar und setzen bestimmte "innere" Richtlinien vor und blocken so manch ältere potente Karten... denn selbst einige UHS-I Karten ohne "U3-Tag" packen die 100Mbps Video-Datenrate spielend.

Wenn Du nochmal einen Blick auf die Liste von Griffin wirfst... selbst die langsamste UHS-1 Karte (Samsung U1 Evo) schreibt in der A7III noch immer mit konstanten ~22MB/s Daten weg -> was in etwa 176Mbps entspräche und somit kein Problem für die 100Mbps darstellt.
Natürlich ist es nicht verkehrt "mehr" Reserven zu haben da Schreibraten über längere Zeit auch mal einbrechen können... aber die Schwellen die einige Hersteller anlegen sind tatsächlich etwas überzogen. Vermutlich gibt es da (Achtung ich übertreibe) "kartellmäßige" Absprachen zwischen Herstellern um immer wieder neue Karten in den Markt zu drücken... weil sonst würden sich die Konsumenten ja immer die "günstigeren" Vorjahreskarten kaufen - schnell genung sind die i.d.R. allemal.

Zum Kartenleser: Klar - auch da gibt es je nach Gerät Unterschiede beim lesen/schreiben... aber die theoretisch maximalen Werte sind eben ohne Verluste und in der Realität faktisch selten zu erreichen. Das ist eben immer die Frage der Anbindung des Interfaces... an Griffins Liste lässt sich ja auch ablesen das man das UHS-II Interface in der A7III nicht voll auszureizen scheint denn am Kartenleser sind deutlich höhere Lese/Schreibzugriffe möglich. Andererseits ist die volle Bandbreite ja auch nicht zwingend nötig und stresst womöglich eher den Prozessor und erhöht die Temperaturen der Bauteile - das möchte man in einer Kamera vermutlich nicht zwingend ausreizen... die kleineren Sonys ala a6300 können davon ja so schon ein Lied singen ;)




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