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Infoseite // Wie löst Ihr das Problem mit den vielen Festplatten.



Frage von ksingle:


In den letzten Jahren ist die Zahl der externen Festplatten bei mir angestiegen. Für das Netzwerk nutze ich zwar ein 8TB-NAS von Synology, aber für Kundenprojekte lege ich neuergdings immer eine separate Festplatte oder eine SSD an, auf denen ausschließlich die Daten eines Projektes liegen. Das möchte ich auch so beibehalten.

Deshalb stellt sich mir die Frage, ob es nicht eine andere Lösung gibt, die meinen Schreibtisch nicht so verhunzt. In der Regel liegen da Kabel mit 4-5 Festplatten/SSDs, was mich ziemlich nervt.

Wie löst Ihr dieses Problem? BIn gespannt, wie andere damit umgehen und würde mich über eure Ansätze freuen.

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Antwort von Frank Glencairn:

ksingle hat geschrieben:
In den letzten Jahren ist die Zahl der externen Festplatten bei mir angestiegen. Für das Netzwerk nutze ich zwar ein 8TB-NAS von Synology, aber für Kundenprojekte lege ich neuergdings immer eine separate Festplatte oder eine SSD an, auf denen ausschließlich die Daten eines Projektes liegen. Das möchte ich auch so beibehalten.

Deshalb stellt sich mir die Frage, ob es nicht eine andere Lösung gibt, die meinen Schreibtisch nicht so verhunzt. In der Regel liegen da Kabel mit 4-5 Festplatten/SSDs, was mich ziemlich nervt.
Das mit den "Kundenfestplatten/SSD" mach ich seit zig Jahren schon so, ist IMHO auch die einzig vernünftige Lösung.
Ich kauf nur nackte Platten und stell die dann in ne Dockingstation - ein Kabel (+ Strom) und fertig.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Also ich verwende ein Gehäuse von Cooler Master und dies hat 2 Festpletteneinschübe, wo ich immer die Platte einschieben kann die ich benötige, die anderen können in einem verschließbaren Schrank lagern.

Nachteil bei meinem alten Gehäuse, das es keine neuen Einschübe mehr gibt und so muß ich sie manchmal umschrauben, aber da ich soo viele nicht verwende, da ich Daten nach einer gewissen Zeit lösche, ist es nicht soo dramatisch.

Kann mir aber vorstellen das es moderne gibt, bei denen man noch arrays bekommt.
Die Lösung mit einem NAS fand ich nie so attraktiv.

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Antwort von Framerate25:

Läuft bei mir genauso.

gefühlt 50 Externe, teils auf aktiven/passiver Hubs, rythmisches Hin und Herkopieren, durcheinander. Aber was bleibt, ein eigener Server, ne Cloud...hüstel...Webspace?

Deswegen schrieb ich ja im Glasplattenfred, es wäre schon cool mal ne neue Archivierungsmethode abseits von Wolken und Datenschubserei zu bekommen.

Nach 10 Jahren gehen Rohdaten welche keinen Mehrwert mehr haben ins Nirvana. Wichtige Daten werden weiter geschubst, bis ich halt in Rente bin. ;)

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Antwort von klusterdegenerierung:

Das sammeln ist mir in den letzten Jahren etwas abgegangen und besonders wegen der DSGVO ist es besser die Daten dem Kunden zu geben und nur noch 1 Jahr vor zuhalten.

Klar mach ich auch nicht bei allen, aber Fotos von einer alten Zahnarztpraxis wo die Mitarbeiter im Jahrestakt wechseln, heb ich mir nicht mehr auf, das sollen die mal selbst machen.

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Antwort von Frank Glencairn:

Trotz aller Forschung und Bemühungen der letzten 60 Jahre hat sich bisher immer noch nix besseres als ne Festplatte oder Band gefunden.

Weder Tesafilm, noch Optische Medien noch sonstwas konnte sich jemals durchsetzen - alle anderen "das ist die Zukunft" Phantasien sind ebenfalls grandios gescheitert.

Außer daß Festplatten und SSDs immer größer und schneller werden, seh ich da nicht wirklich was tolles neues kommen.

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Antwort von Framerate25:

Mir fällt grade ein, ich hatte neulich ne DVD aus 2005 von Verbatim ausgegraben. Damals hatte ich ein Backup erstellt. Einschichtig gebrannt, waren die Daten allesamt noch lesbar.

Wird beim Backup ja auch immer empfohlen, so langsam als möglich schreiben, einschichtig und Rohlinge von Verbatim zu nutzen. (Ja, ich weiß - Werbung) Aber andere Hersteller haben nicht so lange gehalten. Hat da wer noch andere Erfahrungen?

Auch nen DV-Band hatte alle Daten behalten, seit 2004. Drauf verlassen ist aber ne andere Geschichte.

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Antwort von Frank Glencairn:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Das sammeln ist mir in den letzten Jahren etwas abgegangen und besonders wegen der DSGVO ist es besser die Daten dem Kunden zu geben und nur noch 1 Jahr vor zuhalten.

Klar mach ich auch nicht bei allen, aber Fotos von einer alten Zahnarztpraxis wo die Mitarbeiter im Jahrestakt wechseln, heb ich mir nicht mehr auf, das sollen die mal selbst machen.
Yup, ich hebe normal nur mein eigenes Zeug auf. Wenn ein Projekt durch ist, bekommt der Kunde seine Platte, und ich bin raus.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Framerate25 hat geschrieben:
Mir fällt grade ein, ich hatte neulich ne DVD aus 2005 von Verbatim ausgegraben. Damals hatte ich ein Backup erstellt. Einschichtig gebrannt, waren die Daten allesamt noch lesbar.

Wird beim Backup ja auch immer empfohlen, so langsam als möglich schreiben, einschichtig und Rohlinge von Verbatim zu nutzen. (Ja, ich weiß - Werbung) Aber andere Hersteller haben nicht so lange gehalten. Hat da wer noch andere Erfahrungen?

Auch nen DV-Band hatte alle Daten behalten, seit 2004. Drauf verlassen ist aber ne andere Geschichte.
Hab ich aber auch nur von der Marke benutzt, alles andere, besonder die lifetime vom Aldi gehen alle nicht mehr.
Sehr witzig, denn ich habe mir damals darauf den Soundtrack vom Spiel "Myst Exile" gebrannt und Heute mal wieder eingelegt, funzt nicht mehr! :-)

Ich hatte immer die Verbatim mit Inkjet Oberfläche die ich immer brav bedruckt habe und habe noch hunderte Kundenlables abgespeichert, die ich alle liebevoll gestaltet habe, wahnsinn, was man alles gemacht hat! ;-)

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Antwort von Framerate25:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
"Myst Exile"
Jaaaa, was ein cooles Spiel oder? Ich habe es über Nächte durchgezockt. Richtig gut.

(sorry für OT - schäm) °-°

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Antwort von Frank Glencairn:

Kann mich noch gut an das erste Myst erinnern - jaaaa wir sind nicht mehr die jüngsten ;-)



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Antwort von klusterdegenerierung:

Framerate25 hat geschrieben:
klusterdegenerierung hat geschrieben:
"Myst Exile"
Jaaaa, was ein cooles Spiel oder? Ich habe es über Nächte durchgezockt. Richtig gut.

(sorry für OT - schäm) °-°
Ja, so wir Riven und die anderen in der Serie.
Nächte über Nächte in der Winterzeit haben wir vor dem PC verbracht und den Sound natürlich fett über die Anlage laufen lassen. Das ganze mit ein paar Gläsern Wein oder Rauchutensielien bekam das ganze schon Suchtartige Ausmaße, war aber Hammer, hat ein riesen Spaß gemacht.

Spiele es dann und wann immer noch.
An die grafik kommt so manches Spiel heute noch nicht ran! :-)

https://www.youtube.com/watch?v=H3iNE08eVvw

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Antwort von Jörg:

Für die "uralten" HDDs gibt es hier die externen Dockingstations, die aber nur noch im Notfall ins
Spiel kommen.
Die wichtigen Daten von diesen Platten liegen auf SSDs, die über einen Einschub in meinen
Coolermaster CM Storm Stryker gelangen.

Zu den selbst gebrannten CDs: ich habe gerade mein gesamtes Archiv auf Festplatte kopiert die 500 G zusätzlich gesichert.. Bei den Original CD befand sich kein einziger Ausfall, bei den selbstgebrannten waren von 300 Stück 4 defekt, die selbst EAC nicht retten konnte.
Drei davon liefen im Player der Hifi Anlage durch,hätte mich bei dem Preis des Players auch gewundert ;-)))

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Antwort von dosaris:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:

Das mit den "Kundenfestplatten/SSD" mach ich seit zig Jahren schon so, ist IMHO auch die einzig vernünftige Lösung.
Ich kauf nur nackte Platten und stell die dann in ne Dockingstation - ein Kabel (+ Strom) und fertig.
aus welchem Grund?

* Aus formalen Vertragsgründen (Rohdaten mitliefern)?
Da würde doch eine BD od USB-stick die Vertrags-Forderung erfüllen und es wäre wieder Platz auf den Disks.

* Ausfallsicherheit bzgl nachordern?
Während eines Projektes macht man doch ohnehin backups

* organisatorische Gründe der Projektseparierung?
da würden doch separate Partitionen auch genügen, wobei eine Partition auch virtuell sein
kann und dann kann man auch direkt ein Projekt-directory im normalen storage nehmen.


?

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Antwort von Frank Glencairn:

dosaris hat geschrieben:

aus welchem Grund?
Weil die Verantwortung dann beim Kunden liegt und nicht bei mir.
dosaris hat geschrieben:


* Aus formalen Vertragsgründen (Rohdaten mitliefern)?
Da würde doch eine BD od USB-stick die Vertrags-Forderung erfüllen und es wäre wieder Platz auf den Disks.
Ja, auch die Rohdaten, Projektdaten, alles etc. - was soll ich denn damit?
Hat nix mit Vertrag zu tun, aber warum soll ich hier das Datenarchiv spielen?
dosaris hat geschrieben:

* Ausfallsicherheit bzgl nachordern?
Während eines Projektes macht man doch ohnehin backups
Für die Integrität der Daten ist der Kunde verantwortlich.
Während eines Projekts gibt's natürlich mehrere Inhouse Backups bei uns, die Platte geht ja erst raus wenn alles abgeschlossen ist.
dosaris hat geschrieben:

* organisatorische Gründe der Projektseparierung?
da würden doch separate Partitionen auch genügen, wobei eine Partition auch virtuell sein
kann und dann kann man auch direkt ein Projekt-directory im normalen storage nehmen.
Was hab ich davon?

Der Kunde bekommt ne passende Platte (oder mehrere) mit dem Namen des Projekts und Datum drauf und fertig.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Hab dies noch gefunden, mit interessanten making of green screen.

https://youtu.be/S6IEPjNmUMY?t=503

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Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Der Kunde bekommt ne passende Platte (oder mehrere) mit dem Namen des Projekts und Datum drauf und fertig.
Die findet der doch nie wieder. Irgendwann fragt Dich jemand, und wenn Du dann antwortest: "Aber ich habe Euch doch die Platte gegeben", was ist dann? Nein, also ich finde, man sollte immer handlungsfähig bleiben. Wer natürlich eher als freier Kameramann und nicht als Filmemacher auftritt, bei dem mag das anders sein.

Ich archiviere alles. Wirklich alles. Neulich kam einer nach sieben oder acht Jahren, und wollte eine Kleinigkeit geändert haben. Da schiebe ich die passende Platte rein, öffne die Timeline, mache die Änderung, rechne die neue Datei raus und der Kunde ist glücklich. Habe ihm nicht mal eine Rechnung geschrieben.

Aber zur Ursprungsfrage: Ich kopiere alles thematisch (nach Kunde oder Projekt) auf zwei Platten (A und B). Beide lagern getrennt. So habe ich derzeit etwa 100 Platten A und 100 Platten B. Früher wären das etwa 500 Betacam-Cassetten gewesen, also spart man trotz Doppelung immer noch viel Platz. Bis zu acht Platten kann ich gleichzeitig reinschieben. Wenn ich noch mehr altes Material zusammensuchen muss, dann eben über Zwischenschritte.

Für mich funktioniert das bisher sehr gut. Die Backups hätte ich übrigens noch nie gebraucht, trotzdem mache ich das so konsequent weiter. Auch die interne Platte mit den Projektdateien wird regelmäßig gebackupt.

Matthias

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Antwort von Darth Schneider:

Taugen denn z.b. die Samsungs T5s auch zum Archivieren ? Oder wegen dem sensiblen Anschluss eher nicht ? Die sind ja nicht mehr teuer. Und so ein Alugehäuse drum herum schützt ja schon auch ein wenig.
Grundsätzlich, würdet ihr eher grosse oder kleine Festplatten nutzen ?
Was ist besser Ssds oder herkömmliche Festplatten ?
Gruss Boris

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Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:

Die findet der doch nie wieder.
Ich weiß ja nicht was für ne Sorte Kunden du so hast, aber nicht ein einziger meiner Kunden hatte jemals ein Problem, die entsprechenden Platten so aufzubewahren, daß er weiß wo sie sind, wenn wir irgendwas nochmal brauchen sollten (was normal sowieso eher selten vorkommt). Was glaubst du, was der Vorgesetzte/Boss mit einem Mitarbeiter machen würde, der solche Platten verschlampt?

Ach ja ich vergaß, du arbeitest ja mit Politikern und Parteien - ne dann... ;-)

scnr

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Antwort von Jörg:

Taugen denn z.b. die Samsungs T5s auch zum Archivieren ? wer solls wissen? die Dinger sind ja noch nicht lange auf dem Markt.
ich nutze sie zur schnellen Bereitstellung aktuellsten Materials , als tägliches
handliches backupmedium für Reisen. Fantastisch geeignet für Rohschnitt am Laptop.

Plattengröße richtet sich hier nach Speicherbedarf.
Für Kundenübergabe ala Frank G. werden Platten genommen, die lediglich unwesentlich größer
sind als der Bedarf.
Eigene Archivplatten liegt bei max 2TB, jeweils ein zusätzliches backup, GANZ wichtiges Familienzeug bekommt zwei zusätzliche backups.

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Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Taugen denn z.b. die Samsungs T5s auch zum Archivieren ? Oder wegen dem sensiblen Anschluss eher nicht ? Die sind ja nicht mehr teuer. Und so ein Alugehäuse drum herum schützt ja schon auch ein wenig.
Grundsätzlich, würdet ihr eher grosse oder kleine Festplatten nutzen ?
Was ist besser Ssds oder herkömmliche Festplatten ?
Gruss Boris
SSDs haben ein miserables Platz/Kosten Verhältnis - vor allem als Archivplatten.
Und vor was genau soll denn ein Alugehäuse "schützen"? Du hast doch deinen Schnittplatz nicht in einem Steinbruch.

Im Idealfall kann ich die Platten in einer Größe bekommen auf die das gesamte Projekt mit allem Material passt.
Aktuell sind das 4/6 oder 8 TB Platten.

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Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich weiß ja nicht was für ne Sorte Kunden du so hast, aber nicht ein einziger meiner Kunden hatte jemals ein Problem, die entsprechenden Platten so aufzubewahren, daß er weiß wo sie sind, wenn wir irgendwas nochmal brauchen sollten (was normal sowieso eher selten vorkommt).

Ach ja ich vergaß, du arbeitest ja mit Politikern und Parteien - ne dann... ;-)
Naja, mit Parteien nicht, da will ich gerne neutral bleiben. Aber für Behörden eben. Und die sind einfach nicht darauf eingerichtet, Festplatten aufzubewahren. Das würde ja auch nichts bringen, was sollen die auch damit machen? Im Zweifelsfall sind da eh nur Dateien drauf, die keiner lesen kann. Und wenn mal einer fragt, wird die Platte irgendwohin weitergegeben, und dann weiß auch keiner mehr, wo sie ist.

Nein, also Originalmaterial bleibt bei mir. Ganz selten möchte ein Kunde eine Kopie haben, dann bekommt er die natürlich.

Bei Auftraggebern innerhalb der Medienbranche wäre das natürlich was anderes, die sind es ja gewohnt, mit Archivmaterial umzugehen.

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Was zahlen die dir so für die Archivierung im Jahr?

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Antwort von Pianist:

Das ist bei mir eine selbstverständliche Nebenleistung. Mir ist es viel wichtiger, dass die langfristig immer wieder zu mir kommen, da habe ich viel mehr von.

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Du machst das also Gratis, sprich du bezahlst das, weil du denkst deine Kunden kommen sonst nicht wieder?
Seltsames Geschäftsmodell aber wenn es für dich funktioniert - warum nicht.

Meine Kunden kommen auch immer wieder, weil sich meine Arbeit schätzen, nicht weil ich auf meine Kosten Platten für sie Archiviere.

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Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Du machst das also Gratis, sprich du bezahlst das, weil du denkst deine Kunden kommen sonst nicht wieder?
Seltsames Geschäftsmodell aber wenn es für dich funktioniert - warum nicht.
Nein, das ist ganz normaler Kundenservice. Ich finde es eher eigenartig, dass man darüber diskutieren muss. Früher habe ich doch den Leuten auch keine Betacam-SP-Cassetten in Rechnung gestellt. Und die waren viel teurer als die Festplatten.

Mich erinnert das irgendwie an eine Position neulich auf einer Speisekarte: "Räuberteller" für 1,50 EUR. Natürlich wird es echte betriebswirtschaftliche Kosten verursachen, wenn ein Restaurant für ein Kind einen zusätzlichen Teller und zusätzliches Besteck zur Verfügung stellt. Aber was löst das bei den Gästen aus? Man wird den Laden ganz einfach als "kleinkariert" bezeichnen und nicht mehr hingehen. Da wäre es besser, alle Gerichte pauschal um zehn Cent teurer zu machen, und dafür hin und wieder mal einen Teller und Besteck kostenlos mit rauszugeben, wenn Eltern ihr Kind mitessen lassen.

Meine Filme kosten Summe X. Und Summe X ist ja nun nicht besonders niedrig. Warum also soll ich da anfangen, irgendwie kleinkariert zu sein? Der Nutzen, jederzeit auf das Material zugreifen zu können, ist doch viel größer. Viele Filme wären ohne mein Archiv überhaupt nicht kurzfristig realisierbar. So habe ich oft genug einen Wettbewerbsvorteil.

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:
Früher habe ich doch den Leuten auch keine Betacam-SP-Cassetten in Rechnung gestellt.
Im Ernst?! Sowas hab ich noch nie gehört.
Was kommt als nächstes? Daß das Restaurant das Fleisch nicht mehr in Rechnung stellen soll, sondern nur noch die Zubereitung?

Na ja - jedem das seine.

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Antwort von Darth Schneider:

An Pianist
Die waren dann aber ganz schön teuer, damals die ganzen BetaCam Cassetten, vor allem wenn man sie nur einmal bespielt hat...So für jeden Imagefilm, um die 10 neue kaufen...?
Das geht doch heftig ins Geld, auch heute mit Festplatten. Nach ein paar Jahren musst du die doch alle wieder ersetzen und hast Arbeit damit.
Ich würde da schon mal über die Bücher. Schliesslich übernimmst du bei der Archive auch die Verantwortung über die Kunden Daten...dazu kommt noch, du brauchst noch die einen für die Lagerung geeigneten Raum.
Kunden verwöhnen ist schon gut...aber das geht doch auch mit guter Arbeit, vielleicht noch mit Kaffee, Brötchen und einem Lächeln....
Nicht mit Gratis Ausgaben ohne Ende. Aber das ist nur meine Meinung.
Gruss Boris

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Antwort von klusterdegenerierung:

Ich kann da Matthias schon verstehen und ich denke es liegt auch ganz stark daran was man dreht und wie man arbeitet, ob man nur filmt, oder das ganze Projekt umsetzt.

Generell habe ich die Daten auch lieber bei mir, denn nicht selten kommt es vor, das bei kleineren Projekten der Kunde nach Jahren eine Änderung wünscht und jetzt aber einen Praktikanten hat der auch schneiden kann und man das Material rausgeben soll.

Der Unterschied ist, man weiß darüber bescheid und man kann noch mal Geld mit der Orga und dem rauskramen der Daten verdienen und wenn der Prakti es nicht hinbekommt, muß man vielleicht noch mal ran.

Gebe ich alles ab, weiß ich von diesem ganzen nix und bin ganz raus. So aber bekommt man vielleicht noch mal einen positiven Kontakt zum Kunden und manche entschieden sich dann auch alles mal neu machen zu lassen.

Verkehrt ist das nicht, und ob die Platten bei mir oder bei ihm im Schrank liegen kostet ja nicht wirklich Geld. ;-)

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Antwort von Darth Schneider:

Also das die Platten mit den Kunden Filmen bei ihm im Schrank liegen finde ich auch voll in Ordnung...Aber nicht das Pianist für die Platten selber bezahlt...und quasi für den Kunden das Zeugs noch lagert und das nicht den Kunden irgend in einer Form verrechnet.
Es sind ja nicht nur die Platten...er braucht auch womöglich einen eigenen Raum, einen PC, und Zeit...
Die Bank lagert doch das Geld auch nicht umsonst...
Gruss Boris

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Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Im Ernst?! Sowas hab ich noch nie gehört.
Die Leute erwerben ein Nutzungsrecht an einem Film. Hätte ich ihnen die Kosten für die Cassetten in Rechnung gestellt, so wären sie vielleicht auf die Idee gekommen, dass sie Eigentum an den Cassetten erlangen. Oder es wäre vielleicht eine Diskussion darüber entstanden, wem die Rechte am Rohmaterial gehören. Genau das wollte ich vermeiden. Ich habe ja oft für mehrere Auftraggeber gleichzeitig gearbeitet und die Filme teilweise aus dem gleichen Material gespeist. Von daher war es mir sehr recht, dass es keine Diskussionen über den Umgang mit dem Rohmaterial gab.

Außerdem: Ich habe oftmals an einem Tag so wenig Material gedreht, dass manchmal das Material von drei Drehtagen auf einer Cassette war. Heute ist oftmals das Material von 20 Drehtagen auf einer Festplatte und deren Doppel. Somit ist der Kostenanteil des Speichermaterials so gering, dass ich da echt nicht drüber diskutiere.

Einfach nicht kleinkariert sein.
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Also das die Platten mit den Kunden Filmen bei ihm im Schrank liegen finde ich auch voll in Ordnung...Aber nicht das Pianist für die Platten selber bezahlt...und quasi für den Kunden das Zeugs noch lagert und das nicht den Kunden irgend in einer Form verrechnet.
Du wirst bei mir auch nie Positionen wie "Parkgebühr 4,50 EUR" auf einer Rechnung sehen. Ich hasse es, mich mit Kleinkram zu beschäftigen. Die Leute zahlen scheiße viel Geld für die Filme, da werde ich sie nicht mit einem Parkticket oder den Kosten für Beschaffung, Kopierung und Lagerung einer zehntel Festplatte nerven.

Matthias

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Antwort von Jörg:

Aber nicht das Pianist für die Platten selber bezahlt. Das ist eben das Gegenteil von Krümelkac...rei,
man hat einen Auftrag, möchte mit den Leuten auch in Zukunft zusammenarbeiten, und inkludiert in der Rechnung die paar Piepen für ne HDD...
meine Güte, welches Extremeinvestment ist das denn.
Solche Haltung zeugt von Nachhaltigkeit, Kundenbindung , meist über Jahrzehnte, für ein lächerliches
Investment.
Ich habs ewig schon genauso gemacht, hat sich immer gelohnt...

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Antwort von klusterdegenerierung:

@Boris
Ich glaube Du hast da was missverstanden Boris, denn er lagert die Daten nicht für sich, denn die habe sie ja in der Rgel auch schon bekommen und dafür bezahlt. Vielmehr lagert Matthias die Daten wohl für sich und auch in der Hoffnung dem Kunden weiter dienen zu können und Geld zu generieren.

Da jetzt auf die idee zu kommen er lagert jetzt Daten die fürs rumliegen eine art Honorar benötigen, find ich eher albern.
Was soll es denn kosten wenn die Platte im Schrank liegt und man muß ja auch nicht wie Frank für jeden Kunden eine Platte anlegen.

Bei mir haben manche Projekte nicht mal 30GB, was soll ich da ne Platte für einrichten?

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Antwort von Pianist:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Vielmehr lagert Matthias die Daten wohl für sich und auch in der Hoffnung dem Kunden weiter dienen zu können und Geld zu generieren.
Das ist ja nicht mal eine Hoffnung, sondern ständige Praxis. Ich habe gerade für einen Kongress einen Eröffnungsfilm gemacht, wo ich Material aus zehn Jahren verarbeitet habe. Alles aus meinem Archiv. Hätten andere niemals hinbekommen. Das ist doch viel wichtiger, als ein paar EUR für irgendwelche Selbstverständlichkeiten auf die Rechnung zu schreiben.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Was kommt als nächstes? Daß das Restaurant das Fleisch nicht mehr in Rechnung stellen soll, sondern nur noch die Zubereitung?
Ganz vergessen, noch auf diesen hinkenden Vergleich einzugehen. Wir reden ja nicht über das Fleisch, sondern wenn überhaupt, über eine Pauschale auf der Rechnung für Nutzung der Pfanne und Schleifen der Messer... :-)

Matthias

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Antwort von klusterdegenerierung:

Sag ich doch, deswegen verstehe ich ja diese kurzsichtigkeit von vielen nicht und vor allem nicht dieses aus den Augen aus dem Sinn.

Die Kunden die ich habe sind in der Mehrzahl langjährige und so möchte ich es auch weiter behalten und da gehört auch ein bisschen Service dazu, da bricht man sich ja keinen Zacken aus der Krone. :-)

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Antwort von Darth Schneider:

Das stimmt natürlich was du schreibst...Wenn du jetzt sagen wir, von 100 langjährigen Kunden, 20 oder 50€ pro Jahr fürs archivieren und die Pflege von Bildmaterial verrechnen kannst hast du allerdings noch mehr davon und dem Kunde tut das auch nicht wirklich weh.
Das mit de Kurzsichtigkeit finde ich, das ist relativ.
Gruss Boris

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Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:
Wir reden ja nicht über das Fleisch, sondern wenn überhaupt, über eine Pauschale auf der Rechnung für Nutzung der Pfanne und Schleifen der Messer...
Nö, Platten sind eindeutig Verbrauchsmaterial, ein Computer wäre wie eine Pfanne, Gear zur Zubereitung.

Wie schon gesagt ich habe keine Kunden die Platten verschlampen, und die kommen auch alle wieder, insofern existiert das Problem von Matthias für mich nicht. Aber jeder muß selbst wissen wie er das handhabt.

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Antwort von MK:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Taugen denn z.b. die Samsungs T5s auch zum Archivieren ?
Was ist besser Ssds oder herkömmliche Festplatten ?
War doch erst vor nicht all zu langer Zeit ein Thema dass SSDs je nach Lagertemperatur und Speicherzellentechnologie früher oder später Daten verlieren können wenn sie nicht hin und wieder mit Strom versorgt werden.

Die festgefressenen Festplattenlager bei konventionellen Festplatten auf Grund von Verharzung der Schmierstoffe sind allerdings Bullshit die sich irgendwelche Internet-Märchenerzähler mal ausgedacht haben. Es gab allerdings schon Platten (Seagate ST3000DM001 zum Beispiel) bei denen der Luftausgleichfilter auf Grund von schlechtem Material durch Alterserscheinungen zerbröselt ist und dadurch die Platte beschädigt hat.

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Antwort von vaio:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:
Wir reden ja nicht über das Fleisch, sondern wenn überhaupt, über eine Pauschale auf der Rechnung für Nutzung der Pfanne und Schleifen der Messer...
Nö, Platten sind eindeutig Verbrauchsmaterial, ein Computer wäre wie eine Pfanne, Gear zur Zubereitung.
Wieder knapp vorbei. Der Computer ist der Herd, und die HDD bleibt eine Pfanne. Ein Herd ohne Pfanne und Kochtopf bringt einen genauso weit, wie ein Computer ohne Festspeicher (eingebaut oder Cloud). Sollte jetzt ein Hinweis zur Lagerung kommen, dann bitte bedenken, dass zubereitetes Essen nicht für Monate und Jahre gelagert wird. Ausser aus der Konserve. Aber gut dann wären wir wieder beim Archivmaterial...😉
Bietet "Pianist " etwa Konservenfutter an? Ich glaub es nicht.

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Antwort von klusterdegenerierung:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Das stimmt natürlich was du schreibst...Wenn du jetzt sagen wir, von 100 langjährigen Kunden, 20 oder 50€ pro Jahr fürs archivieren und die Pflege von Bildmaterial verrechnen kannst hast du allerdings noch mehr davon und dem Kunde tut das auch nicht wirklich weh.
Das mit de Kurzsichtigkeit finde ich, das ist relativ.
Gruss Boris
Öh, völlig dran vorbei?
Ich berechne Kunden keine Archivierung, nur wenn sie die Daten noch mal brauchen und ich sie irgendwie raus suchen und versenden muß, dann mache ich das natürlich nicht umsonst, aber wenn die Platte nur im Schrank liegt, kostet das natürlich nix.

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Antwort von Framerate25:

Wir berechnen fürs Archivieren auch nix. Das Urheberrecht liegt bei uns und somit machen wir mit „unserem“ Werk auch durchdachte Archivierung. Den Aufwand das Werk zu erstellen hat Kunde bezahlt und gut ist‘s.

Weiter hat der Kunde ein Produkt in Auftrag gegeben was er auch erhalten hat.
Von daher ist das „Produkt“ aufbewahrungspflichtig. Nicht die Rohdaten.

Wenn sie wer zum Service am Kunden aufbewahrt ist das echte Dienstleistung- kein Muss.

Unsere Archive liegen auf HDD und einschichtig gebrannten DVD vor.

SSD hat keine nennenswerten Archiveigenschaften, noch nicht.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Framerate25 hat geschrieben:
Weiter hat der Kunde ein Produkt in Auftrag gegeben was er auch erhalten hat.
Von daher ist das „Produkt“ aufbewahrungspflichtig. Nicht die Rohdaten.
Das sehe ich zb eher umgekehrt denn das ist das was der Kunde bezahlt und bekommen hat.
Die Projekt und Rohdaten sehe ich eher als meine an und auch wie ein Art Invest. ;-)

Wenn der Kunde den Film nicht mehr hat, kann ich ihn gerne noch mal rendern, auch kann ich ihm eine neuere Version mit evtl. zusätzlichen Inhalten anbieten. :-)

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Antwort von Framerate25:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Framerate25 hat geschrieben:
Weiter hat der Kunde ein Produkt in Auftrag gegeben was er auch erhalten hat.
Von daher ist das „Produkt“ aufbewahrungspflichtig. Nicht die Rohdaten.
Das sehe ich zb eher umgekehrt denn das ist das was der Kunde bezahlt und bekommen hat.
Die Projekt und Rohdaten sehe ich eher als meine an und auch wie ein Art Invest. ;-)

Wenn der Kunde den Film nicht mehr hat, kann ich ihn gerne noch mal rendern, auch kann ich ihm eine neuere Version mit evtl. zusätzlichen Inhalten anbieten. :-)
Ja das stimmt schon. Ganz richtig. Aber eben dessen Umstand geschuldet, ist es wichtig korrekte Verträge zu machen. In welchem die Dienstleistungen exakt definiert sind.

Und natürlich freut sich der Kunde wenn er nach Jahren anfragt:“ Duu, kannst Du mir dies und das nochmal per Link senden?“ Die Antwort kommt:“ Klaro, schick ich morgen raus!“

Aber nüchtern betrachtet müsste es nicht sein.

Das ist halt der Unterschied zwischen nüchterner Produktbetreuung und echter Dienstleistung.

Da freut sich der Kunde und alles ist gut. Im besten Fall kommt dann ne 5Sterne Googlerezession und ein Folgeauftrag. Wunderbar 😀

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