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Überlegt Ihr schon vor der Reise, wie Ihr die Filme gestalten werdet?



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Frage von Riki1979:


Liebe Film-Freaks,

wie ich bereits in einem anderen Thread erwähnte, unternehmen meine Mutter und ich im August eine einwöchige Flusskreuzfahrt auf dem Rhein - es geht von Köln nach Basel und zurück.

Aber momentan ist es so:
Obwohl die Reise erst im August losgeht, freue ich mich schon so sehr darauf, dass ich mir bereits jetzt überlege, wie ich den Film später gestalten könnte (passende Musik, Kommentare, Überblendungen etc...). Es soll ja so eine Art Reisereportage werden...

Wie handhabt Ihr so etwas: Plant Ihr die Gestaltung Eurer Filme auch im Voraus? Oder filmt Ihr erst und plant die Bearbeitung dann während der Reise bzw. danach?

Vielen Dank im Voraus!

Ricardo!



Antwort von srone:

idr plane ich alles im vorfeld, soweit machbar. das sich vor ort mal was ändert ist normal, aber wenn du die passenden bausteine für deinen film im kopf hast, bist du auch auf unwägbarkeiten vorbereitet.

lg

srone



Antwort von cantsin:

Riki1979 hat geschrieben:
Obwohl die Reise erst im August losgeht, freue ich mich schon so sehr darauf, dass ich mir bereits jetzt überlege, wie ich den Film später gestalten könnte (passende Musik, Kommentare, Überblendungen etc...).
Ich würde es genau umgekehrt machen: Mir ein Erzählkonzept überlegen, z.B. anhand eines wiederkehrenden Leitmotivs. Das durchziehen, sofern nicht unvorhergesehene Umstände (wie z.B.: Du wirst Augenzeuge eines Ereignisses) ein neues Konzept nahelegen. Durch das Konzept strukturierst Du Dein Material vor und verhinderst, dass Du planlos filmst und nach der Reise Dich durch endlose Stunden Material kämpfen musst, und doch vielleicht eine entscheidende Aufnahme fehlt.

Wenn Du dann im Schnitt weisst, wohin Du willst, kannst Du Dir Musik, Kommentare, Überblendungen und dergleichen überlegen bzw. passend auswählen und einsetzen.

EDIT: srone war schneller, aber wir beide hauen in dieselbe Kerbe.

Und beim Entwickeln/Finden des Erzählkonzepts gleich daran denken, wer Deinen Film sehen und sich nicht langweilen soll.








Antwort von Jörg:

Nicht nur grundsätzliche Planung, sondern bereits im Vorfeld Gestaltung der Titel, ev. mit Platzhaltern, die dann im Nachhinein durch O-footage ersetzt werden, Titel Animationen etc.
Alles, was machbar ist, und Zeit spart, wird vorab zumindest angefangen.
Dafür bin ich aber auch nach 14 tagen dann fertig mit dem Streifen.
Ich mag es nicht, wenn das monatelang oder länger dauert, bist der Kram fertig ist.
Wenn denn im Urlaub möglich, ( ewig lange Fährfahrten z.B.) wird der tageweise Rohschnitt bereits erstellt.



Antwort von AndySeeon:

Es ist auch sinnvoll, vor der Reise die geplanten / erwarteten Highlights aufzulisten und sich Informationen darüber zu beschaffen. Damit kann man sich nämlich im Vorfeld Gedanken machen:
  • was man zeigen will
  • wie man es darstellen will
  • welche Objektive bzw. Technik allgemein (z.B. Licht und Ton) man also mitnehmen muss oder will
  • wieviel Speicherplatz man braucht
  • etc.
  • Auf der Reise selbst achte ich auf lokale Besonderheiten, auch akustisch und versuche immer, unterwegs die typische lokale Musik zu ergründen. Das hilft mir später bei der authentischen Untermalung.

    In Deinem Fall ist es etwas einfacher, weil Du "unseren" Kulturkreis nicht verläßt. Bei Reisen in andere Kulturen musst Du Dich auch noch erkundigen, welche Rahmenbedingungen Du dort beachten musst:
  • Wo / wen solltest Du nicht (ohne zu fragen) filmen,
  • welche Kamera ist ggf. zu auffällig,
  • darfst Du ein Stativ benutzen, Licht einsetzen, Ton aufnehmen etc.
  • Ist man gut vorbereitet, hat man ausreichend Zeit, sich auf das Filmen zu konzentrieren. Damit hat man es dann "in der Post" deutlich leichter.

    Gruß, Andreas



    Antwort von Axel:

    Vor dreizehn Jahren schrieb ich:
    Axel hat geschrieben:
    Am wenigsten möchte man sicher einen Amateurfilm sehen, in dem folgende Dinge vorkommen:
    - Die "Sehenswürdigkeiten" abgehakt.
    - Bilder nach ästhetischem Reiz, nicht aber nach inhaltlichem Gehalt gemacht.
    - Oberflächliche Infos wie aus einem Reiseführer oder genau daraus.
    - Gar nicht passende Musik oder klischeemäßige Folklore.

    Man möchte sie nicht nur nicht sehen, man möchte sie auf keinen Fall sehen.
    Bei meinen eigenen Urlaubsfilmen halte ich mich nicht immer an meine eigenen Ratschläge. Mir gefällt es am besten, wenn in einem Reisefilm Menschen portraitiert werden. Die einfachste Form ist die oberflächlichste, der Voyeurismus. Teleaufnahmen, und vom Recht auf's eigene Bild ahnt die Person nichts. Dies ist meiner Meinung nach allemal besser als das Draufhalten auf die Lorelei (die übrigens auch mit Drohne oder anderem Schnickschnack nichts anderes wäre als ein langweiliger Felsen).

    Bessere Portraits sind auch gelegentlich intimer. Meister dieser Disziplin ist der Reisefilmer Brandon Li, der hier Tips zum Filmen in der Nacht gibt ,...

    ... aber im Grunde über ungezwungene Portraits berichtet. Brandon schafft es immer, Sehenswürdigkeiten zu emotionalisieren. Ich hab's versucht und bin gescheitert. Rückblickend sind meine Portraits nicht schlecht, aber die ganzen Settings sind kitschig und verlogen. Bitte auch unbedingt den Städteportrait-Thread lesen, bevor es auf die Kreuzfahrt geht.



    Antwort von cantsin:

    Hab' selbst nur einmal in meinem Leben ein privates Reisevideo gemacht, einfach weil ich Lust hatte, in die Intensität von Hongkong mit einer GoPro (Hero 3+...) einzutauchen...

    https://vimeo.com/382628009

    Mittlerweile ist das ein kleines historisches Dokument, weil darin bereits an mehreren Stellen die politischen Proteste vorkommen, die später eskalierten, man ein bisschen etwas sieht von den südostasiatischen Billig-Arbeitskräften, den beengten Wohnverhältnissen etc..

    Also das nur mal als Widerlegung meines eingangs gemachten Vorschlags zum Erzählkonzept. Hier gab's kein Konzept außer "go with the flow" (und 20-30 täglichen Fußkilometern)...



    Antwort von Riki1979:

    @Cantsin: Was ist denn mit dem Ton passiert???



    Antwort von cantsin:

    Riki1979 hat geschrieben:
    @Cantsin: Was ist denn mit dem Ton passiert???
    Das hier:
    "Filled with all the usual hatred, this release of profound beauty and necrosports fills and creates gulfs in your mental state.
    Designed to be listened to whilst walking in Hong Kong, pernicious sovereign's Hong Kong Plainsongs For Daemons is both a gift and a presumption.
    Likely to lead to calls of 'You fucking bastard!' and gifts of skin care products.
    Made for the almost Hong Kong native, Kontoh, and for those he cares for.
    To be listened to at extreme volume, in the quietest of places, or anywhere that feels, smells or sounds like Hong Kong. Visual comparisons are to be avoided."

    Quelle (Netlabel-Noise-Album): archive.org



    Antwort von Bruno Peter:

    cantsin hat geschrieben:
    Hab' selbst nur einmal in meinem Leben ein privates Reisevideo gemacht, einfach weil ich Lust hatte, in die Intensität von Hongkong mit einer GoPro (Hero 3+...) einzutauchen...
    Habe es abgeschaltet, viel zu kurz geschnitten, man kann sich nichts in Ruhe ansehen...



    Antwort von Jalue:

    Tja, die gute, alte Gretchenfrage beim Dokumentarfilm, in der Praxis gibt es beide Herangehensweisen: Die einen planen ihre Produktionen so genau wie möglich (inklusive Drehbuch), andere gehen nur mit einer vagen Idee an die Sache heran und die Dramaturgie entsteht im Schnitt.

    Verfahren Nr. 1 hat den Vorteil, dass du ökonomischer drehen kannst, weil du von vornherein weißt, was du brauchst und was nicht. Auch der Schnitt wird i.d.R. flotter von der Hand gehen, da du ja quasi nur noch einen "Bausatz" montierst. Der Nachteil ist, dass du ggf. einen gewissen Scheuklappenblick entwickelst und dazu neigen könntest, alternative Möglichkeiten übersehen.

    Verfahren Nr. 2 ist da logischerweise offener, hat aber den Nachteil, dass du a) tendenziell zuviel drehst und b) im Schnitt u.U. vor einer amorphen Materialmasse sitzt, die nur mit viel Disziplin zu bändigen ist.

    Unerfahrenen Kollegen rate ich daher zu Methode Nr.1 und bevorzuge sie auch selbst - kenne aber viele Autoren, die auf Nr.2 schwören, einfach weil es ihrer kreativen "Denke" besser entspricht. Letztlich ist das vielleicht das entscheidende Kriterium für die Wahl der Methode.



    Antwort von vobe49:

    Was als Vorbereitung auf die (meist Urlaubs-)Reise für das geplante Projekt hilfreich ist: sich Videos der Reise bei YT oder Vimeo anzuschauen, dort nachsehen, was man sich vor Ort anschauen sollte und Rückschlüsse ziehen, was man für das eigene Video berücksichtigen oder besser machen könnte. Bei Reiseberichten ist der Ablauf eigentlich schon halbwegs strukturiert. Ich lebe da während der Reise eher nach der Devise: "nichts verpassen; ausgewählt wird in der Post"; lieber mehr Material als zu wenig und so filme ich auch an Orten, an denen ich eigentlich schon gefilmt habe, lieber noch mal. Zu Hause am großen Bildschirm lässt sich besser beurteilen, welche Aufnahme besser oder schlechter sind.
    Früher hatte ich dann immer Probleme mit dem Weglassen. Heute mache ich es so: ich erstelle mir in einer Excel-Tabelle untereinander einen Ablauf, und sortiere in Spalten neben jeden Abschnitt die dazu passenden Videoclips der eingesetzten Kameras. Jeder Clip wird vor der Zuordnung gesichtet; schlechte gleich weggelassen. Dann erfolgt gemäß diesem Ablauf ein Grobschnitt. Danach folgen z. T. mehrere Feinschnitte. Dabei stellt man fest, dass man ein immer besser werdendes Gefühl für einen guten Ablauf bekommt und man wird von mal zu mal kritischer mit seinem Material, was letztendlich das Weglassen leichter macht und zu einer höheren Qualität führt.

    Danach werden bestimmte Animationen wie Routen, Karten o.ä. positioniert. Wenn der Schnitt soweit o.k. ist, vertone ich dort wo gewollt mit passender Musik und gleiche den Schnitt an rhythmische Akzente oder Abläufe des Musikstücks an. Zu diesem Zweck mache ich auf Reisen die Aufnahmen lieber etwas länger, um später besser ausgleichen zu können.

    Danach kommt die Kommentierung, Colorgrading, Stabilisierung und sonstiger Feinschliff. Wer denkt, dass das ein großer Zeitaufwand ist, irrt - was anfangs länger dauert führt an anderer Stelle zu enormer Zeiteinsparung.

    Ideal wäre es, die Reise zwei mal zu machen: 1. mal Urlaub und Vor-Ort-Planung; 2. mal Reise nur zum Filmen - das wäre ideal (zu welcher Zeit muss ich an Drehort A sein für das beste Licht, die wenigsten Leute usw.).
    Gruß vobe49

    https://www.youtube.com/results?search_ ... ker+Begert








    Antwort von Riki1979:

    @vobe49,

    Dieser Film ist wirklich super, prima gemacht!
    Darf man erfahren, welche Kameraausrüstung Ihr dabei hattet (Stativ, Mikrofon etc...) und mit welcher Software Ihr den Film dann bearbeitet habt?
    Und wie ist das Intro entstanden, wo die Bilder einfliegen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Ricardo!



    Antwort von vobe49:

    Hallo Ricardo,
    ich hatte eigentlich nur den Link zu meinem Youtube-Kanal im Thread angegeben. Welchen Film meinst du davon; muss ich wissen, weil ich in den letzten Jahren oft die Kameras gewechselt habe.
    Eine Frage kann ich aber dennoch gleich beantworten: ich arbeite seit vielen Jahren mit MAGIX Pro X.
    Gruß vobe49



    Antwort von Riki1979:

    @vobe49,

    Dieser Film ist wirklich super, prima gemacht!
    Darf man erfahren, welche Kameraausrüstung Ihr dabei hattet (Stativ, Mikrofon etc...) und mit welcher Software Ihr den Film dann bearbeitet habt?
    Und wie ist das Intro entstanden, wo die Bilder einfliegen?

    Vielen Dank im Voraus!

    Ricardo!



    Antwort von Riki1979:

    Moin Vobe49,

    Ich meine den Mauritius-Film.



    Antwort von Frank Glencairn:

    Jalue hat geschrieben:
    .. andere gehen nur mit einer vagen Idee an die Sache heran und die Dramaturgie entsteht im Schnitt.
    Oder auch nicht, weil sie vor lauter vager Ideen keinen Plan hatten, und deshalb nur vages Zufalls-Material dabei raus kommt - bloß nix konkretes.
    Am Ende wird halt irgendwas mit "Kunst und Kreativ" draus zusammengeklatscht, und so sieht's dann auch meistens aus.
    Lieblos, uninspiriert, verzweifelt.



    Antwort von Frank Glencairn:

    vobe49 hat geschrieben:
    .. ich erstelle mir in einer Excel-Tabelle untereinander einen Ablauf, und sortiere in Spalten neben jeden Abschnitt die dazu passenden Videoclips der eingesetzten Kameras. ...
    Das Material ist gar nicht schlecht, aber beim Schnitt (Mauritius) sieht man deutlich deine "Excel Vorgehensweise" - da wär noch Luft nach oben.



    Antwort von Darth Schneider:

    Also mir gefällt der Mauritius Film auch, für mein Geschmack einfach etwas zu langatmig geschnitten aber da sind sehr stimmungsvolle Bilder.
    Warum ich eigentlich nie filme in den Ferien ?
    Weil erstens, will ich die Ferien mit meinen eigenen Augen geniessen und nicht durch einen Sucher/oder Bildschirm betrachten. Zweitens, ich will die Ferien mit meiner Familie/Freunden verbringen und nicht mit der Kamera und schon gar nicht mit dem studieren von einem Drehbuch...
    Drittens, glaubt es, mir oder glaubt es nicht, die Kamera kann die anderen Leute die einfach nur in Ruhe Ferien machen wollen, auch sehr, sehr nerven...
    Und zum Schluss noch viertens, was das hochladen betrifft, ich denke eigentlich nicht das irgend jemand im Netz sich für meine Familien Ferien Filme gross interessiert/interessieren sollte...
    Aber jedem das seine.;)
    Gruss Boris



    Antwort von vobe49:

    Riki1979 hat geschrieben:
    Moin Vobe49,
    Ich meine den Mauritius-Film.
    Hallo Ricardo,
    die Aufnahmen wurden damals mit einer Sony RX10 M3, einer Sony Alpha 6300 und einer DJI Spark gemacht; die kleine Unterwasserszene mit einer Gopro Hero 7. Die Kameras und Drohne habe ich jetzt alle nicht mehr. Das Intro habe ich in MAGIX Pro X erstellt aus Fotos, einer mit Photoshop frei gestellten Karte und den einzelnen Ortsbezeichnungen, die auch in Photoshop als einzelne png-Fotos auf transparentem Hintergrund erstellt worden sind. In Pro X kann man über Keyframes solche Objekte dann gut animieren und wenn man die Start-/Zielpunkte als (vorher berechnete) numerische Werte eingibt (was möglich ist), wird das Ganze auch recht genau. Man kann statt der einfliegenden Fotos auch Videos einfliegen lassen, aber das erfordert viel Rechenleistung.
    Ein Beispiel ist hier ab Minute 5:21 zu sehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=2OylMZel_6U&t=1s

    Ein Intro mit animierten Videos und Texten ist hier zu sehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=o_RagCFMCkg&t=1s

    Ich erstelle solche Animationen daher meist separat, exportiere sie dann in das MAGIX-eigene verlustfreie mxv-Format und binde erst den fertigen Export in das Projekt ein.

    Was das Mauritius oder andere Reisevideos von mir anbelangt ist das sicher alles auch Geschmacksache, aber mit 322.790 Klicks, 1596 Likes und vielen sehr positiver Kommentare muss Mauritius wohl doch bei vielen Leuten gut angekommen sein. Ich erhebe bei meinen Urlaubsreisen ja auch keinen Anspruch darauf dass das Spielfilme oder Reiseberichte wie die von Voxtours sind. Wenn man das so machen will, dann ist das wirklich kein Urlaub mehr. Aber da meine Frau selbst gern fotografiert stört es sie nicht, wenn ich zwischendurch Filme. Manchmal relaxt sie auf der Strandliege und ich gehe mit der Kamera los, weil mir's manchmal sonst zu langweilig wird.

    Mir ist durchaus auch bewusst, dass heutzutage schnelle Schnitte in Mode sind; aber mit 72 muss man auch nicht unbedingt mehr jede Mode mitmachen, oder :-) und ja, wenn ich das Video nochmal schneiden könnte, würde ich viele Szenen noch deutlich kürzen oder weglassen. Gleich nach so einem schönen Urlaub klemmt man noch zu sehr an den Erinnerungen und da ist beim Filmschneiden das Weglassen immer das Schwierigste :-)

    Schönes Wochenende
    vobe49



    Antwort von Riki1979:

    Moin Vobe49,

    Vielen lieben Dank für diesen sehr informativen Kommentar!

    Woher haben Sie eigentlich die Hintergrundmusik?

    Ihnen und Ihrer Frau ein schönes Wochenende!

    Ricardo!

    PS: Sind Sie auch bei Facebook, so wie ich? https://m.facebook.com/ricardo.mertsch? ... nt_mention








    Antwort von Axel:

    "Darth Schneider" hat geschrieben:
    Und zum Schluss noch viertens, was das hochladen betrifft, ich denke eigentlich nicht das irgend jemand im Netz sich für meine Familien Ferien Filme gross interessiert/interessieren sollte...
    Ich sehe das prinzipiell so wie du. Vobe49's Videos - bzw. *Filme* - existieren in einer Zwischenwelt. Sie sind deutlich solides Handwerk. Aber auch aus der Zeit gefallen, denn obwohl die Aufnahmetechnik modern ist, ist die Herangehensweise altbacken bis sehr altbacken.
    vobe49 hat geschrieben:
    ... aber mit 72 muss man auch nicht unbedingt mehr jede Mode mitmachen, oder :-)
    Definitiv nicht.



    Antwort von Riki1979:

    "Darth Schneider" hat geschrieben:
    Und zum Schluss noch viertens, was das hochladen betrifft, ich denke eigentlich nicht das irgend jemand im Netz sich für meine Familien Ferien Filme gross interessiert/interessieren sollte...
    Nun ja, aber wenn man die vielen Klicks und Likes bei den Videos von Vobe49 sieht...



    Antwort von Axel:

    Riki1979 hat geschrieben:
    "Darth Schneider" hat geschrieben:
    Und zum Schluss noch viertens, was das hochladen betrifft, ich denke eigentlich nicht das irgend jemand im Netz sich für meine Familien Ferien Filme gross interessiert/interessieren sollte...
    Nun ja, aber wenn man die vielen Klicks und Likes bei den Videos von Vobe49 sieht...
    Bei Filhalholi sind's nicht sehr viele, und auch Mexiko hätte mehr "verdient".

    Ich weiß, dass ich oft abschweife, aber ich musste bei der Zahl der Aufrufe tatsächlich spontan an unseren lokalen Kulturclub denken, in dem auch künstlerische No- und Low-Budget-Filme gezeigt wurden, und zwar vor so 40-60 Leuten. Diese waren meist selbst Künstler, die ausstellten oder vortrugen (Poeten etwa). Respektvoller Umgang miteinander war so sichergestellt.

    Die Filme sind ja eindeutig nicht als private Urlaubsfilme gemeint. Sie könnten es aber genau so gut sein, d.h. nicht hochgeladen auf Youtube. Zu guter Letzt zählt, dass man etwas gerne tut, die flüchtige Aufmerksamkeit vieler bedeutet nichts.

    Es sei denn, man verdient Geld damit, als "Youtuber". Dann zählen andere Kriterien, aber welche, die auch messbar und gut bewertbar sind.



    Antwort von Jalue:

    "Frank Glencairn" hat geschrieben:
    Jalue hat geschrieben:
    .. andere gehen nur mit einer vagen Idee an die Sache heran und die Dramaturgie entsteht im Schnitt.
    Oder auch nicht, weil sie vor lauter vager Ideen keinen Plan hatten, und deshalb nur vages Zufalls-Material dabei raus kommt - bloß nix konkretes.
    Am Ende wird halt irgendwas mit "Kunst und Kreativ" draus zusammengeklatscht, und so sieht's dann auch meistens aus.
    Lieblos, uninspiriert, verzweifelt.
    Absolut, weshalb ich diesen Regiestil auch "Staubsaugermethode" zu nennen pflege. Erstmal alles mitnehmen, am liebsten mit 5 Kameras und 20 GoPros und danach darf ein bemitleidenswerter Cutter bzw. Schnittredakteur dann Struktur in das Gewölle bringen.

    Am Ende eine ökonomische Frage für den Produzenten, ob das zielführend ist – der Rest der Beteiligten wird ja (hoffentlich) finanziell für den Schmerz entschädigt. Beim Amateurfilm fällt das hingegen komplett in den Bereich "Eigenverantwortung" ;-)



    Antwort von vobe49:

    Hallo Riki1979,
    vielen Dank erst mal für die nette Bewertung - es gibt sicher nichts, was man nicht verbessern könnte und ich bin auch immer selbstkritisch geblieben, nehme jede sachliche Kritik gern auf und versuche das beim nächsten Video zu berücksichtigen - soweit das eben geht.
    Die von mir verwendete Musik ist von der bluevalley GmbH https://www.bluevalley.de/ Ich habe dort für ca. 3000 Musiktitel Lizenzen für nicht kommerzielle Verwendung gekauft (ermöglicht die Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken, öffentliche Aufführung, Verkauf von max. 200 CD/BD. Es gab dort ab und an Sonderangebote (z.B. zurückgegebene CD's für wenig Geld). Weiterhin nutze ich auch die Titel von den MAGIX Soundpool-CD's.

    Eigentlich veröffentliche ich solche Videos nur deshalb auf Youtube, um auf sie überall zurückgreifen zu können, also nicht um Geld zu verdienen oder berühmt zu werden (war ein Scherz :-). Und ich sehe mir vor jeder Reise solche Videos von anderen Leuten an quasi als Vorbereitung und Planung der Reise. Wenn die Videos gut sind, schreibe ich das auch in die Kommentare und vergebe einen Like, wenn nicht, mache ich sie nicht runter sondern denke mir meinen Teil oder klicke sie schnell weg. Natürlich mache ich auch ganz private Videos wie die Hochzeit meiner Tochter, oder Videos in unserer Kindereinrichtung, für die Vereine unserer Gemeinde, in Schulen und ich mache die Videoaufzeichnungen der Gemeinderatssitzungen u.a., aber die sind dann nicht gelistet.

    Hier noch ein Fihalhohi-Video von 2020:

    https://www.youtube.com/watch?v=nwilYL17q-I&t=1s

    Gruß vobe49



    Antwort von Frank Glencairn:

    vobe49 hat geschrieben:

    Mir ist durchaus auch bewusst, dass heutzutage schnelle Schnitte in Mode sind; aber mit 72 muss man auch nicht unbedingt mehr jede Mode mitmachen, oder :-) und ja, wenn ich das Video nochmal schneiden könnte, würde ich viele Szenen noch deutlich kürzen oder weglassen.
    Ehrlich gesagt find ich deine Schnitte jetzt schon zu schnell, und die Szenen zu kurz.



    Antwort von TomStg:

    ... und Totale auf Totale auf Totale...

    Dazu öfters mal die übliche Schere zw Off-Text und Bild.

    Ein Wechsel beim Sprechen des Off-Kommentars ist sehr ok, aber nicht mit dem Geleier einer Amateur-Sprecherin.



    Antwort von vobe49:

    Ich weis nicht, ob für die Kritik "Totale auf Totale" hier der richtige Begriff gewählt worden ist.
    In Wikipedia steht hierzu u.a.: "Die Einstellung wird verwendet, wenn eine Person oder Gruppe vollständig in ihrer Umgebung, also total zu sehen ist, die Landschaft aber nicht den Hauptbildinhalt ausmacht. Der Mensch erscheint zwar größer als in der Supertotalen, aber immer noch relativ unwichtig." Nun spielen im Video Personen eher kaum eine Rolle; gezeigt werden oft weitwinkliche Landschaftsaufnahmen. Doch sehe ich an vielen Stellen auch relativ oft Nahaufnahmen. Für einen häufigeren Perspektivwechsel fehlt es auf so einer kleinen Insel oft an interessanten Objekten/Motiven. Auflockern könnte man mit Personen/Nahaufnahmen von Personen u.ä.; aber das traut man sich ja schon nicht mehr wegen der immer schärfer werdenden Datenschutzbestimmungen.

    Was das Sprechen der Kommentare betrifft - wir sind halt Amateure und im Sprechen leider nicht so locker wie gewünscht. Die Kommentare sprechen ist mit die letzte Aktion vor der Fertigstellung meiner Videos. Wir sollten uns hierfür vielleicht mehr Zeit nehmen und den einen oder anderen Kommentar wiederholen; das werde ich das nächste mal berücksichtigen.



    Antwort von dosaris:

    vobe49 hat geschrieben:
    ...Die Kommentare sprechen ist mit die letzte Aktion vor der Fertigstellung meiner Videos. Wir sollten uns hierfür vielleicht mehr Zeit nehmen und den einen oder anderen Kommentar wiederholen; das werde ich das nächste mal berücksichtigen.
    ein recht gutes Kompendium zum Thema ist m.E.:

    Michael Rossie
    Sprechertraining
    Econ

    mit nur wenigen gezielten Tricks kann man da schon viel erreichen:
    Variationen in Tempo (Rhythmik) , Lautstärke (Modulation), Tonhöhe (Melodik)








    Antwort von Frank Glencairn:

    vobe49 hat geschrieben:
    Für einen häufigeren Perspektivwechsel fehlt es auf so einer kleinen Insel oft an interessanten Objekten/Motiven.
    Das ist jetzt nicht dein Ernst?



    Antwort von TomStg:

    vobe49 hat geschrieben:
    Für einen häufigeren Perspektivwechsel fehlt es auf so einer kleinen Insel oft an interessanten Objekten/Motiven. Auflockern könnte man mit Personen/Nahaufnahmen von Personen u.ä.; aber das traut man sich ja schon nicht mehr wegen der immer schärfer werdenden Datenschutzbestimmungen.
    Solche Inseln strotzen vor interessanten Motiven - diesseits und vor allem jenseits der Touristenpfade.

    Die Datenschutznummer gilt nur für die EU-Länder. Die restliche Welt kommt ohne diesen Schwachsinn gut zurecht.



    Antwort von vobe49:

    Ich glaube, ihr seid noch nicht auf so einer Malediven-Insel gewesen, oder ?

    Die Insel ist nur etwa 350 mal 200 m groß; ich habe da so etwa alles abgefilmt, was es da zu filmen/fotografieren gibt, außer andere Urlauber halt, die das ausdrücklich nicht wollen. Und "abseits von Touristenpfaden" - das ist maximal 10 m weg von den zwei Wegen, die über das winzige Inselchen führen. Auf die Malediven fliegt man um zu baden, relaxen, schnorcheln oder zu tauchen. Sicher kann man noch Inselhüpfen machen oder die kleine Hauptstadt Male besuchen, aber das hatten wir uns früher schon mehrmals angetan und haben darauf verzichtet.



    Antwort von RUKfilms:

    Also ich fliege demnächst nach Kamtschatka.
    Da ich dort noch nie war, plane ich also auch nichts im voraus. Natürlich habe ich mir diverse Dokus und Reportagen über dieses Ziel angeschaut. Aber erstens will ich ja nicht das Filmen was schon gefilmt wurde...bzw wenn dann anders und zweitens weiss ich nicht wie es direkt vor Ort ist - Wetter, Landschaftsveränderungen durch Vulkane, Erdbeben etc. Weiss man alles nicht.
    Auch kann man durch eine zu genaue Vorplanung enttäuscht werden. Dazu muss ich aber sagen, dass ich Privat dahin fliege und keinen Auftrag habe.



    Antwort von vobe49:

    Ich sage doch - es ist doch was völlig anderes, ob man im Auftrag von Sat 3 einen Dokumentarfilm über die Galapagos-Inseln dreht oder ob man das erste mal während eines Urlaubs bei einem eintägigen Besuch einer der Inseln Videoaufnahmen für einen (kleinen) Reisebericht macht. Sicher kann man sich darauf irgendwie vorbereiten (mitzunehmende Technik, Informieren über das, was einen erwartet, Notizen vielleicht, was man wie aufnehmen will). Von einer "Planung" kann man da aber nur bedingt sprechen; die sieht im ersten Beispiel völlig anders aus und erfolgt sicher zum Teil auch erst vor Ort und mehreren Ortsterminen.
    Im Urlaub da spielt der Zufall doch schon eine große Rolle.



    Antwort von Frank Glencairn:

    vobe49 hat geschrieben:
    aber von einer "Planung" ist das weit entfernt...
    Allerdings, für ne Doku haben wir hier ein gutes Jahr Vorplanung.



    Antwort von Kevin Reimann:

    Ich mag solche Urlaubsvideos. Kannste dir nicht ausdenken und planen.

    https://www.youtube.com/watch?v=SQbTt3qcsuk



    Antwort von MLJ:

    @Kevin Reimann

    ich kann über solche Videos nicht lachen zumal es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat.

    Mickey



    Antwort von Frank Glencairn:

    MLJ hat geschrieben:
    ... zumal es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat.
    Dein seltsamer Humor hat mit dem Thema auch nix zu tun,
    und trotzdem mußtest du einen Post darüber schreiben.








    Antwort von Jott:

    Das Video hat was. So muss es armen strandenden Walen gehen.



    Antwort von MLJ:

    @Frank Glencairn

    ich finde man sollte sich nicht über andere belustigen nur weil man sie in einer peinlichen Situation sieht und dabei noch filmt. Ich glaube kaum dass es dir gefallen würde wenn es dir passiert wäre und sich nun andere darüber lustig machen, oder ? Ich fand den Beitrag von Kevin Reimann einfach nur daneben. Deswegen habe ich auf seinen geschrieben. Nebenbei, ich habe keinen "seltsamen" Humor und denke das war jetzt genug Off-Topic da alles dazu gesagt wurde von meiner Seite.

    @Jott

    Nebenbei, gestrandete Wale erleiden Höllenqualen und verenden meist Qualvoll.

    Cheers

    Mickey

    P.S.: @All, tut mir leid für die Abschweifung ins Off-Topic.




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