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Netflix an Filmemacher: Suchen Content. Bieten weltweites Publikum (Berlinale Talents)



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Newsmeldung von slashCAM:





Netflix, der neue Big Player der Filmbranche, nutzte eine Einladung im Rahmen der Berlinale, um eine Botschaft an Nachwuchsfilmer zu senden: wir wollen produzieren, produzieren, produzieren -- und sind auch bereit, auf risikante Ideen zu setzen. Aber welche Art Projekte interessieren Netflix besonders?



Hier geht es zum slashCAM Artikel:
Berichterstattung: Netflix an Filmemacher: Suchen Content. Bieten weltweites Publikum (Berlinale Talents)




Antwort von Gabriel_Natas:

Und wenn man ein Drehbuch an Netflix schicken will, geht das nicht: https://help.netflix.com/de/node/100386



Antwort von Darth Schneider:

Das ist wie in Hollywood. Dort bekommt man nur einen guten Job wenn man Mitglied ist in einem ihrer Clubs ist. Und um Mitglied zu werden muss man schon in Hollywoodfilmen mitgewirkt haben...
Gruss Boris








Antwort von Frank Glencairn:

Wenn sie es ernst meinen würden, sollten sie auf der Webseite ein Uploadportal für Drehbücher einrichten.
Solange Netflix es einem irre schwer macht, seinen Stoff zu pitchen, wird das nix.



Antwort von iasi:

Die machen es doch sogar ihren Kunden schwer, auf ihrer Web-Seite das Film- und Serienangebot zu überblicken. :)

Netflix bietet viel an - wirklich herausragend, ist aber dann doch nur ein überschaubarer Teil des Angebots.

Leichter wird"s für Netflix in Zukunft jedenfalls nicht.

Die alten Filmstudios haben schließlich ganz andere Lagerhallen voll mir Film- und Serienrechten. Und sie nutzen eben die ganze Verwertungskette inkl. Kino.
Vor allem steigen sie eben nun auch selbst ins Streaming-Geschäft ein. Da wird Netflix bald ein Problem mit dem Film- und Serienangebot bekommen.



Antwort von Pianist:

Da ich mich mit Netflix und anderen Striemingdiensten nicht auskenne, mal eine ganz blöde Frage: Setzen die denn rein auf szenische Sachen, oder gibt es dort auch Special-Interest-Dokus? Also ich denke da an sowas wie Eisenbahn-, Luft- und Schifffahrtsthemen. Oder ist das für die nichts?

(mal abgesehen davon, dass ich eh keine Zeit hätte, sowas zu drehen...)

Matthias



Antwort von Starshine Pictures:

iasi hat geschrieben:
Vor allem steigen sie eben nun auch selbst ins Streaming-Geschäft ein. Da wird Netflix bald ein Problem mit dem Film- und Serienangebot bekommen.
Deshalb wollen sie ja mehr und mehr eigenen Content produzieren. Denn am Ende werden nur wenigen Streamingdienste übrig bleiben weil kein Kunde gewillt ist zig Abos abzuschliessen.



Antwort von iasi:

"Starshine Pictures" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Vor allem steigen sie eben nun auch selbst ins Streaming-Geschäft ein. Da wird Netflix bald ein Problem mit dem Film- und Serienangebot bekommen.
Deshalb wollen sie ja mehr und mehr eigenen Content produzieren. Denn am Ende werden nur wenigen Streamingdienste übrig bleiben weil kein Kunde gewillt ist zig Abos abzuschliessen.
Netflix wird nun ja sogar bei den eigenen Serienproduktionen beschnitten - Marvel-Stoff geht bald nicht mehr.

Disney, Warner usw können bei Filmproduktionen ganz anderes kalkulieren, da die Kinoauswertung ganz andere Budgets erlaubt - und dann eben: Raus aus den Kinos und rauf auf die Server.
Allein mit Eigenproduktionen wird"s wohl für Netflix eher eng.

Ich denke mal, dass der große Wandel im TV-Bereich jetzt erst ansteht. Auch unsere ÖR müssen sich warm anziehen und sich etwas einfallen lassen - auch wenn sie noch im Genuss der Zwangsabos schwelgen können.



Antwort von Alf_300:

Als Konkurrenz sehe ich u.a. Amazon Prime.

Hab mir dort eine Staffel "ohne Abo" gebucht.
Qualität ist gut, über den Preis (8 Euro für 12 Folgen) kann man auch nicht meckern.



Antwort von Steelfox:

Wenn bei Netflix aber ständig Serien mittendrin eingestellt werden, warum sollte ich mir da das Zeug antun, macht ja keinen Sinn. Die wenigen - für mich interessanten Filme - kann ich mir auch kaufen und verkaufen...

Obs bei Amazon auch turbulent zugeht weiß ich jetzt nicht. Hoffe, dass zumindest die Mittelerde-Serie davon verschont bleibt.



Antwort von Starshine Pictures:

Pianist hat geschrieben:
Da ich mich mit Netflix und anderen Striemingdiensten nicht auskenne, mal eine ganz blöde Frage: Setzen die denn rein auf szenische Sachen, oder gibt es dort auch Special-Interest-Dokus? Also ich denke da an sowas wie Eisenbahn-, Luft- und Schifffahrtsthemen. Oder ist das für die nichts?

(mal abgesehen davon, dass ich eh keine Zeit hätte, sowas zu drehen...)

Matthias
Es gibt sehr viele Dokus, vor allem ums Kochen, Architektur, Natur und Politik. Über Eisenbahnen und Schiffe hab ich jetzt noch nix gesehen, aber auch nicht explizit danach geschaut.



Antwort von Funless:

Bei dem schier unüberschaubaren Angebot das Netflix zu bieten hat, sind die Netflix Suchcodes eine gute Hilfe interessanten Content zu finden. Ich hab‘ damit schon die ein oder andere sehenswerte Perle dort gefunden.








Antwort von Cinemator:

Man gibt sich weltzugewandt und bleibt doch verschlossen. Ist wohl viel Imagepolitur im Spiel.
Meine Hoffnung ist, dass Netflix das Ende der zwangsfinanzierten ÖR-Sender beschleunigt.



Antwort von Alf_300:

das Ende der zwangsfinanzierten ÖR-Sender wird Netflix & Co nicht beschleunigen solange sie Senderechte an das ZDF verscherbelm.



Antwort von Steelfox:

Schön wärs, ist aber leider wunschdenken. Denn beides hat ja nichts miteinander zu tun. Gab ja auch schon mal mehr Anbieter am Markt und Sky etc und nix lag da im argen.
Es wird zukünftig weiter ÖR geben. Selbst dann mal, wenns keiner mehr guckt wird trotzdem weiter bezahlt ;-)



Antwort von BigT:

Im Endeffekt verändert sich also nichts, ausser dass mehr produziert werden kann und somit die Chancen für Filmemacher steigen, etwas realisieren zu können.
Dass sie über die etablierten Kanäle vorfiltern ist sicher nicht sehr innovativ, aber wenn man den "Top Mainstream" im Auge hat irgendwie naheliegend. Die wollen ja nicht dezidiert "anders" sein sondern brauchen, wie am Anfang die Privatsender, breite Aufmerksamkeit.

Interessant allerdings die Herausforderung etwas Globaltaugliches zu machen. Das schärft ja wiederum den ureigensten Anspruch an den Stoffentwickler, sich mit universal gültigen Themen zu befassen und fördert auch die nötige Auseinandersetzung mit der Frage, welche Befindlichkeiten und Ansichten in anderen Teilen der Welt herrschen.



Antwort von iasi:

Wenn jeder Produzent seine Filme und Serien auf der eigenen Streamingplattform verwertet, kann das Programm nur noch mit Eigenproduktionen gefüllt werden.
Und der Kunde muss somit gleich mehrere Anbieter nutzen, will er weiterhin dieselbe Auswahl an Filmen und Serien.
Da der Kuchen wohl kaum unbegrenzt wachsen wird, müssen die Anbieter wohl die Preise senken. Dann bleibt aber weniger Geld für Eigenproduktionen ... Am Ende steht dann die Marktbereinigung.

z.B. Disney+
Der Preis für ein Monats-Abo bei Disneys Streaming-Dienst könnte niedriger ausfallen als der von Netflix
Erwartet wird gemeinhin, dass Disney+ mit 500 Filmen und 7.000 Serienepisoden an den Start geht
Das Unternehmen zäunt seine Marken künftig besser ein - und das wird auch der Netflix-Kunde bemerken.
https://www.moviepilot.de/news/disneys- ... st-1113531

Auch Warner hat für 2019 einen Streamingdienst angekündigt, der Produktionen der Warner-Tochter HBO wie "Game of Thrones" umfassen könnte.

Apple will seinen Video-Streamingdienst laut Medienberichten in den kommenden Monaten an den Start bringen. Der iPhone-Konzern wolle das Angebot am 25. März vorstellen ...

"Es wird mittelfristig mehr Anbieter geben, langfristig geht es ums Überleben"

https://www.t-online.de/digital/interne ... mazon.html



Antwort von handiro:

Gabriel_Natas hat geschrieben:
Und wenn man ein Drehbuch an Netflix schicken will, geht das nicht: https://help.netflix.com/de/node/100386
Interessanter link.
Wenn die nicht mal das Geld haben, ein paar Angestellte zu zahlen, die sich die unsolicited Abwürfe sämtlicher Möchtegerndrehbuchautoren durchsehen, verpassen sie bestimmt hier und da eine gute story :-) Selber Schuld.
Gibts denn eine Liste von Agenten, die etwas durch den Briefschlitz werfen dürfen?



Antwort von Chillkröte:

Zum Nebenthema ÖR: Es gibt gute Gründe FÜR die Finanzierung von öffentlich-rechtlichen Sendern. Eine Medienlandschaft wie in den USA, wo die schrecklichen 24/7 News-Networks die Sphären dominieren fände ich eine grauenvolle alternative Vorstellung. Das alles besser würde, gäbe es nur noch privatfinanzierte Medien, halte ich für äußerst unrealistisch.

Gibt es ein Land, in dem ihr die Medienlandschaft besser findet? Also eines an dem Deutschland sich aus eurer Sicht orientieren sollte bzgl. einer sinnvollen Mischung aus privater und öffentlicher Finanzierung?

Dämlicher Artikel-Titel, aber inhaltlich ein paar gute Argumente stehen wie ich finde z.B. hier:
https://www.finanzen100.de/finanznachri ... 59_255668/



Antwort von r.p.television:

handiro hat geschrieben:
Gabriel_Natas hat geschrieben:
Und wenn man ein Drehbuch an Netflix schicken will, geht das nicht: https://help.netflix.com/de/node/100386
Interessanter link.
Wenn die nicht mal das Geld haben, ein paar Angestellte zu zahlen, die sich die unsolicited Abwürfe sämtlicher Möchtegerndrehbuchautoren durchsehen, verpassen sie bestimmt hier und da eine gute story :-) Selber Schuld.
Gibts denn eine Liste von Agenten, die etwas durch den Briefschlitz werfen dürfen?
Das wäre eine wirklich wertvolle Bereicherung hier für das Forum. Ich bin selbst gerade in der Lage Content anbieten zu wollen, aber muss mich selektiv durch eine Reihe von Business-Menschen arbeiten, die entweder Hochstapler sind oder mich einfach nicht in der Form unterstützen die ich brauche.



Antwort von Jalue:

r.p.television hat geschrieben:
handiro hat geschrieben:


Interessanter link.
Wenn die nicht mal das Geld haben, ein paar Angestellte zu zahlen, die sich die unsolicited Abwürfe sämtlicher Möchtegerndrehbuchautoren durchsehen, verpassen sie bestimmt hier und da eine gute story :-) Selber Schuld.
Gibts denn eine Liste von Agenten, die etwas durch den Briefschlitz werfen dürfen?
Das wäre eine wirklich wertvolle Bereicherung hier für das Forum. Ich bin selbst gerade in der Lage Content anbieten zu wollen, aber muss mich selektiv durch eine Reihe von Business-Menschen arbeiten, die entweder Hochstapler sind oder mich einfach nicht in der Form unterstützen die ich brauche.
Tja, Film ist eben primär ein Wirtschaftsgut, und zwar eines sehr kostenintensives, das man sicher nicht einer Wollmützenfilmer-Gang anvertraut, die nach der zweiten Tüte ne total-crazy idea auf den Bierdeckel gekritzelt hat (nicht auf dich bezogen).

Man mag zwar auf der Berlinale den Jungbrunnen ausrufen, aber wenn es ernst wird, setzen natürlich auch Streamingdienste ganz nüchtern auf Qualitätssicherung durch bewährte Prozesse, sprich; Vorfilter durch Produktionsfirmen, die wissen, wie man mit sechsstelligen Budgets hantiert.

Wenn du Netflix einen Stoff andienen willst, schicke ihn wie üblich an die Lektorate von X-Filme und Co. Deine Chancen, als "Tällänt" (aktueller Branchensprech) erkannt zu werden, stehen wohl kaum besser oder schlechter als in Vor-Streaming-Zeiten. Eigentlich ne Binse, erstaunlich finde ich nur, dass Slashcam-Autoren solchen PR-Nebel fast kritiklos einsaugen.








Antwort von Darth Schneider:

Guten Morgen
An Jalue
Und natürlich alle die es interessiert.
Doch zeigt uns die Geschichte das gerade beim Film sich heute nicht wenige von diesen Wollmützenfilmergangs von Gestern eben genau 30 Jahre später noch von Hollwood Mogulen Haufenweise Angebote kriegen und zu jeder wichtigen Party eingeladen werden. Nur weil die überspitzt ausgedrückt vor Jahrzehnten mal bekifft, oder besoffen ein wenig filmische Pionierarbeit geleistet haben...
Das gibt es schon, siehe nur mal den Werdegang eines Tarantino, (Resrvoir Dogs kann man nüchtern doch gar nicht drehen )
Auch George Lucas mit seinen frühen langhaarigen ILM Mitarbeitern, das waren (sicher hart arbeitende Genies) aber anderseits eben auch einfach junge, bekiffte Nerds, wenigstens ganz sicher zur Zeit von Episode 4 und Episode 5, das sieht man ganz klar in den ganzen Making Ofs.
Die Macher von The Matrix ( ohne langen Kommentar ) Die haben ihr halbes Leben mit Marvel und DC Comics verbracht, ( also ganz, ganz, typische Wollmützen )
Dann gehen wir weiter zu Tim Burton ( zu dem schreibe ich gar nichts, schaut euch nur Fotos von ihm an ) der hat in seinen jungen Jahren weit mehr als nur ein wenig zu viel "The Cure" gehört, und mehr als ein paar Gläschen Wein getrunken.
Jonny Depp ? Ich behaupte der war in den letzten dreissig Jahren gar nie nüchtern, genau so wie Spike Lee, der nennt ja seine Filme nicht mal Filme, sondern "Joints"....Er hat überigens einen Oscar...
Moritz Bleibtreu habe ich überigens zufällig vor zwei Jahren am Zürich Film Festival kennengelernt, ist ein sehr netter Typ, dreimal könnt ihr raten was der wohl im Mund hatte ?
Es gibt unzählige Beispiele von unglaublich erfolgreichen, genialen Leuten bei denen eben genau die Karriere mit Notizen auf Bierdeckel, und eben genau, nach dem 4. Bier, und nach dem zweiten Joint erst recht angefangen hat....
Ob so eine Lebensweise dann gut ist, sei dahingestellt.
Mal zum darüber Nachdenken.
Wer zu langweilig lebt wird kaum aufregende Filme machen, und auch nicht gut im Bett sein, denke ich zumindest....
Gruss Boris



Antwort von r.p.television:

Jalue hat geschrieben:
r.p.television hat geschrieben:


Das wäre eine wirklich wertvolle Bereicherung hier für das Forum. Ich bin selbst gerade in der Lage Content anbieten zu wollen, aber muss mich selektiv durch eine Reihe von Business-Menschen arbeiten, die entweder Hochstapler sind oder mich einfach nicht in der Form unterstützen die ich brauche.
Tja, Film ist eben primär ein Wirtschaftsgut, und zwar eines sehr kostenintensives, das man sicher nicht einer Wollmützenfilmer-Gang anvertraut, die nach der zweiten Tüte ne total-crazy idea auf den Bierdeckel gekritzelt hat (nicht auf dich bezogen).

Man mag zwar auf der Berlinale den Jungbrunnen ausrufen, aber wenn es ernst wird, setzen natürlich auch Streamingdienste ganz nüchtern auf Qualitätssicherung durch bewährte Prozesse, sprich; Vorfilter durch Produktionsfirmen, die wissen, wie man mit sechsstelligen Budgets hantiert.

Wenn du Netflix einen Stoff andienen willst, schicke ihn wie üblich an die Lektorate von X-Filme und Co. Deine Chancen, als "Tällänt" (aktueller Branchensprech) erkannt zu werden, stehen wohl kaum besser oder schlechter als in Vor-Streaming-Zeiten. Eigentlich ne Binse, erstaunlich finde ich nur, dass Slashcam-Autoren solchen PR-Nebel fast kritiklos einsaugen.
Mir ist schon klar dass die sich absichern wollen und externe Lektoren, Entertainment Executives etc. als externen Filter vorschieben. Auf der anderen Seite ist man nun diesen externen Leuten ausgeliefert und von ihnen abhängig. Meine Erfahrungen dazu sind bisher durchgehend negativ. Hochstapler, Freaks und Leute die nur ne schnelle Mark machen wollen und alles zu der üblichen TV-Kost reduzieren wollen. Von daher wäre zumindest eine Liste von vertrauenswürdigen Adressen hilfreich.



Antwort von Darth Schneider:

Genau danach sehen auch viele Netflix Serien und Filme doch aus...nur einfach schnelles Geld mit Müll produzieren.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wirklich gutes Zeugs.
Aber soweit finde ich rund 70% der Eigenproduktionen eher lasch. Und meistens, finde ich liegt das an den schlechten Drehbüchern.
Aber ich hab natürlich nur ein Bruchteil gesehen....
Versuchs doch besser bei ARTE, oder National Geographic und so änlichen Sendern und Plattformen.
Wenn Netflix deine genialen Loost Places nicht will sind die doch wirklich selber blöd, dann kriegts halt ein anderer....
Gruss Boris



Antwort von r.p.television:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
(...)
Versuchs doch besser bei ARTE, oder National Geographic und so änlichen Sendern und Plattformen.
Wenn Netflix deine genialen Loost Places nicht will sind die doch wirklich selber blöd, dann kriegts halt ein anderer....
Gruss Boris
Ich hab früher ja selbst an ARTE gedacht, aber davon haben mir mittlerweile schon mehrere Leute abgeraten. Viele Entscheidungsträger, unzählige Korrekturschleifen und übrig bleibt ein Kompromiss der keinem mehr so richtig gefällt.
Netflix weiss ja noch gar nichts von meinem Projekt. Ich hab das ja auch noch gar nicht richtig forciert da ich ja immer noch den Piloten produziere, weil ich damit ein besseres Value für den Verkauf erreiche (niemand muss mehr die Katze im Sack kaufen). Aber ich habe schon die Fühler nach Partner ausgestreckt und das waren alles Rohrkrepierer wo ich nach wenigen Kontakten gemerkt habe dass wir nicht auf einer Wellenlänge schwimmen.



Antwort von Darth Schneider:

In diesem Fall würde ich dann mal ganz anders vorgehen.
Du solltest deinen Serien Piloten als eigenständiges kleines Werk schneiden und den Film gleich nach Cannes einsenden, (Die Serie aber natürlich im Hinterkopf behalten und schön weiter schreiben )
Dort hat’s sicher genug Leute die was in der Birne haben und dein Talent sehen und keine Halsabschneider sind.
Dann wäre noch das Sundance Film Festival...die Amis stehen voll auf Lost Places, da bin ich mir ganz sicher.
Das ist ein unabhängiges Film Festival, das schreiben die wenigstens...

Und ich fresse wirklich einen Besen wenn deine Kunst nicht auf eine Rolle kommt und du nicht mit einer Statue in der Hand, auf einer Bühne rot anläufst wie eine Tomate.
Gruss Boris



Antwort von iasi:

8 Tage

Hier zeigen sich die Probleme deutscher Produktionen.

Da hat man eine tolle Idee und auch schon eine Vorstellung für ein Finale - den Rest füllt man mit Klischee auf. Ein echtes Thema ist den Schreibern und Machern jedoch fern.

Da hilft dann auch der Netflix-Aufruf nichts.



Antwort von Käptn Tousu:

Aus eigener Erfahrung heraus kann ich ebenfalls bestätigen, dass man bei der Suche nach einem Distributionskanal sehr oft an die falschen Menschen gerät oder aber man das Gefühl bekommt, dass es wirklich nicht erwünscht ist mit einem fertigen Produkt in den Filmmarkt "zu drängen".
Du bekommst deinen fertigen Film nicht an Streamingdienste verkauft, weil du nicht bei einem Filmfestival genommen wurdest.
Du wurdest nicht bei einem Filmfestival genommen, weil du keine große Produktionsfirma hinter dir hast.
Du hast keine große Produktionsfirma hinter dir, weil du keine Filmförderung bekommen hast.
Du hast keine Filmförderung bekommen, weil du nicht die bereits etablierten deutschen Fernseh-Schauspieler für den Film gecastet hast.
- oder weil du nicht auf eine Filmhochschule gehst.
- oder weil du keine reichen Eltern hast die dir den Eigenanteil von (ich sag jetzt einfach mal) 1/3 der Produktionskosten nicht einfach so aufs Konto schieben konnten.
- oder ein Film mit dem gleichen Thema plötzlich und unerwartet nach deinem Pitch groß produziert wird.
und und und ;-) Das könnte ich jetzt wirklich noch ewig ausführen :D
Ich denke viele von uns kennen diese Verkettung an Wahnwitz. Das ist alles super schrecklich und auch ich leide darunter, habe 7 Jahre an meinem Debütfilm "Schugada" produziert und ihn im Dezember mit super viel Mühe auf amazon veröffentlicht...ohne Hilfe durch irgendwen.
aber hey: wenn den Durchbruch jeder schaffen könnte, wärs ja nichts besonderes mehr :-D Das ist ein Vitamin-B Geschäft, da gehts nicht um Können, nicht um Kreativität, da gehts um Beziehungen und um Bares.

Es gibt ja schon einige Independent-Film Plattformen die versuchen ihre Inhalte an genau die Nutzer zu bringen, die auch abseits vom Mainstream mal was sehen wollen. Aber wenn jemand Beziehungen hat, dann her damit. Und beim Baren gilt das natürlich auch ;-)



Antwort von iasi:

"Käptn Tousu" hat geschrieben:

Es gibt ja schon einige Independent-Film Plattformen die versuchen ihre Inhalte an genau die Nutzer zu bringen, die auch abseits vom Mainstream mal was sehen wollen.
Was dann aber keine gute Herangehensweise ist. Viel wichtiger wäre es doch, wenn diese Plattformen versuchen, Independent-Filme einem breiten Publikum nahe zu bringen.



Antwort von Darth Schneider:

Aber das ist ja mit dem Internet heute doch eigentlich unnötig.
Wer einen guten Film macht und den selber im Netz veröffentlicht, oder auch darüber verkauft, hat doch gute Chancen das der Filmvon einem breiten Publikum gesehen wird, wenn dieser gut ist.
Plattformen gibts schon so viele das die Filme darin auch nicht gesehen werden.
Also warum nicht gleich privat selber veröffentlichen und vermarkten ?
Gruss Boris








Antwort von Alf_300:

Selber vermarkten ist nicht so einfach
Früher konnte man eventuell noch eine Video-Verleihkette dafür gewinnen. - das ist aber auch Vorbei
Amazon Prime ist also garnicht schlecht, was jetzt fehlt ist die entsprechend massive Werbung
Leider verdient dabei nur Amazon :-((



Antwort von Giftpilz:

Netfix und Co machen Kinos kaputt. Und Fenrnsehsender, die sich mit Geld bei denen beteiligen, haben nicht die Möglichkeit, den Film oder die Serie wirklich auszuschlachten. Das Recht hat allein Netfix und Co.



Antwort von Frank Glencairn:

Giftpilz hat geschrieben:
Netfix und Co machen Kinos kaputt.
Weil sie Filme zeigen die nie im Kino gelaufen wären, oder weil sie Filme zeigen die vor langer Zeit im Kino gelaufen sind?



Antwort von Alf_300:

Nein
Weil sie den Leutenm die Zeit dazu stehlen :-))



Antwort von cantsin:

Ich hab' 2014 mal einen Gastvortrag an der Amsterdammer Filmacademie gehalten (nur um das klarzustellen: nicht etwa als Filmemacher - da bin ich DIY-Dilettant -, sondern als Digitalkunst/-medienkenner). Es ging darum, wie man als Filmemacher ausserhalb der klassischen Systeme von Kinodistribution und Fernsehfilm arbeiten kann, welche Alternativen sich da möglicherweise entwickeln, und inwiefern vor allem Leute aus dem Bereich Kunst/Design/Medienkunst bereits mit anderen Systemen und Medien experimentieren.

Ich hab' den Studenten damals gesagt, dass DVDs sehr wahrscheinlich bald ein Ding der Vergangenheit sein werden und Laptops keine DVD-Laufwerke mehr haben werden - Reaktion: Großer Aufschrei, ein Student fing ein Wortgefecht an, was ich denn hier erzählen würde. Dann von der Tatsache, dass herkömmliches Fernsehen inkl. ÖR immer mehr in eine Legitimationskrise kommt, weil Leute nicht mehr nach Programm gucken, zumal, wenn sie mit Downloads und YouTube sozialisiert sind. Reaktion der (wirklich jungen) Studenten: Totaler Bullshit, Bittorrent und YouTube ist sozusagen der Trailer Trash der Filmkultur, die Wahrheit liegt im Kino und in Fernsehprogrammen wie ARTE und (hierzulande) VPRO, von denen kommen die Produktionsaufträge, wenn man z.B. Dokumentarfilme machen will.

Dann habe ich denen etwas von Netflix erzählt, und dass ich erwarte, dass die den Fernsehmarkt aufrollen. Und dass es in den USA das interessante Phänomen gibt, dass die Zuschauerzahlen von Dokumentarfilmen plötzlich boomen, seitdem sie auf Netflix verfügbar sind. Und dass sie die erste Generation von Filmemachern sind, die sich auf diese neuen Plattformen einstellen und sich so einen Startvorteil verschaffen sollte. (Weil ich das ganz ähnlich auch bei unseren Kunsthochschul-Studenten erlebt habe, die sich z.B. als Grafikdesigner früh auf e-books oder als Illustratoren auf Webcomics spezialisiert hatten.)

Ich hab' noch nie in meinem Leben eine so feindselige Stimmung bei einem Seminar/Vortrag erlebt. Es gab damals noch (nicht nur im Film, sondern auch in Kunst und Design) eine echte Frontenbildung zwischen sog. "alten" und "neuen" Medien. Gehe auch davon aus, dass die Studenten damals von ihren regulären, Old School-Dozenten bereits schwer indoktriniert waren. (Der Dozent, der mich eingeladen hatte, hatte sich sogar bei mir nachher entschuldigt und meinte, er hätte mich genau deshalb eingeladen, um die klassischen Denkbilder etwas aufzubrechen.)

Was jetzt aktuell in Cannes und bei Spielberg & Co. passiert, deckt sich 100%ig mit der Haltung, mit der ich damals an der Filmhochschule konfrontiert war.



Antwort von Chillkröte:

Spannender Einblick, danke @cantsin!



Antwort von Rick SSon:

Chillkröte hat geschrieben:
Zum Nebenthema ÖR: Es gibt gute Gründe FÜR die Finanzierung von öffentlich-rechtlichen Sendern. Eine Medienlandschaft wie in den USA, wo die schrecklichen 24/7 News-Networks die Sphären dominieren fände ich eine grauenvolle alternative Vorstellung. Das alles besser würde, gäbe es nur noch privatfinanzierte Medien, halte ich für äußerst unrealistisch.

Gibt es ein Land, in dem ihr die Medienlandschaft besser findet? Also eines an dem Deutschland sich aus eurer Sicht orientieren sollte bzgl. einer sinnvollen Mischung aus privater und öffentlicher Finanzierung?

Dämlicher Artikel-Titel, aber inhaltlich ein paar gute Argumente stehen wie ich finde z.B. hier:
https://www.finanzen100.de/finanznachri ... 59_255668/
Das Prinzip ÖR finde ich absolut sinnvoll, allerdings finde ich die budgetverteilung zweifelhaft.

Statt zum Beispiel einen großen Teil in Kulturprogramm, oder auch in experimentelle Sendungen reinzustecken und jungen Leuten viele Plattformen zu bieten sich auszuprobieren, wird dafuer hôchstens ein bruchteil aufgewendet. Stattdessen versinkt die meiste Kohle in etablierten Kreisen und die externen Dienstleister werden bis zum Kotzen ausgewrungen.

Soll auch kein Gemecker sein, ich produziere deshalb bewusst kein Fernsehen, aber es ist allemal schade um das verschenkte Potenzial. Schließlich kriege die ihre Kohle so oder so, auch wenns am Ende nur drei leute interessiert.



Antwort von Drushba:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Guten Morgen
An Jalue
Und natürlich alle die es interessiert.
Doch zeigt uns die Geschichte das gerade beim Film sich heute nicht wenige von diesen Wollmützenfilmergangs von Gestern eben genau 30 Jahre später noch von Hollwood Mogulen Haufenweise Angebote kriegen und zu jeder wichtigen Party eingeladen werden. Nur weil die überspitzt ausgedrückt vor Jahrzehnten mal bekifft, oder besoffen ein wenig filmische Pionierarbeit geleistet haben...
Das gibt es schon, siehe nur mal den Werdegang eines Tarantino, (Resrvoir Dogs kann man nüchtern doch gar nicht drehen )
Auch George Lucas mit seinen frühen langhaarigen ILM Mitarbeitern, das waren (sicher hart arbeitende Genies) aber anderseits eben auch einfach junge, bekiffte Nerds, wenigstens ganz sicher zur Zeit von Episode 4 und Episode 5, das sieht man ganz klar in den ganzen Making Ofs.
Die Macher von The Matrix ( ohne langen Kommentar ) Die haben ihr halbes Leben mit Marvel und DC Comics verbracht, ( also ganz, ganz, typische Wollmützen )
Dann gehen wir weiter zu Tim Burton ( zu dem schreibe ich gar nichts, schaut euch nur Fotos von ihm an ) der hat in seinen jungen Jahren weit mehr als nur ein wenig zu viel "The Cure" gehört, und mehr als ein paar Gläschen Wein getrunken.
Jonny Depp ? Ich behaupte der war in den letzten dreissig Jahren gar nie nüchtern, genau so wie Spike Lee, der nennt ja seine Filme nicht mal Filme, sondern "Joints"....Er hat überigens einen Oscar...
Moritz Bleibtreu habe ich überigens zufällig vor zwei Jahren am Zürich Film Festival kennengelernt, ist ein sehr netter Typ, dreimal könnt ihr raten was der wohl im Mund hatte ?
Es gibt unzählige Beispiele von unglaublich erfolgreichen, genialen Leuten bei denen eben genau die Karriere mit Notizen auf Bierdeckel, und eben genau, nach dem 4. Bier, und nach dem zweiten Joint erst recht angefangen hat....
Ob so eine Lebensweise dann gut ist, sei dahingestellt.
Mal zum darüber Nachdenken.
Wer zu langweilig lebt wird kaum aufregende Filme machen, und auch nicht gut im Bett sein, denke ich zumindest....
Gruss Boris
Tut jetzt zwar nicht so viel zur Sache, aber das mit den Wollmützen halte ich für einen interessanten Indikator. In den USA haben viele Menschen Wollmützen auf und damit eben auch die Guten. Das habe ich nach anfänglicher Irritation selbst so erlebt. Umgekehrt haben - um hübsch zu pauschalisieren - in Deutschland eigentlich nur die Hochstapler Wollmützen auf. Auch das hab ich nicht anders erlebt.)

Und es sind die deutschen Szene- Wollmützen, die die wirklich Begabten - in Deutschland meist eher die Stillen und Konzentrierten - runtermachen wo es geht. Zwei Länder, zwei Kulturen. Und ja, amerikanische Wollmützen können trotz ständigem "talking big" bedeutend besser sein.)



Antwort von iasi:

Karrieresüchtige Studenten sind meist stockkonservativ. :)

Es werden immer Formeln gesucht, wie etwas funktionieren und aussehen muss.
Ein Drehbuch muss eine ganz bestimmte Form haben.
Eine Handlung muss ganz bestimmten Vorgaben folgen.
Eine Produktion muss in ganz bestimmten Stukturen und Abläufen stattfinden.
Ein Dreh muss ...

Vielleicht haben wir mittlerweile zu viele Film- und Medienfakultäten.

Die ÖR sind ein Beamtenapparat.
Da gibt es dann Findungskommissionen und Ausschüsse :)
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 04ac3.html

Im Prinzip ist sind die ÖR ein staatlicher Bezahlsender mit dem Vorteil, dass per Gesetz jeder Haushalt Kunde sein muss.

Soll doch auch niemand behaupten, das Programm der ÖR sei gut, nur weil es etwas weniger schlecht ist, als das der Privaten.

Der freie Markt würde letztlich das liefern, was die Kunden sehen wollen ... und hier liegt das Problem. :)
Man muss doch nur die deutschen Kinoproduktionen betrachten, die an der Kinokasse erfolgreich waren.

Auch Netflix folgt übrigens vor allem Modeerscheinungen und momentanen Trends. Und man merkt den meisten Eigenproduktionen durchaus an, dass sie bei einer Kinoauswertung nicht sonderlich erfolgreich sein würden.
Hat eine Serie mal Erfolg, wird sofort ähnliches nachgeschoben. In all den Jahren hat Netflix doch nicht wirklich viele herausragende Serien herausgebracht.








Antwort von Funless:

Weil Netflix eher auf Masse setzt, bzw. auch setzen muss und dementsprechend werden die Serien-Budgets zugeteilt. Eine HBO bspw., die sich nicht auf Masse an Serien konzentriert, kann es sich leisten für eine Staffel Game Of Thrones oder Westworld über 100 Millionen USD auszugeben.



Antwort von Gabriel_Natas:

Funless hat geschrieben:
Weil Netflix eher auf Masse setzt, bzw. auch setzen muss und dementsprechend werden die Serien-Budgets zugeteilt. Eine HBO bspw., die sich nicht auf Masse an Serien konzentriert, kann es sich leisten für eine Staffel Game Of Thrones oder Westworld über 100 Millionen USD auszugeben.
Netflix hat für eine Staffl Star Trek auch 100 Millionen Dollar ausgegeben.



Antwort von Funless:

Gabriel_Natas hat geschrieben:
Funless hat geschrieben:
Weil Netflix eher auf Masse setzt, bzw. auch setzen muss und dementsprechend werden die Serien-Budgets zugeteilt. Eine HBO bspw., die sich nicht auf Masse an Serien konzentriert, kann es sich leisten für eine Staffel Game Of Thrones oder Westworld über 100 Millionen USD auszugeben.
Netflix hat für eine Staffl Star Trek auch 100 Millionen Dollar ausgegeben.
Netflix hat Lizenzkosten für die VOD Distribution bezahlt und soweit ich mich richtig erinnere nicht nur für eine Staffel Star Trek: Discovery, sondern als Paket für alle CBS Star Trek Serien, mit Ausnahme der Trickfilmserie (was wohl daran liegt, dass die Rechte für diese Star Trek Animated Serie nicht bei bei CBS, sondern bei NBC liegen) und darüber hinaus wage ich zu bezweifeln, dass Netflix für das Lizenzpaket 100 Mio. USD bezahlt hat.

Anyway, die Produktionskosten von ca. 100 Mio. USD für die erste Staffel Star Trek: Discovery hat CBS ausgegeben.



Antwort von Frank Glencairn:

Egal, Netflix ist sowieso pleite.



Antwort von Funless:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Egal, Netflix ist sowieso pleite.
Und werden dann von Microsoft oder von Apple aufgekauft? Oder doch eher Amazon?



Antwort von Frank Glencairn:

Ich denke die spekulieren auf Facebook oder Amazon - die 10 Milliarden Schulden können sie normal jedenfalls nie mehr zurückzahlen



Antwort von iasi:

Netflix ist so eine Blasenfirma, die 140 Milliarden $ an der Börse wert ist.
Wer eine Aktie für 320 $ kauft, erhält einen Firmenwert von 10 $.
Dividende - also Gewinnbeteiligung - gibt"s schon mal gar nicht für die Anteilseigner.

Bei der Deutschen Bank erhält man wenigsten 2% auf seine Anteile als Gewinnbeteiligung. Und außerdem bekommt man für 320 $ Investment einen Firmenanteil im Wert von 1200 $.

Netflix ist noch immer nicht wirklich auf den Beinen und nun kommen aber schon die echten Konkurrenten, die Zuschauer und Inhalte (und damit wieder Zuschauer) streitig machen.

Disney zieht alle Marvel-Inhalte ab - also Schluß mit Marvel-Superhelden auf Netflix.
Star Wars gibt"s wohl dann auch nicht mehr bei Netflix ... und eben all die anderen Filme und Serien, deren Rechte Disney gehören. Zudem hat Disney einen Deal mit Fox abgeschlossen. Und: Disney hat den längeren Atem, denn nicht nur einen Streamingkanal.

Warner folgt dann entsprechend.

Apple, Amazon & Co. werden einen Teil des verbleibenden Content-Kuchens wollen.

Für Netflix wird es sehr viel schwerer.
Allein mit teuren Eigenproduktionen und Blockbustern aus China wird Netflix seine Kunden wohl nicht halten können.
3 deutsche Netflix-Filme machen noch keinen TV-Kanal - auch nicht beim Streaming.

Apple möchte wohl scheinbar seine Eigenproduktionen für für Inhaber von Apple-Geräten kostenlos anbieten. Wie die anderen Netflix-Konkurrenten hat eben auch Apple nicht nur ein Standbein.



Antwort von nic:

Wenn du schon so viele Zahlen zusammensuchst, dann achte doch bitte darauf, dass sie richtig sind und gebe ein paar Quellen dazu an...



Antwort von Darth Schneider:

Die Streaminggiganten werden dann ?chon merken das die meisten Menschen halt nicht bereit sind für drei TV Abos zu bezahlen.
Dann wird in naher Zukunft der eine oder andere Anbieter halt pleite gehen und vom erfolgreichsten Anbieter wieder aufgekauft werden.
Entweder die Streamingfirmen und Filmstudios arbeiten in dieser Hinsicht zusammen, oder
das Problem löst sich mit der Zeit von selber.
Gruss Boris








Antwort von iasi:

7nic hat geschrieben:
Wenn du schon so viele Zahlen zusammensuchst, dann achte doch bitte darauf, dass sie richtig sind und gebe ein paar Quellen dazu an...
Die sind richtig - viel suchen muss man übrigens nicht.

Wenn du sie nicht glaubst, kannst du gerne selbst suchen - das ist schließlich keine wissenschaftliche Arbeit bei der man ein Quellenverzeichnis anlegen muss.



Antwort von iasi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Die Streaminggiganten werden dann ?chon merken das die meisten Menschen halt nicht bereit sind für drei TV Abos zu bezahlen.
Dann wird in naher Zukunft der eine oder andere Anbieter halt pleite gehen und vom erfolgreichsten Anbieter wieder aufgekauft werden.
Entweder die Streamingfirmen und Filmstudios arbeiten in dieser Hinsicht zusammen, oder
das Problem löst sich mit der Zeit von selber.
Gruss Boris
Sie werden wohl wie Netflix auf monatlich kündbare Abos setzen.
Man bekommt schon mit einer herausragenden Serie Anmeldungen, während die Kunden beim Abmelden dann eher nachlässig sind.
Die Abrechnung erfolgt schließlich über die Kreditkarte und somit eh eher versteckt und verzögert.
Selbst wenn die Menschen eigentlich nicht bereit sind, für 3 Abos zu bezahlen, werden sie es eben doch öfter tun, als ihnen lieb ist.



Antwort von nic:

iasi hat geschrieben:
7nic hat geschrieben:
Wenn du schon so viele Zahlen zusammensuchst, dann achte doch bitte darauf, dass sie richtig sind und gebe ein paar Quellen dazu an...
Die sind richtig - viel suchen muss man übrigens nicht.

Wenn du sie nicht glaubst, kannst du gerne selbst suchen - das ist schließlich keine wissenschaftliche Arbeit bei der man ein Quellenverzeichnis anlegen muss.
Netflix hat einen Börsenwert von über 150 Milliarden Dollar. (In deiner ersten Version hattest du 140 Millionen geschrieben. Habe vor meiner Antwort nicht gesehen, dass du es schon editiert hattest.) Aber wie kommst du auf die Annahme, dass der eigentliche Firmenwert unter 5 Milliarden Dollar läge?



Antwort von iasi:

7nic hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Die sind richtig - viel suchen muss man übrigens nicht.

Wenn du sie nicht glaubst, kannst du gerne selbst suchen - das ist schließlich keine wissenschaftliche Arbeit bei der man ein Quellenverzeichnis anlegen muss.
Netflix hat einen Börsenwert von über 150 Milliarden Dollar. (In deiner ersten Version hattest du 140 Millionen geschrieben. Habe vor meiner Antwort nicht gesehen, dass du es schon editiert hattest.) Aber wie kommst du auf die Annahme, dass der eigentliche Firmenwert unter 5 Milliarden Dollar läge?
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 31:1.
Da hast du bei der Deutschen Bank 1:4 - und selbst bei Daimler sind es 0,8:1.

Amazon, Apple und auch Disney haben wenigsten noch etwas mehr zu bieten, als nur Nutzerzahlen.
Bei Disney lief es z.B. mit den Kinofilmen letztes Jahr zwar nicht so gut, aber dies kann eben z.B. durch die Themenparks ausgeglichen werden.

Bei Amazon bekommt man nicht nur ein Streaming-Abo für sein Geld - Amazon Prime umfasst noch mehr.

Immerhin:
In gewisser Weise ist Netflix wie ein Kinofilm-Verleiher: Die Kunden lösen ein Monatsticket, wenn sie einen Film oder eine Serie sehen wollen. Zwar sind dann die Einnahmen nicht so hoch, wie an der Kinokasse, aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde auch im folgenden Monat nochmals das Abo bezahlt, ist hoch.



Antwort von nic:

Du weißt schon, dass der Buchwert so zienlich nichts bedeutet - es sei denn, du bist der Insolvenzverwalter.



Antwort von Alf_300:

Netflix hat nennwertlose Aktien ausgegeben, da läßt sich der wahre Wert von Netflix doch sehr leicht ausrechnen.



Antwort von iasi:

7nic hat geschrieben:
Du weißt schon, dass der Buchwert so zienlich nichts bedeutet - es sei denn, du bist der Insolvenzverwalter.
Ich bin jemand, der gerne in Werte und nicht nur Ideen investiert.

Wenn die Leoni-Aktie heute abschmiert, weil u.a. das neue Werk in Mexiko Anlaufschwierigkeiten hat, lässt dies doch etwas mehr auf die Zukunft hoffen, als irgendwelche Abo-Zahlen, die sich monatlich ändern können.

Zwar sind die Rechte an Filmen und Serien - zumal die zeitlich unbegrenzten von Eigenproduktionen - auch Kapital, aber diese entsprechen sicherlich nicht dem Börsenwert von Netflix. Da steht ja sogar Disney mit seiner Filmsparte besser da.



Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Die Streaminggiganten werden dann ?chon merken das die meisten Menschen halt nicht bereit sind für drei TV Abos zu bezahlen.
Ja, YouTube hat das gerade schmerzlich erfahren müssen.
Jetzt ist bereits wieder Schluss mit den eigenen Serien. Ist halt doch nicht so einfach, nicht mal für einen Laden wie YouTube.

https://www.theverge.com/2019/3/25/1828 ... ed-premium

Und Apple kündigt seinen heute an... schau mer mal




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