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Infoseite // Blackmagic Camera 8.5 Public Beta - mit Cloud Zugang für die URSA Broadcast G2



Newsmeldung von slashCAM:



Die Blackmagic Camera App für das iPhone hat es bereits vorgemacht, nun erhält die Cloud auch Einzug in die eigenen Kameras von Blackmagic. Mit der neuen Betaversion de...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Blackmagic Camera 8.5 Public Beta - mit Cloud Zugang für die URSA Broadcast G2


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Antwort von Frank Glencairn:

Nicht nur wir kommen durch die neuen Cloud-Funktionen natürlich ins Spekulieren. Werden bald alle Blackmagic Kameras eine entsprechende Clip2Cloud-Upload Funktion per Firmware-Update erhalten? Oder bleibt diese Funktionalität erst einmal auf das iPhone und die Broadcast Camera Serie beschränkt? Ich würde mal sagen, das beschränkt sich auf die Kameras mit WLAN Modul.
Der direkten Upload-Möglichkeit aus der Kamera heraus gehört unbestreitbar die Zukunft, ... wenn die Clips der Kamera praktisch verzögerungsfrei zur Bearbeitung im Schnittsystem bereitstehen. Praktisch verzögerungsfrei?

Auf der durchschnittlichen Infrastruktur hier, wäre eine normale Kopie auf eine Festplatte immer noch deutlich schneller.

Die Kosten für entsprechende Cloud Services liegen ja heute bereits in einem vernünftigen Rahmen. Der allerdings immer noch mindestens 5 mal so teuer ist, wie eine in-house Lösung.

Vielleicht sollten wir auch mal aufhören von einer "Cloud" zu sprechen, sondern das Ding beim Namen nennen: Fremde Rechner an einem unbekannten Standort.

Wenn man sich das mal durchrechnet, kommt man schnell zum Schluß, daß eine in-house Lösung nicht nur deutlich einfacher, sicherer sondern auch schneller und zuverlässiger wäre.

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Antwort von Alex:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Wenn man sich das mal durchrechnet, kommt man schnell zum Schluß, daß eine in-house Lösung nicht nur deutlich einfacher, sicherer sondern auch schneller und zuverlässiger wäre.
Generell geb ich dir recht, aber ich sehe schon Usecases bei denen ein Cloud-Upload den Workflow beschleunigt (Zeitdruck+entfernter Cutter oder Proxies für Leute, die nicht am Set sein können).

Und einfach als (zusätzliches) Backup ists ne bequeme Sache. Vielleicht gibts ja ein günstiges/kostenfreies Basic-Abo mit begrenztem Speicherplatz, das für einzelne Drehtage ausreicht, dann nimmt man es doch gerne einfach mit. Größere Pakete dann für mehr $€$.
Redundanz ist immer gut, besonders wenn man die Oringinalmedien nicht anfassen muss.

Nicht ganz unpraktisch, wenn nach dem Drehtag das Footage schon bei mir und/oder beim Cutter aufm Rechner ist und ich die externe Platte nicht nochmal anfassen/verschicken muss.

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Antwort von Frank Glencairn:

Alex hat geschrieben:

Generell geb ich dir recht, aber ich sehe schon Usecases bei denen ein Cloud-Upload den Workflow beschleunigt (Zeitdruck+entfernter Cutter oder Proxies für Leute, die nicht am Set sein können).
Yup - einfach mal 800 GB über die durchschnittliche deutsche Netzverbindung hochladen, und dann auf der andere Seite wieder runter laden, und schauen wie lange das so dauert - und natürlich auch was für einen Mobilfunk Vertrag du für sowas brauchst.
Alex hat geschrieben:

Vielleicht gibts ja ein günstiges/kostenfreies Basic-Abo mit begrenztem Speicherplatz
Gibt's - 2GB, ab da wird's teuer.




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Antwort von Alex:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Yup - einfach mal 800 GB über die durchschnittliche deutsche Netzverbindung hochladen, und dann auf der andere Seite wieder runter laden, und schauen wie lange das so dauert - und natürlich auch was für einen Mobilfunk Vertrag du für sowas brauchst.
Das Netz wird doch eh immer schneller und mobile 5G Router kosten nicht die Welt. Wahrscheinlich reichen in den meisten Fällen die Proxies, dann zwar nicht als Backup, aber für die Timeline.

Du, ich brauchs nicht, aber es gibt bestimmt Leute, die das freuen wird.

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Antwort von robbie:

Nur weil du einen mobilen 5G Router hast hast du noch keine Bandbreite. 50-60% der 5G-Stationen emulieren 5G nur und hängen im Hintergrund noch immer an der selben Leitung wie die 4G Station. Der Kunde darf zahlen, hat aber nicht viel mehr Bandbreite als vorher. Der Flaschenhals ist immer die Anbindung an den Masten und die Anzahl der Masten, mit denen du verbunden bist. Einer reicht bei 5G nämlich nur dazu, dass dir dein Iphone 15 5G anzeigt und du deinen Kumpels sagen kannst du hast 5G.

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Antwort von Frank Glencairn:

Ja, zumal der Upload auch bei den meisten 5G Verträgen eher ein Witz ist, selbst wenn du einigermaßen Netzempfang und Downstream hast.

Rechne dir mal aus wie viele Stunden es dauert nur eine einzige 500 GB Karte damit hochzuladen.

Ganz ehrlich - ich halte die Idee, eine Kamera während des Drehs mit einem Upload zu blockieren, für ziemlich hirnrissig. Vor allem wenn man das genauso gut und viel weniger umständlich mit dem Laptop machen kann (wenn man denn das Material schon unbedingt irgendwo hochladen muß).

Das ist in etwa so backwards wie die Leute, die ihre Kamera am Rechner anstöpseln wollen und von der Kamera editieren.

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Antwort von Huitzilopochtli:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Alex hat geschrieben:

Generell geb ich dir recht, aber ich sehe schon Usecases bei denen ein Cloud-Upload den Workflow beschleunigt (Zeitdruck+entfernter Cutter oder Proxies für Leute, die nicht am Set sein können).
Yup - einfach mal 800 GB über die durchschnittliche deutsche Netzverbindung hochladen, und dann auf der andere Seite wieder runter laden, und schauen wie lange das so dauert - und natürlich auch was für einen Mobilfunk Vertrag du für sowas brauchst.
Alex hat geschrieben:

Vielleicht gibts ja ein günstiges/kostenfreies Basic-Abo mit begrenztem Speicherplatz
Gibt's - 2GB, ab da wird's teuer.



Ich hab 5G unlimited datenvolumen für 26 € im Monat. Ganz so schlimm ist Deutschland dann auch wieder nicht.

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Antwort von medienonkel:

Für den Broadcast und News Bereich ist das durchaus sehr relevant.

Das Material für ne NIF oder der aktuell nachgereichte O-Ton vom Staatssekretär sowieso bewegen sich in XDCAM HD so im unteren einstelligen Gigabyte Bereich.

Da kann so eine Funktion sehr nützlich sein. Es gibt auch Kamera Leute, die drehen sicher und selbstbewusst nur Bilder, die man auch braucht.
Es gibt sogar Leute, die löschen schlechte Takes vor Ort in der Kamera!!!

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Antwort von Frank Glencairn:

Huitzilopochtli hat geschrieben:

Ich hab 5G unlimited datenvolumen für 26 € im Monat. Ganz so schlimm ist Deutschland dann auch wieder nicht.
Hier geht's eigentlich hauptsächlich um die tatsächlich verfügbare Upload-Geschwindigkeit am jeweiligen Standort, die Download-Geschwindigkeit spielt dabei keine Rolle.

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Antwort von Frank Glencairn:

medienonkel hat geschrieben:
Für den Broadcast und News Bereich ist das durchaus sehr relevant.

Das Material für ne NIF oder der aktuell nachgereichte O-Ton vom Staatssekretär sowieso bewegen sich in XDCAM HD so im unteren einstelligen Gigabyte Bereich.
Nur gibt es keine BM Kameras die sowas wie XDCAM HD ausspucken - also Thema verfehlt.

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Antwort von Huitzilopochtli:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Huitzilopochtli hat geschrieben:

Ich hab 5G unlimited datenvolumen für 26 € im Monat. Ganz so schlimm ist Deutschland dann auch wieder nicht.
Hier geht's eigentlich hauptsächlich um die tatsächlich verfügbare Upload-Geschwindigkeit am jeweiligen Standort, die Download-Geschwindigkeit spielt dabei keine Rolle.
Eigentlich gehts mal wieder um gar nix.

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Antwort von Darth Schneider:

@ medienonkel
Also in den Black Magic Kameras kann man nur schlechte Takes löschen wenn man das ganze Speichermdium neu formatiert.
Würde ich vor Ort beim Dreh eher nicht empfehlen.

Für solch heftige Fehler könnte dann die Cloud nützlich sein…;)))

Spass bei Seite,
zur schnellen Sichtung/Verarbeitung weit weg und als Backup.

Geht schon schneller als mit der Harddisk nach New York zu fliegen…
(und ist weniger mühsam)
Gruss Boris

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Antwort von acrossthewire:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:


Nur gibt es keine BM Kameras die sowas wie XDCAM HD ausspucken - also Thema verfehlt.
Die URSA Broadcast G2 macht h265 was selbst in 4k Datenmässig nicht ausartet und für ENG
völlig ausreichend ist.

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Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:

zur schnellen Sichtung/Verarbeitung weit weg und als Backup.
Sagen wir mal du hast um 7, Drehbeginn um 10 ist die erste 250 GB Karte voll - der Upload dauert aber 7 Stunden. Filmst du dann mit ner zweiten Kamera weiter, während die erste noch hoch lädt?
Womöglich kann man so lange auf ner zweiten Karte weiter drehen, das Problem bleibt aber, da das ja kumuliert. Ab nem gewissen Punkt halbert sich die Uploadgeschwindigkeit nochmal, weil jetzt ja 2 Karten Daten hochlanden willen - spätestens jetzt brauchst du ne andere Kamera.

Also bei Drehschluß die Kamera weiter laufen lassen, und hoffen daß der Upload nach dem Funkloch auf dem Heimweg wieder irgendwie aufgenommen wird? Ach ja und Kamera ausschalten ist deshalb während des Tages natürlich auch nicht drin, also Jonglieren mit Akkus und Netzteil?

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Antwort von Darth Schneider:

@Frank
7 Stunden, echt jetzt ?
Und wenn der PC abstürzt dazwischen, oder das Modem ?..D
Dann dauert es 7 Stunden länger…

Nun ja, dann hab ich nix gesagt und ist das fliegen nach New York mit ein paar Terabyte im Koffer am Schluss immer noch noch sicherer und schneller…;))

Live hoch und runterladen über grosse Distanz in hoher Qualität wäre spannend….
Kommt das ?
Gruss Boris

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Antwort von pillepalle:

Vom Prinzip her ist der Camera to Cloud Workflow schon ganz cool, macht aber tatsächlich nicht in allen Szenarien Sinn. Wenn man z.B. wie ich selber Dreht und auch die Post macht, bringen einem Proxies vorab in der Cloud jetzt nicht wirklich viel. Denn schneiden wird man eh erst wenn man am Rechner sitzt :) Aber für größere Produktionen, bzw. wenn der Cutter woanders sitzt, ist das wahrscheinlich schon die Zukunft.

Ich hatte mir vor ein paar Wochen ja einen Atomos Connect zum halben Preis geholt, es aber noch nicht geschafft Files C2C zu Frame.io hochzuladen. Sobald ich mit der Cloud verbunden bin ist der Recording-Button am Ninja ausgegraut und ich kann nicht mal mehr auf den Recorder aufnehmen. Also den Atomos Support kontaktiert, alle Anweisungen brav befolgt, Screenshots hin und her geschickt, gefühlt hundert Dinge ausprobiert, aber bisher ohne Erfolg. Da alles andere am Connect funktioniert (Timecode, Live Streamen, ect.) schieben sie den schwarzen Peter jetzt zu frame.io und ich solle doch da mal den Support kontaktieren. Erst hieß es das ginge mit dem Test-Account bei Frame.io nicht. Jetzt habe ich aber mal einen Monat einen normalen Account bei frame.io gemacht und es funzt immer noch nicht. Mittlerweile habe ich auch erfahren das man sogar mit dem neuen Ninja/Shogun Ultra ProRes RAW aufnehmen und gleichzeitig Proxies in die Cloud schicken kann. Aber bevor ich 800 oder 1200 Euro in einen weiteren Recorder stecke, hätte ich es ganz gerne mit den alten erstmal zum laufen bekommen.

Hab' die Tage noch zu tun und wenig Zeit mich intensiver damit zu beschäftigen. Vielleicht kontaktiere ich nach den Feiertagen nochmal die diversen Supports, aber irgendwie finde ich das Ganze schon eher nervig. Kommt einem jedenfalls vor wie Fischen im Trüben und nicht nach methodischer Fehlersuche. Wie gesagt, C2C brauche ich ehrlich gesagt auch noch nicht zwingend, aber solgane ich nicht sicher bin das es garantiert funktioniert, kann ich es auch niemandem als Option anbieten.

Ansonnsten finde ich frame.io schon ganz cool. Mann kann es auch nur monatsweise Mieten, also immer dann wenn man es braucht. Es läßt sich in Resolve integrieren und, für mich das Wichtigste, man kann Kommentare mit Markern direkt an den Clip schreiben, in den Clip malen, Stellen und Passagen genau markieren, usw. Viel genauer als wie ich es bisher mit meinen Kunden mache. Die schicken mir normalerweise eine Textdatei mit Anmerkungen, oder Änderungswünschen, und die sind oft Pi mal Daumen, gerade was die Zeitangaben/Timing betrifft. Außerdem können bei Bedarf alle sehen wer was angemerkt hat und sind auf dem gleichen Stand. Die Kunden brauchen keine spezielle Software, müssen nix herunter laden und es ist einfach zu bedienen. Uploads flutschen eigentlich auch ganz gut, zumindest die Testdateien die ich bisher zu frame.io hochgeladen habe.

VG

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Antwort von medienonkel:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
medienonkel hat geschrieben:
Für den Broadcast und News Bereich ist das durchaus sehr relevant.

Das Material für ne NIF oder der aktuell nachgereichte O-Ton vom Staatssekretär sowieso bewegen sich in XDCAM HD so im unteren einstelligen Gigabyte Bereich.
Nur gibt es keine BM Kameras die sowas wie XDCAM HD ausspucken - also Thema verfehlt.
Ich dachte, es geht mal wieder ums Prinzip.
Gibt halt Szenarien, in denen sowas sehr nützlich sein kann.
Braw in HD und der untersten Qualitätsstufe ist halt auch nicht wirklich größer als XDCAM und reicht lockerst.
Gibt halt Situationen, da schafft es der für das Material Verantwortliche nichtmal CFast von SD Karte oder HDD zu unterscheiden... Da müssen dann "Drehkarten" in die "Avid-Cloud".
Und da ist es perfekt, wenn der Kameramensch nebenbei schon das Material von der Kamera übertragen lässt. Der ist dann safe und darf heim gehen.

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Antwort von rush:

@pillepalle: Atomos ist in Sachen Support und Funktionalität nicht unbedingt ein Vorzeigekandidat wenn es um Cloud Lösungen geht.

Habe selbst den kleinen Zato Connect - bei dem - im Gegensatz zu Dir - ab dem ersten Tag C2C nach frame.io funktionierte, selbst zum kostenlosen frame.io Konto.

Dafür zickte das Streaming nach YouTube wochenlang und war eine Geduldsprobe mit ständigen "no camera Connected" Meldungen und Verbindungsabbrüchen im YouTube Backend während andere Tools oder auch OBS tadellos darüber streamen konnten.

Updates von Atomos wurden immer Mal wieder in Aussicht gestellt - kamen aber letztlich nie. Jegliche Feature Requests und kleinere Bugs meinerseits hat man zwar entgegengenommen - passiert ist jedoch praktisch nichts.

Nach weit über einem Monat ging es dann auf einmal mit dem YouTube Streams - dafür funzt die generelle RTMP Weiterleitung an manch andere Dienste bis heute noch immer nicht.

Atomos verweist dann subtil darauf das sie nur mit ausgewählten Anbietern zusammenarbeiten und nicht gewährleisten können das die Streams im Falle des Zato Connect auch an andere Anbieter übergeben werden können. Dabei ist/war es unerheblich ob man ein bezahltes oder kostenloses Abo hat.

Generell ist es aber wieder bezeichnend wie wehement einige Nutzer aus ihrer engen Blase nicht herauskommen und jene Workflows auf Teufel komm 'raus für "Backwards" bezeichnen - anstatt sich vielleicht selbst zu hinterfragen wer hier womöglich zu den (Achtung zugespitzt!) "Ewiggestrigen" gehört - um in diesem Termini zu bleiben.

Natürlich kostet Leistung entsprechend Geld - aber wer Bedarf an solchen Lösungen hat wird nicht an ein paar Kröten im Monat scheitern... und die ewige Leier der geringen Upload-Raten gehört mittlerweile auch in Deutschland zu den Märchen - besonders wenn man Dienste verwendet die Bonding von mehreren Streams beherrschen.

Ein Blick zu LiveU und Co. zeigt was seit Jahren technisch möglich ist - bei Bedarf live auf einen Server gepumpt um direkt zu "senden" oder es ad hoc bearbeiten zu können. In vielen Bereichen durchaus ein kleiner Gamechanger - der zugegebenermaßen auch Arbeitsplätze kosten wird bzw. zumindest verlagert.

Insbesondere die Broadcast G2 ist doch genau für solche Dinge prädestiniert und ich finde es nur konsequent das BMD auch dahingehend weiter in Richtung Cloud geht.

Anstatt eben Umwege über Tools wie jene Kisten von Atomos zu gehen, erscheint es durchaus naheliegend das ganze direkt ab Kamera zu integrieren.

Und auch hier gilt: Niemand der "Ewiggestrigen" wird gezwungen diese Funktionen zu nutzen, genau wie niemand interne NDs nutzen muss.
Für Nutzer die dahingehend einen Markt und Bedarf sehen, eröffnen sich dagegen durchaus spannende Zeiten.

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Antwort von Frank Glencairn:

medienonkel hat geschrieben:


Ich dachte, es geht mal wieder ums Prinzip.
Steht eigentlich im Titel um was es geht:

"mit Cloud Zugang für die URSA Broadcast G2"

Zunächst mal müssen wir zwischen Remote Editing. Instant Editing und Upload durch die Kamera während des Drehen unterscheiden.

Remote editing ist jetzt seit zig Jahren ein alter Hut. Der Editor bekommt das komplette Material auf einmal irgendwie zugänglich gemacht (online oder physikalisch) und editiert halt wo anders (Gelsenkirchen/Honkong/Starbucks). Mittlerweile schon fast der Normalfall.

Instant Editing ist, wenn das selbe extrem zeitnah zum Deh passiert.
Hab ich - als Ewiggestriger - dieses Jahr mit einigen Projekten gemacht, wo ich das Material - statt auf einmal, wie sonst - häppchenweise jeden Tag bekommen habe, und der Regisseur in Japan am nächsten Tag direkt remote auf meine Timeline zugreifen konnte (da muß ich dann auch nix mehr auf frame.io hochladen - ewiggestrig halt).

Kann man machen - ist aber aus verschiedenen Gründen ein Pain in the Ass, und kann im schlimmsten Fall länger dauern als wenn man alles gleich komplett bekommt.

Upload durch die Kamera, statt durch einen Laptop macht für den Editor keinen Unterschied (und hat mit den obigen Kategorien deshalb nix zu tun), kann aber am Set zu erheblichen Risiken und Workflow-Problemen führen.

Eines der Hauptprobleme ist - wie schon erwähnt - der lahmarschige upload der zig Stunden dauern kann.
Mobil sowieso problematisch, wenn man am Set (Studio/Location wasauchimmer) eine richtige Leitung hat, womöglich noch ne schnelle, ist der Flaschenhals der langsamste WLAN controller in der Kette.

Wenn man nur Proxies hoch lädt, dann ist das alles etwas einfacher, wenn man die Proxies dann auch noch - wie ja einige hier vorschlagen - für das Master benutzt, weil "sowieso keiner den Unterschied sieht", frage ich mich, warum wir hier über Optiken, Sensorauflösung, raw oder sonstige Qualitätsmerkmale sprechen. Anscheinend ist bei euren Produktionen ja sowieso alles egal.

Volles Rohmaterial (raw) - womöglich noch 6-8K irgendwo hochzulanden scheitert halt - je nach Location - einfach an der Geschwindigkeit.
Das Team in Japan mit dem ich zuletzt gearbeitet habe, hatte z.B. - je nach Hotel in dem es in der jeweiligen Nacht gerade war - teilweise extreme Schwierigkeiten mit dem verfügbaren Netz oder Hotel WLAN selbst die Proxies hochzuladen. Da nutzt dir dann auch dein toller mobiler Hotspot und dein toller unbegrenzter Datenvertrag nix (hatten wir alles), wenn die Infrastruktur vor Ort nicht mit spielt. Wer sportlich ist, dreht dann mit 3 Kameras den ganzen Tag über.

Als typisch Ewiggestriger hab ich Jahrelang frame.io für approvals genutzt (mittlerweile gibt's bessere Tools) so wie ich auch - ebenfalls typisch ewiggestrig - immer alle neuesten Techniken ausprobiere (oft genug als Betatester lange vor allen anderen), und schaue ob ich sie gewinnbringend in meinen Workflow einbauen kann.

Oft kann ich, manchmal macht es aber auch einfach keinen Sinn, weil das ganze nicht durchdacht ist, oder ready for prime time.

Jeder der für professionelle Workflows verantwortlich ist, und garantieren muß daß alles so 100%ig sicher und reibungslos wie nur irgendmöglich läuft, wird zwangsläufig die selben Fragen stellen, die ich oben bereits gestellt habe.

1. Hab ich vor Ort einen schnellen und zuverlässigen Zugang, der reicht das Material hochzuladen bevor ich die Speichermedien (oder den Akku) wechseln muß? Was mach ich, wenn am Ende des Drehtages die Kamera noch 5 Stunden für den letzten Upload braucht? Das ganze Team, das nach 12 Stunden gerne ins Hotel möchte festhalten, oder mit nem Taxi hinterherfahren?

2. Hab ich vor Ort doppelte Arbeit wegen der nötigen Backups?

3. Ist es nicht schneller und sicherer das Material bequem von einem Laptop hochzuladen, statt umständlich von der Kamera?

4. Muß ich das vollaufgelöste Material nicht sowieso irgendwann zu Editor/Coloristen/Audiopost schicken?

5. Warum den Umweg über einen fremden Server machen, wenn ich (Studiobetrieb) doch auch den eigenen nutzen kann und mir dabei den ganzen umständlichen Upload spare, sondern die Files einfach von der Karte rüber schiebe?

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Antwort von pillepalle:

@ Frank

In vielen Punkten bin ich bei Dir. Natürlich muss man trotzdem irgendwann die 'Hero' Files zum Cutter bringen, ob das nun per Upload oder per Kurier via Festplatte geschieht. Aber eine Kamera die sofort Proxies erstellt und automatisch ins Netz laden kann ist schon praktisch. Nicht nur für die Leute in der Post, sondern auch für andere Entscheider, die vielleicht nicht vor Ort sind und sich ein Bild von der Produktion machen wollen, oder Dinge absegnen.

Und natürlich muss das Ganze auch geschmeidig und störungsfrei laufen. Neben mir hat ja z.B. auch rush (wenn auch beim Streamen) keine besonders guten Erfahrungen mit den Connect Geräten gemacht. Bei mir friert auch gelegentlich der Ninja ganz ein, wenn ich mich mit der Cloud verbinde bzw. die Verbindung unterbreche. Da hilft dann nur noch Neustarten und es erneut versuchen, teils mehrere male hintereinander, bis es dann plötzlich geht. Hab' ich dem Atomos Support auch genauso gesagt, dass meine Erfahrung mit dem Connect keine besonders gute ist. Ich schaufele mir ja mein eigenes Grab, wenn ich Kunden einen Workflow vorschlage der am Ende nicht richtig funktioniert.

Ich habe auch einen eigenen kleinen Webserver, aber ich weiß aus Erfahrung das viele meiner Kunden technisch nicht besonders versiert sind. Die finden es dann schon kompliziert sich etwas per FTP herunter zu laden und finden z.B. WeTransfer ganz toll, weil sie da einfach nur einen Link anklicken müssen. Also schicke ich denen eben alles per WeTransfer. Auch bei frame.io geht es nur um die Kundenerfahrung und das Arbeiten im Team. Das muss einfach und unkompliziert sein. Die wollen vorab kein Studium in Informatik machen müssen, um mit dabei zu sein.

Ich mache ja viel für's Netz und manchmal fragen mich die Kunden ernsthaft z.B. ein 10 Minuten FHD-Video auf 200 MB Dateigröße herunter zu dampfen, weil sie es sonst nicht bei sich auf den Server hochgeladen bekommen. Und die zahlen richtig viel Geld für die Produktion des Videos, um am Ende eine kleine komprimierte Version davon zu nutzen. Da kommen einem schon manchmal Zweifel. Das ist natürlich nichts was man als Maßstab nehmen muss, aber in der Praxis spielt die Qualität dann eben auch mal keine so große Rolle. Zumindest nicht, wenn man nicht nur mit erfaheren Medienprofis zusammen arbeitet.

VG

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Antwort von rush:

Exakt - manchmal sind Filesize oder einfach schnelle Turn-Arounds wichtiger als RAW oder das letzte Quäntchen Qualität.

Und wie du schon sagst - wenn bereits ein Drittel oder Viertel des Stabes in der Homebase bleiben kann und dennoch "aktiv" mitbekommt was am Set passiert + entsprechend aus der Ferne reagieren kann, ergibt sich da für einige Produktionen durchaus eine spürbare Einsparung von Reisekosten und Co.

Und nein - das ist keine theoretische Betrachtung sondern exakt das was bei einigen Produktionen nicht erst übermorgen sondern bereits heute schon proaktiv so gefahren und realisiert wird.

Kleiner Stab vor Ort - der Rest wird dann teils in Echtzeit per Remote oder eben Instant abgewickelt und bearbeitet.

Heißt nicht das ich diese Entwicklung per se gut finde oder begrüße - sie spiegelt in einigen Bereichen jedoch den Stand der Dinge dar und wird vermutlich auch nicht so schnell aufzuhalten sein.

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Antwort von pillepalle:

Mittlerweile habe ich den C2C Upload auch hinbekommen, allerdings nur in 50p oder 60p. In allen anderen Frameraten funktioniert er nicht. Macht natürlich so für mich gar keinen Sinn :) Mal sehen ob der Atomos Support mir nach den Ferien verraten kann, ob man auch 25p Formate aufnehmen und C2C hochladen kann.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

pillepalle hat geschrieben:
Mittlerweile habe ich den C2C Upload auch hinbekommen,
Woran lags?

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Antwort von pillepalle:

@ Frank

An der Framerate. Ich hatte zuvor nur 1080/25 ausprobiert, aber mit 25p kann man gar nix hochladen. Muss man erstmal drauf kommen. Bin mal gespannt was sie dazu sagen werden 😅

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

pillepalle hat geschrieben:
...aber mit 25p kann man gar nix hochladen.
WTF?

Wofür soll das ganze nochmal sein?

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Antwort von pillepalle:

Hab' ich auch nicht verstanden. Bin ja nicht der erste der da was in 25p hochladen möchte. Muss ein Bug sein, der irgendwie am Recorder, oder vielleicht der Kombi zusammen mit den alten Ninjas liegt. Wäre ja generell total blöd und eher nutzlos wenn nicht jede Framerate ginge.

VG

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Antwort von pillepalle:

Jetzt muss ich Atomos doch ausnahmesweise mal loben :) Einen Tag nach meiner Nachricht eine Antwort bekommen und prompt mit einer Lösung mit der alles funktioniert. Einem Firmware Update 🙈

Hatte das eigentlich gemacht, als ich mir den Connect bestellt hatte, aber in der zwischenzeit muss wohl wieder ein neues erschienen sein (ohne das ich davon etwas mitbekommen habe). Und damit geht's jetzt... tja, muss ich mir wohl doch nächstes Jahr eine Ultra-Version davon zulegen, um auch ProRes RAW aufnehmen und gleichzeitig Proxies machen zu können :)

VG

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Antwort von roki100:

pillepalle hat geschrieben:
Jetzt muss ich Atomos doch ausnahmesweise mal loben :) Einen Tag nach meiner Nachricht eine Antwort bekommen und prompt mit einer Lösung mit der alles funktioniert. Einem Firmware Update 🙈
Also hast Du jetzt auch die Erfahrung gemacht dass mit der älteren Firmware tatsächlich etwas nicht stimmte, siehe auch hier: viewtopic.php?p=1207562#p1207562

Die aktuelle Firmware scheint nicht nur einige seltsame Probleme zu beheben, sondern (zumindest bei mir mit S5) hat RAW weniger Noise als vorher (RAW und Rauschverhalten, sieht jetzt so aus, wie ich es von cDNG kenne). Und HDMI highspeed Kabel, die zuvor Probleme machten (z.B. in ProRes HQ 422 4K 60p) funktionieren jetzt problemos.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich etwas mit der neuesten Atomos-Firmware zu tun hat, es kann auch sein, dass die neueste Panasonic-Firmware teilweise an der Verbesserung beteiligt war (zumindest das mit HDMI-Kabel). Ich bin auf jeden Fall begeistert.

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Antwort von pillepalle:

@ roki

Ja, mit der Version 10.94.00 die ich drauf hatte lief es nicht. Und die hatte ich Ende November geupdated, in dem Glauben ich sei damit auf dem aktuellen Stand. Die 10.94.01 muss irgendwann im Dezember erschienen sein, aber wenn man nicht aktiv nach der neuesten Firmware sucht, bekommt man von den Updates gar nichts mit. Kann ja niemand ahnen das die jetzt im Monatsrhytmus neue Firmware heraus bringen. Vermutlich schrauben die noch an den Cloudfunktionen. Auf den neuen Ninjas/Shoguns ist ja das neue OS11. Das gibt's aber nicht für die alten Geräte.

VG

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Antwort von pillepalle:

Hier gibt's ein kleines Setupvideo für die Ursa G2 mit der neuen Firmware. Ebenso vom iPhone mit der neuen Camera App.



VG

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