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Test : Vergleich: DJI Osmo Action vs GoPro Hero 7 Black - wer baut die beste Action Camera? Teil 1

von Do, 23.Mai 2019 | 3 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Gehäuse, Verarbeitung
Display
Akkulaufzeit & Überhitzung



Wir vergleichen die neue DJI Osmo Action Camera mit der bisherigen Referenz GoPro Hero 7 Black mit Hinblick auf: Verarbeitungsqualität, Display, Videoqualität, Rock Steady vs Hypersmooth Stabilisierung, Bedienung via Smartphone-App, Zeitraffer vs Timewarp, High Rame Rates, Akkulaufzeit, Überhitzung uvm.

DJI Osmo Action vs GoPro Hero 7 Black


DJI hat die neuen Osmo Action Camera mit einer Vielzahl an interessanten neuen Funktion ausgestattet. Hierzu zählen: Eine abschraubbares Schutzglas für Schraubfilter, ein zweiter Monitor auf der Frontseite eine kamerainterne Verzeichnungskorrektur, HDR-Funktionen uvm. Wie schlägt sich die neue DJI Osmo Action Camera im Vergleich zu bisherigen Referenz der GoPro Hero 7 Black?



Gehäuse, Verarbeitung



Beim ersten in die Hand nehmen vermittelt die DJI Osmo Action einen angenehm hochwertigen und soliden Eindruck was sicherlich auch an ihrem im Vergleich zu GoPro Hero 7 etwas höherem Gewicht liegt. Bei in etwa vergleichbaren Abmessungen (65 × 42 × 35 mm) zur GoPro Hero 7 Black (62,3 x 44,9 x 33 mm) haben wir die Osmo Action inkl. Akku und Karte (ohne Zusatzgehäuse) mit 125g und die GoPro Hero 7 Black mit 115g gewogen.

DJI Osmo Action Camera


Auf dem ersten Blick fällt bei der Osmo Action sofort das abschraubbare Schutzglas vor dem Objektiv auf, das Dank profilierter Metalfassung ebenfalls zum soliden Eindruck beiträgt und gleichzeitig eine clevere Option für Zusatzfilter darstellt. Die GoPro Hero 7 Black verfügt ebenfalls über ein abschraubbares Schutzglas (via Ziehen + Vierteldrehung abnehmbar) und ebenso stehen ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt von Drittanbietern für die GoPro Hero 7 zur Verfügung. Allerdings ist der Rahmen für das Schutzglas der GoPro Hero 7 Black nur aus Kunststoff. Hier scheint uns die DJI-Lösung die robustere zu sein.


Verarbeitungstechnisch sehen wir ansonsten DJI Osmo Action und GoPro Hero 7 Black auf dem gleichen Niveau wobei die Osmo Action glatter und härter in der Hand liegt und die GoPro Dank gummiertem Gehäuse etwas griffiger. Allerdings wird man beide Kameras in der Praxis vor allem mit den entsprechenden Kunststoff-Frames / Cages nutzen die übrigens beide auf das gleiche externe Befestigungssystem setzen. Somit lassen sich DJI Osmo Action Cameras an vorhandenen GoPro-Befestigungen nutzen und umgekehrt.

Interessant finden wir die unterschiedlichen Konzepte in Sachen Gehäuse-Dichtung. Bei den kleinen Gehäuseklappen setzen DJI und Gopro auf das gleiche Dichtungsprinzip via in die Klappen integrierten Abdeckungen mit umlaufender Gummileiste. Bei den größeren Gehäuse-Klappen für die Akkus unterscheiden sich jedoch die Dichtungsfunktionen. Bei DJI bringt der Akku (1.300 mAh) seine eigene Dichtung in Form einer eigenen Klappe sowie eines um den Akku gespannten orangen Dichtbandes mit. Bei der GoPro Hero 7 Black ist die Dichtung in die Akku-Klappe im Gehäuse integriert (GoPro Akku = 1220 mAh). Als wir unser Testexemplar der DJI Osmo Action ausgepackt haben, war die Gummidichtung von dem Akku allerdings verrutscht. Hätten wir den Akku ohne Korrektur des Dichtbandes verbaut, wäre die Osmo Action nur ungenügend gegen Wasser geschützt gewesen. Wir empfehlen daher beim Akku-Wechsel stets das Dichtband des jeweiligen Osmo Action Akkus zu kontrollieren – vor allem nach längerem Transport in Taschen mit anderer Technik ...



Display



In Sachen Display und Monitoring bringt die DJI Osmo Action Camera eine reichhaltige Ausstattung mit. Rückseitig besitzt sie im Vergleich zur GoPro Hero 7 Black ein deutlich größeres Display das in 16:9 ausgelegt ist und damit keine Displayfläche bei 1:9 Aufnahmeformaten verschenkt (bei 4:3 hingegen schon).

DJI Osmo Action mit farbigem Front Display


Zusätzlich bietet die DJI Osmo Action Camera auch ein quadratisches Display auf der Vorderseite (wie die GoPro Hero 7). Im Gegensatz zur GoPro Hero7 ist dies bei der Osmo Action jedoch als Farbdisplay konfiguriert und gibt via 2-Fingertapp das Sucherbild für Selfie-Aufnahmen auf der Kameravorderseite wieder (dann mit abgeschaltetem hinterem Display). Wer also viel Selfies mit der Action-Kamera dreht, hat hier einen klaren Vorteil bei der Osmo Action gegenüber der GoPro Hero 7 Black.

Letztere nutzt ihr vorderes Display für Statusanzeigen zu Aufnahmeformat, FPS, verbleibenden Speicherplatz, TimecodeTimecode im Glossar erklärt und Akku-Status - und dies kontinuierlich auf einem energieeffizientem LCD-Display. Hier gilt es also je nach individueller Nutzung abzuwägen, welche Displayfunktion für den persönlichen Gebrauch die geeignetere darstellt. Wir würden hier das zusätzliche Farbdisplay der Osmo Action im allgemeinen Gebrauch etwas weiter vorne sehen.

DJI Osmo Action Monitor schwerer lesbar bei Sonnenlicht


Problematisch empfanden wir hingegen die Nutzung der DJI Osmo Action Displays bei hellem Umgebungslicht. Auch nachdem wir es auf maximale Helligkeit gestellt hatten, war es deutlich dunkler als das Display der GoPro Hero 7 Black was zwar kleiner aber bei Sonne besser ablesbar war.

Wer also viel bei hellem Umgebungslicht aufnimmt und auf das Display der Actioncam angewiesen ist, findet bei der GoPro Hero 7 Black aus unserer Sicht die bessere Lösung. Wer hingegen nicht in direktem Sonnenlicht oder eher Unterwasser unterwegs ist, dürfte das größere Display der Osmo Action zu schätzen wissen.

Zumindest das Problem Umgebungslicht lässt sich - je nach Smartphone - entschärfen, wenn man die Action-Kameras mit dem Smartphone koppelt. Doch in Sachen Kamera-Display gilt es bei den Action Cams auch das Thema Überhitzung und Akku-Laufzeiten mitzudenken.



Akkulaufzeit & Überhitzung



Gespannt waren wir auf den Vergleich der Akkulaufzeiten der DJI Osmo Action und der GoPro Hero 7 Black. Dafür haben wir beide Kameras mit 4K 60p mit aktivierten Stabilisierungssystemen laufen lassen.

Nach 30 Min. schalten beide Kameras bei 4K 60p inkl. Stabi wegen Überhitzung ihre rückseitigen Monitore ab. Und zwar bei mehreren Tests jeweils zur exakt gleichen Zeit – fast auf die Sekunde genau. Die GoPro hat sich bei unseren Tests hierbei schneller wieder erholt und zeigt ihr rückseitiges Display dann wieder normal während die Osmo Action bei weiterlaufender Aufnahme immer wieder nur noch kurz das Display inkl Überhitzungswarnung zeigt.

GoPro Hero7 Black hält bei 4K 60p und Stabilisierung deutlich länger durch


Nach weiteren 5 Minuten hat sich die DJI Osmo Action dann wegen Überhitzung endgültig abgeschaltet (Akkustand 22%) während die GoPro Hero 7 Black brav noch etwas über 10 Minuten weiter lief bis der Akku bei 2% war. Also hielt die Gopro Hero 7 Black fast eine gesamte Akku-Kapazität mit konstanter 4K 60p Aufnahme inkl. Stabilisierung durch.

Klarer Punkt für die GoPro Hero 7 Black in Sachen Wärmeabfuhr und Überhitzungsverhalten.

Im zweiten Teil dreht sich dann alles um die Videoqualität der beiden Action Cams. Hier geht es dann mit Zeitlupen-Vergleich, HDR, Stabilisierungsvergleich uvm. weiter ...


  

[5 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
blueplanet    14:00 am 24.5.2019
Danke!! Wer "aufklappen" kann, ist klar im Vorteil ;))
Bruno Peter    13:27 am 24.5.2019
Jens auf YT unter dem Video steht alles dazu... Aufnahme 16:9-2,7K-50p, meist "Linear-Modus"... Die Farbe habe ich erst mit einer selbstdefinierten YUV-Kurve(EDIUS) so eingestellt...weiterlesen
blueplanet    12:52 am 24.5.2019
...danke Bruno. Ja, die Stabi überzeugt in der praxisbezogenen Anwendung. Ich selbst nutze eine H6 und für dieses Ergebnis brauche, nutze ich einen separaten Gimbal. Du hast...weiterlesen
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update am 26.Juni 2019 - 15:02
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