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Test : Tonqualität vs. Preis - 5 Mikros im DSLM-Setup Vergleich (Teil 2, 500 bis 1000 Euro)

von Do, 22.Oktober 2020 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  500,- Euro: Rode NTG5
  Sennheiser MKH 416
  Fazit

Willkommen zu Teil 2 unserer kleinen Mikrofon-Übersicht nach Preisklassen: Weiter geht es mit dem 500,- bis 1.000,- Euro Segment, für das man bereits recht viel Audioqualität für sein Geld bekommt ...



500,- Euro: Rode NTG5



Das Rode NTG5 hatten wir ja bereits hier zusammen mit dem Zoom F6 getestet und konnten ihm ebenfalls ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis attestieren. Für seine 500,- Euro liegt es klanglich bereits recht nahe an unserem Referenz-Mikro Sennheiser MKH-416, von dem es sich vor allem durch die etwas geringere Richtwirkung und die weniger prägnante Höhenbetonung unterscheidet.


Das Rode NTG5 ist als Boom-Mikro konzipiert. Es gehört damit vor allem an eine Angel und benötigt Phantom-Spannung via XLR. Wer das Rode NTG5 trotzdem an einer DSLM betreiben möchte und nicht mit fummeligen Adaptern hantieren will, benötigt bei Sony und Panasonic eine DSLM die mit dem entsprechenden XLR-Blitzschuhadapter zusammenarbeitet oder ein XLR-Kabel von Standard auf Mini-XLR bei der Blackmagic Pocket 4K und 6K sowie ganz aktuell bei der Canon Cinema EOS C70. Phantomspannung ist beim Rode NTG5 auf jeden Fall Pflicht.

Das Rode NTG5 bietet ebenfalls eine Superniere als Richtcharakteristik. Der Frequenzgang liegt bei 80-20.000 Hz und die Empfindlichkeit bei 66 mv/Pa. Den Rauschpegel gibt Rode mit sehr niedrigen 10 dB-A an.


Mit gerade mal 76g bei Abmessungen von 203 x 19 mm darf das Rode NTG5 als ultrakompaktes Richtrohrmikrofon bezeichnet werden. Verantwortlich für das geringe Gewicht dürfte seine Aluminium-Konstruktion sein. Klanglich spielt es unserer Meinung nach bereits in der Oberklasse von Richtrohrmikrofonen mit und ist damit ebenfalls mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis ausgestattet – vor allem auch wenn man das umfangreiche, mitgelieferte Zubehör noch miteinbezieht (Pistolengriff PG2-R mit Rycote-Schwinghalterung, Spezialkabel PG2-R Pro, Schaumstoffwindschutz und Deluxe-Windschutz WS10 sowie Mikrofonklemme RM5 und Transportetui ZP1).

Rode NTG5 Klangeindruck

Das Rode NTG5 überzeugt in diesem Vergleich am XLR-Adapter der Panasonic S1H mit sehr geringem Noise-Level und guter Klangqualität. Out-of-the-Box punktet es mit einer neutral- warmen und minimal bassbetonten Abstimmung. Off-Axis isoliert es etwas weniger stark als das Sennheiser MKH 416, entsprechend ist Beim NTG5 On Axis etwa mehr Raum und weniger Prägnanz beim Sprecher zu hören.

Wer vor allem schnelle Turnovers, ein besonders kompaktes Setup und ein eher einfach zu boomendes Richtmikro mit weniger aggressiver Richtwirkung sucht, erhält mit dem Rode NTG5 ein gutes Mikrofon, das klanglich durchaus mit höheren Preisklassen mithalten kann.

Rode NTG5 + Panasonic S1H (On-Axis):

Rode NTG5 + Panasonic S1H (Off-Axis):



Sennheiser MKH 416


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Einleitung / 500,- Euro: Rode NTG5
Sennheiser MKH 416
Fazit
  

[9 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Rick SSon    23:25 am 25.10.2020
Gerade wenn du alleine arbeitest solltest du nicht am mic sparen. Wie gesagt, das 8060 kannste auch an den miesesten preamp stecken, weil es so empfindlich is und es hat noch eine...weiterlesen
pillepalle    17:01 am 25.10.2020
@ Drushba Da hast'e völlig Recht. Nur kann ich mich z.B. selber nicht ganz davon frei Sprechen an der ein oder anderen Stelle zu sparen. Einfach weil es zu Beginn natürlich an...weiterlesen
rush    16:46 am 25.10.2020
Nur geht es hier eben um Mikros die primär direkt in die Kamera gestöpselt werden sollen über entsprechende Eingänge und Adapter. Und da finde ich muss man eben genau...weiterlesen
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update am 2.Dezember 2020 - 18:02
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