Logo Logo
/// 

Test : Sony PXW-FS7 II Teil 2: Formate, Bildqualität und Fazit

von Fr, 4.August 2017 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 10 Bit statt RAW
 Schärfe und Sensor-Readout



10 Bit statt RAW



Sony ermöglicht bei der FS7 II weiterhin die RAW-Aufzeichnung nur per externem Recorder. Greift man hierfür zum andockbaren AXS-Memory Recorder, so kostet dieser mit 5.500 Euro Netto-Listenpreis schon alleine mehr als eine URSA Mini Pro, die 10 Bit Log und RAW aufzeichnen kann. Klarer Fall: Die FS7 macht eigentlich nur Sinn, wenn man die interne 10 Bit XAVC-Aufzeichnung nutzt. Diese stellt in der besten Qualität in unseren Augen einen guten Kompromiss zwischen Datenrate (480Mbits) und Bildqualität dar. Ein 10 Bit (S)log File bietet schon gehörig Spielraum in der Farbkorrektur. Gegenüber RAW Aufnahmen fällt bei XAVC480 in der Regel vor allem das “komprimierte Rauschen” ins Auge. Allerdings ist dies schon gehobene Pixel Peeping Liga. Gegenüber Uncompressed Raw kommt man ungefähr mit einem sechstel der Datenrate aus, was in Projekten mit hohem Drehverhältnis ein entscheidender Vorteil gegenüber RAW bleibt. Vergleicht man es allerdings mit Compressed RAW-Dialekten und die dazu gehobenen XQD-Speicherpreise so kann sich die Rechnung auch schnell wieder relativieren. Canon RAW Lite der C200 benötigt beispielsweise nur ca. die 1,5fach Datenrate von XAVC480 und kann diese auf die günstigeren CFast Speicherkarten wegschreiben.

Wahrscheinlich könnte die FS7 auch RAW intern aufzeichnen, wenn die Marketingabteilung hierzu grünes Licht geben würde. Die XQD-Spezifikation würde eine 1:1 Sensor RAW-Aufzeichnung in der Kamera jedenfalls hergeben. Und DAS wäre natürlich der Knaller, wenn Sony dies mit Erscheinen der C200 auch überraschend per Firmware nachreichen würde. Jedoch glauben wir Sony so gut zu kennen, dass dies niemals passieren wird.



Schärfe und Sensor-Readout



Schon beim ersten Sicht-Eindruck der Testbilder wird offensichtlich, dass Sony bei der neuen FS7 II in der Bildqualität keine Änderungen vorgenommen hat. Dies bedeutet leider auch, dass die Kamera weiterhin “nur” einen 1:1 Sensor-Readout bietet, der schon der ersten Version für sichtbare Debayering-Artefakte sorgte. Dabei bleibt das Ausleseverhalten des Sensors bis 60p konstant. In den Standard-Profilen kommen dabei schon leichte Zipper und Falschmuster in feinen Details zum Vorschein:



Noch deutlicher treten diese in den CineEI-Einstellungen mit Slog3 zu Tage:



Hier bleiben Kameras wie die Blackmagic URSA 4,6K oder eine GH5 im Vorteil, die durch Oversampling fast keine Artefakte beim Debayering produzieren. Auch die Samsung NX1 oder eine Sony Alpha 6300/6500 schlagen in dieser Disziplin den 1:1 Sensor-Readout der FS7. Es ist zu erwarten, dass Canons C200 hier kaum besser abschneidet, während Panasonics AU-EVA1 wahrscheinlich durch ihr Oversampling besser aussehen wird.

Einleitung / Moderne BT.2020 aber (noch?) kein HDR / Quo Vadis XQD?
1200 und 12 LUX


Sony PXW-FS7im Vergleich mit:

Listenpreis: 9409 €
Markteinführung: Dezember 2014
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: E-Mount

Platz 14 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
Canon EOS C300 Mark III
Listenpreis: 11899 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Kinefinity MAVO LF
Listenpreis: 17850 €
Kleinbild-Vollformat, FX

4 Seiten:
Einleitung / Moderne BT.2020 aber (noch?) kein HDR / Quo Vadis XQD?
10 Bit statt RAW / Schärfe und Sensor-Readout
1200 und 12 LUX
Fazit
  

[noch keine Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   

Artikel zum selben Thema:

Test: Sony PXW-FS7 II Teil 1: Hardware, Bedienung und Kit-Optik SELP18110G Di, 18.Juli 2017

Weitere Artikel:


Test: Dynamic Shootout - ARRI ALEXA Mini LF vs. Sony VENICE 2 mit 8K Di, 2.August 2022
Endlich konnten wir die Frage klären, ob Sony mit der neuen VENICE 2 in der Dynamik an die bislang bei uns unbestätigte Cine-Referenz von ARRIs ALEXA Modellen heranreicht...
Test: ARRI ALEXA Mini LF - Sensor-Qualität, Debayering und Rolling Shutter Mo, 25.Juli 2022
Endlich konnten wir auch einmal eine ARRI ALEXA Mini LF unseren typischen Sensor-Tests unterziehen. Und damit auch einmal klären, wie groß der Unterschied zu aktuellen DSLM- und Cine-Modellen noch ist.
Test: Canon EOS R5 C - Sensortest - Rolling Shutter, Debayering und Dynamik Fr, 13.Mai 2022
Nach längerer Wartezeit hat es schließlich auch mal ein Serienmodell der Canon R5 C in unsere Redaktion geschafft, mit dem wir unsere üblichen Messungen durchführen konnten...
Test: Canon EOS C70: 12 Bit RAW in der Praxis (inkl. Vergleich zu XF-AVC) Mi, 20.April 2022
Mit dem seit kurzem frei verfügbaren Firmwareupdate 1.0.3.1 hebt Canon seine Cinema EOS S35 Entry-Kamera EOS C70 in die Riege der intern RAW-fähigen Kameras. Damit verfügt die Canon EOS C70 nun neben den bereits bekannten Pro-Funktionen wie interne ND-Filter, XLR-Audio und DGO (Dual Gain Output) Sensor jetzt auch über interne RAW-Aufzeichnung – und zwar auf SD-Karten. Wie sich das neue Canon RAW der EOS C70 in der Praxis schlägt haben wir uns hier genauer angeschaut.
Test: Sony Venice 2: Flaggschiff 8K RAW Cine-Kamera in der Praxis - ARRI LF Konkurrenz reloaded ... Fr, 18.März 2022
Test: Sony Venice 2 - 8K-Sensor-Qualität, Debayering und Rolling Shutter Mo, 14.März 2022
Test: Blackmagic URSA Broadcast G2 - Bildqualität, Debayering und Rolling Shutter Mi, 19.Januar 2022
Test: DJI Ronin 4D mit ProRes RAW und 3D LiDAR in der Praxis: Die Robotik-Film-Zukunft? Do, 4.November 2021
Test: Panasonic LUMIX BS1H - Sensorverhalten, Auflösung und Dynamik Fr, 22.Oktober 2021
Test: Panasonics Vollformat BS1H in der Praxis - die aktuell beste Box-Kamera? Mo, 11.Oktober 2021


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:



update am 15.August 2022 - 18:02
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*