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Test : Sony Alpha 6500 - Bewegendes Update?

von Mi, 11.Januar 2017 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Bildstabilisator

Die Sony Alpha darf man getrost als Überraschungscoup von Sony bezeichnen. Überraschend vor allem deswegen, weil Anwender zunächst eine gefühlte Ewigkeit auf die Sony Alpha 6300 gewartet haben, die erstmals einen APS-C-Sensor mitbrachte, der auch 4K-Videos aufzeichnen konnte. Viele dieser Anwender erwarteten eigentlich einen bewegten Sensor wie bei den zweiten Modellen der Alpha 7R/S Serie und griffen dennoch zu. Dass Sony schon 6 Monate später ein weiteres, sehr ähnliches Modell mit bewegtem Sensor auf den Markt wirft, hat dann viele Anwender überrascht. Und sicher nicht viele Alpha 6300 positiv.

Die Sony Alpha 6500



Die meisten Veränderungen gegenüber der Alpha 6300 halten sich Grenzen, was uns jedoch nicht davon abgehalten nochmal genauer hinzusehen. Der nun beweglich gelagerte APS-C Sensor gleicht dem Vorgängermodell stark: Auch hier wurde ein Front End LSI-Modell mit 24 Megapixeln verbaut, das eine gute Lichtausbeute verspricht. Der Autofokus arbeitet wieder auf hohem Niveau und lässt sich durch den Touchscreen bequem steuern. Sogar während man durch den Sucher blickt. Auch der Stabilisator ist im Zusammenspiel mit der Schärfeverfolgung sehr interessant. Wir haben diesen speziellen Funktionen der Kamera deswegen sogar noch einen eigenen Artikel gegönnt.



Bildstabilisator



Bei analogen, adaptierten Objektiven sowie Sony Objektiven ohne „Optical SteadyShot“ (wozu auch die A Mount Objektive zählen) wird ausschließlich die interne Bildstabilisierung genutzt. Schon dies funktioniert erstaunlich gut. Bei E-Mount Objektiven mit integrierter Bildstabilisierung, wie beispielsweise ein testweise genutztes SEL35F18 gleicht der bewegte Sensor nur die horizontalen, vertikalen und kippenden Bewegungen aus und verlässt sich beim Rest auf das Objektiv. Wird der Auslöser halb durchgedrückt, lässt sich der Effekt der Bildstabilisierung auch im Sucher/Display begutachten.

Der Sensor der Sony Alpha 6500 ist jetzt beweglich gelagert



Leider hat die A6500 die mäßige Sucherlupe ihrer Geschwister im Videomodus geerbt. Auch in der höchsten Lupenvorschau lassen sich im Videomodus die feinsten Testlinien unseres Messbildes nicht mehr auf Display auseinanderhalten, was eine korrekte 4K-Schärfe bei manueller Einstellung zum Ratespiel macht. Das optionale Fokus Peaking überlagert dabei die feinen Muster so stark, dass es auf subtile Schärfeverlagerung gar nicht anspringt. Uns wundert, dass dieses Problem in anderen Testberichten selten Erwähnung findet, da es in unseren Augen einen der größten Minuspunkte des Sony-Systems darstellt. Als Workaround kann man bei analogen Optiken in den Fotomodus ausweichen, jedoch unterbricht dies in der Regel den eigenen Arbeitsfluss deutlich.

Aus dem Messlabor


Sony Alpha 6500im Vergleich mit:

Listenpreis: 1699 €
Markteinführung: Dezember 2016
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: E-Mount

Platz 17 DSLR/DSLM Bestenliste
Panasonic DMC-GH4
Listenpreis: 1500 €
Sensorgrößen-Klasse: Micro Four Thirds
Nikon Z6
Listenpreis: 2298 €
Kleinbild-Vollformat, FX

5 Seiten:
Einleitung / Bildstabilisator
Aus dem Messlabor
Low Light
Rolling Shutter und Hitze / Ausstattung und Bedienung / Sonstiges
Fazit
  

[12 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
CameraRick    11:20 am 13.1.2017
Das war mehr ein Schaubild; Du kriegt 420 natürlich nicht "höher", wenn Du es hier und da etwas filters kriegst aber zumindest eine subjektive Verbesserung der Farbinformation...weiterlesen
Roland Schulz    06:39 am 13.1.2017
Hä?! Was meinste damit?! Wie soll das aussehen, wie will man das abbilden, wie soll das gespeichert werden?! Jedes zweite Mal zwei Farbinformationen oder was ;-)?...weiterlesen
CameraRick    23:33 am 12.1.2017
Das ist ja eine ganz andere Frage (420 kann man, im Ernstfall, auch ganz Ok zu 422 (oder eher 4:1,5:1,5) filtern). Ich meinte nur, so vom Prinzip her. Hab ich nie gesehen...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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