Energieversorgung /Akkus

Wir hatten die Scarlet-W mit montiertem V-Lock I/O Expander zum Test, der neben der hauseigenen RED Brick Akkulösung auch gewöhnliche V-Mount Akkus aufnimmt. Aber Achtung! Nicht alle V-Mounts von Drittherstellern passen vom Formfaktor her und auch unter den Passenden sollte man auf die Kommunikationsfähigkeit mit der SCARLET-W achten – doch der Reihe nach:



RED SCARLET-W 5K – neue Oberklasse im Sub 20.000 Euro Cine Segment? : SCARLET POSTERSTUDIO


Wir haben 4 unterschiedliche Akkulinien von zwei Herstellern am V-Lock I/O Expander ausprobiert: Von Bebop den V98 und die V90RM-Cine Variante und von Anton Bauer die neuen Broadcast Digital 150 V-Mount und den Cine 150 GM.



Mit der SCARLET-W (und der RAVEN) kommunizieren nur die Cine-Varianten von beiden Herstellern. Das bedeutet in der Praxis, dass der Batteriestatus im RED Menü in Prozent wiedergegeben wird und die Kamera bei zu geringem Akkusstand die aktuelle Aufnahme automatisch beendet und sicher herunterfährt.



Der breite Brodcast-Akku von Anton Bauer passte vom Formfaktor nicht. Der „gewöhnliche“ Bebop V98 passte, reichte den Batteriestatus allerdings nur in Volt weiter. Wenn man die Volt-Anzeige im RED-Menü nicht konstant im Auge behält, kann es passieren, dass die Kamera bei geringer Akkuspannung während der Aufnahme hart aussteigt. Unsere Empfehlung lautet daher, vorab zu checken, dass die Akkus mit den REDs entsprechend kommunizieren.



Die Würfelform der Cine Anton Bauers passt hierbei vom Formfaktor ziemlich gut zu den RED-Gehäusen und bringt bei schweren Objektiven Gewicht nach hinten (und auch im Gimbalbetrieb mit dem „großen“ Ronin hatten wir keine Probleme mit den Cine Anton Bauers – doch dazu ein anderes Mal mehr).



Zur Orientierung: Der große Anton Bauer 150er Cine Akku hat bei der SCARLET-W im Verbund mit dem großen 7“ Touchdisplay im On/Off Betrieb vor Ort 2h und 25 Minuten durchgehalten.




Tastenbelegung

Die SCARLET-W (und die Raven) bringen zwei frei programmierbare Userbuttons auf der linken Seite des Gehäuses am Medienschacht mit. Zusätzlich stehen an den RED-Displays noch 4 weitere, frei programmierbare Buttons an der Site zur Verfügung wovon zwei Buttons auch als Doppel-Press belegt werden können. Hinzu kommen noch 8 frei belegbare Softkeys die mit einem Touch auf die linke bzw. rechte Seite des Touchscreens aufgerufen werden können. Nutzt man die RED-Displays stehen damit insgesamt 15 programmierbare Buttons zur Verfügung.



RED SCARLET-W 5K – neue Oberklasse im Sub 20.000 Euro Cine Segment? : FUnktionstastenMonitor


Die Programmiermöglichkeiten sind nahezu endlos. Jede nur denkbare Menüfunktion lässt sich auf die Buttons legen. Am besten nutzt man für die Belegung die Suchfunktion im RED-Menü. Tippt man hier beispielsweise über die eingeblendete Tastatur „Focus“ ein, werden alle Menüfunktionen die mit Fokus zu tun haben aufgelistet. Für die Belegung drückt man zuvor den zu belegenden Button und wählt dann die gewünschte Funktion aus. Das ist mit Abstand die beste User-Button Programmierung, die uns bis Dato untergekommen ist. Man merkt den REDs an allen Ecken und Kanten an, dass das System über die Jahre konsequent weiterentwickelt wurde, was uns zum nächsten Punkt bringt:




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