Wir haben mit der neuen Sony FX5 ausschließlich im neu verfügbaren 16 Bit X-OCN Codec frei hand gefilmt:
Zum Einsatz kam neben der Sony FX5 das Sony 24-70mm F2.8 GM II, mit dem wir ausschließlich offenblendig gefilmt haben. Schnitt und Farbkorrektur erfolgten auf dem Redaktions-MacBook Pro M1 Max im Verbund mit dem Apple Studio Display XDR.
Handling und technische Daten
Beim ersten Anblick und in die Hand nehmen meint man eine FX3 in der Hand zu halten (das rückseitige Button und Monitorlayout einmal ausgenommen – hierzu später mehr). Sony hat es geschafft, den FX5 Body sehr nah an das bewährte Konzept der FX3 zu bauen. Kurz zur Erinnerung: Mit der FX3 hat Sony 2021 eine völlig neue Kamerakategorie geschaffen. Die Mischung aus durchdachter Video-Ergonomie mit XLR Handle, hochwertiger 10 Bit S-Log 3 Videoaufnahme, IBIS, zuverlässigem Autofokus und gleichwohl kompaktem wie robustem Pro-Gehäuse entwickelte sich kurz nach ihrer Vorstellung zur Referenz im Solo-Shooter Pro-Segment und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit – ein echtes Arbeitstier, das aus vielen Produktionen kaum mehr wegzudenken ist und entsprechend auch weiter von Sony angeboten wird.
Mit der FX5 stellt Sony der FX3 eine Upgrade-Alternative zur Seite, die eine ganze Reihe von Pro-Funktionen mit sich bringt, von denen sich viele auf der Wunschliste von FX3-Usern wiederfinden dürften:
Fully Stacked 16.6 MP Sensor und internes Sony RAW (X-OCN)
Herzstück der neuen Sony FX5 stellt ein neuer 16.6 MP Fully Stacked Exmor RS CMOS Sensor dar. Hiermit lässt sich erstmalig 3:2 Open Gate im kompakten FX Segment mit 5K (4992x3328) aufnehmen.
Aktuell sind hier mit höchster Qualitätsstufe 5K 16 Bit X-OCN mit bis zu 50p/60p möglich – mit einem bereits angekündigten Firmware-Update werden mit der FX5 dann sogar 120p in 5K X-OCN und bis zu 240p in einer leicht oversampelten 4K Auflösung (3872x2176) möglich sein. Und das alles inklusive AF-Funktion. Die Sony FX5 dürfte damit das Videoformat mit der höchsten Farbtiefe im Segment unterhalb von ausgewachsenen Cine-Cams zur Verfügung stellen – ziemlich beeindruckend. Wir konnten auch schon das 16 Bit X-OCN LT Format der Sony F5 mit einer Prelease-Version von DaVinci Resolve testen - mehr hierzu im eigenen Kapitel weiter unten.

Neu hinzugekommen beim Thema X-OCN ist neben dem bereits von anderen Sony Cine-Kameras bekannten X-OCN LT Flavor nun auch X-OCN C1 sowie X-OCN C2. Auf 4K Cine 24p berechnet, verhalten sich die Bandbreiten wie folgt: Die der Venice bzw der Burano vorbehaltenen X-OCN XT und ST Formate liegen hier bei 965 bzw. 661 Mbps. Das X-OCN LT der Sony FX5 kommt hier auf 389 Mbps, X-OCN C1 auf 289 und X-OCN C2 auf 232 Mbps. Damit liegen die neuen X-OCN C1 und C2 Formate sogar noch unterhalb der Bandbreite von 4K XAVC-I (Class 400 = 384 Mbps). Wichtig ist hierbei der Hinweis, dass es sich auch bei den neu hinzugekommenen C1 und C2 X-OCN- Varianten ebenfalls um 16 Bit Formate handelt.

















