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Test : Double Cropper - Canon EOS R7 Sensorqualität, Debayering und Rolling Shutter

von Do, 1.September 2022 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 4K Debayering

Die Canon EOS R7 klingt für viele Filmer besonders verlockend: Eine 4K-S35-Kamera mit beweglichem Sensor, DualPixel AF, 10 Bit 4:2:2 C-Log 3 Aufzeichnung sowie EF-Mount Kompatibilität durch einen mitgelieferten Adapter klingt für die meisten szenischen Anwendungen perfekt ausgestattet. Für 1.500 Euro muss Canon da doch noch irgendwo Abstriche gemacht haben, oder?

Die Canon EOS R7



Die Canon EOS R7 ist ein gutes Beispiel dafür, warum Debayering-Tests auch im Jahre 2022 immer noch Sinn machen. Denn nach wie vor ist es nicht selbstverständlich, in allen Aufzeichungsmodi die gleiche Bildqualität bereitzustellen. Die EOS R7 ist in dieser Hinsicht sogar ein Extrem, wie wir hier sehen können:



4K Debayering



Wenn man mit der Canon in 4K aufzeichnen will, bietet sie einem gleich drei verschiedene Modi: "4K Fine", "4K" sowie "4K Crop".
Nur der "4K Fine"-Modus nutzt jedes Sensel der gesamten 7K-Sensorbreite und skaliert diese anschließend sauber auf eine 4K-Ausgabe herunter:

Die Canon EOS R7 Readout 7K, Output 4K Fine, Log und korrigiert 24-30p



In "4K Fine" ist das Debayering tadellos und zudem recht cinematisch, weil die feinsten 4K-Details in einer leichten Filterung untergehen und dabei praktisch null Aliasing-Artefakte erzeugt werden.

Wer jedoch mehr als 30 Bilder pro Sekunde mit voller Sensorbreite aufzeichnen will, muss in den "normalen" 4K-Modus wechseln. Hierbei werden jedoch ganz offensichtlich beim Auslesen ganze Zeilen ausgelassen - was die Debayering-Qualität sichtlich reduziert:

Die Canon EOS R7 Readout 7K, Output 4K, Log und korrigiert 24-60p



Die beim Line-Skipping entstehenden Artefakte werden hier deutlich sichtbar, weshalb wir diesen 4K-Modus bei einem Projekt wenn möglich meiden würden.

Wenn man mit 50-60p aufzeichnen will, sollte man daher lieber auf den 4K Crop-Modus zurückgreifen, der über einen 1:1 Sensor-Readout realisiert wird:

Die Canon EOS R7 Readout 1:1 4K, Output 4K, Log und korrigiert 50-60p



In diesem Modus gibt es -typisch für einen 1:1 Readout- weniger Details und leichte Artefakte trotz zusätzlicher Filterung - aber dennoch mehr Details als in den Lineskipping-Modi des normalen 4K-Modus.

Leider gibt es in diesem 4K-Crop Modus keine "kleinen" Frameraten (24-30p), was einem einheitlichen, durchgängigen Look in einem Projekt mit verschiedenen Frameraten entgegensteht.

Crop-Fakt(or)en / Digitale Stabilisation und 4K Debayering


3 Seiten:
Einleitung / 4K Debayering
Crop-Fakt(or)en / Digitale Stabilisation und 4K Debayering
Rolling Shutter / Fazit
  

[18 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
cantsin    18:13 am 2.9.2022
Rolling Shutter liegt am Sensor und dessen internen Auslesezeiten - und ist je höher, desto (a) größer der Sensor, (b) höher die Sensorauflösung und (c) preiswerter/älter...weiterlesen
GaToR-BN    17:55 am 2.9.2022
Canon hat das sicherlich bewusst gemacht. Da wir sehr sicher kein Update kommen... (meine Meinung/Erfahrung mit Canon).
roki100    17:49 am 2.9.2022
Jemand fragt und ich antworte (normale Diskussion und hat auch etwas mit R7 zu tun bzw. ist Thema basierend) und du kommst und meckerst wieder (wie immer). Lass es ,oder hau doch...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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update am 29.September 2022 - 17:54
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