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Test : Canon EOS C500 Mark II - die beste Doku-Kamera? Ergonomie, Stabilisierung, Sensorreadouts und Fazit - Teil 2

von Mo, 18.November 2019 | 5 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Ergonomie / Handling
Monitor
Sensorreadouts
Codecs /Aufnahmeformate
Elektronischer Stabilisator
Module / wechselbare Mounts
Akku
Fazit



Im zweiten Teil unseres Canon C500 MKII Praxis-Tests schauen wir uns vor allem die Ergonomie und das Handling der C500 MKII an - hier gibt es im Vergleich zu anderen Canon EOS C Modellen wichtige Unterschiede. Zusätzlich haben wir uns die elektronische Stabilisierung, diverse Sensorreadouts und den Stromverbrauch der C500 MKII angeschaut. Und schließlich haben wir auch noch ein Fazit zur C500 MKII ...

Canon EOS C500 MKII


Hier geht es zu Teil 1 unseres Canon EOS X500 MKII Praxistests mit den Themen: Hauttöne und Autofokus.

Als visueller Eindruck hier unser recht umfassende Testclip mit der C500 MKII bei dem wir neben Hauttönen im RAW/LUT Workflow auch Stabilisierung, Zeitlupe, unterschiedliche Sensorreadouts und die Dual Pixel Autofokusperformance zeigen:

First Shots: Canon C500 MKII: Skintones, Dual Pixel Autofocus, 12 Bit 6K RAW ...





Ergonomie / Handling



Was auf den ersten Blick bei der Canon EOS C500 MKII auffällt, ist wie kompakt und vergleichsweise leicht das Gehäuse der C500 MKII (beim gebotenen Funktionsumfang) ausgefallen ist. Mit Abmessungen von 153x148x168mm (BxHxT) und einem Gewicht von gerade einmal 1.770 g ist die Vollformat C500 MKII sogar nochmal etwas kompakter als die S35 Canon C300 MKII (149x 183x183 mm) bei gleichem Gewicht von 1.770g (- und auch die Konkurrenz wie etwas Sony FX9 baut schwerer und größer). Verantwortlich für den trotz Vollformat-Sensor kompakten Formfaktor der C500MKII sehen wir mehrere Faktoren:
§Canon EOSC500MKII_miller§
Zum einen spart Canon Platz durch die Implementierung des neuen CFexpress Card Standards in einer (willkommenen) Dualen Slots-Variante (statt CFast). Zum anderen hat Canon einige Interfaces wie Genlock auf externe Kameramodule (Canon EU-V1 und V2 Expansion Unit) verlegt (- Timecode ist immer noch defaultmässig am Gehäuse der C500 MKII verfügbar). Und schließlich kommt die C500 MKII in der Standardausführung ohne Sucher aber mit externem 4,3“ Monitor daher.

All diese Maßnahmen ermöglichen einerseits die Canon C500 MKII recht kompakt und leicht zu bauen und andererseits modulare Ausbauoptionen anzubieten, die sich neben diversen IN/Out und Sucher-Optionen bei der C500 MKII beachtlicher Weise auch auf den Objektiv-Mount erstrecken. Letzterer lässt sich vom User selbst via 4 Inbusschrauben einfach von EF auf PL umbauen.

Wir finden das modulare Konzept der C500 MKII tatsächlich ziemlich gelungen weil es der Canon ein sehr breites Einsatzgebiet ermöglicht, dass bei Konkurrenten teilweise fehlt. Somit lässt sich die Canon EOS C500 MKII in der Minimalvariante ohne Sucher problemlos auf Gimbal montieren, für Run&Gun Dokus kompakt handgeführt bedienen oder für anspruchsvollere Setups bis hin zum Cine-Ausbau auf die Schulter/Stativ bringen. Mit dem modularen Konzept bedient Canon in unseren Augen ziemlich optimal vor allem jene User/Owner Gruppe, in der die EOS C300 traditionell stark vertreten war: „Owner Operated Documentary Camera“.

Für eine praxisrelevante Einordnung hier auch ein Paar drehfertig gewogene C500 MKII Setups: Mit der von uns sehr geschätzten Canon AF Optik CANON EF 35mm f/2 IS USM, dem Tophandle, Monitor und dem kleinen Canon Akku BPA-30 kommen wir auf drehfertige 3321g - mit dem größeren Canon BPA-60 Akku (90 Wh) auf 3517g (wir empfehlen den 90 Wh Akku – dazu weiter unten mehr). Für ein minimales Gimbal-Setup ohne Monitor und Seitengriff und mit kleinem Akku kommen wir auf 2.280 g.

Mit der C500 MKII ist Canon in unseren Augen tatsächlich ein großer Wurf gelungen - insbesondere für Doku-Filmer aber auch für andere. Hierzu zählen beim Handling eine ganze Reihe weiterer Verbesserungen gegenüber anderen Canon EOS C Modellen:

Gelungenes Lüfter-Layput


Wer mit der Canon EOS C200 vertraut ist und diese mal auf ein Schulterrig montiert hat, wird mit dem Lüfterauslass auf der linken Seite vertraut sein. Dieser befindet sich im Schulterbetrieb in etwas auf Höhe des Ohrs des Operators was wir nicht wirklich optimal gelöst finden. Schön zu sehen, dass Canon bei der C500 MKII nicht dem Lüfterdesign der C200 gefolgt ist, sondern den Auslass auf die rechte Seite bzw. nach hinten verlegt hat.

Der Lüfter der C500 MKII ist zu hören und bewegt sich von der Lautstärke her deutlich leiser als bei der Canon EOS C200 (allerdings auch klar lauter als bps. bei der Panasonic S1H). Für besonders leise Umgebungen würden wir auf jeden Fall empfehlen, bei Mikros am Gehäuse zuvor Probeaufnahmen zu machen. Wechselt bei den Probeaufnahmen am besten auch mal die NDs durch - den motorisierten Wechselbetrieb der internen NDs empfanden wir als eher geräuschvoll.

Wir haben probehalber die Canon C500 MKII kurz mal auf Schulterbetrieb mit der Vocas Universal Shoulder Baseplate (USBP-15 MKII) inkl. des von uns sehr geschätzten Teleskopic Handle von Shape und dem Chrosziel DV StudioRig FollowFocus umgebaut und eine Zeiss CP 25mm T2.1 Optik montiert.

Für den optimalen Schulterbetrieb der C500 MKII braucht es wie bei anderen Cinema EOS Modellen Zubehör


Für den optimalen Schulterbetrieb würden wir allerdings in einen sogenannten Grip-Relocator (oder den von der C700 bekannten SG-1 Griff) investieren und auf ein Sucher-Setup oder einen weiter vorne angebrachten Monitor setzen. Hierfür bieten sich mehrere Optionen an:

Canon selbst bietet den High-End OLED EVF-V70 Sucher der C700 auch für die C500 MKII an sowie den speziell für die C500 MKII entwickelten OLED EVF-V50 Sucher. Letzterer funktioniert jedoch weniger im Schulterbetrieb. Als zusätzliche Alternative kommen hier Sucher von Fremdherstellern in Frage, die man relativ einfach via Magic Arm an die C500 MKII montiert bekommt. Darüber hinaus empfehlen wir für den Schulterbetrieb mehr Gewicht nach hinten zu verlagern. Hier bieten sich vor allem V-Mount Akku-Setups an, die sich entweder via Canons EU-V2 Erweiterungsmodul realisieren lassen (was dann u.a. auch gleich DC-Out und D-Tap mitbringt) oder via V-Mount Lösungen von Drittherstellern.


Und apropos Sucher-Montage via Magic Arm: Was uns ebenfalls bei der Canon C500 MKII gut gefallen hat, sind die auf der Kamera-Oberseite erstmalig angebrachten sechs (!) ¼ Zoll Gewinde, an denen sich diverses Zubehör anbringen lässt. Damit entfällt die Notwendigkeit für einen zusätzlichen Top-Cage an der C500 MKII. Schön zu sehen, wie Canon hier mitgedacht hat. Gewinde für Zubehör kann man unserer Meinung nach nie genug haben...

Ebenfalls gut bestückt ist die Canon EOS C500MKII in Sachen User-Buttons. Insgesamt lassen sich bis zu 18 (!) Schalter mit Funktionen individuell belegen. Einziges Manko hier für uns: Beim Handgriff hätten wir gerne noch mehr Funktionsbuttons gesehen. Allerdings ist dies auch von der Nutzung abhängig. Wer die C500 MKII vor allem als Handkamera einsetzt, kommt auch mit den Schaltern auf der linken Kameraseite gut klar. Wer die C500 MKII auf die Schulter bringen möchte, würde sich über mehr Funktionsschalter am Handgriff freuen. Hier gilt es abzuwägen, wie man vor allem arbeitet.

Und apropos Buttons: Alle Userbuttons sind optional bei der C500 MKII beleuchtet - ebenfalls ein sehr brauchbares Feature, das bereits bei der C300 MKII von Canon verbaut wurde.

Mit der Canon C200 haben wir die Startzeit der neuen C500 MKII verglichen und auch hier hat sich viel getan. Während die C200 ca. 10 Sekunden bis zur Aufnahmebereitschaft benötigt, „sprintet“ die C500 MKII in 4 Sekunden vom Einschalten zur Aufnahme. Ein guter Wert.



Monitor



Auch beim mit der C500 MKII mitgelieferte Monitor gibt es Neuerungen wenn man ihn mit dem Monitor der C200 vergleicht. So ist das C500 MKII Display mit seiner 4.3“ Diagonale etwas grösser als das 4“ C200 Display. Wer das kompaktere Display der C200 vorzieht, kann auch dieses an der C500 MKII betreiben.


Bei direktem Sonnenlicht hatten wir Probleme das Display korrekt abzulesen. Hier empfehlen wir einen Sunshade oder doch den Sucher. Persönlich tendieren wir hier klar zu Sucher-Setups.

Als vorbildlich gelöst empfinden wir die diversen, optionalen Status-Overlay Funktionen der C500 MKII die sich via Display Button am Monitor durchwechseln lassen. Hier finden sich Setups mit vielen als Overlays über das Bild gelegte Infos aber auch Monitorfunktionen mit Infos an der Seite und freiem Bild (was wir auf jeden Fall vorziehen).

Im Sucher/Monitorbild der C500 MKII lässt sich auch ein Waveformmonitor einblenden. Dieser könnte für unseren Geschmack etwas grösser sein und mehr Bildpositionen bieten. Dafür lassen sich diverse Grafikmodi hier wählen - ziemlich cool fanden wir hier die „Line+Spot“ Funktion, mit der sich punktgenaue Messungen ablesen lassen.


Und schließlich ist uns beim Vergleich zur C200 noch aufgefallen, dass die Canon-typische Quer-Halterung von Monitor auf der einen Seite und Mikrofonschelle auf der anderen Seite bei der C500 MKII deutlich fester sitzt, was am veränderten Schraubendesign liegen könnte - für viele EOS C User sicherlich ein willkommener Punkt ...



Sensorreadouts



Die Qualität der einzelnen Sensor-Readouts hatten wir ja bereits bei unseren Testlaborartikel zur Canon C500MKII als sehr gut eingestuft. Vor allem in 6K und dem intern auf 4K skalierten Sensorreadouts gibt es wenig zu beanstanden.

Full SensorReadout 6K>4K intern, Scope Crop


Bei unserem Praxistest bestätigt sich dieser Eindruck. Bemerkenswert fanden wir bei der C500 MKII, wie gut sich die unterschiedlichen Formate mischen lassen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und selbst der 1:1 Crop in S35 bietet zumindest bei unserem kurzen Praxistest für uns noch eine recht ordentliche Qualität.



Codecs /Aufnahmeformate



Die Canon C500 MKII verfügt über 2 CFexpress Cardslots sowie einen SD-Cardslot. Auf SD-Karten lassen sich Proxies, Fotos, PictureProfiles (CPs) und Firmwares speichern/bzw. Übertragen. Auf die CFexpress Karten zeichnet die C500 MKII entweder Cinema RAW Light (CRM) oder XF-AVC (MXF) auf.


Vergleicht man die CFexpress Preise mit den Speicherpreisen der direkten Konkurrenz, schneidet CFexpress gar nicht mal schlecht ab. Wir hatten bei unserem C500 MKII Praxistest eine SanDisk Extreme Pro 512 GB Karte im Einsatz. Die Straßenpreise beginnen hier bei ca. 550,- Euro. Bei Sony XQD beginnen die Preise für 240 GB bei ca. 420,- Euro - das ist fast doppelt so teuer (dafür liegt Sony 4K 10 Bit 50p in XAVC-I bei 500 Mbit/s und das Canon XF-AVC-Pendant bei 810 Mbit/s. ) Zusammengerechnet bleibt da auf jeden Fall ein Vorteil von Canon auf dem Papier zumal die 512 GB CFexpress Karte aktuell verfügbar ist und wir bei XQD in einer kurzen Recherche aktuell nur max. 240 GB gefunden haben (– hier bleibt abzuwarten, ob Sony auch CFexpress bei der FX9 unterstützen wird …)

Die Aufnahmezeiten des Videomaterials der Canon C500 MKII stellen sich bei der von uns genutzten 512GB CFexpress Karte aktuell wie folgt dar:


- 6K Cinema Raw Light (5.952 x 3.140) in entweder 10 Bit 50p oder 12 Bit 24p = 30 Minuten
- 4KCine in Cinema Raw Light (4.096x2160) in entweder 10 Bit 50p oder 12 Bit 25p = 65 Minuten
- 2K in Cinema Raw Light (2.048 x 1.080) in entweder 10 Bit 50p oder 12 Bit 25p = 270 Minuten
- 4KCine in XF-AVC (4.096x2160) in 50p 10 Bit = 80 Minuten
- 4KCine in XF-AVC (4.096x2160) in 25p 10 Bit = 165 Minuten
- 2K in XF-AVC (2.048 x 1.080) in 50p 10 Bit = 215 Minuten
- 2K in XF-AVC (2.048 x 1.080) in 25p 10 Bit = 425 Minuten

Und hier noch ein paar Notizen in Sachen Codecverhalten auf der 4K Timeline: Das 6K Cinema Raw Light Material hat unsere 15“ MacBook Pro 2016 (2,7 GHz Intel Core i7) in Resolve 16 erwartungsgemäß nicht mehr in voller Auflösung wiedergeben können. Wie bei anderen Compressed Raw-Formaten oberhalb von 4K hilft hier die Bearbeitung mit halber Auflösung (via Proxy-Mode) schnell und effektiv (- zumal man hier so gut wie keine Unterschiede in der Preview wahrnehmen kann).

In Echtzeit und in Originalauflösung konnten wir Canons Cinema Raw Light Codec in 12 Bit in 4K Cine Auflösung (24p) sowie auch als MXF abspielen.



Elektronischer Stabilisator



An Stelle eines stabilisierten Sensors bietet die C500MKII eine elektronische Bildstabilisierung (Electronic IS) die lt. Canon auch eine 5-achsige Kompensation bei Kamerawacklern bieten soll. Zudem spielt das Electronic IS-System mit optisch stabilisierten Canon-Objektiven zusammen.

Entsprechend haben wir die Stabilisierungsleistung der C500 MKII im Verbund mit einer stabilisierten Canon Optiken (24-105/f4 und 35mm f2) getestet.


Die kombinierte Stabilisierungsleistung bewegt sich auf hohem Niveau. Zwar fällt hierbei der optischen Objektivstabilisierung unserer Meinung nach die Hauptperformance zu, aber die elektronische IS steuert auf jeden Fall ihren Teil bei. Noch effektiver wäre eine echte Sensorstabilisierung im Verbund mit der optischen – nichstdestotrotz stellt die Canon C500 MKII damit die derzeit beste stabilsierte Cinema EOS Kamera dar: Für uns ein wichtiger, weiterer Punkt, der die Canon EOS C500 MKII nochmal weiter in Richtung sehr gute Run&Gun Handkamera schiebt.



Module / wechselbare Mounts



Canon bietet mit der C500 MKII eine bislang in der EOS Serie nicht gekannte Modularität an. Diese umfasst zwei Kameras-“Backs“, einen vom Operator leicht selbst zu wechselnden Objektivmount von (Standard) EF auf (optional) PL oder auf (optional) EF Cinema Lock Bajonett
sowie diverse OLED-EVFs.


Mit dem modularen Konzept richtet sich Canon vor allem an all diejenigen, die auch eine möglichst kompakte Gimbal- oder Drohnen Kamera benötigen. Die Auswahl der zusätzlichen Funktionen auf die entsprechenden Module macht in unseren Augen durchaus Sinn - nicht jeder benötigt Genlock wenn Timecode bereits an der Kamera verfügbar ist. Allerdings hätten wir uns über eine schlanke (und kostengünstige) Audio-Only Option gefreut - so muss man in das größere EU-V2 Moudl (1.699, Euro) investieren, wenn man 4-Kanal Audio benötigt. Aber wie dem aus sei:

Wer also lediglich GENLOCK/SYNC OUT, REMOTE B (RS-422) und LAN benötigt wird mit der „Erweiterungseinheit“ 1 EU-V1 (548,- Euro) bedient.

EU-V1 Expansion Unit 1


Mit der erwähnten EU-V2 Expansion Unit 2 erhält man dann zusätzlich zu den EU-V1-Funktionen auch noch 2 x XLR-Schnittstelle (¾), V-Mount Akkuplatte (mit D-TAP), 12-poliger Objektivanschluss sowie DC OUT 24V-2A.

Die beiden Canon EVFs (EVF-V50 und V70) für die C500 MKII hatten wir bereits oben erwähnt.



Akku



Wir hatten bei unseren Testaufnahmen mit der Canon EOS C500 MKII sowohl den kleinen BP A30 als auch den großen BP A60 in Einsatz. Letzterer wird auch mit der C500 MKII mitgeliefert und macht auch als hochkompakter 90 Wh Akku viel Sinn an der Kamera.

Bei uns hat der Akku im intensiven On/Off Betrieb ca. 2 Stunden gehalten. Wer über einen ganzen Drehtag kommen muss, sollte mehrere davon dabei haben.

Wenn es weniger kompakt sein darf, würden wir ein V-Mount Setup empfehlen - entweder schön integriert (aber kostspieliger via EU-V2 Expansion Unit) oder selbstgebastelt via V-Mount-Platte.

Allerdings können wir uns hier gut vorstellen, dass Hersteller wie IDX, Bebob etc. auch in absehbarer Zeit integrierte V-Mount Lösungen für die C500 MKII zur Verfügung stellen.



Fazit



Mit der Canon EOS C500 MKII ist Canon ein großer Wurf gelungen. Zwar stehen noch DR-Tests bei uns aus, aber in der ersten Praxis konnte die neue Canon mehr als überzeugen. Für die C500 MKII sprechen ihre Interne 6K RAW-Aufzeichnung im Fullsensor Readout mit max. 50/60 fps, ihre sehr gute Autofokusperformance Dank Dual Pixel AF, der kompakte Formfaktor bei geringem Gewicht, die sehr gute Hauttonreproduktion und eine bislang hier nicht gekannte Modularität.

Hohe Performance in einem kompakten Formfaktor hatte allerdings schon immer auch seinen Preis. Mit ca. 15.500 Euro (exkl. MwSt.) bewegt sich die Canon EOS C500 MKII am oberen Limit eines Segments, in dem es mit Sony FX9 auch neue starke Konkurrenz gibt, die sich allerdings in Formfaktor und Aufnahmeformaten deutlich unterscheidet.

Wer hochqualitatives internes 6K RAW-Recording, den kompakten Formfaktor oder die Modularität der Canon EOS C500 MKII für sich zu nutzen weiss, dürfte derzeit kaum eine performantere Kamera auf dem Markt finden, mit der sich so ziemlich alles von hochwertiger Doku bis hin zu Musikvideo, Werbung uvm. bewältigen lässt.


  

[57 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Drushba    11:14 am 22.11.2019
Ne, bin Diplomfilmer, dadurch darf ich auch mit kleinen Kameras filmen, ohne dass mein sozialer Stand in Frage gestellt wird). Ausser auf Slashcam natürlich.) Und die FS5 II...weiterlesen
Jörg    11:12 am 22.11.2019
und was für welche.....
Jott    10:59 am 22.11.2019
Man konnte damit einen Dok-Film drehen? Ohne 4K? Mit Gurkenoptik? Ui! :-) https://www.slashcam.de/artikel/Test/Pa ... MC151.html Ich frage mich wirklich, was bei echter oder...weiterlesen
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