Test Atomos Shogun mit Panasonic GH4

Atomos Shogun mit Panasonic GH4

Wir wollen unsere Erfahrungen mit dem Atomos Shogun und diversen Kameras in einzelnen Kurzartikeln zusammenfassen. Den Anfang macht nun einmal die Panasonic GH4.

Nachdem sich die Firmware und damit der Funktionsumfang beider Geräte ja erfahrungsgemäß schnell ändern können, hier einmal die Firmware-Versionsnummern, die als Basis dieses Erfahrungsberichtes gedient haben: Die GH4 hatte die Firmware 2.1 aufgespielt, der Shogun lief mit der Firmware 6.11.



Die UHD (3840 x 2160) Ausgabe über HDMI kann mit folgenden Frequenzen erfolgen: 2160p23.98, 2160p24, 2160p25sowie 2160p29.97. Cinema-4K mit 4096 Horizontalpixeln funktioniert dagegen noch nicht mit dem Shogun.



Der auffälligste Vorteil von 10 Bit gegenüber 8 Bit wiegt auf dem Papier mehr, als in den meisten praktischen Anwendungsgebieten. Posterisation-Effekte, die einen sichtbaren Unterschied zeigen, muss man schon mit viel Mühe bewusst erzwingen. Wer dagegen noch mit einer nachträglichen Farbkorrektur stark an das Material herangehen will, wird die erweiterte


Farbtiefe dagegen durchaus schätzen. Denn hiermit lassen sich maskierte Bildbereiche bis zu 2 Blendenstufen anheben, ohne dass dadurch Löcher im 8 Bit Master-Histogramm entstehen.



Die einstellbaren Luminanz Level (0/16..235/255), der frei einstellbare Master Pedestrial Level sowie die internen GH4 Gradations-Kurven werden korrekt via HDMI übertragen und sind auch auf dem Waveform-Monitor des Shogun klar erkennbar. Allerdings unterstützt der Shogun (noch?) keine Cinelike-Bildprofil-LUT Vorschau. Nur Canons C-Log sowie Rec709 sind aktuell implementiert. Atomos selbst hat allerdings schon angekündigt Panasonics V-Log zu unterstützen und letzteres erwartet man in einem weiteren Firmware-Update von Panasonic. Allerdings sollte man sich auf solche Gerüchte nicht blind verlassen. Eigene 3D-LUTs sind dagegen schon mit dem nächsten Firmware-Update des Shogun fest versprochen.



Spannend fänden wir die Option, intern noch ein 8 Bit-Backup mitlaufen zu lassen, jedoch erlaubt Panasonic bei der GH4 keine interne 4K-Aufzeichnung, wenn extern 4K in 10 Bit ausgegeben werden. Dies gelingt nur, wenn auch die externe Ausgabe mit 8 Bit erfolgt. Immerhin muss man allerdings sagen, denn bei Sonys A7s oder Samsungs NX1 funktioniert aktuell überhaupt keine interne Aufnahme, wenn extern 4K abgegriffen werden.



[UPDATE:]Das Aufnahme-Auslösen mit der GH4 funktioniert, wenn man die Option "HDMI Time Code Output" auf ON stellt.



Dinge wie die brillante Akkulaufzeit der Kamera oder Aufnahmen, welche durch die kompakten Ausmaße der GH4 und deren kleine Objektive erst möglich werden, stehen einer Kombination mit dem Shogun entgegen. Wer allerdings sowieso einen externen 8 Bit-Backup-Recorder und einen hochauflösenden Vorschaumonitor für die GH4 sucht, kommt mit den Shogun schon jetzt auf seine Kosten.


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