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Test : AMD Radeon VII - der DaVinci Resolve Afterburner

von Mi, 12.Juni 2019 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Premiere Pro CC 2019
  Blackmagic DaVinci Resolve 16 (Beta 4)
  Warten auf den Resolve Cache?
  H.264
  H.265-Decoding
  Stromverbrauch und Lautstärke
  Fazit



Warten auf den Resolve Cache?


Doch die Performance ist nicht alles. Gegenüber Nvidia fiel uns besonders ein ungewöhnliches Caching Verhalten negativ auf. Nach dem Start eines Projektes oder auch nach dem erstmaligen Wechsel in einen neuen "Raum" dauert es gegenüber Nvidia deutlich länger, bis alle Thumbnails erzeugt wurden. So dauert es teilweise zwischen 5 und 20 Sekunden bis sich die Arbeit auf der Oberfläche wieder richtig rund anfühlt und alle Vorschaubilder gecached sind. Dieses Verhalten hatten wir mit älteren Versionen von Resolve im Zusammenspiel mit AMD-Karten bereits früher schon einmal beobachtet, jedoch war dieses Phänomen irgendwann im Laufe der stabilen Version 15 verschwunden gewesen. Nun tritt es in allen bisher erschienen Beta 16 -Versionen wieder zu Tage. Dazu ist jedoch auch zu sagen, dass die ersten Betas unter AMDs Vega Karten bei uns noch grundsätzlich deutlich unrunder liefen als unter Nvidia-Modellen. Bis auf dieses Verhalten war die Unterstützung und die Stabilität der Radeon VII in der nun aktuellen Beta 4(032) jedoch tadellos.

Das sollte eigentlich auch selbstverständlich sein. Schließlich optimiert Blackmagic die Apple Version von Resolve sowieso in erster Linie auf die Chips von AMD. Außerdem sprechen sich AMD Karten in letzter Zeit auf der PC-Plattform immer mehr als Preis-Leistungs-Tipp für Resolve Nutzer herum, weshalb Blackmagic hier in Zukunft sicherlich nicht über solche Verzögerungen im Workflow "mangels Nutzer-Interesse" hinwegsehen kann. Bis auf die kleine Wartezeit zum Start oder beim Raumwechsel laufen die AMD-Karten aktuell bei uns genau so stabil, wie die Nvidia-Modelle.



H.264/H.265-Decoding


Neu in der Beta-Version 16 von Resolve war ja auch die Unterstützung des GPU-Decodings mit AMD-Grafikkarten. Bis vor ein paar Wochen sah es damit allerdings recht trüb aus. Erst mit der dritten Beta konnten wir die Beschleunigung erstmals nachvollziehen, allerdings teilweise mit derart grausigen Artefakten, dass wir unsere Erwartungshaltung für die Radeon VII gleich mal auf Null gesetzt hatten. Doch komplett zu unrecht. Mit der vierten Beta flutschte das Decoding von unseren 4K-H.264/H.265-Testfiles auf der TimelineTimeline im Glossar erklärt fast ebensogut wie mit Nvidia. Dabei ist das Scrubbing nach wie vor nicht so flauschig wie mit Intraframe-Codecs oder RAW-Files, funktioniert jedoch mit beiden GPU-Herstellern auf deutlich höherem Niveau als beim Einsatz unseres 14 Core Xeons. Nebenbei erwähnt: Sogar die Vega-Karten der ersten Generation können nun sauber decodieren und haben ihre ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt mit der vierten Beta glücklicherweise verloren…



Stromverbrauch und Lautstärke


Die AMD Vega-GPUs sind weniger auf das Gaming sondern viel mehr auf den Einsatz als Rechenbeschleuniger ausgelegt, was mit mehr Schaltkreisen auf der Chipfläche einhergeht. Diese brauchen in der Folge auch deutlich mehr Strom, als eine "vereinfachte" Gaming-GPU. Deshalb fällt trotz halbierter Fertigungsstrukturen auch der Stromverbrauch mit 295W kaum niedriger aus als bei den alten Vega-Modellen. Die Radeon VII benötigt deswegen zwei zusätzliche 8 Pin Stromstecker und ein leistungsstarkes Netzteil.
Dazu gibt es nur ein Karten-Referenzdesign auf dem Markt, das aktuell von sieben Partnern vertrieben wird. Wenn man sich eine Radeon VII kauft, bekommt man also immer die gleiche Karte, nur mit unterschiedlichen Hersteller-Aufklebern.

Die Radeon VII gibt es nur in einer Referenz-Ausführung


Die Karte selbst kommt mit drei Lüftern, die unter Last schnell entsprechend laut zu Werke gehen. Die rund 300W maximale Leistung lassen sich auf Wunsch jedoch mit viel Handarbeit im Treiber zähmen. Dafür muss man jedoch die Karte underclocken und dann die Timings und Lüfterdrehzahlen von Hand anpassen. Wer dann noch etwa 10-15 Prozent Performance Verlust in Kauf nimmt kann die Karte mit den richtigen Einstellungen sogar bemerkenswert leise betreiben. Aber solche Tüfteleien sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Richtig leise Hochleistungs-GPUs sind sowieso eine Seltenheit und ein anderes Thema. Ähnliches gilt auch für das unter einigen Effekte deutlich vernehmbare Spulenrasseln, dass ebenfalls jede Karte, die in den letzten Jahren in unserem Testrechner steckte von sich gab. Egal ob AMD oder Nvidia.

Blackmagic DaVinci Resolve 16 (Beta 4)
Fazit


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[19 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Frank Glencairn    16:40 am 18.6.2019
Ahh okay, danke für's nochmal probieren.
rudi    14:05 am 18.6.2019
Also habs nochmal probiert. Keine Besserung weder mit noch ohne HBCC. Ach ja, und BRAW-Decoding läuft ohne Abstürze auf der GPU.
rudi    08:41 am 17.6.2019
Hatte ich an und ausgeschaltet und hat bei mir nichts gebracht. Aber ich probier es nochmal, wenn die Nvidia durch ist...
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