Beispielkonfigurationen
Wer sich einen Desktop PC zusammenstellen will, sollte grundsätzlich mindestens 200 Euro zusätzlich für Gehäuse, Netzteil und System SSD ansetzen und das Mainboard- und Prozessor-Gespann sollte unbedingt DDR5 unterstützen. Der konkrete Prozessortyp ist dagegen aktuell in unseren Augen mittlerweile fast nebensächlich, da die meisten relevanten Berechnungen auf der GPU stattfinden.
Für zwei Beispielkonfigurationen ohne GPU kommt man aktuell auf folgende, minimalen Plattform-Kosten von ca. 730-760 Euro (Stand April 2025):
Intel:
Intel Core Ultra 5 225F (130 Euro), 1851er Mainboard mit PCIe5 (100 Euro), 32 GB DDR5 RAM (300 Euro), Rest für Desktop: Gehäuse, Netzteil, kleine SSD 200 Euro.
AMD:
AMD Ryzen 5 9600X, 6C/12T (160 Euro), AM5 Mainboard PCIe5 (100 Euro), 32 GB DDR5 RAM (300 Euro), Rest für Desktop: Gehäuse, Netzteil, kleine SSD etc. 200 Euro.
Dabei wird schnell eines deutlich: Wer sich beim Preis seines Systems am kleinsten Mac Mini orientiert, hat bei aktuellen PC-Konfigurationen kaum noch Budget für eine ordentliche Grafikkarte. Es gibt also in diesem Preisbereich schlichtweg keine wirklich sinnvolle Kombination für die Videobearbeitung auf einer modernen PC-Plattform. Wählt man dagegen die günstigste, einigermaßen vernünftige Karte der aktuellen Nvidia Generation (RTX 5070 mit 12 GB/192bit für ca. 580 Euro), so landet man unter Resolve bei Compute Bound Effekten schon mindestens auf Augenhöhe mit einem Apple M4 Max. Und das bei einem Gesamtbudget unter 1.400 Euro. Noch besser steht diesem Basis-Systemen jedoch sicherlich eine RTX 5070 Ti (mit 16 GB/256 Bit, aktuell ab ca. 900 Euro). Diese berechnet GPU-Effekte nochmal signifikant schneller, hat größeres und schnelleres VRAM und stellt in unseren Augen aktuell das interessanteste Preis-Leistungs Verhältnis aller Nvidia GPUs dar. Will man zugleich auch noch die CPU etwas päppeln, durchbricht man allerdings schon bald die 2.000 Euro Preis-Mauer. Immerhin für ein System, das sich auch weiterhin gut aufrüsten lässt und das gegenüber der "neuen" Apple-Preisgestaltung wieder attraktiv wirkt.
Wer bei der GPU auf AMD oder Intel setzen will, kann gegenüber Nvidia eventuell auf dem Papier bei der vergleichbarer Rechenleistung etwas sparen, hatte jedoch in der Vergangenheit dann gelegentlich unter Resolve mit kleinen Hängern zu leben und bekommt zudem keine CUDA-Beschleunigung für KI-Effekte. Auch die nun vorhandene 10 Bit 4:2:2 Codec Unterstützung bei Nvidia dürfte vielen Anwendern den Aufpreis wert sein.

Die aktuell mächtigste GPU (RTX 5090) kostet wie erwähnt mittlerweile ca. 4.000 Euro, weshalb sich ein extrem gut ausgestattetes PC-System im Budgetrahmen von 6.000 Euro realisieren ließe. Ohne dedizierte Workstation-Komponenten gibt es für Resolve und Co. dann kaum schnellere Optionen.
















