Ratgeber  Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh?

Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh?

Wir nähern uns mit großen Schritten dem Launch der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K - höchste Zeit, sich über innovative neue Funktionen der Pocket 4K sowie Zubehör Gedanken zu machen: Wie verändert die neue Pocket das Handling beim Dreh und welches Zubehör macht für szenisches Drehen, Run&Gun u.a. Sinn?

// 13:08 Mo, 23. Jul 2018von

­Wir nähern uns mit großen Schritten dem Launch der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K - höchste Zeit, sich über innovative neue Funktionen der Pocket 4K sowie Zubehör Gedanken zu machen: Wie verändert die neue Pocket das Handling beim Dreh und welches Zubehör macht für szenisches Drehen, Run&Gun u.a. Sinn?



 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : Blackmagic Pocket Cinema4K poster




Einsatzgebiete und Funktionen

Max 12 Bit 4K interne RAW Aufzeichnung aber auch div. ProRes Flavors bei einem gleichzeitig hochkompakten Formfaktor: Die Blackmagic Pocket Cinema 4K Camera wird sich für eine ganze Reihe von Szenarios nutzen lassen: Für szenisches Arbeiten ebenso wie für Reportage / Reise oder Run&Gun (lassen wir kurz einmal den fehlenden Video-AF und H.264/H.265 Komprimierung außen vor). Entsprechend findet sich auch die gesamte Bandbreite an möglichen Einsatzgebieten auf den Blackmagic Seiten in Szene gesetzt: Independent Film, Doku, Hochzeit, Reise-Blog, Industriefilm etc.



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Je nach Anwendung macht hierbei die Blackmagic Pocket Cinema 4K entweder möglichst minimal oder maximal ausgebaut/aufgeriggt Sinn – inkl. aller möglichen Zwischenvarianten. Interessant wird die Fragestellung nach dem jeweiligen Einsatz vor allem deshalb, weil die Pocket Cinema 4K eine ganze Reihe von Funktionen mitbringt, die direkten Einfluß auf das jeweilige Setup haben. Hierzu zählen vor allem:



- der vergleichsweise große, nicht klappbare 5“ Monitor,


- der Mini-XLR Eingang inkl. Phantomspeisung


- die stromführende USB-C Schnittstelle


- die externe SSD-Aufzeichnung via USB-C


- der arretierbare Stromanschluß (Lemo-2-Pin-ähnlich)


- der aktive MFT Mount


- der Extended Videomode


- Bluetooth Remote Bedienung


- frontal sichtbares Tally-Licht


- Dual Native ISO Sensor


- Montagemöglichkeiten am Gehäuse (2 Gewinde)



Im Folgenden unsere Überlegungen zu den wichtigsten Funktionen und ihrem Einsatz sowie möglichen, sinnvollen Ergänzungen. Hierbei liegt unser Fokus eher auf neuen, weniger bekannten Funktionen wie hier gelistet als auf bereits etablierten (wie bsp. RAW-Recording, False Color Funktionen u.a.)







5 Zoll Monitor (nicht klappbar)

Wer hauptsächlich in Innenräumen oder auch Events/Messe etc. mit der Pocket 4k unterwegs sein wird und es hierbei mit eher schwachem als zu hellem Umgebungslicht (direktes Tageslicht) zu tun hat, dürfte mit dem mit 5“ beachtlich großen integrierten, aber nicht klappbaren Monitor der Pocket Cinema 4K Kamera bereits recht weit kommen. Ein zusätzlicher Monitor oder Viewfinder dürfte eher selten nötig sein.


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Das Peaking von Blackmagic Design gehört mit zum besten der Industrie und darüber hinaus wird der Monitor der Pocket 4K auch False Color Funktionen für die Belichtungskontrolle beherrschen. Also ziemlich genau das, wozu man ansonsten an Kameras mit ähnlichem Formfaktor gerne noch einen kleinen 5“ Monitor für Schärfe und Belichtung mit dabei hat. Hierbei dürfte vor allem das Arbeiten vom Stativ aus das bestmögliche Handling für den Monitor der Pocket liefern.



Anders sieht es aus, wenn Abschattung bei Tageslicht benötigt wird oder auch mit extremeren Blickwinkeln (hoch/tief) mit bewegter Kamera gearbeitet werden soll. Für die Abschattung könnte man zunächst noch eine Sonnenblende für den Monitor probieren. Effektiver wird sich in solchen Situationen jedoch mit einem zusätzlichen Viewfinder oder einem an einem Magic Arm betriebenen, frei positionierbaren zweiten Monitor arbeiten lassen.



Die günstigste Lösung in Sachen Sucher für die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K dürfte eine auf den 5“-Monitor montierbare Sucherlupe à la Zacuto Z-Finder sein. Da die Pocket 4K sowohl ein Gewinde oben als auch unten mitbringt, sind auch entsprechende Montage-Möglichkeiten vorhanden. Für uns die kompakteste und zugleich wohl günstigste Lösung – wir sind schon gespannt, wer entsprechende „Z-Finder“-Konstruktionen als erster anbieten wird.


 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : Z-Finder

Tatsächlich verfügt auch Blackmagic selbst mit dem URSA Viewfinder über eine hochqualitative OLED-basierte Sucher-Lösung. Allerdings wird man hierfür eine Konverterlösung von SDI nach HDMI benötigen und zusätzlich noch einen externen Akku, der sich nicht wirklich kompakt am Viewfinder selbst wird unterbringen lassen. Deutlich einfacher dürfte hier ein HDMI-fähiger Viewfinder funktionieren. Eine reichliche Auswahl an entsprechenden Viewfindern mit integrierter Akkuaufnahme ist auf jeden Fall am Markt vorhanden.



Auch wer szenisch im größeren Kamerarig arbeitet, dürfte für ein einfacheres Handling einen frei verschwenkbaren zusätzlichen Monitor oder Viewfinder an der Pocket betreiben. Persönlich würden wir hier eher zu einem Viewfinder als zu einen zweiten Monitor tendieren, weil der Monitor der Pocket bereits viele zentrale Funktionen abdeckt.







Stromversorgung

Wer volle Drehtage mit der Blackmagic Pocket Cinema 4K bestreiten will, wird mit den von Blackmagic angegebenen 60 Minuten für den internen Canon Akku nicht weit kommen und sollte sich Gedanken über sein Energiekonzept bei der Pocket Cinema 4K machen.


 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : BMD Akku

Das Thema Stromversorgung ist bei der neuen Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K ziemlich interessant: Die Pocket 4K bringt insgesamt 3 unterschiedliche Lösungen für die Stromversorgung mit, die je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Szenarios ermöglichen:



1. interner Canon LP-E6 Akku (max 60 Min. Power bei interner 24p Aufnahme).


2. Lemo-ähnlicher 2pin Anschluss mit 12V-Speisung.


3. interne Akku-Ladung via stromführendem USB-C Kabel.



Wer möglichst kompakt und mobil bleiben möchte, beschafft sich eine entsprechende Anzahl an LP-E6 Akkus. Der Markt bietet eine schier unüberschaubare Vielfalt an Klon LP-E6 Akkus an, die es für deutlich unterhalb der Hälfte des Preises der Canon Original-Akkus gibt. Wenn man für 6-7 Stunden pro Tag Akkuladung benötigt, kommen da allerdings eine ganze Menge Akkus bei raus, die auch alle wieder geladen werden wollen …



Ziemlich spannend finden wir die Option den internen Akku via USB-C Kabel laden zu können. Mit einer entsprechenden Powerbank am USB-C Anschluss sollte sich die internen Akkus deutlich länger betreiben lassen. Vor allem bei Drehs, bei denen die Kamera auch mal zwischendurch ausgeschaltet wird oder auch beim Transport zwischen zwei Drehorten lässt sich mit einer Powerbank in der Kameratasche der Akku-Stand immer wieder nachfüllen.


 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : Blackmagic-Pocket-Cinema-Camera-4K-Side

Wer hingegen eine konstante Stromversorgung über längere Zeiträume mobil benötigt oder bereits über V-Mount Akkus verfügt, dürfte mit der Kombination V-Mount-Akku und D-Tap auf 2-Pin Kabel eine entsprechende Lösung am Start haben. Hierbei gilt er allerdings ein Paar Sachen zu beachten:



Blackmagic hat bislang noch keine spezifischeren Angaben zu dem Lemo-ähnlichen 2-Pin Stromanschluß an der Seite gemacht. Es steht zu vermuten, dass es sich hierbei nicht um einen Standard 2-Pin Lemo Anschluß handelt, weil sich bei der Pocket 4K die Pins auf der Kamera (und nicht auf das Steckerseite befinden).



Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis entsprechende D-Tap auf 2-Pin Adapterkabel für reguläre V-Mounts zur Verfügung stehen - (zur Not spannungsreguliert oder mit Verteilerplatte.)



Das einzige, worüber man sich dann noch Gedanken machen muss, ist wie man den V-Mount Akku an der Pocket 4K am besten unterbringt. Das dürfte auch davon abhängig sein, ob man die Pocket in diesem Setup eher im Rig am Stativ betreibt oder eine schulterfähige Lösung benötigt. Für eine Schulterlösung würden wir den V-Mount auf Rods nach hinten packen - für das Stativrig dürften sich eine ganze Reihe von Lösungen je nach Setup finden. Für den Schulterbetrieb sollte man allerdings die zentrale Position des Monitors an der Pocket im Hinterkopf haben. Hier schaffen Viewfinder oder ein Rig mit Schulterversatz Abhilfe.



Spezielle Cages und Rod-Lösungen um einen V-Mount Akku an der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K unterzubringen dürften jedoch auch recht hilfreich beim externen RAW- und 60p Recording auf SSD sein:





Externe SSD Aufzeichnung via USB-C

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K bietet externe RAW und 60p Aufnahmen auf externe SSDs via USB-C an. Die Stromversorgung der externen SSD erfolgt hierbei ebenfalls über die Pocket. Die externe SSD Aufzeichnung bietet sich vor allem für Szenarien mit besonders langen Aufnahmezeiten in hochwertigen RAW-Formaten sowie schnelle Ingests bzw. schnelles „Editing von der SSD“ an. Beeindruckend was Blackmagic hier alles möglich macht.


 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : SSD-Pocket4K

Wer entsprechende Setups mit externen SSDs an der Pocket einsetzen möchte, sollte allerdings ebenfalls über ein entsprechendes Energiekonzept nachdenken (s. vorheriges Kapitel).



Müssen sowohl eine externe SSD als auch eine extra Stromversorgung an der Pocket 4K untergebracht werden, dürfte kaum ein Weg um einen entsprechenden Cage herumführen. Ein schönes Betätigungsfeld für Zubehörhersteller: Ein optimaler Cage für die Pocket Cinema 4K könnte für folgendes Zubehör eine Lösung bieten: Mounting-Option für SSDs, Focal Reducer Support, V-Mount-Lösung inkl. Rods vorne/hinten, Z-Finder-Support / Viewfinderbracket, Sonnenblende für Monitor, Mikrohalterung / Funkstreckenempfänger (Blitzschuh), Lichtoption, Griff.





Ein externer Monitor-Recorder mit eigener Stromversorgung inkl. SSD wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit, um Strom für die Pocket 4K zu sparen und trotzdem eine externe Aufzeichnungsmöglichkeit zu bieten – allerdings würde man hierfür wohl eher auf HDMI setzen. Eine entsprechende Monitor-Recorder Lösung hätte auch den Vorteil eines frei platzierbaren/verschwenkbaren Monitors ( s. 1. Kapitel).





Mini-XLR inkl. Phantomspeisung

Wer externe Mikros oder Funkstrecken an der Blackmagic Pocket Cinema 4K Camera betreiben möchte, findet einen zwischen Mic und Line Level switchbaren Mini-XLR-Input.


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Wer bei der Adaptierung von Standard auf Mini-XLR-Inputs keine Probleme mit einem klobigen Adapter auf der linken Kameraseite hat, findet darin sicherlich eine mögliche Lösung. Empfehlen würden wir hier allerdings flexibel einsetzbare Adapterkabel bzw gleich eine entsprechend konfektionierte Kabel-Lösung von Mini-XLR auf Standard-XLR in der geeigneten Länge. Beides ist für relativ schmales Geld zu haben.



Wer eine Funkstrecke an der Blackmagic Pocket Cinema 4K betreiben möchte, sollte hierfür sowohl den Miniklinken-Eingang als auch den XLR-Input nutzen können. Allerdings will der Empfänger an der Pocket sinnvoll untergebracht werden. Einige Montage-Bügel für Funkstrecken-Empfänger sind auf Blitzschuhaufnahmen ausgelegt. Hier gilt es vorab eine Montage-Lösung parat zu haben. Ist die obere Gewinde-Bohrung noch nicht durch anderes Zubehör geblockt wäre hier eine Option – ansonsten gilt auch hier erneut: Cage.


 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : Blackmagic-Pocket-Cinema-Camera-4K-Top-Angle

Ein No-Brainer sollte für alle Pocket 4K Nutzer die ihre XLR-Mikros direkt an der Blackmagic Pocket betreiben möchten sein, sich vor dem ersten Dreh einen Eindruck über die Qualität der verbauten internen Audio-Verstärker zu verschaffen. Dieser Eindruck ist deshalb wichtig, um abzuschätzen, ob ein externer Vorverstärker Sinn macht oder nicht. Gerade bei kompakten Kameras in der DSLM/DSLR Klasse sind saubere Audiosignale keine Selbstverständlichkeit. Gleiches gilt für den Kopfhörer-Input. Hier sollte man auf etwaige Latenzen achten.



Wer andere Audioquellen an die Blackmagic Pocket Cinema 4K anschließen möchte, erhält mit dem Switch auf Line die Option, Signale bis zu +14dbU zu verarbeiten.



Und ebenfalls wichtig für Audio: Wer sein Audio extern aufzeichnet hat via 3.5mm Miniklinke an der linken Seite der Pocket Cinema 4K auch die Möglichkeit externen Timecode in die Kamera einzuspeisen. Hierbei muss man allerdings darauf achten, dass die Verbindung nicht verloren geht – eine Mini-klinke gehört nicht zu den sichersten Anschlüssen - trotzdem eine tolle Option.



Wer seinen Ton während der Aufnahme intern manuell aussteuern will, hat hierfür übrigens das HUD (Heads Up Display) auf dem 5“ Touschscreen Monitor der Pocket 4K zur Verfügung. Via Touch auf die Audiobalken lässt sich hier der aktuelle Tonpegel aussteuern wie man es bereits von der Ursa Mini kennt. Allerdings bietet die Ursa Mini im Gegensatz zur neuen Pocket auch echte Pegelräder. Hier könnte es unter Umständen auch einfach ergonomisch sinnvoller sein, den Ton bei der Pocket 4K extern aufzuzeichnen und zu pegeln ...







Tally Licht & Blutooth Remote

Ein quasi Alleinstellungsmerkmal der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K stellt die Kombination aus dem vorne befindlichen Tally-Licht sowie der Blutooth Remote Option dar. Gerade im Zusammenspiel ergibt sich eine ziemlich mächtige Remote-Funktionalität.


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Für schwer erreichbare Kamerapositionen, am leichten JIB oder als Chrash-Cam – also bei allen Kamera-Setups, bei denen Remote-Funktionen gefragt sind und ein Tally-Licht für alle am Set involvierten Personen als Aufnahmekontrolle Sinn macht.



Entsprechende Tally-Licht Funktionen bietet Blackmagic bereits bei anderen Kameras an. Die Kombination aus kompakter 4K RAW-Aufzeichnung, Tally Licht und Blutooth Remote in einem solch kompakten Formfaktor ist jedoch neu.



Für das Setup eines Low-Cost Studios sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Pocket 4K weder einen SDI-Out noch ein „echtes“ Tally-Licht System besitzt (das anzeigt, welche Kamera „live“ ist).



Für Statements vor der Kamera bei Lowcost-Reportagen, Dokus etc, kann aber auch ein solch einfaches Tally-Licht durchaus nützlich sein.





Aktiver MFT Mount

Wenn wir „aktiver MFT Mount“ hören, denken wir fast schon reflexmässig an Focal Reducer wie Speedbooster oder den kürzlich hier getesteten VILTROX EF-M2. Und ziemlich sicher werden Focal Reducer mit Vollformat oder APS-C Objektiven an der Pocket 4K eine recht populäre Kombination werden.


 Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Die neuen Features, und welches Zubehör für welchen Dreh? : Blackmagic-Pocket-Cinema-Camera-4K-Front

Allerdings raten wir in diesem Zusammenhang mit dem Kauf eines Focal Reducer noch soweit zu warten, bis dessen problemloses Funktionieren mit der Backmagic Pocket Cinema Camera 4K auch bestätigt wurde.



Kurz zur Erinnerung: In unserem Interview zur Pocket 4K auf der NAB 2018 mit Simon Westland von Blackmagic Design hiess es, dass er sich vorstellen könne, dass es einen speziellen Speedbooster für die BMD Pocket 4K geben werde:




Wer mit Fokalreduktoren bereits zu tun hatte, weiss dass hier vor allem bei neuen Kameras immer wieder mal die Software entsprechend angepasst werden muss. Wer also in den Genuß der vollen Leistung kommen möchte, tut gut daran, hier mit dem Kauf noch etwas zu warten.



Wer sich ausführlicher mit dem Thema Fokalreduktoren / Speedbooster beschäftigen möchte, der findet hier unseren Ratgeber zum Thema Speedbooster und MFT.



Focalreduktoren sind eine feine Sache, vor allem wenn man bereits über ein entsprechendes Portfolio an APS-C oder Vollformat Objektiven verfügt. Wer hingegen vor allem wegen des Zugewinns an Lichtstärke über einen „Speedbooster“ nachdenkt und bereits MFT Objektive besitzt sollte auch hier erst einmal Lowlight-Tests abwarten, denn die Blackmagic Pocket Cinema 4K Camera verspricht Dank Dual native ISO ordentlich Lichtstärke von Hause aus mitzubringen.



Sollte es sich bei dem Sensor der Pocket 4K um den gleichen Sony Starvis Sensor - wie in der GH5S vermutet - handeln, dann wird man auch ohne Speedbooster mit der Pocket 4K in Sachen Lowlight recht weit kommen – inkl. aller Vorteile einer „nativen“ MFT-Optik-Lösung: Kompaktes, leichtes Setup, verlässlichere Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv, höherer Schärfentiefenbereich (wichtig für Reportage, News etc,), verlässlicheres OIS bei stabilisierten Objektiven, etc.





Extended Videomode und LUTs

Den Extended Videomodus hatte Blackmagic zuletzt bei der Ursa Broadcast hinzugefügt. Neben dem klassischen LOG („Film“) und REC 709 („Video“) Modus befindet sich also zusätzlich auch der Externded Video Modus in der Pocket, der die Vorteile der beiden anderen Modi in sich vereinen soll - ohne deren Nachteile.


§record@2x§


Das bedeutet konkret, dass der Extended Videomodus speziell für schnelle Turnovers ohne viel Postproduktionsaufwand entworfen wurde und hierbei trotzdem mehr Dynamikumfang zur Verfügung stellt als das beschnittene REC 709. Verkürzt gesagt also quasi FILM + LUT = Extended Modus.



Da Blackmagic Design mittlerweile über recht viel Erfahrung in Sachen Colorscience verfügt, sind wir ziemlich gespannt auf die Umsetzung des Extended Videomodus. Für Projekte die schnell online gehen müssen und bei denen man nicht die Resourcen für einen entsprechenden LOG / RAW Farborrekturworkflow hat, könnte der Extended Videomodus ein guter Kompromiss sein, um etwas „Hochwertigkeit“ in den finalen Clip zu retten.


§monitor@2x§

„Hochwertig“ ist auf jeden Fall die Option eigene 3D-LUTs in die Blackmagic Pocket Cinema 4K zu laden. Da man die LUTs frei auf den internen Monitor, das HDMI-Out-Signal oder auch auf das aufgezeichnete Videomaterial anwenden kann, lassen sich ähnliche LUT-Workflows am SET realisieren wie man sie von professionellen Produktionen kennt.



Soweit erstmal ein paar Gedanken zur Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K von uns - mehr hierzu demnächst ...


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