After Effects CC
Groß herausgestellt wurden die erweiterten Authoring-Möglichkeiten für Motion Graphic Templates. Adobe sieht großes Potential, dass Motion Designer mit diesen Tools After Effects Templates für Editoren auf ihre wesentlichen Bedienelemente reduzieren können, um diese für Jedermann bedienbar zu machen. So kann nun auch die Fontkontrolle oder das Zeitverhalten von Keyframes bei Längenänderungen des Templates präziser definiert werden.

Ebenfalls große Erweiterungen gab es bei der Puppet Engine, mit der sich statische (Vektor-)Grafiken animieren lassen. Erweiterte Pins definieren die eigene Position, Skalierung und Drehung wodurch sich die Verformung des Netzes um die jeweilige Nadel besser steuern lässt. Mittels "Biegestiften" lassen sich dann auch mit wenigen Klicks organische Bewegungen wie eine atmende Brust oder ein wedelnder Schwanz erzeugen.

Der Mocha Tracker wurde tiefer in After Effects integriert und arbeitet nun als natives Plugin GPU-beschleunigt. Dieses Plugin eignet sich gut in Kombination mit den neuen Tiefenmaskierungs-Tools, die 3D-Tiefeninformation von 3D-Elementen verwerten können. Ein solcher Z-Kanal kann genutzt werden, um beispielsweise Nebel oder schwindende Transparenz in der Tiefe automatisch zu erzeugen.
Nicht zuletzt wurden wieder ein paar Effekte für die GPU optimiert: Diesmal sind dies Fill, Curves, Exposure, Noise and Color Balance (HLS).
Adobe Audition CC
Bei Audition hat Adobe große Änderungen an der Engine vorgenommen. Diese soll nun auf einer herkömmlichen "Workstation" (was Adobe nicht genauer spezifiziert) locker 128 Spuren gleichzeitig abspielen können. Und wer sich an ein Multirtrack-Recording mit Audition wagt, soll bis zu 32 Spuren ohne spezielle DSP-Zusatzhardware aufzeichnen können. Wir denken, solche Anforderungen dürften die wenigsten Anwender ausreizen können, aber eine entsprechende Leistungsfähigkeit spiegelt sich ja gleichzeitig in sehr angenehmen Reaktionszeiten der Oberfläche wieder. Denn mit einem System "am Limit" ist das Arbeiten meistens unentspannt.

Mit Spannung erwarten wir dagegen erste Eindrücke eines neuen Noise-Filters, der auch Hall aus einer Aufnahme entfernen können soll. Der DeReverb-Algorithmus dürfte dabei mit 99 Prozentiger Sicherheit auf neuronalen Netzen beruhen, da man in den letzten Jahren hier mehrere interessante Forschungsergebnisse zu diesem Thema bestaunen durfte. Die Jahre davor galt es noch als faktisch unmöglich, den Raumhall aus einer Aufnahme zu entfernen. Wir sind daher sehr gespannt, wie gut die Ergebnisse des DeReverb-Filters letztlich klingen werden.

















