Newsmeldung von slashCAM:Juni 2026
Adobe hat einen weiteren Schritt bei der Integration seiner agentischen KI in die verschiedenen Creative Cloud Apps angekündigt: der sogenannte Adobe Creative Agent, die...
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Adobe Creative Agent jetzt in Photoshop, Premiere, Illustrator und mehr
Antwort von Axel:
Die bisherigen K.I.-Tools sind teilweise sinvoll. Besonders generative Füllung verwende ich zur Retusche von Immo-Fotos ("dieses Schild muss weg", "da ist Moos auf den Steinen"), wo ich früher
nur mit Kopierstempel und Flicken-Auswahlen aus anderen Bildteilen hantieren konnte. Hauptsächlich gut für umgebungsbasierte Struktur-Wiederholung. Eines sind diese Werkzeuge aber ganz sicher nicht: kreativ. Das sind reine Automatisierungs-Helferlein. Mein Bruder retuschierte in den 70-ern und 80-ern Reklamefotos noch per Hand, später mit Photoshop. Es ging
immer um Effizienz, es ging
immer um Schnelligkeit, es ging (auf professioneller Ebene)
immer um Stapelverarbeitung.
Das ist der Grund, warum Adobe (der Ziegelstein, mit dem man das Haus baut) dieses quasi schwäbische ("Häuslebauer") Image hat. Bodenständig bis konservativ, behäbiger "Industriestandard" und quasi staatlich-rechtlich. "Kreativität" war schon immer ein gewagtes ("Oh làlà!", hört man Snorre rufen) Buzzword, um sich der zahlenmäßig und zahlungsmäßig größeren Zielgruppe der Amateure anzubiedern. Und zwar wie?
Vorsichtig, wie Adobe bei Einführung von Lumetri sagte ("While the new Color Panel is very powerful and will satisfy most users need for complex color work , we wanted to be careful not to confuse Color Editing with Color Grading"). Ich würde sagen, scheinheilig und verhuscht.
Dann kamen die dürftig (Abo-Modell) bis katastrophal (Urheberrecht) kommunizierten Verlautbarungen der letzten Jahre. Und offenbar leben die heutigen für PR verantwortlichen Adobler noch immer in dem Wahn, sie wären an der Spitze eines weltweiten Kults und gäben den Ton an.
Wie hier mit der von slashCAM angesprochenen Nomenklatur für die, äh,
Architektur unter der Haube. Muss man das benennen? Und vor allem: muss es einen - verdammt! - kreativen A
genten geben? Deine Daten sind bei uns sicher (Hausmeister Krause: "Ja sischer, sischer!"), nimm getrost die blaue Pille. Und im Nachgang hier die rote. Lerne Agent Smith kennen, deinen Mann für's Kreative! Ein Sparkassen-Kindergeburtstag mit dem Clown Pennywise.
Antwort von antonknoblach:
Axel hat geschrieben:
Eines sind diese Werkzeuge aber ganz sicher nicht: kreativ.
Da stimme ich dir zu. In Premiere selbst heißt das neue Feature "KI-Assistent", und genau das ist er – nicht mehr, nicht weniger. Die Stärken liegen meiner Meinung nach in organisatorischen Aufgaben und selbst gebauten Automationen, damit eben mehr Zeit für die (menschliche) Kreativität bleibt.
Zum Beispiel:
Footage sortieren und in Ordner/Bins legen
Einen groben ersten Schnitt auf Basis von Transkripten zusammenstellen
Verkettete Workflows wie "mach erst x, dann y"
Falls du Zugriff auf Premiere hast und Lust das Ding mal auszuprobieren, würde mich sehr interessieren, was du dazu denkst.