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Warum hat kein Videoportal ALLE Filme und Serien?

[15:29 So,5.Oktober 2014 [e]  von ]    

Eigentlich sollte die legalen Videostreamingportale der Himmel für Filmbegeisterte sein: theoretisch könnten ja alle je gedrehten Filme digital online zum Anschauen zur Verfügung stehen. Praktisch aber führt die die besondere Art der Lizenzierung bei Portalen wie Netflix, Watchever, Maxdome oder Amazon Prime u.a. dazu, dass immer nur einige aller verfügbaren Filme zur Verfügung stehen - und im Gegensatz zu gut bestückten DVD Verleihern sogar relativ wenige.

Die Anbieter müssen ihren Kunden z.B. durch möglichst passende Empfehlungen das Gefühl geben, dass sie auf einen reichhaltige Bestand an Filmen zurückgreifen können - in Wahrheit aber werden aus finanziellen Gründen nur die Inhalte lizenziert, die am wahrscheinlichsten von möglichst vielen Zuschauern angeschaut werden. Denn sollen die Film-Flatrate Angebote attraktiv sein, kann vom Flatrate-Obolus der User nur ein kleiner Teil aller möglichen Inhalte erworben werden. Das heißt im Gegenzug, daß viele Titel, die wahrscheinlich nicht von genügend vielen Usern angeschaut würden, gar nicht erst lizenziert werden oder wegen zu geringer Zuschauerzahlen auch wieder aus dem Angebot verschwinden können.



Schuld ist daran Hollywoods striktes Geschäftsmodell von starren Auswertungsfenstern: erst kommt ein Film die Kinos, dann wird er in Hotels oder Flugzeugen vorgeführt, dann auf Blu-ray/DVD und bei digitalen Pay--per-View Streamingservices veröffentlicht. Nach rund einem Jahr aber kommt der Ärger: die Filme werden dann (meist exklusiv) einem Pay-Kabelkanal zur Verfügung gestellt und dürfen dann nirgendwo anders mehr online verfügbar sein. Erst nach 5-7 Jahren erlischt gewöhnlich dieses Recht, erst dann tauchen solche Filme wieder in den Flatrate Videoportalen auf - deren Angebot sich genau deswegen dann ziemlich alt anfühlt.

Hollywood ist zufrieden mit diesem Modell, da es auf maximalen Gewinn ausgerichtet ist - die PayTV Anbieter zahlen für solche attraktiven exklusiven Inhalte Milliarden Dollar. HBO zum Beispiel hat die Rechte an ungefähr der Hälfte aller Filme der großen Hollywood Filmstudios bis 2020 erworben. Selbst eine Verdoppelung der Preise würde die Kosten nicht decken die Netflix hätte, wenn es ebenfalls Filmrechte in diesen Maßen erwerben wollte. Und die Rechte an populären Serien sind mindestens ebenso fragmentiert auf verschiedene Anbieter exklusiv verteilt.

Netflix
Netflix


Die traurige Wahrheit der Videoportale lautet: wer nicht nur das Vorgesetzte konsumieren will, sondern Filmwünsche hat - seien es die neuesten Hollywood-Hits, populäre Serien oder spezielle klassische Filme - wird sich seine Filme aus den Angeboten der verschiedenen Dienste zusammensuchen müssen, da alle verschiedene Filme und Serien (von verschiedenen Studios) lizenziert haben (zum Teil exklusiv). Ein Service wie Spotify (ein riesiges Angebot zur Flatrate) ist für Filme aufgrund bestehender langfristiger Verträge zumindest in den nächsten 5-10 Jahren nicht möglich.

Die (allerdings teure) Lösung besteht momentan nur darin, mehrere solcher Dienste zu abonnieren um auf ein möglichst breites Angebot zugreifen zu können. Oder die gewünschten Serien oder Filme zu kaufen - denn Käufe unterliegen nicht diesen Beschränkungen - sie sind allerdings auch wesentlich teurer. Manche User werden aber womöglich auf illegale Angebot zurückgreifen.

Link mehr Informationen bei www.nytimes.com

  
[6 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Tiefflieger    14:16 am 10.10.2014
Mit NetFlix ist man Bezüglich Dokumentationen, Filmen und Serien schon recht gut bedient. Dann mit Zattoo hat man nahezu das volle Fernseh-Programm im 7 Tage Replay im Zugriff...weiterlesen
mannamanna    14:06 am 10.10.2014
Kommt Zeit kommt Rat: irgenwann wird die Filmindustrie aus den Fehlern der Musikindustrie gelernt haben und die Archive werden endlich DRM-frei für ne Flatrate geöffnet.....weiterlesen
ChillClip    12:01 am 7.10.2014
Die (kostengünstige) Lösung besteht momentan darin, generell auf Streaming- und Bezahldienste zu verzichten. Aus deren Sicht ist doch das Rechtesystem in Ordnung. Die Gewinne...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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