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Warum Kamerahersteller besser zuhören sollten…

US Armee verbietet Nutzung von DJI Kameradrohnen

[12:00 Mi,9.August 2017 [e]  von ]    

Ein jetzt bekannt gewordenes Memo vom 2. August der US Armee verbietet allen Angehörigen den Einsatz von Kameradrohnen (sowie anderem Equipment) des chinesischen Marktführers DJI mit sofortiger Wirkung. Es soll nicht nur die Verwendung mit sofortiger Wirkung eingestellt werden, sondern auch alle DJI Software deinstalliert und alle Speicherkarten und Batterien entfernt werden. Als Grund wird die erhöhte Verletzlichkeit von DJI Produkten für Cyberattacken angegeben. Betroffen sind neben Drohnen auch Kameras, Flugsteuerungen, Batterien und auch einzelne Komponenten von DJI.

Der Befehl ist sehr weitreichend, da DJI Kameradrohnen bisher weitreichende Verwendung in der US Armee gefunden haben - sie sind sogar die am meisten genutzte kommerzielle Drohne (UAS - Unmanned Air System/unbemanntes Luftfahrzeugsystem), welche nicht aus einem Armee-eigenen Programm stammt. DJI Drohnen sollen sogar von amerikanischen Special Forces Einheiten in Syrien im Kampfeinsatz genutzt werden.



Nachdem nicht erst durch Geo- und Speed-Hacks die Verletzbarkeit von DJI Drohnen offenbar wurde, sondern durch DJIs Reaktion auch die nachträglichen Möglichkeiten von DJI, auf Drohnen, die bereits in den Händen von Usern sind, Einfluß zu nehmen, ist die Reaktion des US Militärs kein Wunder. Bestünde doch sonst die Gefahr im Falle einer eventuellen Konfrontation mit China, daß DJI Drohnen im Dienste des US Militärs (oder auch Drohnen im Privatbesitz) zu chinesischen Cyberspionen umfunktioniert werden könnten.

DJI_phantom4
DJI Drohne


Allein auch die Tatsache, daß DJI nach Belieben Funktionen seiner Drohnen beschränken oder praktische Flugverbotszonen ausrufen kann (wie im Falle Syriens) muß für Militärs die Alarmglocken klingeln lassen.

Im Mai hatte ein Artikel im Magazin sUAS News darauf hingewiesen, daß bei Nutzung der DJI GO4 App eine Menge von Informationen wie Telemetriedaten, eine Low-Res Version von Video sowie Audio (per internem Smartphone/Tablet-Mikrofon werden laut sUAS Konversationen aufgezeichnet und im Video embedded) auf DJI Server hochgeladen werden. Dieses Sharing von Daten kann ausgeschaltet werden, per Default aber ist es aktiviert. In der Nutzungserklärung für die DJI GO4 App erklärt man sich einverstanden, daß DJI Flugdaten auf Anfrage von Behörden aufzeichnet und an sie weitergibt. Ähnliche Informationen bereits kursierten im April letzten Jahres, als DJI bestätigte, chinesischen Behörden Zugriff auf Userdaten und Videos zu geben.

NACHTRAG: Wir haben von DJI bezüglich der aktuellen Meldung folgendes Statement erhalten:"DJI makes civilian drones for peaceful purposes. They are built for personal and professional use, and are not designed for military uses or constructed to military specifications. We do not market our products for military customers, and if military members choose to buy and use our products as the best way to accomplish their tasks, we have no way of knowing who they are or what they do with them. The US Army has not explained why it suddenly banned the use of DJI drones and components, what “cyber vulnerabilities” it is concerned about, or whether it has also excluded drones made by other manufacturers. "

Link mehr Informationen bei www.defenseone.com

    
[1 Leserkommentar] [Kommentar schreiben]   Letzter Kommentar:
splex    17:02 am 10.8.2017
Kann man das Hochladen von Flugdaten nicht auch anders sicher unterbinden z.B. durch spezielle Firwall Regeln?
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