Netflix kündigte heute an, die Filmsparte von Warner Bros. Discovery für 72 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Sollten die Kartellbehörden keine Einwände haben, dürfte die Übernahme im dritten Quartal 2026 vollzogen werden. Unter anderem ginge dann auch der Streaming-Dienst HBO Max an Netflix über. (Dieser startet im Januar in Deutschland). Diverse Nachrichtensender von Warner wie CNN und TNT werden allerdings zuvor ausgegliedert und werden somit nicht Teil dieses Deals.
Warner Bros. Discovery suchte in der Vergangenheit bereits sehr offen einen Käufer - weshalb auch schon im Vorfeld bekannt wurde, dass sich neben Netflix auch Paramount und Comcast interessiert gezeigt haben. Zuzüglich Schulden und Barreserven wird der Gesamtwert von Warner Bros. Discovery nun mit 82,7 Milliarden US-Dollar taxiert - was selbst für Netflix nicht aus der Portokasse zu bezahlen sein dürfte.

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Tatsächlich könnten allerdings noch die Kartellbehörden ein paar Steine auf den geplanten Weg der Übernahme legen, denn Netflix ist bereits der weltweit marktführende Streaming-Dienst, der sich mit dieser Übernahme noch mächtiger gegen die verbleibende Konkurrenz aufstellen kann. Das dann hinzukommende HBO Max besitzt weltweit etwa 130 Millionen Abonnenten, wobei beachtet werden muss, dass viele Zuschauer auch mehrere Streaming-Dienste parallel abonniert haben können, die in diesem Fall dann eventuell zu einem Abo verschmolzen werden. Doch wie genau die Zusammenführung aussehen wird, steht sowieso erst fest, wenn die Übernahme genehmigt und vollzogen ist.
Außerdem gehören nach dem Deal auch die Spiele-Studios von Warner Bros. zu Netflix, wo bereits seit längerem experimentell ausprobiert wird, ob sich nicht auch digitale Spiele über die Plattform vertreiben lassen. Nachdem die Spiele-Studios Avalanche und Rocksteady nicht vor dem Deal ausgegliedert wurden, dürfte in dieser Richtung wahrscheinlich auch noch weiter Interesse bei Netflix bestehen.


















