Dass die Datenmengen von 4K+ Auflösungen keineswegs Pillepalle sind, ist ja schon länger klar, jedoch sollte man sich vor dem Sprung ins neue Format-Abenteuer auf jeden Fall über seine Speicheranforderungen bewusst werden.
Das hat auch Vashi Nedomansky anlässlich der Ankündigung von ProRes 4444 XQ seinem Blog gemacht, in dem er nackte Zahlen aus der Produktions-Praxis in diesen Kontext stellt. So kann das Roh-, also RAW-Material eines typischen Spielfilms schnell mal 300 TByte betragen. Klingt nicht viel in heutigen Zeiten?
Selbst beim Einsatz günstigster Magnetkopffestplatten zur Speicherung würde die nackte Harddisk-Kapazität aktuell ca. 9.000 Euro kosten, wohlgemerkt noch ohne Backup. Das ist schon mehr als manches Cinema-Kamera-Gehäuse. Selbst beim Einsatz von 4 TB-Geräten, würde dies weiterhin bedeuten, dass man hierfür 75 einzelne Festplatten verwalten muss. Der Platzbedarf entsprechender externer Gehäuse kann dann dabei ebenso plötzlich zum kritischen Faktor werden, wie der Stromverbrauch von solchen Speichermonstern. Beim Heimschnittplatz in der Studenten-WG kann es da schon eng werden. Drum höret unsere Worte:
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Erst wenn die letzte Festplatte anrödelt, das letzte Kabel verstiftet, das letzte RAW-Byte gefangen ist, werdet ihr merken, dass Kompression durchaus auch smarte Vorteile haben kann.
PS: Magic Lantern bräuchte übrigens für 4K-UHD-RAW 330MB/s, also auch ca. 1,13 TB/Stunde.