Laut aktuellen Zahlen aus Japan wurden im April überraschend viele Digitalkameras verkauft - ausgeliefert wurden demnach weltweit 790.897 Geräte, was gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr ein Plus von über 23% entspricht. Den größeren Anteil daran haben Wechseloptik-Modelle mit 624.082 Geräten, einem Plus von über 25%, den Rest machen Kameras mit fest verbauter Optik aus (166.815).

Da solche Monatszahlen als Zwischenstand immer unkommentiert von CIPA veröffentlicht werden, lassen sich wenig konkrete Rückschlüsse ziehen, worauf der Sprung in der Statistik zurückzuführen ist. Einer noch detaillierteren Aufschlüsselung kann man immerhin entnehmen, dass der Zuwachs an ausgelieferten spiegellosen Kameras (insgesamt 578.690) besonders markant ist - hier gibt es ein Plus von gut 36 % gegenüber April 2024, während DSLRs wenig überraschend immer weniger gefragt sind.
Auch bezüglich der Sensorgröße wird bei den 624.082 Wechseloptik-Kameras unterschieden (allerdings gelten die Zahlen für Modelle mit und ohne Spiegel zusammengenommen). So waren darunter 265.379 Kameras mit Vollformatsensor (oder größer) bzw. 358.703 Modelle mit einem kleineren Sensor. Leider gibt es hier keinen Vergleich zum April 2024, doch bei den Vollformatmodellen springt ein großes Plus von beinahe 60% gegenüber dem März ins Auge (bei APS-C und darunter sind es "nur" plus ca. 17%). Die erzielte Umsatzsteigerung liegt in dieser Kategorie sogar bei über 70%.
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Offensichtlich wurden also weltweit besonders viele DSLMs mit mindestens Vollformatsensor ausgeliefert. Und da bekanntlich solche Ausschläge in Verkaufszahlen oftmals auf besonders gefragte Marktneuheiten zurückgehen, wird beispielsweise die im April vorgestellte Nikon Z5II als eine mögliche Erklärung gehandelt. Konkret untermauern lässt sich dies jedoch nicht mit speziellen Verkaufszahlen, dazu gab es ja auch einige weitere, noch recht neue Kameras, etwa die Panasonic LUMIX S1R II, welche im März kam. Bereits Ende letzten Jahres hatte Sony seine Alpha 1 II vorgestellt, die wegen schleppender Verfügbarkeit jedoch teilweise sehr verspätet ausgeliefert wurde.
Bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen der nächsten Monate entwickeln - ob es sich hier um einen Ausreißer in der Statistik handelt oder eine kleine Trendwende, wagen wir jedenfalls noch nicht zu beurteilen.



















