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Warp-Stabilizer: 8-bit?



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Frage von Fader8:


Hi zusammen,

In einer aktuellen Diskussion auf dem BMD-Forum hat ein Mitglied behautet, dass der DaVinci Stabilisator dem Warp von Adobe zu vorziehen sei, da dieser also 8-bit Effekt auch ein 10 oder 12-bit Clip auf 8-bit reduziert. Und das anscheinend nicht nur auf den einzelnen Clip sondern gleich auf die ganze Timeline

Stimm das? Das wären schockierende Neuigkeiten..



Antwort von klusterdegenerierung:

Wenn dem so wäre, bräuchtest Du doch nur eine separate TimelineTimeline im Glossar erklärt mit dem zu stabilisierendem Material anlegen.



Antwort von cantsin:

Fader8 hat geschrieben:
In einer aktuellen Diskussion auf dem BMD-Forum hat ein Mitglied behautet, dass der DaVinci Stabilisator dem Warp von Adobe zu vorziehen sei, da dieser also 8-bit Effekt auch ein 10 oder 12-bit Clip auf 8-bit reduziert.
Das stimmt. Alle Effekte in Premiere, die mehr als 8bit Farbtiefe unterstützen, haben ein "32"-Icon in der Effektliste. Das sind nur sehr wenige, und der Warp Stabilizer gehört nicht dazu.








Antwort von r.p.television:

Das kann eigentlich nicht stimmen.


Ich bekomme trotz Warp aus dem linearen Raw der Sonys oder aus den CDNGs oder auch ProRes 422ProRes 422 im Glossar erklärt Daten deutlich mehr aus den Highlights herausgebacken als aus 8bit-Footage.

Und auch nach dem Rausrendern - wenn ich etwa Arbeitskopien erstelle sind in den Aufnahmen (wenn ich beispielsweise ProRes 422ProRes 422 im Glossar erklärt unkorrigiert mit Slog2 nach Slog2 exportiere) die selben Tiefen und Highlights vorhanden.

Ich denke da ist jemand entweder BM-Fanboy oder er ist einem anderen Fehler in der Kette auf dem Leim gegangen.



Antwort von cantsin:

r.p.television hat geschrieben:
Das kann eigentlich nicht stimmen.


Ich bekomme trotz Warp aus dem linearen Raw der Sonys oder aus den CDNGs oder auch ProRes 422ProRes 422 im Glossar erklärt Daten deutlich mehr aus den Highlights herausgebacken als aus 8bit-Footage.
Adobe sagt da was anderes: https://helpx.adobe.com/premiere-pro/us ... th_effects

(EDIT) Hier eine vollständige Liste aller Premiere-Effekte, die mehr als 8bit Farbtiefe unterstützen (wozu in diesem Fall auch Third Party-Effekte wie Neat und Filmconvert gehören, die natürlich nicht im Standardumfang von Premiere enthalten sind): Premiere_32bit_effects.png



Antwort von r.p.television:

Kann es hier sein dass der Warp-Stabilizer trotz seiner 8bit-Limitierung die eigentlichen Bilddaten bezüglich Farbraum bzw Bittiefe an dieser Stelle nur einzoomt und ansonsten durchreicht? Quasi nur eine erweiterte Bewegungsmaske ist?

Ich hab mich kürzlich noch gewundert was ich da alles aus in default komplett weissem Himmel an klarer Zeichung rausbekommen habe. Nach dem Stabilisieren sah es dann genauso aus.



Antwort von cantsin:

Der Warp-Stabilizer in After Effects arbeitet mit 32bit-Farbtiefe:
ae-warp_stabilizer.png Laut diesem Forumthread auf Creative Cow gibt es da tatsächlich einen Unterschied in der Farbtiefe zwischen den beiden Warp Stabilizern.

Ein einfacher Workaround wäre, Clips in der Premiere-Timeline per Verknüpfung in AE zu stabilisieren.



Antwort von r.p.television:

Wenn ich die Forenbeiträge der Experten dort richtig interpretiere hat das 32bit-Processing eher weniger mit der anschließenden Qualität bzw. Beschneidung der Lichter zu tun als eher die YUV-Definierung des Filters.
Analog zu dieser Erkenntnis müsste der Mercalli V4 Stabilizer innerhalb von Premiere die richtige Wahl sein, denn dieser hat das YUV-Icon.

Nichtsdestrotrotz habe ich beim internen Warp-Stabilizer selbst keine Limitierung der Lichter oder Tiefen feststellen können. Eventuell doch nur theoretischer Natur. Denn im Umkehrschluss trifft doch die Aussage eines Experten auch generell zu:

"Leave the Warp Stabilizer on, and drop the Proc Amp effect above it. You'll then have the option of re-analyzing the footage, but I don't think it's required since changing brightness will have no impact on motion estimation."

Ich könnte mir vorstellen dass man das Icon beim Warp-Stabilizer eher vergessen hat weil hier ja nichts in Punkto Farben und Helligkeit, Kontrast etc. angetastet wird. Generell wird hier ja nur einmal das Footage abgetastet und dann wird anhand der aufgezeichneten Daten in das Bild hineingecroppt. Wo hier wirklich 10bit zu 8bit werden sollte ist mir nicht ganz klar.



Antwort von Jörg:

cantsin schreibt
Ein einfacher Workaround wäre, Clips in der Premiere-Timeline per Verknüpfung in AE zu stabilisieren.
diesen Ablauf sollte man jedem Premierenutzer als tägliches Morgenritual vorschreiben...



Antwort von dienstag_01:

Jörg hat geschrieben:
cantsin schreibt
Ein einfacher Workaround wäre, Clips in der Premiere-Timeline per Verknüpfung in AE zu stabilisieren.
diesen Ablauf sollte man jedem Premierenutzer als tägliches Morgenritual vorschreiben...
Ist das irgendwo dokumentiert, dass es dann bei den 10bit bleibt?



Antwort von Jörg:

bestimmt.....



Antwort von r.p.television:

Generell:

Kann hier irgendjemand anhand tatsächlich eigener Vergleiche einen Unterschied feststellen? Ich hab hier zwar keinen 10-bit-fähigen Monitor, aber alleine was hinterher noch an Highlights wiederherstellbar ist im Vergleich mit/ohne Warp: Ich sehe da keinen Unterschied.








Antwort von dienstag_01:

Jörg hat geschrieben:
bestimmt.....
Aha. Also eher nicht ;)



Antwort von dienstag_01:

r.p.television hat geschrieben:
Generell:

Kann hier irgendjemand anhand tatsächlich eigener Vergleiche einen Unterschied feststellen? Ich hab hier zwar keinen 10-bit-fähigen Monitor, aber alleine was hinterher noch an Highlights wiederherstellbar ist im Vergleich mit/ohne Warp: Ich sehe da keinen Unterschied.
Dreh es doch mal um: wandel deine 10bit in 8bit und vergleiche mit dem *gewarpten*. Gibt bestimmt ne Überraschung ;)



Antwort von r.p.television:

dienstag_01 hat geschrieben:
r.p.television hat geschrieben:
Generell:

Kann hier irgendjemand anhand tatsächlich eigener Vergleiche einen Unterschied feststellen? Ich hab hier zwar keinen 10-bit-fähigen Monitor, aber alleine was hinterher noch an Highlights wiederherstellbar ist im Vergleich mit/ohne Warp: Ich sehe da keinen Unterschied.
Dreh es doch mal um: wandel deine 10bit in 8bit und vergleiche mit dem *gewarpten*. Gibt bestimmt ne Überraschung ;)
Eben nicht.
Ich seh hier täglich die Unterschiede zwischen 8bit, 10bit und 12bit (Raw). Das was hier als 12bit ankommt hat auf jeden Fall deutlich mehr Bums in den Lichtern als das 8bit. Da hab ich total früh Tonwertabrisse. Egal ob mit Warp oder ohne. Bei 12bit kann ich unendlich Highlights rausholen. Egal ob mit oder ohne. Deshalb frag ich ja ob hier jemand wirklich Erfahrungen gemacht hat oder das einfach nur mutmasst anhand der technischen Angaben.



Antwort von dienstag_01:

r.p.television hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Dreh es doch mal um: wandel deine 10bit in 8bit und vergleiche mit dem *gewarpten*. Gibt bestimmt ne Überraschung ;)
Eben nicht.
Ich seh hier täglich die Unterschiede zwischen 8bit, 10bit und 12bit (Raw). Das was hier als 12bit ankommt hat auf jeden Fall deutlich mehr Bums in den Lichtern als das 8bit. Da hab ich total früh Tonwertabrisse. Egal ob mit Warp oder ohne. Bei 12bit kann ich unendlich Highlights rausholen. Egal ob mit oder ohne. Deshalb frag ich ja ob hier jemand wirklich Erfahrungen gemacht hat oder das einfach nur mutmasst anhand der technischen Angaben.
Naja, Mutmaßungen sind das ja nun nicht, das Dokument wurde ja verlinkt.



Antwort von TomStg:

Jörg hat geschrieben:
cantsin schreibt
Ein einfacher Workaround wäre, Clips in der Premiere-Timeline per Verknüpfung in AE zu stabilisieren.
diesen Ablauf sollte man jedem Premierenutzer als tägliches Morgenritual vorschreiben...
Oder zumindest den Clip mit dem Warp-Stabilizer als Premiere-Effekt in einer Premiere-Sequenz verschachteln, um nicht die übrigen Clips auf der TimelineTimeline im Glossar erklärt in der Bit-Tiefe zu beeinflussen.



Antwort von r.p.television:

dienstag_01 hat geschrieben:
r.p.television hat geschrieben:


Eben nicht.
Ich seh hier täglich die Unterschiede zwischen 8bit, 10bit und 12bit (Raw). Das was hier als 12bit ankommt hat auf jeden Fall deutlich mehr Bums in den Lichtern als das 8bit. Da hab ich total früh Tonwertabrisse. Egal ob mit Warp oder ohne. Bei 12bit kann ich unendlich Highlights rausholen. Egal ob mit oder ohne. Deshalb frag ich ja ob hier jemand wirklich Erfahrungen gemacht hat oder das einfach nur mutmasst anhand der technischen Angaben.
Naja, Mutmaßungen sind das ja nun nicht, das Dokument wurde ja verlinkt.
Wenn Du das Adobe-Dokument meinst: Dort wird eben nicht explizit auf den Warp-Stabilizer eingegangen. Meine Theorie aber ist dass dem Warp-Stabilizer eventuell nur kosmetisch dieser "Badge" YUVYUV im Glossar erklärt fehlt, weil der Filter ja keine Farben und Luminanzwerte in irgendeiner Art und Weise anpackt, sondern eigentlich nur nach zuvor selbst gewonnenen Bewegungswerten in das Bild hineinzoomt und die Kadrage Bild für Bild anpasst. Er ist im Prinzip nichts anderes als die gepimpte Version des Bordwerkzeugs "Bewegung". Von daher könnte ich mir vorstellen dass er wegen seiner Einfachheit nicht mit dem Badge "YUV" versehen wurde weil sich keiner damit beschäftigt hat.
Deswegen nochmal: Hat hier irgendwer wirklich Unterschiede feststellen können? Bisher keine eindeutigen Meldungen diesbezüglich.



Antwort von dienstag_01:

r.p.television hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:

Naja, Mutmaßungen sind das ja nun nicht, das Dokument wurde ja verlinkt.
Wenn Du das Adobe-Dokument meinst: Dort wird eben nicht explizit auf den Warp-Stabilizer eingegangen. Meine Theorie aber ist dass dem Warp-Stabilizer eventuell nur kosmetisch dieser "Badge" YUVYUV im Glossar erklärt fehlt, weil der Filter ja keine Farben und Luminanzwerte in irgendeiner Art und Weise anpackt, sondern eigentlich nur nach zuvor selbst gewonnenen Bewegungswerten in das Bild hineinzoomt und die Kadrage Bild für Bild anpasst. Er ist im Prinzip nichts anderes als die gepimpte Version des Bordwerkzeugs "Bewegung". Von daher könnte ich mir vorstellen dass er wegen seiner Einfachheit nicht mit dem Badge "YUV" versehen wurde weil sich keiner damit beschäftigt hat.
Deswegen nochmal: Hat hier irgendwer wirklich Unterschiede feststellen können? Bisher keine eindeutigen Meldungen diesbezüglich.
Es geht nicht um *YUV* sondern um *32*.



Antwort von Fader8:

Die Dikussion hier veläuft ähnlich wie im BMD-Forum. Es scheint fast so als müsste Adobe hierzu Stellung nehmen um diesbezüglich Klarheit zu schaffen.



Antwort von Jörg:

framerate 25 schreibt im CC2018 Fehlerthread
Ähnlich dem "nicht existierenden Warp-Stabilisierungsunterschied" von Premiere und der
optionalen Inklusion durch AE. ;-)
nur mal zur Klarstellung: meine Äußerung ausschließlich in AE Stabi zu nutzen , hatte nichts mit irgendwelchen Limitierungen/Wandlungen von 8/10 bit Material zu tun.
Hier geht es ausschließlich um die Schonung von Premiereprojekten, die blitzschnell zu bloatingprojects werden können, wenn Stabidaten in größerer Menge anfallen.
Das betrifft zwar auch AE, aber hier wird man dann eben viele kleine Stabiprojekte ins Spiel bringen.
BTW, bei der zunehmenden Freihandeuphorie, die dann bei Sichtung schnell lange Gesichter beschert, ist auch vom dynamic link zw. APP und AE abzuraten,
wenn es sich um größere Projekte handelt.
Hier wird der auf Sicherheit bedachte Nutzer sehr konventionell den Umweg über gesonderte Exporte gehen.








Antwort von Framerate25:

Jörg hat geschrieben:
wenn Stabidaten in größerer Menge anfallen.
Besser man kann es im Vorfeld schon vermeiden. Was aber nicht immer in der eigenen Hand liegt.

Mir hat das Thema keine Ruhe gelassen und habe einen Vergleich mit jeweiligem 8bit Material angestellt. Optisch wahrnehmbare Unterschiede habe ich nicht entdecken können. Auffällig war nur was das Skope im Rotanteil ermittelt. Das Rohmaterial und das in Premiere stabilisierte (Glättung80%), zeigten keine Differenzen. AE hat mit dem 32bit Stabi/80% den Rotanteil beeinflusst.


https://www.youtube.com/watch?v=W34rFOUh_no




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