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Videoproduktion Equipment - Camcorder oder Kamera



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Frage von Hannooo:


Hallo zusammen,

ich plane eine Videoproduktion und bin nicht sicher welches Kameraequipment die richtige Wahl ist - möglicherweise habt ihr Erfahrungen, die mir weiterhelfen.

Ich filme drei Personen, die sich sportlich betätigen und dabei ihre Bewegungen kommentieren. Das Setup wird in einer Halle aufgebaut. Scheinwerferlicht wird nötig, wirklich dunkel ist die Szene aber nicht.

Das ganze möchte ich mit zwei Kameras aus zwei Perspektiven in 4k aufzeichnen. Beide Perspektiven möchte ich dabei aus der Hand filmen und nicht auf einem Stativ, damit das Bild durch die leichte Bewegung dynamischer wirkt. Auf dem Stativ sieht das zu langweilig aus. Ein guter Autofokus wäre klasse. Eine gute Bildstabilisierung auch.

Entfernung zu den Menschen sind etwa 5 Meter.

Eigentlich wollte ich zwei A7 III holen, doch ist die Kamera schon laut anderer Threads eigentlich zu alt. Die neueren Sonys deutlich teurer.

Vorteil einer guten Kamera gegenüber eines Camcorders wäre mich eben die Möglichkeit auch Fotos machen zu können. Ich möchte auch Bühnen fotografieren und benötige lichtstarkes Equipment, daher würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen...zumindest wenn es Sinn ergibt.


Budget: so viel wie nötig, so wenig wie möglich, maaaaximal 5-6k für eine Kombilösung Film und Foto - gerne drunter . Eigentlich kann das ja selbst ein iPhone filmen...

Wie würdet ihr da rangehen? Film und Foto trennen?

Fallen euch Bodys und Objektive ein, die gut in so ein bewegtes Setup passen? Oder doch einfach einen Camcorder und das Fotoequipment unabhängig?

Hoffe meine Ideen sind deutlich geworden. Danke für eure Ideen!

Hannoooo



Antwort von Pianist:

Wenn Du Dir absolut sicher bist, dass Du in Vierkah keine Zeitlupen aufnehmen wirst, dann geht doch eine a7iii total in Ordnung. Bei sportlichen Sachen sehe ich aber durchaus den Bedarf, auch mal mit höheren Bildraten aufzunehmen, und dann bist Du eben bei der a7s iii.

Matthias



Antwort von Darth Schneider:

Welche Sportart ?
Eher schnelle oder mehr gemächlichere Art von Bewegungen ?
Und das Licht, helle Stimmungen oder eher dunklere.
Das macht schon auch einen Unterschied, gerade wegen den Bitraten…
Somit auch wegen der Auswahl der Kamera und Objektiven.

PS:
Also nix gegen Sony,
aber wären zwei Fuji XT4 auch eine sinnvolle Option, (10Bit intern, Apsc Sensor, Schöne Bilder, super Objektive, nicht soo schlechter Autofokus)
oder denkt ihr eher weniger ?
Gruss Boris








Antwort von Hannooo:

Grundsätzlich gingen wir davon aus, dass wir eine Vollformat Kamera und ein lichtstarkes (und damit teures) Objekt brauchen, um aus dem Zuschauerraum Schauspieler während Veranstaltungen zu fotografieren. Geraten wurde uns da - je nach Geschäft und Verkaufsberater - zu den Einsteiger Vollformatkameras von Sony oder Canon plus typische lichtstarke Zoom Objektive wie sony 70-200 f2.8 oder Sigma 70-200mm F2,8.

Jetzt aber brauchen wir auch Videoequipment - am besten zwei Kameras mit gleichen Objektiven damit alles passend aussieht. Und nun wissen wir nicht recht weiter, ob es Sinn macht das "teure" Equipment doppelt zu kaufen oder doch andere Lösungen günstiger sind.

Ich habe etwas gefunden, das so in die Richtung geht, wie es geplant ist: https://www.youtube.com/watch?v=YUz8FC-CzBc
Ich würde bei uns etwas mehr Raum zeigen wollen. Die Bewegungen sind keine Sprints, also also eher gemächlich. Insgesamt wird das Setup aber etwas dunkler.

Dann habe ich angefangen zu lesen und gesehen, dass teilweise auch Camcorder für 700 Euro empohlen werden und dachte plötzlich: Vielleicht macht es Sinn das Equipment zu teilen. Zwei Camcorder oder günstigere Kameras zu kaufen und nur eine Vollformat Kamera für die Fotografie plus lichtstarkes Objekt.

Wie würdet ihr denn so ein doch eigentlich eher einfaches Bild aufzeichnen? Wichtig ist uns eben, dass die Kamera nicht auf einem Stativ steht, sondern wir aus der Hand filmen, damit es dynamischer wirkt.



Antwort von Jott:

Für so was bist du mit günstigen Camcordern eigentlich besser bedient. Wenn der Hintergrund sowieso scharf sein darf, hast du kein Fokus-Theater wie mit Vollformat an der Backe, das ist höchst befreiend. Nur aufpassen, dass genug Weitwinkel geboten ist. Manche Hersteller nerven da mit Tunnelblick. Findet sich alles in den technischen Angaben, damit es keine Überraschung gibt.

Ob Handkamera dynamischer wirkt bei so was oder einfach nur störend, kannst du ja mit Tests herausfinden. Die Dynamik sollte eigentlich von den Personen ausgehen ... aber das ist natürlich subjektiv.



Antwort von Darth Schneider:

Vom Zuschauerraum aus der Hand filmen…Ich weiss nicht ob das am Schluss nicht nur weniger dynamisch wirkt sondern einfach unkontrolliert und verwackelt ?
Da müsstet ihr aber, meiner Meinung nach sehr, sehr nah beim Geschehen sein, ( fast schon mit auf der Bühne und mit Weitwinkel filmen) damit das dann wirklich dynamisch wirken könnte…
Wenn das Publikum, beziehungsweise die Kameras nur etwas weiter entfernt sind, empfehle ich auf jeden Fall Video Stative, und zwar keine zu billige und möglichst schwere Modelle, und Zoom Objektive, (oder am besten gleich 2 Camcorder.)
Fullframe, wozu denn genau ?
Ich denke der grosse Sensor wäre da höchstens ein Hindernis, für mich wenigstens.
Gruss Boris



Antwort von Hannooo:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Vom Zuschauerraum aus der Hand filmen…Ich weiss nicht ob das am Schluss nicht nur weniger dynamisch wirkt sondern einfach unkontrolliert und verwackelt ?
Da müsstet ihr aber, meiner Meinung nach sehr, sehr nah beim Geschehen sein, ( fast schon mit auf der Bühne und mit Weitwinkel filmen) damit das dann wirklich dynamisch wirken könnte…
Wenn das Publikum, beziehungsweise die Kameras nur etwas weiter entfernt sind, empfehle ich auf jeden Fall Video Stative, und zwar keine zu billige und möglichst schwere Modelle, und Zoom Objektive, (oder am besten gleich 2 Camcorder.)
Fullframe, wozu denn genau ?
Ich denke der grosse Sensor wäre da höchstens ein Hindernis, für mich wenigstens.
Gruss Boris
Es gibt für uns zwei Szenarien:

1. Einmal machen wir ganz übliche Fotografie von Aufführungen. Dunkler Saal und fotografiert aus dem Zuschauerraum.

Dafür brauchen wir wohl eine Vollformat Kamera und ein lichtstarkes Objektiv. Kostet dann so 3500 zusammen

2. Neu ist unsere Videoidee. Hier sind wir ganz nah dran an den dreien und hier möchte ich mit zwei Kameras aus der Hand filmen, um diesen leichten Bewegungseffekt zu haben wie im obigen Video. Auf Stativ sieht es eben langweiliger aus.

Und hier ist eben die Frage:

Brauchen wir das eigentlich als Fotoequipment gedachte Vollformat Setup dann Mal 2 (7000 Euro) oder können wir die Videos aus sehr gut mit viel günstigeren Camcordern filmen und haben dann einmal Video-Equipment und zusätzlich die Kamera für Fotos.



Antwort von Darth Schneider:

Mieten und Ausprobieren, etwas umsetzen und dann entscheiden.
Gruss Boris



Antwort von Hannooo:

Wir haben das alles ausprobiert.

Ich hoffte hier erfahrene Leute zu treffen, die sagen können: kannste dir die 7000 auch sparen und einfach nur eine Kamera für deine Fotografiegeschichte kaufen und zwei Geräte XYZ, die das locker in 4k und super Qualität hinbekommen und nur bswp 1000 Euro pro Gerät kosten.

Aber danke dennoch. Ich werde mich nochmal konkret an Filmemacher wenden und fragen mit welchem möglichst Low Budget Equipment so ein Projekt gut gefilmt werden kann.



Antwort von Jott:

Hannooo hat geschrieben:
Wir haben das alles ausprobiert.
Ohne Ergebnis?



Antwort von Hannooo:

Doch. Wir wissen jetzt wie wir es besser machen wollen. Daher möchten wir aus der Hand filmen, um diesen Look aus dem oben gelinkten Video zu bekommen - hierzu sind unsere Camcorder zu groß und zu schwer.

Dafür brauchen wir Equipment. Mit einer A7 III im Rig gings natürlich gut. Nur ist das eben super teuer. Mit Telefon und Gimbals ging es auch - sah aber nicht so gut aus. Ging auch mit einer 6400.

Nur brauchen wir zwei Kameras und haben zusätzlich die Situation mit der nötigen Kamera für Bühnenfotografie.

Daher suche ich nach Tipps wie so ein eher einfaches Video günstig realisiert werden kann.

Dann können wir überlegen, ob es lohnt das Equipment zu teilen oder eben nicht.



Antwort von wabu:

Die Dynamik im Video erschließt sich mir nicht
Bei den Übungen steht die Kamera doch
Da würde ich mit Stativ arbeiten und in der Post ggf leichte Bewegungen reinbringen
Bei den Protagonisten würde ich dann ne GoPro vom Boden her filmen lassen als close up








Antwort von Hannooo:

wabu hat geschrieben:
Die Dynamik im Video erschließt sich mir nicht
Bei den Übungen steht die Kamera doch
Da würde ich mit Stativ arbeiten und in der Post ggf leichte Bewegungen reinbringen
Bei den Protagonisten würde ich dann ne GoPro vom Boden her filmen lassen als close up
Aber die Kamera bewegt sich doch dauerhaft ein klein bisschen? Ich ging daher davon aus, dass diese minimale Bewegung daher kommt, dass aus der Hand gefilmt wird...

Unsere Camcorder können FullHD. Kennst du einen einfachen Workflow um so eine minimale Bewegung ins Bild zu schneiden? Wir schneiden mit Premiere. Ich hatte das mal versucht indem ich leicht skaliert und dann immer den Ausschnitt verschoben habe....aber das ist kein gangbarer Weg ;)

Dann bräuchten wir möglicherweise gar keine neuen Kameras....

Die GoPro würdest du dann auf einen Stick packen? Lässt sich eine GoPro vom Bild ohne zu viel Aufwand an die Bilder unserer Sony Camcorder angleichen? Bei unseren Tests sahen die Bilder von verschiedenen Kameras oft so verschieden aus, dass ich dachte, dass das nicht zusammengeht....



Antwort von Jott:

Hannooo hat geschrieben:
Daher möchten wir aus der Hand filmen, um diesen Look aus dem oben gelinkten Video zu bekommen - hierzu sind unsere Camcorder zu groß und zu schwer.
Hm? 2 x Sony AX53, federleicht, 4K, Zoom eingebaut, hervorragender Stabilizer für Handkamera, und los geht's. Bei Bedarf AF mit Gesichtserkennung. Mit Ziel HD kannst du dann auch nachträglich den Bildausschnitt ändern (auch mal näher rangehen) für mehr Lebendigkeit im Schnitt.

Wenn die Leute reden, brauchst du noch ein nicht ganz kleines Budget für drei Funkstrecken, Mikros und Multitrack-Aufzeichnung. Dran gedacht?

Die Kombilösung (Fotos) würde ich vergessen. Wieso du dazu Vollformat willst statt praktischerem APS-C mit günstigeren Optiken, musst du selber wissen. Sollte echt eine andere Baustelle sein.



Antwort von Hannooo:

Jott hat geschrieben:
Hannooo hat geschrieben:
Daher möchten wir aus der Hand filmen, um diesen Look aus dem oben gelinkten Video zu bekommen - hierzu sind unsere Camcorder zu groß und zu schwer.
Hm? 2 x Sony AX53, federleicht, 4K, Zoom eingebaut, hervorragender Stabilizer für Handkamera, und los geht's.

Wenn die Leute reden, brauchst du noch ein nicht ganz kleines Budget für drei Funkstrecken, Mikros und Multitrack-Aufzeichnung. Dran gedacht?

Die Kombilösung (Fotos) würde ich vergessen. Wieso du dazu Vollformat willst statt praktischerem APS-C mit günstigeren Optiken, musst du selber wissen. Sollte echt eine andere Baustelle sein.
Lowlight aber könnten wir den nicht gebrauchen? Das heißt Schauspieler auf Bühne aus Zuschauerraum bei wenig Licht ginge nicht?
Schau ich mir mal an...danke dir.

Ton haben wir mit Rode Wireless 2 Go getestet. Brauchen nur 2 Töne. Das war in Ordnung.

Hatte mich im Fotofachgeschäft beraten lassen. Die Menschen meinten, dass die dunklen Lichtverhältnisse im Zuschauerraum ein APSC System schnell an die Grenze bringen und daher Vollformat zwingend notwendig sei, um gute Bilder bei geringer ISO zu machen. Daher wurde hier zur Kombi Sony oder Canon mit 70-200 2.8 geraten.



Antwort von Jott:

Wenn der Fotofachhändler das meint. Lichtstarke Optiken sind halt günstiger bei APS-C, und es gibt auch weniger Fokusstress. Aber wie schon gesagt, das muss jeder individuell entscheiden.

Lowlight-Sorgen bei Camcordern? Wenn die Bühne normales Bühnenlicht hat, die Leute also nicht im Dunklen stehen, ist das kein "Lowlight" im Sinne von finster, sondern eine normale Situation, mit der keine Kamera Probleme hat. Aber da du ja gerne ausprobierst (sinnvoll), kannst du das tun. Mit manueller Belichtung natürlich.



Antwort von cantsin:

Jott hat geschrieben:
Lowlight-Sorgen bei Camcordern? Wenn die Bühne normales Bühnenlicht hat, die Leute also nicht im Dunklen stehen, ist das kein "Lowlight" im Sinne von finster, sondern eine normale Situation, mit der keine Kamera Probleme hat.
Dem möchte ich mal aus Praxiserfahrung entschieden widersprechen, denn Bühnenlicht ? Bühnenlicht.

Bühnenlicht kann beim Konzert eines Megastars eine Megawatt-Orgie sein, oder zwei bis vier 600W-Halogen-Scheinwerfer auf einer kleiner Musikbühne oder in einem Off-Theater, oder selbst nicht mehr in einem Stadttheater, wenn da eine Szene bei Schummerlicht spielt.

Da ich vor allem in den Orten mit 2-4 Bühnenscheinwerfern drehe, kann ich definitiv bestätigen, dass man in solchen Situationen am besten eine Kamera hat, die bei Blende 2-2.8 und 6400 ISO noch gute Bilder liefert, und einen nicht zwingt, unter 3200 ISO zu gehen.

Das kann aus meiner Erfahrung eine Blackmagic 4K oder Panasonic GH5s mit MFT-Sensor und Speedbooster sein, ein moderne APS-C-Kamera (einschließlich Fuji X-T3/4) oder ein FF-Kamera.



Antwort von Hannooo:

Ah okay. Ich ging davon aus, dass das Lowlight Szenarien sind. Bei unseren Tests war das schwarz bzw die dunklen stellen im Bild schon sehr grisselig. Da dachte ich, dass im dunklen Zuschauerraum erst Recht schwierigere Bedingungen herrschen.

Was ist denn dann der Unterschied zwischen dem 700 Euro Camcorder und einem Sony HXR-NX3 für das dreifache? Was kann der teurere so viel besser?

Wir haben derzeit einen Sony HDR-AX2000E. Ist der viel günstigere (gemessen an UVP) AX53 dann ein Fortschritt? Letztlich sind wir ein kleiner Verein und möchten so effizient wie möglich wirtschaften. Wenn ich jetzt mit dem alten AX2000E ein bisschen Bewegung mit Premiere einarbeiten kann, ist fast die Überlegung, ob wir dann doch einfach mit dem alten Material weiter machen....



Antwort von cantsin:

Hannooo hat geschrieben:
Ah okay. Ich ging davon aus, dass das Lowlight Szenarien sind. Bei unseren Tests war das schwarz bzw die dunklen stellen im Bild schon sehr grisselig. Da dachte ich, dass im dunklen Zuschauerraum erst Recht schwierigere Bedingungen herrschen.
Ja. Definitiv. Ich würde da im Zweifelsfall auch zu einer FF-Kamera greifen.
Was ist denn dann der Unterschied zwischen dem 700 Euro Camcorder und einem Sony HXR-NX3 für das dreifache? Was kann der teurere so viel besser?
Der NX3 hat drei Sensoren statt einem und ist daher auch ungefähr dreimal so lichtstark wie ein Einchip-Consumer-Camcorder mit derselben Sensorgröße. IMHO könnt ihr Kleinsensor-Consumercamcorder für Eure Zwecke komplett vergessen.



Antwort von Hannooo:

cantsin hat geschrieben:
Jott hat geschrieben:
Lowlight-Sorgen bei Camcordern? Wenn die Bühne normales Bühnenlicht hat, die Leute also nicht im Dunklen stehen, ist das kein "Lowlight" im Sinne von finster, sondern eine normale Situation, mit der keine Kamera Probleme hat.
Da ich vor allem in den Orten mit 2-4 Bühnenscheinwerfern drehe, kann ich definitiv bestätigen, dass man in solchen Situationen am besten eine Kamera hat, die bei Blende 2-2.8 und 6400 ISO noch gute Bilder liefert, und einen nicht zwingt, unter 3200 ISO zu gehen.
Ist der Zwang, den es zu vermeiden gilt, um Rauschen zu verhindern, nicht höhere ISO Werte nehmen zu müssen. Also 3200 oder weniger ist doch besser als 6400 oder noch höher?



Antwort von cantsin:

Hannooo hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:


Da ich vor allem in den Orten mit 2-4 Bühnenscheinwerfern drehe, kann ich definitiv bestätigen, dass man in solchen Situationen am besten eine Kamera hat, die bei Blende 2-2.8 und 6400 ISO noch gute Bilder liefert, und einen nicht zwingt, unter 3200 ISO zu gehen.
Ist der Zwang, den es zu vermeiden gilt, um Rauschen zu verhindern, nicht höhere ISO Werte nehmen zu müssen. Also 3200 oder weniger ist doch besser als 6400 oder noch höher?
Eine FF-Kamera rauscht bei ISO 6400 ungefähr so stark wie eine APS-C-Kamera bei ISO 3200 und eine MFT-Kamera bei ISO 1600, wenn man Kameras derselben Technikgeneration nimmt und keine Spezialsensoren (wie z.B. den lichtstärkeren 12MP-MFT-Sensor der GH5s und Pocket 4K) verwendet.

Was ich meinte ist, dass man bei Schwachlicht in Bühnensituationen eine Kamera haben sollte, die bei 3200 ISO und höher noch brauchbare Bilder liefert, und keine Kamera, die einen aus bildqualitativen Gründen bzw. wegen Rauschvermeidung dazu zwingt, unterhalb von 3200 ISO zu bleiben und ggfs. unterzubelichten. Viele heutige Kameras haben Dual-Gain-Sensoren, bei denen die zweite native ISO-Stufe bei ISO 3200, 4000 oder 6400 liegt und auf der sich saubere Lowlight-Aufnahmen problemlos machen lassen.

EDIT: Übrigens bringt Video-Raw-Aufnahme bei extremen Low Light sehr viel, da man Raw-Material in Kombination mit Rauschfilter-Software wie Neat Video Pro erheblich höher pushen bzw. bei erheblich höheren ISOs aufnehmen kann, als in der Kamera entrauschtes Material. Bei Bühnen-Mischlicht ist außerdem die RAW-eigene Möglichkeit, den Weißabgleich erst nachträglich einzustellen, extrem hilfreich.








Antwort von Jott:

cantsin hat geschrieben:
Jott hat geschrieben:
Lowlight-Sorgen bei Camcordern? Wenn die Bühne normales Bühnenlicht hat, die Leute also nicht im Dunklen stehen, ist das kein "Lowlight" im Sinne von finster, sondern eine normale Situation, mit der keine Kamera Probleme hat.
Dem möchte ich mal aus Praxiserfahrung entschieden widersprechen, denn Bühnenlicht ? Bühnenlicht.
Da darfst du gerne widersprechen - ich schreib's halt, weil wir deren drei (Sony AX53) immer wieder bei normalem Bühnenlicht als Fixkameras im Einsatz haben. Für durchaus hohe Ansprüche. Völlig problemlos, Automatiken aus (!!!!), 100% Zebra auf weiße Hemden o.ä. und gut ist. Da rauscht nix.

War halt ein Tipp aus der Praxis. Ich weiß, Camcorder sind nicht sexy! :-)

Aber Hannooo hat ja schon welche. Wieso allerdings das genannte ebenfalls kleine und winzige Modell "zu schwer" sein soll für Handkamera - ist ja eine "Handicam" - verstehe ich nicht. Erlebt wohl jeder anders.



Antwort von Hannooo:

Das ist interessant.

Muss korrigieren. Wir haben eine PMW-200 - habe nochmal nachgesehen. Die war vor Jahren richtig teuer und hat eigentlich immer gute Dienste erwiesen. Nur wirkte sie eben nicht handlich genug, um sie 6 stunden fast ohne Pause in der Hand zu halten. Sind schon über 3 Kilo mit allem dran.

Aber ich werde das mit den AX 53 bei Gelegenheit mal für die Bühne testen. Danke für die Erfahrungswerte.



Antwort von cantsin:

Die beste Empfehlung an den TO, die man hier geben kann, ist wohl, mal mit einem Belichtungsmesser (ggfs. auch einer Smartphone-Belichtungsmesser-App) den Drehort in der angepeilten Lichtsituation zu messen, um herauszufinden, wieviel ISO tatsächlich benötigt werden.



Antwort von Hannooo:

cantsin hat geschrieben:
Die beste Empfehlung an den TO, die man hier geben kann, ist wohl, mal mit einem Belichtungsmesser (ggfs. auch einer Smartphone-Belichtungsmesser-App) den Drehort in der angepeilten Lichtsituation zu messen, um herauszufinden, wieviel ISO tatsächlich benötigt werden.
Wie gesagt: Wir haben hier drei Szenarien. Vordergründig geht es hier im Thread um diese doch recht einfache Geschichte, die dem obigen Video ähnelt. Rest sind quasi Bonusfragen, die sich anschließen...

Aber ich bin derzeit so weit, dass ich sage: Wir machen das Videoprojekt mit altem Equipment und ich versuche einen Weg zu finden diese von uns gewollte ganz leichte Bewegung im Bild eben mit Premiere zu machen - auch wenn ich da bisher noch keinen guten Weg gefunden habe.

Dann muss ich auch nicht zwingend aus der Hand filmen.




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