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Mikrofon mit XLR (z.B. Rode Reporter) an Klinkeneingang mit "MIC-Power"?



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Frage von Tobias Claren:


Hallo.

Kann Ich einfach ein Mikrofon wie das Rode Reporter oder ein t.bone MB85BETA an einen kleinen Klinkeneingang wie bei einem Sony Camcorder oder Zoom H2N anschließen?
Beide haben ja Mic-In-Power.
Oder benötige ich da einen aktiven Adapter?



Antwort von cantsin:

Wenn die keine Phantom Power brauchen, sollte es gehen. Eine andere Frage ist natürlich, wie gut der Mikrofoneingang Deiner Kamera ist...



Antwort von Blackbox:

Ist prinzipiell nicht schön dynamische Mikros mit plug-in Power zu behelligen, sollte aber trotzdem zerstörungsfrei gehen.
Ansonsten wird das Reporter-Mikro wohl durch seine geringe Ausgangsleistung (nur 1mV) am Kameraeingang und beim H2n ein wenig Rauschen verursachen. Bei leisen Quellen kann das Rauschen dann auch lästig werden.








Antwort von atomic:

"Tobias Claren" hat geschrieben:
Sony Camcorder oder Zoom H2N
Beide haben ja Mic-In-Power.
Beim Zoom H2n lässt sich Plug-In-Power abstellen ("OFF").



Antwort von Tobias Claren:

Ist "Mic-Power" nicht die Speisespannung von 48V?
Daher auch die Frage.
Scheinbar nicht...
Plugin-Power vs. Phantomspeisung 48V.

Also brauchen t.bone MB85BETA und Rode Reporter nichts von beidem (?).
Und das OKM2 braucht nur Plugin-Power/Mic-In/Tonaderspeisung (alles eins?).

Habe Ich nie bemerkt, da bisher nur unbedeutende Testaufnahmen, und da waren auch die Aufnahmen am Fostex FR-2LE mit "Phantom On" nicht "schlecht".
Und laut Thomann:
Sollte dennoch eine Phantomspannung anliegen, ist dies für dynamische Mikrofone unproblematisch, sie beschädigt auch nicht das Mikrofon.
Ausnahme: Bändchenmikrofone sollten nicht mit Phantomspeisung betrieben werden.
Beide Mikrofone sind wohl keine "Bändchenmikrofone".

Das t.bone MB85BETA war kein bewusster Kauf, war von privat beim Fostex dabei.
Das Rode Reporter bewusst, weil der Name den Zweck beschreibt, und die Länge den bestätigt.
Man hält es Menschen entgegen, oder lässt jemand selbst halten und sprechen bzw. steckt es in eine Halterung.
Und ein Mikrofon wie das MB85BETA ist so kurz, dass man es zusammen mit 5cm hohen Mic-Flag (unter der Spitze) auch am Stecker halten muss.


"Ist prinzipiell nicht schön dynamische Mikros mit plug-in Power zu behelligen"

Für den Klang nehme ich an.
Thomann beugt da zumindest Bedenken vor, dass könnte etwas am Mikrofon verändert haben.


Dann frage ich nun erst mal, sollte Ich/man denn ein Kondensatormikrofon einsetzen?
Angedachte Anwendung ist Videoaufnahme zu Hause, Videostreaming zu Hause, und Videoaufnahme unterwegs.
Zu Hause dachte ich an das t.bone MB85BETA.
Kondensatormikrofone scheinen empfindlicher für Defekte durch Stöße zu sein.
Weniger Rückkopplung ist ohne Lautsprecherwiedergabe kein Vorteil des Dynamischen Mikrofon.



Habe das jetzt mal mit einem noch vorhandenen XLR/Klinke-Pigtail an das Mainbaord (Z370I GAMING PRO CARBON AC) angeschlossen.
Jetzt habe Ich da auch Ton in Audacity.
"Problembehandlung" in Sound hatte ich trotzdem mal laufen lassen: "Fehler bei der Problembehandlung - Unerwarteter Fehler. Der Problembehandlungs-Assistent kann nicht fortgesetzt werden."
Hatte das vorher ohne Erfolg mit einem iRIG PRE versucht. Auf On und 48V.
Das Teil ist eh seltsam. Hat den Ton vom t.bone aber ins Android-Smartphone (Samsung Note 8) mit "iRIG Recorder" gebracht.
Aber nur damit. Ich glaube mit dem normalen Audiorecorder nichts...
Es gibt ein leises Rauschen, und auch bei deutlicher Aussprache keine laute Anzeige in der grafischen Darstellung.
Aber nicht schlecht. Ist ja auch nur der Mic-In des Mainboard.
Ich fand da auch noch keine "Gain"-Einstellung. Windows bietet da scheinbar keine Option.
Das geringste Rauschen hat evtl. der Fostex. Ist aber schwer zu vergleichen.
Eine Analyse-Software die Aufnahmen inkl. leerer Aufnahmen bewertet wäre interessant.

Am Camcorder klingt es durch die x Meter XLR-Kabel eines Tisch-Arm und den Pigtail nicht schlecht.
Kein großer Unterschied zwischen den beiden Mikrofonen von t.bone und Rode. Das Rode klingt etwas "klarer", aber das soll nicht heißen dass t.bone klingt schlechter.
Evtl. einen Tick "wärmer". Und das interne Kamera-Mikrofon scheint zu dem beiden hörbarer anders zu klingen als die beiden gegeneinander. Aber auch nicht schlecht.
Pegel könnte vergleichbar sein mit TV, den ich zum Test in VLC vom Enigma2-Receiver gestreamt habe.
Bei 75% von Windows und 75% im VLC war es angenehm, und 75% im zweiten VLC-Fenster hat eine vergleichbare Lautstärke.
Ich finde nur im Menü gerade keine Option zum deaktivieren von Mic-Power. Ich dachte die schon gesehen zu haben.


Nicht die Frage vergessen in wie weit ein Mikrofon mit 48V Phantomspeisung Vorteile oder gar Nachteile haben könnte.

Ich habe auch noch zwei t.bone Richtmikrofone. Da kommt sogar eine Batterie rein.
Bedeutet das, dass Ich keine Phantomspeisung vom Recorder bzw. zwischengeschaltetem Gerät benötige, und auch Plugin-Power deaktivieren sollte?



Antwort von pillepalle:

"Tobias Claren" hat geschrieben:
Ist "Mic-Power" nicht die Speisespannung von 48V?
Daher auch die Frage.
Scheinbar nicht...
Plugin-Power vs. Phantomspeisung 48V.

Also brauchen t.bone MB85BETA und Rode Reporter nichts von beidem (?).
Und das OKM2 braucht nur Plugin-Power/Mic-In/Tonaderspeisung (alles eins?).
Vielleicht erstmal ein paar grundsätzliche Dinge klären. Dein T-bone MB85 Beta und Dein Rode Reporter sind dynamische Mikrofone. Die nutzt man idealerweise ohne Versorgungsspannung, denn bei ihnen wird die Spannung von dem Wandler selber induziert (magnetische Induktion). Daneben gibt es noch Kondensatormikrofone. Die benötigen eine Spannung um an der Mikrofonkapsel eine Vorspannung aufzubauen, denn der Wandler funktioniert kapazitiv/elektrostatisch nach dem Prinzip eines Kondensators.

Welche Art von Spannung man nun für sein Mikrofon braucht hängt vom jeweiligen Mikrofontyp ab, denn es gibt unterschiedliche Kapselbau- und Funktionsweisen unter den Kondensatormikrofonen. Bei den meisten modernen Kondensatormikrofonen nutzt man eine Phantomspeisung von 48V. Ausnahmen davon sind z.B. Elektretkapseln. Bei denen ist die Mikrofonmembran bereits vorpolarisiert und daher kommen sie mit viel geringeren Spannungen aus. Sie können also z.B. mit einer Batterie, oder dem sog. Plugin-Power (in der Regel 5V) betrieben werden. Das findet man z.B. oft in Lavalier-Mikrofonen, manchen Kameramikrofonen, oder auch Deinem OKM2 (falls Du damit die Ohrstöpsel von Soundman meinst).

Es gibt zwar rein technisch gesehen noch andere Spannungsstandards für Phantomspeisung (P12=12V, P24=24V) aber P48 ist der gängige Standart. Mit Tonaderspeisung (12V) brauchst Du Dich auch nicht beschäftigen, denn die wird heute (genauso wie Tuchelstecker) nicht mehr verwendet.

Bei der Signalführung muss auch nochmal zwischen symmetrischer Signalführung (zwei signalführende Adern) aus dem professionellem Bereich und unsymmetrischer Signalführung aus dem Hifi- und Amateurbereich unterschieden werden. Einfach gesagt ist eine symmetrische Leitung weniger störanfällig und es können längere Kabelwege verlegt werden. Die meisten Mikrofone mit XLR Ausgang haben an ihren drei Polen eine symmetische Signalführung. Um ein Signal zu symmetrieren braucht es einen Übertrager, oder eine elektronische Verstärkerschaltung.

Bevor Du also selbst anfängst herumzubasteln macht es Sinn sich erstmal mit den Grundlagen der Mikrofontechnik vertraut zu machen. Wenn Dich das nicht interessiert, dann nutze die Mikros einfach so, wie es für sie vorgesehen ist. Das findest Du in der Regel in der jeweiligen Bedienungsanleitung erklärt.

VG



Antwort von Blackbox:

Wichtig zum Verständnis ist auch der Unterschied zw. Phantomspeisung (i.d.R. 48V) und Plug-In Spannungsversorgung.
Bei Phantomspeisung liegt an pin2 und Pin3 (XLR) die gleiche positive Spannung an. Da die Membran bzw- die damit verbundene Spule dynamischer Mikrofone (wie die oben genannten) an pin2 und 3 angeschlossen wird gibt es keine Spannungsdifferenz, kriegt die Spule (sehr dünner Kupferdraht) also keine Spannung ab und brennt nicht durch. Das 'Minus' der Phantomspannung liegt auf Masse/Schirm und ist nicht mit Membran/Spule verbunden, weshalb sich der Stromkreis nicht schliesst, also kein Strom fliesst.
Das ist bei Plugin Speisung anders, weswegen die 1,5 - 5V Spannung durch den Spulendraht des Mikros fliesst. Da glücklicherweise nur wenig Strom fliesst brennt in der Regel trotzdem nichts durch.




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