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Manfrotto 504HD... wirklich so mies???



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Frage von pixelschubser2006:


Aus einer reinen Kauflaune habe ich mir ein Manfrotto 504HD mitsamt 100mm-Carbon-Beinen (natürlich mit Adapter auf 75mm) bestellt. Das gibt es bei Teltec für extreme 599 Euro brutto. Ich hatte mich anfixen lassen, da mein Sachtler FSB4 zwar einen super Job macht, aber mit den damals gekauften Beinen einfach nicht hoch genug ist. Und das Packmaß der Tasche hätte ich gerne kürzer.

Heute kam das Manfrotto und bin entsetzt. Daß der Kopf etwas schlechter ist, als mein FSB4, hatte ich ja schon einkalkuliert, immerhin kostet eine vergleichbare Sachtler Kombi auch das dreifache. Aber das, was ich hier geboten bekam, ist eine Frechheit. Jede Einstellung am Kopf schmatzt wie ne Fettpresse beim Schmierdienst. Die Rändelschraube vom Teleskoparm war krumm und klemmte. Der Kopf macht bei Neigungen mahlende Geräusche. Sorry, aber das ist schrott. Bislang dachte ich, der 504HD sei im Budget-Bereich eine feste Größe. Habe ich nur ein defektes Exemplar erwischt oder ist der wirklich so mies?

Nun habe ich von Anfang an auf die Beine geschielt und dachte, ich packe den FSB4 auf die Carbon-Beine. Das passt leider nicht - obwohl mit Verkäufer besprochen. Sein Kommentar dazu: "Sowas hat bei uns nie einer probiert, das machen nur unsere Kunden...". Nun machen die Beine wirklich keinen üblen Eindruck, aber bei DEM Kopf. Ich habe den Fehler gemacht, nicht gleich den N8-Kopf zu nehmen, den ich vor einigen Tagen für nur einen recht geringen Aufpreis hätte bestellen können. Mittlerweile kostet die Kombi fast genausoviel wie ein FSB4 in einer für mich geeigneten Ausführung.

Ich bin nun hin- und hergerissen. Soll ich einfach gegen hoffentlich besseres Exemplar tauschen? Oder zurückgeben und dann Sachtler kaufen, wenn ich eh zweites Stativ brauche? Bislang arbeite ich nicht oft mit Multi-Kamera-Setup... da brauche ich aktuell noch nicht zwingend ein zweites, gutes. Nur 6-10cm mehr Höhe, würden mir bei O-Tönen echt extrem weiterhelfen... ich habe auch schon gedacht, einfach nur die Beine zu tauschen, aber die Preisstruktur macht das ja ziemlich unattraktiv... (mit Spinne & Tasche) wie denkt Ihr darüber? Wobei ich die Tasche und die Bodenspinne im Grunde auch weiternutzen könnte... Und eines bleibt festzuhalten: Mein FSB4 arbeitet seit 4,5 Jahren im Blaulichteinsatz perfekt, ohne jeden Kritikpunkt. Offenbar ist ein 504HD davon weit entfernt.



Antwort von Jott:

Sachter hat seinen Ruf seit Jahrzehnten nicht umsonst.



Antwort von Jörg:

Ich glaube, bei Manfrotto ist das Glücksache.
Ich habe für mein Manfrotto Froschstativ einen 75mm MVH 502A Pro gekauft.
Beide Teile arbeiten vollkommen unspektakulär und unproblematisch.
Sie sind robust und stabil.
Ich habe aber mit Manfrotto ganz andere eigene Erfahrungen gemacht.

Mein Sachtler ist dagegen das Arbeitstier, ohne jede Allüren.
Meine Entscheidung stände an deiner Stelle fest.





Antwort von pillepalle:

Wenn Du das Geld für ein Sachtler hast und es Dir eh besser gefällt, dann würde ich auch nicht lange überlegen.

Ich brauchte vor etwa einem Jahr auch ein Videostativ mit Fluidkopf und hatte mir damals den Manfrotto Nitrotech N8 geholt, weil es den in einem Angebot knapp 100,-€ günstiger gab. Hab zwar keinen direkten Vergleich zum Sachtler aber ich bin von dem Kopf recht angetan. Wenn ich mir Mühe gebe kriege ich einen Friktionsknopf zum Schmatzen, aber an dem dreht man auch nicht ständig herum, so daß es mich beim arbeiten auch nicht stört. Ich mag an dem den stufenlosen Gewichtsausgleich und das er eine Flatbase hat, so das ich ihn vielseitig einsetzen kann. Ich habe mir noch eine Manfrotto Halbkugel dazu geholt die ich auf einem Gitzo Systematic Stativ (das GT3543XLS) nutze. Das Gitzo Stativ finde ich auch genial, ist aber mit 900,-€ nicht das günstigste. Wiegt dafür nur 2,3kg, geht ohne Mittelsäule auf 2m Höhe und steht bombenfest. Über das Sachtler Flowtech hatte ich auch nachgedacht, machte mir aber zuviel Radau bei der Höhenverstellung und ist allgemein weniger felxibel, schwerer und größer vom Packmaß. Meine zweite Kamera nutze ich zur Zeit nur auf einem anderen Fotostativ mit Kugelkopf. Sollte ich mir mal einen zweiten Fluidkopf holen, würde es vermutlich wieder ein Nitrotech werden, obwohl ich die Sachtler Köpfe auch sehr reizvoll finde.

VG



Antwort von pixelschubser2006:

Bislang hatte ich die Rechnung aufgestellt: Manfrotto mit Carbon-Beinen (worauf ich allerdings keinen Wert lege... only nice to have) bis 8 Kg für 600 Euro, Sachtler FSB4 für 1000 Euro oder gar FSBFSB im Glossar erklärt 6 für 1600. Mir ist nicht ganz klar, ob man den 504HD hinsichtlich der Belastbarkeit mit dem FSB6 oder FSB8 vergleichen muss.

Das ist aber letztendlich theoretisch bis philosophisch, denn ich habe gerade erst ne Sony Z150 gekauft und komme daher mit meinem Kopf super klar. Aus rein ergonomischer Sicht schiele ich auf die kleinen JVC Schultercams, wo eine höhere Belastbarkeit des vorhandenen Stativs eine Investitionshürde vermeiden würde. Da ich aber mit nix mehr anderem als 1"-Sensor filmen will und damit keine (bezahlbare) Schultercam in Sicht ist, brauche ich auch kein schwereres Stativ.

Dennoch war das Manfrotto einfach zu verlockend. Ein amtliches Stativ zu bezahlbarem Kurs. Was mich nur stutzig macht: Der 504er Kopf ist ja eigentlich ein Auslaufmodell, denn der N8 scheint ja nicht wesentlich teuerer zu sein, als der 504 bisher (ohne die Preise genau verfolgt zu haben). Nicht daß Manfrotto am Ende den Kopf in China in schlechterer Qualität weiterbauen lässt. Kling im ersten Moment abwegig, aber im Lautsprecherbau habe ich genau das erlebt (vor 15 Jahren mit JBL und Infinity auf breiter Front!).

Ich habe jedenfalls beschlossen, daß mir das Manfrotto in der Praxis nicht viel bringt. Es ist wesentlich klobiger als mein FSB4, und das bringt mehr Nachteile als Vorteile. Außerdem habe ich vorgestern noch einen O-Ton mit jemandem gedreht, der mindestens 1,95m groß war - und für die technische Qualität ein Lob aus dem Sender bekommen. Ergo kann man da Kompromisse eingehen. Und: Das FSB4 als 4/2D bietet mir ja alles, was ich aktuell brauche, in Top-Qualität. Auch, wenn ich mich wieder über die nicht-beleuchtete Wasserwage ärgern werde. Finde ich bei dem Preis einen absoluten Witz, aber selbst ich als "Ständig-im-Dunkeln-Filmer" konnte ich mich damit arrangieren.

Unklar war mir noch, ob ich die Bodenspinne oder Mittelspinne nehme. Entgegen der landläufigen Meinung kam ich bislang mit der Bodenspinne super klar, habe aber dennoch soeben das mit Mittelspinne bestellt. Erstens will ich den Vergleich in der Praxis haben, im EB-Sektor muss die Dominanz der Mittelspinne ja Gründe haben. Zweitens: Ich kann ja jederzeit umrüsten. Gleichzeitig kommen die Stative eh nur zum Einsatz, wenn es scheissegal ist...

Echt harte Geburt... die meisten hätten sich einfach ein ACE bestellt und wären happy damit... aber ich bin da leider extrem, was vermutlich dadurch kommt, daß ich nicht nur Kreativer bin, sondern von Haus aus Techniker.... und Erfahrung mit Qualität kann einen echt versauen... ;-)



Antwort von Konsument:

Versteh' den Hype um Manfrotto überhaupt nicht. Die sind mir schon früher durch die übermäßige Verwendung von Heißkleber unangenehm aufgefallen.



Antwort von K.-D. Schmidt:

Bei mir heißt die Firma mittlerweile Manschrotto. Für stationären Betrieb mit fixer Kamera gerade noch geeignet, ansonsten nur als Notbehelf.



Antwort von Jörg:

pixelschubser befürchtet

Nicht daß Manfrotto am Ende den Kopf in China in schlechterer Qualität weiterbauen lässt.

Man könnte Manfrotto nur zu diesem Schritt nach China raten, zumindest, wenn die aktuellen Geräte noch aus Italien kommen sollten...
schlechter baut ein normaler chinesischer Betrieb eher nicht.



Antwort von pixelschubser2006:

Das kann man sogar ohne Spott so stehenlassen. Mir ist aufgefallen, daß die Chinesen Auftragsarbeiten zumindest in der Elektronik schon vor 30 Jahren blitzsauber hinbekommen haben. Zumindest wenn eine westliche Firma die Entwicklung gemacht hat und die Fertigung kontrolliert. Bestes Beispiel sind britische High-End Audio-Labes wie NAD oder Rotel. Zu Zeiten, wo die Chinesen augenscheinlich mit einem Radiowecker überfordert waren, hat man dort in sehr sauberer Qualität für die Engländer produziert. Geht doch! Und heute, wo jedes 79-Euro-Smartphone schon extrem penibel gebaut werden muss, klappt das erstrecht.
Allgemein habe ich den Eindruck, als wenn die ganzen Billig-Hersteller von Stativen in den letzten fünf Jahren echt massiv dazugelernt haben. Zumindest sind Testurteile nicht mehr so vernichtend, und ernstzunehmende Broadcast-Systemhäuser verkaufen Marken wie E-Image. Da sollte sich Manfrotto als bis dato erschwinglichster Markenhersteller keine Blöße geben und deutlich auf Abstand bleiben. Mit meinem Exemplar klappt das nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein chinesischer Nachbau (sind ja etliche Manftotto-Clones auf dem Markt) spürbar schlechter ist.

pixelschubser befürchtet

Nicht daß Manfrotto am Ende den Kopf in China in schlechterer Qualität weiterbauen lässt.

Man könnte Manfrotto nur zu diesem Schritt nach China raten, zumindest, wenn die aktuellen Geräte noch aus Italien kommen sollten...
schlechter baut ein normaler chinesischer Betrieb eher nicht.




Antwort von -paleface-:

Hab mir gestern noch das Manfrotto MVH502AH bestellt. Brauche für ein Projekt was super leichtes.
Scheint ja das selbe wie das 504HD zu sein nur in der einfachreren Ausführung.

Hoffe deine Probleme treten da nicht auf.



Antwort von pixelschubser2006:

Das wird spannend... berichte uns mal vom Ergebnis. Ich würde nämlich für einen Slider auch diese Köpfe einsetzen, denn da sind m.E. die Anforderungen nicht so hoch. Wer schwenken, neigen und schieben gleichzeitig will, nimmt besser einen Kran ;-). Für alles andere sind die 502er Heads wohl ziemlich ideal, zumal in dem Segment die Nachbauten auch nicht mehr viel billiger sind. Und bei Manfrotto fühlt sich immerhin noch jemand verantwortlich, wenn was schiefläuft.



Antwort von -paleface-:

Auf dem Slider habe ich den Nitrotech. Aber der war meiner Meinung mein größter Fehlkauf....neben dem Edelkrone- Wing.

Total ätzender Stativkopf.... shame on you Slashcam so ein Teil positiv zu promoten! ;-)



Antwort von Jörg:

Das kann man sogar ohne Spott so stehenlassen.

ich werde nie über chinesische Qualität spotten, nach meiner Erfahrung ist die astrein.
Ich brauche für ein Projekt ein fisheye, habe ein 7artisans 7,5 mm f:2.8 gebraucht für 80.--€ gekauft.
Die mechanische Qualität ist überragend, die optische für diesen Preis sensationell, das ist der erste Eindruck, ich war von diesem Ergebnis überrascht.



Antwort von pillepalle:


Auf dem Slider habe ich den Nitrotech. Aber der war meiner Meinung mein größter Fehlkauf....

Total ätzender Stativkopf.... shame on you Slashcam so ein Teil positiv zu promoten! ;-)

Was findest Du denn am Nitrotech so ätzend? Kann das Manfrotto bashing hier nicht so ganz nachvollziehen. Bin ziemlich zufrieden mit dem Ding und das was ich zu bemängeln habe (wie z.B. die Position der Libelle), ist bei anderen Köpfen meist auch nicht besser gelöst.

VG



Antwort von -paleface-:

Was mir am Nitro nicht gefällt.

- Um das Stativ festzuziehen muss man ein Rädchen drehen. Bei anderen nur einen Hebel umlegen. Das dauert ewig und zudem weißt du nie ob du es getan hast. Bei anderen Köpfen kannst du von 1m entfernung sehen..."ah Hebel umgelegt...Stativ sicher". Bei dem Rad weißt du es nicht.
- Einlegen der Kamera muss schräg passieren
- Du kanst nicht mit links die Kamera entriegeln
- Der Verringlungshebel der oben ist ist extrem ungenau
- Der Schwenkgriff fühl sich klobig an
- Viele Ecken und schlitze für Dreck und Staub (das Teil bekommst du nach einem Dreh um Sand schwer sauber)

Bin kein Manfrotto HATER. Hab selber vieles von denen. Aber der Nitro, obwohl das teuerste was ich von denen habe, hat mir am wenigsten gefallen.



Antwort von pixelschubser2006:

Ich habe mich in meinem Lob der Chinesen auf bestimmte Bereiche bezogen. Verallgemeinern kann man das nicht. In manchen industriellen Sparten sieht das nämlich ganz anders aus. Werkzeugbau z.b.... da haben in meiner Region (Hochburg der Kunstoffindustrie, speziell für Elektro) etliche Firmen katastrophale Erfahrungen gemacht. Und chinesische Videoköpfe waren bislang nie die Krone der Schöpfung... meistens eher als "Beutekunst" zu betrachten. Von Autos rede ich lieber nicht. Brilliant & Co. lassen grüßen...

Den Chinesen fehlen nämlich ein paar Eigenschaften, die z.b. die Japaner sehr erfolgreich gemacht haben. Als die Japaner in den 40ern und 50ern Kameras "kopiert" haben, hatten die bereits jahrzehntelange Erfahrung in der Optik und allerhöchste Qualitätsansprüche. Autos waren ebenfalls vom Fleck weg qualitativ top. Chinesen sind spitze im kopieren, verlieren ohne Kontrolle aber gerne die Fertigungsqualität aus dem Auge. Sehr differenziert läuft das bei den Koreanern. Samsung z.b. wurde von einem Patriachen geleitet, der japanische Tugenden und Ansprüche hatte. Bei Autos tat man sich wesentlich schwerer, ist aber offenbar auf einem guten Weg. Bin mal gespannt, wie die Chinesen das aus eigener Kraft aufholen wollen.

Das kann man sogar ohne Spott so stehenlassen.

ich werde nie über chinesische Qualität spotten, nach meiner Erfahrung ist die astrein.
Ich brauche für ein Projekt ein fisheye, habe ein 7artisans 7,5 mm f:2.8 gebraucht für 80.--€ gekauft.
Die mechanische Qualität ist überragend, die optische für diesen Preis sensationell, das ist der erste Eindruck, ich war von diesem Ergebnis überrascht.




Antwort von pillepalle:

@ paleface

Ewig am Rädchen drehen? Je nachdem welches Rädchen Du meinst sind das bei mir zwischen ganz locker und verriegelt 180° bzw. ca. 300°...würde ich jetzt nicht als ewig bezeichnen. Das schräge 'top loading' finde ich ehrlich gesagt viel praktischer als das horizontale Einfädeln der Stativpaltte und geht auch mit einer Hand. Ok, muss einem nicht gefallen, aber ist ja nicht so das es schlecht funktionieren würde. Mit der Entriegelung hast Du recht. Die geht nur mit der rechten Hand, aber dafür auch einhändig. Den klobigen Schwenkgriff könnte man auch griffig nennen und wie robust er gegen Umwelteinflüsse ist, wird sich wohl nur mit der Zeit beweisen lassen. Immerhin hat man 5 Jahre Garantie auf das Teil.

Ich bin jetzt kein Manfrotto Vertreter und von mir aus können auch alle den Kopf schlecht finden. Ich kann Deine Kritikpunkte zwar verstehen, aber Dein Urteil nicht nachvollziehen. Ätzend wäre für mich z.B. eine versprochene Funktion die nicht funktioniert, oder wenn sich damit nicht vernünftig arbeiten ließe. Es gibt andere Dinge die mir z.B. aufgefallen sind und die verbesserungswürdig sind. Zum einem befinden sich nirgendwo Skalen zur Orientierung und man muß fast alles nach Gefühl einstellen. Oder das die Friktion für die Pan Bewegung etwas fummelig einzustellen ist. Die Friktion ist mir schnell mal zu locker, oder zu straff. Aber ansonsten gefällt er mir wie gesagt sehr gut, ist super schnell einzustellen und macht genau was er soll. Bin mir sicher das es auch deutlich bessere Köpfe gibt, nur sind die auch deutlich teurer. Ich persönlich finde Preis und Leistung bei dem Kopf sehr gut.

VG



Antwort von rabe131:

Heute gib es bei CVP ein Advent-Angebot für den Sachtler ACE Kopf...

https://cvp.com/deals/twelve-days-of-ch ... aign=email




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