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Lavalier-Mikro mit XLR für Einsteiger



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Frage von Addie:


Morgen zusammen,

ich überlege zwar immer noch, ob Kabel oder gleich Funk, aber da Kabel günstiger ist, fange ich damit mal an. Könnt ihr mir ein halbwegs vernünftiges Einsteiger-Lavalier-Mikro mit XLR-Stecker (für Panasonic HC-X 2000) empfehlen, das für Interviews halbwegs gut klingt? Ich weiß nicht, ob es da im Bereich um 100 € schon etwas gibt, bräuchte direkt 2. Kann den Sound zwar hinterher immer noch aufhübschen, aber hätte natürlich am liebsten so wenig Arbeit wie möglich. Vor allem sehr starkes Eigenrauschen mancher Mikros nervt mich. Hatte mal dieses ultragünstige Audio Technica für 29 € (!), für den Preis halt in Ordnung, aber sonst auch echt - naja...was will man aber auch erwarten? ;-) Mit viel Nachbearbeitung ging es grad so, immer noch besser als der Raumklang des internen. Aber wie gesagt, es soll jetzt etwas besser werden.

Oder würdet Ihr sagen: gib gleich etwas mehr aus und nimm Funk, dann hast du keine Probleme mehr mit Kabelei. Allerdings fehlen mir mit Funk jedwede Erfahrungen, hab ich noch nie benutzt. Im Forum habe ich das hier gefunden, 2x wären dann 430 €. https://bit.ly/38T5BU3 Habe halt ein bisschen Schiss vor Funk, ob das wirklich zuverlässig funktioniert. Daher wäre wohl beides im Koffer ideal... ;-)



Antwort von carstenkurz:

https://www.ohrwurmaudio.eu

Ob Du auf Gekabel zugunsten einer Funklösung verzichten willst, kannst Du nur selbst beantworten.

Beide Lösungen - Ohrwurm, als auch die Funklösung, sind im Resultat sehr rauschfrei, wenn auch aus ganz verschiedenen Gründen.

- Carsten



Antwort von Sammy D:


https://www.ohrwurmaudio.eu

Ob Du auf Gekabel zugunsten einer Funklösung verzichten willst, kannst Du nur selbst beantworten.

Beide Lösungen - Ohrwurm, als auch die Funklösung, sind im Resultat sehr rauschfrei, wenn auch aus ganz verschiedenen Gründen.

- Carsten

Ruessel scheint aber kein Lavalier mehr im Angebot zu haben...








Antwort von ruessel:

Ruessel scheint aber kein Lavalier mehr im Angebot zu haben...

Das ist richtig.
Es gab Probleme mit digitalen Funkstrecken von Rode. (dort mit allen Lavaliere größer als 8mm, die Anschlussplatine wirkt als Antenne)
Die jetzige Ohrwurmkapsel ist gegen Einstrahlung geblockt - sollte evtl. funktionieren, habe aber das noch nicht mit Rode Funkstrecken testen können, da ich keine besitze.



Antwort von Addie:

Komme jetzt erst zum Antworten, war unterwegs...

Danke für den Link!
Ok, da bin ich Newbie, von den Dingern habe ich tatsächlich noch nie etwas gehört, Asche auf mein Haupt...

Also man hängt sich das Mikro quasi einfach ans Ohr, und von dort nimmt es genauso gut auf wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung für's Smartphone (nur eben mit Kabel)? Interessant. Einziger Nachteil: es ist halt sehr sichtbar im Bild. Oder könnte man diese Ohrhalterung auch abnehmen und das Mikro woanders platzieren? Preislich auf jeden Fall interessant und Klangqualität soll ja super sein.

Unter "technische Daten" steht "XLR 48V Phantomspannung mit Zubehör" - d.h., dass man noch Zubehör kaufen muss oder alles schon dabei ist?



Antwort von ruessel:

Nein, ich hatte XLRXLR im Glossar erklärt Lavaliere letztes Jahr im Angebot. Da ich nicht weiß ob die neue HF entstörte Kapsel auch mit der digitalen Rode Funkstrecke läuft, lasse ich das.



Antwort von Addie:

Ich meinte auch: kabelgebunden, aber angeschlossen über XLR. Das trifft auf die zu, oder?



Antwort von suchor:


Nein, ich hatte XLRXLR im Glossar erklärt Lavaliere letztes Jahr im Angebot. Da ich nicht weiß ob die neue HF entstörte Kapsel auch mit der digitalen Rode Funkstrecke läuft, lasse ich das.

Schade eigentlich 😀
LG



Antwort von ruessel:

Kabelgebunden gibt es so massive Einstreuprobleme natürlich nicht. Kritisch ist aber auch hier die Leitung von der Lavalierkapsel bis zum XLRXLR im Glossar erklärt Wandler. Da fällt mir ein, mit einem analogen MEMS wäre auch das kein Problem, sie Liefern vom Anschlussgehäuse schon ein symmetrisches Signal. Das wäre eine wirkliche Innovation, ich glaube sowas gibt es weltweit für Sprachaufnahmen noch nicht. Interessant.

Schade eigentlich 😀

Wer leiht mir seine digitale (Rode) Funkstrecke zur Überprüfung des HF Blocken für ein paar Tage? Bezahlung wäre ein Ohrwurmlavalier der neusten Generation.



Antwort von rush:

Du hast Post...



Antwort von ruessel:

Bitte keine digitalen Funkstrecken anbieten....läuft schon. ;-) Danke an Alle!

Bin gespannt ob eine "GSM Abschirmung" auch bei Rode klappt. An diesem Sender funktionierte auch kein Lavalier von Sennheiser, das größer als 8mm im Durchmesser war. Die Funkstrahlen pulsen den kleinen JFET der hinter der Anschlussplatine der Tonkapsel liegt. Auch Kupferfolie an Erde konnte die Störungen nur leiser machen, aber nicht verhindern..... dagegen mit einer 6mm Wald und Wiesenkapsel gab es keinerlei Störungen.



Antwort von Addie:

Ich, äh, muss glaube ich nochmal einen Schritt zurück gehen, weil ich glaube ich die Sache mit dem Kabellosen nicht ganz verstanden habe. Geht ja um beispielsweise Interview mit zwei Personen im Bild und als Alternative zum Mikro in der Hand eben Lavalier.

Kabelgebunden:
Also erstmal hatte ich ja gefragt, ob es ein es halbwegs brauchbares Laviermikro mit XLR-Stecker gibt. Da meine Panasonic HC-X2000 ja zwei einzeln unabhängig steuerbare XLR-Eingänge hat, finde ich es natürlich gut und sinnvoll, zwei Mikros mit XLR-Stecker zu haben. Hatte beispielsweise das hier gesehen. https://www.thomann.de/de/akg_c_417_ph.htm. Mal 2 wären halt 222 €. Die Bewertungen sind etwas durchwachsen.

Gibt es auch deutlich teurer: https://www.thomann.de/de/sennheiser_mke2pc.htm Super bewertet, aber viel zu teuer für mich.

Den Ohrwurm könnte ich dann auch 2x so anschließen, oder?

Funk über XLR:
Nun dachte ich, ich müsste dann zwei einzelne Funk-Lavaliere haben, so dass zwei Empfänger in die XLR-Eingänge (also in jeden einen :-P) der Kamera eingesteckt werden, damit ich die Lautstärke etc. an den Reglern der Kamera nach wie vor unabhängig voneinander regeln kann. Sender also entsprechend mit einem Lavalier ausgestattet. Das wäre dann beispielsweise dieses hier https://www.thomann.de/de/sennheiser_xs ... er_set.htm, korrekt? Gut, das ist jetzt Sennheiser, gibt es das Prinzip auch brauchbar etas günstiger? Denn das 2x, das wären ja mal eben 600 Flocken...

Funk über Klinke:
Dann gibt es aber, wenn ich es richtig verstehe, noch eine andere Möglichkeit - nicht wie oben zwei einzelne Funklavaliere über jeweils eigenen XLR-Empfänger, sondern zwei Sender, die an einem Empfänger angemeldet werden können. Aber das geht dann nur über den 3,5 Klinken-Eingang der Kamera, right? Der ist zwar nicht regelbar, aber das wäre egal, weil man die einzeln getrennten Lautstärken in dem Fall über den Empfänger regeln kann, richtig? Beispiel dafür wäre das hier https://amz.run/40Sd. Das ist jetzt vermutlich kein Knaller... In UHF und 2,4 Ghz, keine Ahnung, was besser ist.

Oder eben: Zwei Sender und zwei Empfänger, wie beim Rode Wireless Go. Zwei Sender sind halt nerviger vom Platz her, aber bei diesem Set hier sind die wohl über diesen blauen Halter für den Blitzschuh angebracht: https://www.thomann.de/de/rode_wireless_go_bundle.htm. Bei diesem Set wäre dann auch ALLES dabei, oder? Allerdings sind es auch 600 €, da könnte ich auch das o.g. Sennheiser über XLRXLR im Glossar erklärt nehmen...

Stimmt das alles so halbwegs oder habe ich Denkfehler? Ist wahrscheinlich peinlich, aber ich bin da echt Anfänger in dieser Richtung...sorry, wenn das blöd ist...








Antwort von ruessel:

Also erstmal hatte ich ja gefragt, ob es ein es halbwegs brauchbares Laviermikro mit XLR-Stecker gibt. Da meine Panasonic HC-X2000 ja zwei einzeln unabhängig steuerbare XLR-Eingänge hat, finde ich es natürlich gut und sinnvoll, zwei Mikros mit XLR-Stecker zu haben. Hatte beispielsweise das hier gesehen. https://www.thomann.de/de/akg_c_417_ph.htm. Mal 2 wären halt 222 €.

XLR ist nun mal etwas teurer. Dort wird von unsymmetrisch auf symmetrisch gewandelt. Falls die Kabel nicht zu lang sind, könnte man billig unsymmetrisch an XLRXLR im Glossar erklärt gehen. Noch wichtiger ist aber, das deine 48V Phantomspannung auf 5V für die Elektred Mikrofonkapseln störungsfrei reduziert wird. Das AKG oben ist allerdings schon eher ein Rauschgenerator, besitzt 60dB Rauschabstand, das ist 70/80er Jahre Niveau, am besten damit den Ton direkt am Mund abnehmen.

Den Ohrwurm könnte ich dann auch 2x so anschließen, oder?

verstehe die Frage nicht richtig. Der Ohrwurm ist ein Stereomikrofon für den Kopf. Im Prinzip wird er genauso angeschlossen, nur ich benutze dazu 2x JTS MA500 Wandler (für Stereo selektiert). Also auch Wandler Unsym./Symmetrisch, störungsfrei gegen Einstreuung (Dimmer, Netzteile, Handy, Neonröhren, Bühnenscheinwerfer etc.) Ist aber kein Lavalier.

Funk über XLR:
Funk über Klinke:

Beide benötigen 2 Sender und 2 Empfänger, alles andere ist Mist. Dort gibt es meist ein XLRXLR im Glossar erklärt Kabel, was aber unsymmetrisch ist, da ja nur kurze Kabellängen verwendet werden. Dort kommem meist 3V vom sender raus, um die Tonkapseln zu speisen.



Antwort von TonBild:


Einsteiger-Lavalier-Mikro mit XLR-Stecker

https://www.thomann.de/de/the_tbone_lc97_tws.htm

Wenn Du keine passende Versorgungsspannung hast, kannst Du es wahrscheinlich nicht verwenden.

Oder würdet Ihr sagen: gib gleich etwas mehr aus und nimm Funk

https://www.thomann.de/de/saramonic_uwm ... tx9rx9.htm
oder
https://www.thomann.de/de/rode_wireless_go_bundle.htm

Wenn es günstig sein soll. Habe aber keine Erfahrungen damit.



Antwort von TonBild:


Der Ohrwurm ist ein Stereomikrofon für den Kopf. Im Prinzip wird er genauso angeschlossen, nur ich benutze dazu 2x JTS MA500 Wandler (für Stereo selektiert). Also auch Wandler Unsym./Symmetrisch, störungsfrei gegen Einstreuung (Dimmer, Netzteile, Handy, Neonröhren, Bühnenscheinwerfer etc.) Ist aber kein Lavalier.

Wäre aber eine gute Idee, einem internationalen Star so ein Ohrwurm bei einem Interview zu geben. Wahrscheinlich würde er denken, darüber hört er den Simultan-Übersetzer?
;-)



Antwort von ruessel:

Wäre aber eine gute Idee, einem internationalen Star so ein Ohrwurm bei einem Interview zu geben.

In der Schweiz wurde ein TV Sender mit Ohrwürmer für Interviews ausgerüstet, habe nur auf Nachfrage gehört: Hat funktioniert..... War für 1 Mann Shows (aktuelle News).



Antwort von Addie:

Whoa, danke für die vielen technischen Erläuterungen. Symmetrisch oder nicht, das ist alles noch Neuland für mich, da muss ich mich erstmal mit beschäftigen.

Also ob Rode Wireless GO set für 600 € oder das 2X von mir genannte Sennheiser XS wäre preislich gleich. Beim Rode wäre allerdings die Bauweise der beiden Empfänger an der Kamera wohl etwas kompakter auf dem Blitzschuh. Dafür, so vermute ich, ist das Sennheiser klanglich besser.

Die günstigere Saramonic-Variante ist wieder 2 Sender, ein Empfänger, da sagte ruessel aber ja, das ist Mist.

OK, ich lese mich mal weiter ein, vielen Dank schon mal!!



Antwort von ruessel:

Frage dich zuerst: Benötige ich unbedingt für meine Aufgabe Sender(also Drahtlose Verbindung)? Drahtlos ist ja gut, aber nebeneinander 2 Sender und Empfänger zu betreiben, vermute ich, benötigt schon gute und damit teure Geräte.

Ich hatte Sennheiser und AKG Sender/Empfänger da waren deutliche Unterschiede in der Verbindung. Meist war der teure Kram wesentlich zuverlässiger. Aber wir haben ja nun digitale Zeiten, vielleicht funzt dann auch ein günstiges Gerät sicher.



Antwort von srone:


Frage dich zuerst: Benötige ich unbedingt für meine Aufgabe Sender(also Drahtlose Verbindung)?

als oneman show mit 2 protagonisten vor der kamera, auch wenn sitzend, ja.

die stehen nämlich gerne am ende der aufzeichnung auf und vergessen, dass sie am draht hängen, der lavalierverbrauch aufgrund abgerissener kabel steigt dann ins unermessliche...;-)

lg

srone



Antwort von TonBild:


ist das Sennheiser klanglich besser.

Ich kenne das Rode nicht, aber das auf der NAMM 2019 eingeführte Sennheiser XSW-D Drahtlossystem ist wirklich gut:

https://www.bonedo.de/artikel/einzelans ... serie.html



Antwort von ruessel:

Sennheiser XSW-D Drahtlossystem ist wirklich gut:

Da geht aber nur ein Mikro...... weil es keine wählbaren Frequenzen für ein zweites Set gibt.








Antwort von Addie:

Genau, deswegen meinte ich ja auch, dass ich dieses Set dann zweimal benötige.



Antwort von ruessel:

Genau, deswegen meinte ich ja auch, dass ich dieses Set dann zweimal benötige.

Wird nicht funktionieren aus meiner Sicht. Die Geräte scheinen alle auf der SELBEN Frequenz zu senden. Es dürfte dann in der Nähe kein zweites Gerät senden...... aber bitte den Verkauf fragen, ich vermute das nur.



Antwort von Addie:

Ah, okay. Stimmt, das müsste man dann vorher klären.

Da wäre so ein Set mit zwei Sendern, die an einem Empfänger angemeldet sind, vermutlich doch besser.



Antwort von ruessel:

https://youtu.be/Jt_bfuVwrPc



Antwort von TonBild:


Genau, deswegen meinte ich ja auch, dass ich dieses Set dann zweimal benötige.

Wird nicht funktionieren aus meiner Sicht. Die Geräte scheinen alle auf der SELBEN Frequenz zu senden. Es dürfte dann in der Nähe kein zweites Gerät senden...... aber bitte den Verkauf fragen, ich vermute das nur.

"Bis zu fünf Systeme können gleichzeitig verwendet werden. Sie haben eine Reichweite von bis zu 75 m. Sender und Empfänger können bequem über das mitgelieferte USB-Ladekabel aufgeladen werden, eine Ladung reicht für bis zu fünf Stunden drahtlosen Ton. "



Antwort von carstenkurz:

https://www.slashcam.de/news/single/Sen ... 14864.html



Antwort von ruessel:

DSC_2423.jpg

Kurzer Test, neue Tonkapsel scheint wirklich HF Entstört zu sein, mit der Rode Funkstrecke läuft es einwandfrei...... kein Knattern, keine Störgeräusche vom Sender.



Antwort von Tscheckoff:

@ruessel: Ah. Nett. Wird es wieder welche zu kaufen geben in Zukunft? Vielleicht sogar mit nem guten Silikonkabel und Schraubanschlüssen? *träum* (wäre interessiert ^^ - Sehr gut geschirmte Lavalier-Mikros sind nämlich immer Gold wert. Egal an welchem Set man sie verwendet ...)

@all: Generell würde ich bei Mehrkanal-Anwendungen eher auf UHF Geräte setzen. D.h.: Die Frequenzbandbreite von 470 bis 693Mhz (so ist zumindest der aktuelle Bereich spezifiziert, der auch in nächster Zeit noch für Funk-Mikros eingesetzt werden kann in den meisten Ländern der EU - Deutschland / Österreich ist da z.B. dabei). Würde aber vielleicht sogar unter 600Mhz bleiben. In den USA ist (soweit ich das richtig im Kopf habe) das 600er Band bald schon mit dem neuen 5G Standard belegt. Bei uns in Europa kommt das 5G Netz zwar im 700er Band - Aber wer weiß was noch alles eingeführt wird in Zukunft (dann ist wohl auch das 600er Band bei uns futsch - Ist ja schon so passiert mit dem D-Band und jetzt auch mit dem C-Band - Das muss ja jetzt großteils dem 5G Netz weichen).

Wieso eigentlich UHF anstatt 2.4Gghz? Weil man ein im direkten Vertleich EXTREM breites Kanal-Spektrum hat, in dem man die Geräte laufen lassen kann (nicht vergessen - Die müssen aber angemeldet werden wenn man mal eine gute Lücke findet die immer gut klappt ^^). Die 2.4GHZ Geräte im Vergleich (also: XSW-D, Wireless GO und RodeLink - Aber auch andere) laufen im Gegensatz dazu eben im freien 2.4Ghz WiFi Band (mit den begrenzten 13 Kanälen hier in Europa - Die PRAKTISCH aber nicht komplett verwendet werden können). Wenn die Kanäle da mal halbwegs voll sind, hat man leider sehr schnell Aussetzer mit solchen Sets. Wir hatten z.B. schon bei einem Projekt zwei Wireless GO Mikros im Einsatz. Ging nicht gut - Hatten immer wieder Aussetzer (war aber auch mitten in der Stadt - Da ist WiFi natürlich immer schon "komplett voll"). Trotzdem überaus nervig wenn man weiter arbeiten möchte und es an der Technik scheitert. Zum Glück hatten wir als Ersatz zwei Sennheiser G3 Kits noch eingepackt. Eines muss man aber sagen: Die Wireless GO waren so schön kompakt im Vergleich (auf der Empfänger / Kamera-Seite) - Aber naja. Da kann man nichts machen.

Schade ist es btw., dass es nicht mehr Geräte im 5Ghz Band gibt. Diese Bänder sind bei weitem noch nicht so stark ausgebucht / nicht so überbucht wie die 2.4Ghz Varianten - Und es gibt auch viel mehr freie Kanäle / freie Bänder. Eine Ausnahme von dem ganzen WiFi Zeugs ist übrigens z.B. das Sennheiser AVX System - Das sendet nämlich im 1.9Ghz Band. Wird also bei weitem nicht so leicht gestört wie die 2.4Ghz Modelle. ABER hat dafür deutlich höheres Delay / ne deutlich höhere Verzögerung als die anderen Sets auf dem Markt. Wenn einem das aber nichts ausmacht - Auch ne Möglichkeit. Die Dinger sind sogar recht kompakt (der Empfänger ist sehr klein und kann direkt an den XLRXLR im Glossar erklärt Port angeschlossen werden - Ist auch abgewinkelt / drehbar und nicht so sinnfrei riesig und gerade wie bei den XSW-D Sets mit XLRXLR im Glossar erklärt Empfänger). Die AVX Sets sind übrigens sogar z.B. bei Videodata in Aktion: https://www.videodata.de/bw20/index.php?category=audio - "Günstig" sind die aber bei weitem nicht (leider). Dafür kommen die AVX Sets aber auch schon mit dem ME2-ii oder dem "blauen" MKE2 (beide Lavalier-Mikros sind dann auch an digitalen Sets verwendbar - Da besser geschirmt als die alten Lavaliere von Sennheiser -> Das normale ME2 / ME4 und das "goldene" MKE2 z.B.).

Um auf UHF zurück zu kommen:

Sennheiser G4 (welche auch schon mit dem geschirmten ME2-ii geliefert werden) oder eben die Sony UWP Sets sind DIE Standards auf dem Markt. Das A1 Band-Set: https://www.videodata.de/shop/products/ ... A1-G4.html - gibt es z.B. auch gerade günstiger (399€ netto ist ein guter Preis eigentlich). Hätte ich schon fast selbst zugegriffen ^^. Kann man die auch super einfach "doppelt" verwenden. Komplett ohne Probleme (theoretisch gehen auch Dutzende parallel - Muss ja auch funktionieren für Events / Konzerte mit In-Ear Monitoring usw.). Bei den 2.4Ghz Sets ist theoretisch bei 5 Geräten (XSW-D) oder 8 Geräten (Wireless GO) Schluss. Und das ist nur möglich wenn GAR NICHTS anderes in der Nähe ist das einem rein streut und auch das gleiche Band verwendet. Was ich aber LIEBE ist das Wireless GO als Ersatz-Mikro, Mikro für "immer dabei" (da extrem kompakt) und als Hand-Mikro mit dem neuen Handgriff-Zubehör ("Interview GO" genannt). Im Nahbereich (mit Sichtverbindung) funktionieren die Dinger nämlich relativ gut (bei nem Handmikro-Einsatz hat man ja normal auch immer Sichtverbindung dazu). Würde ich das Wireless GO als Primäres Set einsetzen (besonders bei bezahlten Projekten) - Eher nicht mehr. Nur wenn es platztechnisch nötig ist - Z.B. Epmfänger muss an ein Smartphone montiert werden - Da passt nämlich der Empfänger dann auch super dazu (vom Wireless GO). Wenn man aber die "großen" Sets verwenden kann (Sennheiser G3 / G4 oder Sony UWP-D11 / UWP-D21 z.B.) macht das deutlich mehr Sinn (die laufen um Welten stabiler bzw. zuverlässiger).

Btw.: Vorteil von Digitalsystemen:

Solange das Lavalier gut geschirmt ist hat man einen KLAREN und einwandfreien Klang - Wenn denn auch genügend Daten übertragen werden können. Bei UHF Systemen kann es hingegen mal "rein krachen" oder "knacksen" im Ton. Dafür ist es wie beim Digitalen Fernsehen auch gleich bei den digitalen Audio-Funksystemen -> Früher hatte man ein wenig Rauschen im Fernsehbild (hatte aber immer noch ein Bild - Konnte vielleicht noch alles erkennen). Dafür ist das Fernseh-Bild heutzutage aber dann komplett weg bei einer digitalen Übertragung wenn die Übertragung zu schlecht ist (und das ist bei einem digitalen Audio-Set das gleiche - Der Ton setzt einfach komplett aus). Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Ich persönlich habe lieber noch den Ton mit einem kurzen Krachen (als dass der Ton komplett weg ist in nem bestimmten Bereich der Aufnahme). Ein Krachen kann man noch versuchen zu entfernen - Aus einer "stummen" Stelle kann man nichts mehr retten ^^. Nebenbei wandeln komplett analoge Sets (wie die Sennheiser G3 / G4 z.B.) den Ton nicht. D.h.: Sind auch besser für Musik-Übertragungen. Viele digitale Sets sind auf Sprache optimiert (auch die Komprimierung und Verarbeitung der Daten ist darauf hin ausgelegt). Irgendwas hab ich noch im Kopf, dass man z.B. die Sennheiser AVX Sets ja nicht für Musik-Übertragungen auf ner Bühne verwenden soll (da diese nur für Sprache entwickelt wurden bzw. nur für Sprache ausgelegt sind).

Puh. Sorry für den langen Text. Aber es sollte mal das meiste drinnen sein an Informationen. Um nochmals darauf zurück zu kommen - Was ist jetzt die beste günstige Zwei-Kanal Funklösung? Würde wahrscheinlich zwei gebrauchte Sennheiser G3 nehmen (die kriegt man teils schon um die 250 bis 300€ pro Set). Aber die sind eben BEI WEITEM nicht mehr kompakt auf der Empfängerseite. Da benötigt man dann einen Mischer wo die dann dran passen (um sie montieren zu können als auch die beiden Kanäle separat gut regeln zu können). Ich verwende z.B. den Beachtek MCC2 - Gibt aber auch andere mit Blitzschuh-Montagepunkten für die Sennheiser G3 / G4 Empfänger. Das Saramonic Set mit Dual-Empfänger das hier schon mal verlinkt wurde sieht aber auch interessant aus (ist eine Kopie scheinbar des Sony UWP Dual-Receiver Systems das leider über 1100€ kostet). Das hier mein ich: https://www.thomann.de/de/saramonic_uwm ... tx9rx9.htm - Kenne ich leider nicht persönlich. Das Sony UWP Set mit Doppel-Empfänger ist da schon "etwas" teurer (trotz Black-Week Deal): https://www.videodata.de/shop/products/ ... it-33.html ^^.

Wenn aber sogar Thomann das Set anbietet (das Saramonic Double-Receiver Kit) dann kann es nicht DERART schlecht sein ^^. Die Lavalier-Mikros die dabei sind werden halt nicht "der Bringer" sein. Die müsste man vielleicht mal austauschen bei Zeiten. Aber ansonsten ist es vielleicht nen Versuch wert. (Btw.: Thomann bietet eh auch eine 30 Tage Rückgabe-Garantie an falls es nicht gefällt. Also ORDENTLICH austesten gleich nach dem Kauf - Und wenn es eben überhaupt nichts taugt / nicht benützbar ist, eben zurück senden - Hilft ja nichts. E ist btw. auch immer noch besser über Thomann das Set zu kaufen als über Amazon. Wenn das Set dort nämlich ein externer Händler anbietet - Nur mit Versand über Amazon - Kriegt man nach ein paar Wochen GAR keinen Support und keine Gewährleistung / keine Garantieabwicklung mehr ...). LG



Antwort von rush:


Das Saramonic Set mit Dual-Empfänger das hier schon mal verlinkt wurde sieht interessant aus (ist eine Kopie scheinbar des Sony UWP Dual-Receiver Systems das leider über 1100€ kostet). Das hier: https://www.thomann.de/de/saramonic_uwm ... tx9rx9.htm - Kenne ich leider nicht persönlich. Das Sony UWP Set mit Doppel-Empfänger ist da schon "etwas" teurer (trotz Black-Week Deal): https://www.videodata.de/shop/products/ ... it-33.html ^^.
Wenns aber sogar Thomann anbietet (das Saramonic Double-Receiver Set) dann kann es nicht derart schlecht sein ^^.

Auf Amazon gibt es zu den UWMICs jedenfalls durchaus einige negative Meinungen - leider auch in Hinblick auf Störgeräusche, insbesondere am Empfänger, was möglicherweise an minderwertiger HF Schirmung / schlechten Kabeln liegen kann.

https://www.amazon.de/Saramonic-UWMIC9- ... B01IMJH9RC

Hatte vor einigen Jahren auch überlegt mir solch ein Set zuzulegen, aber die Kritiken und auch diverse Videos auf YT haben da keine wirkliche Vertrauensbasis aufgebaut. Für den Pro-Bereich würde ich mir die jedenfalls nicht anschaffen, privat oder als Backup könnte man sicherlich mal darüber nachdenken und es testen - der Markt der bezahlbaren Dual-Receiver ist ja leider wirklich recht dünn.

Auf ebay gibts das UWMIC10 3er Set als leicht gebrauchte Ware für ~320€ mit Gewährleistung, eventuell unterscheidet es sich vom Frequenzband... ich meine das es auch vor Jahren bereits UWMIC9 und UWMIC10 gab und mich das damals schon verwirrte...
https://www.ebay.de/itm/114507258068

Ich selbst habe halt auch zwei Rodelink Systeme, daher ist der Bedarf für meine Zwecke eigentlich gedeckt. Ob sich die kleinen und neueren Wireless Go's von den "älteren" Rodelinks in Sachen Verbindungsstabilität unterscheiden kann ich nicht beurteilen. Bisher hatte ich eigentlich keine Probleme mit den Rodes, abgesehen vom uralten Tram-TR50 Lavalier welches entsprechend schlecht geschirmt war und leider nicht sauber funktionierte.

Aber die UHF-Anlagen habe natürlich auch Ihre Vorteile, keine Frage... sowohl Reichweite als auch die Kanalwahl ist deutlich flexibler zu handhaben, ebenso wenn mehrere Empfänger am Set "bedient" werden wollen - das funzt mit den Punkt-zu-Punkt Verbindungen so natürlich nicht.








Antwort von Tscheckoff:

@rush: Hmm. Die Frage ist bei dem Saramonic Kit, ob man die Probleme mit besser geschirmten Kabeln und besseren Lavalier-Mikros etwas umschiffen kann. Der Punkt ist nämlich: Auch bei nem Sennheiser G3 / G4 mit ungeschirmten Lavalier-Mikros der älteren Generation kann schon mal was einstreuen (auch wenn es noch so oft beim Testen "gepasst" hat). Und ab und zu ist auch die Frage die man sich stellt, ob die Leute überhaupt mal versucht haben den Kanal zu wechseln (viele kaufen die Sets nämlich und denken die Geräte stellen sich selbst ein wie die RodeLink, XSW-D und Wireless GO Dinger). Würde auch die Bewertungen erklären, die komplett unbrauchbaren Klang hatten ^^. Nebenbei sollen die Saramonic aus Metall sein wie die Sony UWP-D11 Serie z.B. (da würde ich am ehesten die Kabel und Lavalier-Mikros mal testen obs an denen liegt).

Was ist jetzt eigentlich der Unterschied zwischen UWMIC10 und UWMIC9? Gibt es überhaupt einen? ^^ Die Saramonic mit den orangen Display-Beleuchten gibt es übrigens noch nicht so lange (wie die mit den weißen). Vielleicht ne neuere Version? (Thomann hat die Saramonic auch erst seit heuer in der orangen Version im Sortiment.) Überlegen muss man sich aber auch, ob man eben eins der Saramonic neu kauft oder einfach zwei gebraucht Sennheiser G3 Kits z.B. (WENN man sie denn noch in neuwertigem Zustand findet). Ist etwas teurer - Aber man hat dann auch zwei separate Kits die man verwenden kann (und es ist Equpiment, das schon Jahre bis Jahrzehnte erprobt und sich bewiesen hat - Haben z.B. selbst Sennheiser G2 Sets die schon seit über 10 Jahren mobil im Einsatz sind - Inkl. vielen Sender-Drops und schon einigen Reparaturen an den Antennen, Mute-Buttons und Lavalier-Mikros ^^).

Die RodeLink sind auch ganz ok ja. Aber eben sehr massiv (bez. Größe) im Vergleich zu den neueren 2.4Ghz Modellen. Der Verbindungs-Standard sollte beim Wireless GO btw. "besser" sein als bei den älteren RodeLink (laut Rode selbst). Aber dei Frage ist auch, wie stark die Wireless GO im Vergleich senden (bzw. wie gut die verbauten Antennen sind im Vergleich). Durch die Größe hat man bei den RodeLink möglicherweise auch deutlich besseren Empfang (Stichwort größere Antennen + mehr Sendeleistung). Mit dem Wireless GO hatte ich (als Handmikro) z.B. jetzt mehrmals überhaupt keine Probleme. Aber da hat man eben immer Sichtverbindung und ist sehr nah am Geschehen. Wenn man aber ein Lavalier verwendet mit den Wireless GO (und der Sender dann hinter der Person montiert ist - UND auch noch wer dazwischen rum läuft vielleicht - Das klappt dann nicht mehr so recht (und wenn es dann daran scheitert macht es für professionelle Projekte einfach keinen Sinn - Als Haupt-Set zumindest - Als "Ersatz-Set" wie schon erwähnt ist es super. Ist ja nicht mal viel größer und definitiv nicht schwerer als ein 4-er Satz AA batterien ^^).



Antwort von ruessel:

@ruessel: Ah. Nett. Wird es wieder welche zu kaufen geben in Zukunft? Vielleicht sogar mit nem guten Silikonkabel und Schraubanschlüssen? *träum* (wäre interessiert ^^ - Sehr gut geschirmte Lavalier-Mikros sind nämlich immer Gold wert. Egal an welchem Set man sie verwendet ...)

Ja, könnte ich im neuen Jahr erwägen. Die Kapsel HF Entstörung für 2 Netze besteht aus Keramikkondensatoren am Ausgang der Tonkapsel, evtl. wirkt sich diese HF-Blockung auch auf das verwendete Kabel positiv aus.
Auch auf dieser digitalen Mini-Funkstrecke von Rode funktioniert die Tonkapsel/lavalier einwandfrei.

DSC_2424.jpg




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