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Klassische VJ-Kamera (Sony) oder Blackmagic Pocket Cinema Camera 4k?



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Frage von mastertape8339:


Liebes Forum,

ich möchte mir noch in diesem Jahr ein eigenes Kameraequipment zulegen und suche nun etwas Rat unter euch Experten.

Kurz zu mir:
Ich bin bis jetzt hauptsächlich im Broadcast-Bereich unterwegs gewesen und habe relativ viel Erfahrung mit klassischen VJ-Kameras, vor allem von Sony (PXW 200, FS5, früher: EX1).
Bisher habe ich immer mit Kameras gearbeitet, die mir zur Verfügung gestellt wurden.
Nun möchte ich endlich in eigenes Equipment investieren.

In der engeren Auswahl sind folgende Kameras:
- Blackmagic Pocket Cinema Camera 4k
- Sony FS5
- Sony PXW Z280 (ist eher raus, weil keine Wechselobjektive möglich sind).

Für folgende Bereiche will ich die Kamera verwenden:
- Imagefilm (Auftraggeber aktuell: u.a. Supermarktkette, Brauerei, Radiosender für Social Media)
- TV-Beiträge (Auftraggeber: großer TV-Sender; klassische Magazin-Beiträge mit OTs, Portraits, aktuelle Berichterstattung/Events)
- Hochzeitsfilme (gelegentlich, aber doch immer mal wieder Anfragen)

Wie schon erwähnt: mit Sony-Camcordern bin ich sehr erfahren und fit im Umgang. Das Handling liegt mir sehr und ich bekomme sehr schnell die Bilder, die ich brauche und haben möchte.

Die BMPCC4k habe ich mir vor kurzem ausgeliehen. Auch hiermit kam ich gut klar.
Was mich bei der BM "stört", ist, dass ich nicht sofort eine "vollwertige" Kamera bekomme und ich mir sie erst selbst "zusammenbauen" muss. Das hat zwar auch Vorteile, aber mich schreckt es etwas ab, dass man ggf. nicht sofort auf Dreh gehen kann. "1.000" Kabel und Stecker, die man erst mit der Kamera verbinden muss, externe Festplatte für Aufnahme, das Akkuproblem.

Andererseits gefällt mir der Look und mit der BM würde ich auch gerne mit Gimbal arbeiten. Bewegungen im Bild sind einfach unschlagbar. Das ist mit den Sony-Camcordern ja dann nicht so möglich.

Für Sony Camcorder spricht, dass alle wichtigen Knöpfe und Anschlüsse vorhanden und gut erreichbar sind. (Ich weiß, dafür zahlt man auch einen höheren Preis.) Auch eingebauter ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt, Zoom-Wippe, sind Vorteile, die ich eigtl. nicht missen will.

Was sind eure Erfahrungen / Empfehlungen?
Gibt es vielleicht sogar jemanden, der auch den Umstieg vom klassischen Camcorder auf Kompaktkamera gemacht hat.

Vielen Dank für eure Expertise!

Beste Grüße

mastertape8339



Antwort von cantsin:

Für Deine anvisierten Zwecke würde ich Dir klar die Sony anraten, aus den Gründen, die Du selbst nennst - aber auch (nicht zu unterschätzen bei dokumentarischen Aussendrehs) wegen des internen ND-Filters und der Akkulaufzeit (ohne dass man zu externen Lösungen greifen muss).



Antwort von Frank Glencairn:

mastertape8339 hat geschrieben:


.. aber mich schreckt es etwas ab, dass man ggf. nicht sofort auf Dreh gehen kann. "1.000" Kabel und Stecker, die man erst mit der Kamera verbinden muss, externe Festplatte für Aufnahme, das Akkuproblem.
Muß man nicht.
Man kann auch einfach, wie in jede andere Kamera ne Karte reinstecken und nen Akku und fertig.
Wenn die 20 Sekunden Akkuwechsel alle halbe Stunde ein Problem für dich sind, dann ist die Kamera allerdings nix für dich,
und du bist mit Sony besser bedient.








Antwort von freezer:

Komisch - ich kommt mit meiner aufgeriggten und drehfertigen PCC4k zum Drehort und kann sofort losdrehen - wie mich ich das nur? ;-)
Angelbird oder Transcend 256GB sind mittlerweile sehr günstig. Externe SSD habe ich noch nie benötigt - ist zwar nett aber immer ein bisschen riskant aufgrund des Kabels.

PCC4k mit Olympus Pro 12-100 f/4.0 gibt ausreichend variable Brennweite. Bildstabilisator dieses Objektivs ist top.
Mit Original-Canon-Akkus läuft die Kamera 40 bis 45 Minuten.
Mit Tilta-Cage und Handgriff ist auch ein großer Sony NP-F Akku einsetzbar.

Bei Bedarf kommt noch ein Atomos Shinobi SDISDI im Glossar erklärt Vorschaumonitor per Natorail und QuickRelease drauf.
Sowie ein Ton-Funkempfänger.
Atmo nimmt mir das Rode Videomic NTG auf.
Das ganze je nach Dreh auf einem Stativ, von Hand oder auf einem ordentlichen Monopod (Sirui mit Sirui Kopf)

Ich habe aber auch noch eine Ursa Mini 4.6k im Einsatz, eine Canon XF305 und gelegentlich eine alte Sony EX3 - je nach Bedarf.



Antwort von Darth Schneider:

Wenn du die Bilder und den Workflow mit der 4K Pocket magst, spricht doch eigentlich nix gegen die Black Magic.
So günstig wie der Body ist, würde ich jetzt sogar einen zweiten Body ins Auge fassen, wenn ich das Filmen beruflich machen würde.
Das bringt beim Drehen mehr Optionen.
Du könntest eine Pocket voll aufgeriggt mit dem Olympus 12-100 ( mit Ton ) auf dem Stativ nutzen und die andere leichter nur mit dem Minimum an Zubehör aufgebaut, mit kleinen Festbrennweiten z.b. auf einem Gimbal.
Dann musst du auch wenn du alleine arbeitest nix umbauen, nur die andere Kamera nehmen und arbeitest so effektiver.
Gruss Boris



Antwort von srone:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
...und arbeitest so effektiver.
du machst wohl bald ne agentur auf...;-)))

lg

srone



Antwort von Darth Schneider:

Nein, ganz sicher nicht. Aber früher als ich noch Geld fürs Filme machen wollte, und auch kriegte, hab ich immer viel lieber mit zwei Kameras gearbeitet.
Gerade weil ich auch viel alleine unterwegs war und zu zweit ergab es eh Sinn.
Damals hatte ich bei Drehs eine grosse Sony auf dem Stativ und eine kleinere auf einem Steadycam.
Das würde ich heute auch nicht gross anders machen.
Heute gibt es viel mehr Optionen und die Kamera Bodys sind heute viel günstiger.
Gruss Boris



Antwort von TomStg:

cantsin hat geschrieben:
Für Deine anvisierten Zwecke würde ich Dir klar die Sony anraten, aus den Gründen, die Du selbst nennst - aber auch (nicht zu unterschätzen bei dokumentarischen Aussendrehs) wegen des internen ND-Filters und der Akkulaufzeit (ohne dass man zu externen Lösungen greifen muss).
Sehe ich genauso, auf jeden Fall für die TV-Themen, wo Schnelligkeit und sichere Handhabung besonders wichtig sind, aber auch für Hochzeiten.

Das BMPCC-Geraffel könnte für die Imagefilme taugen, aber auch nicht zwingend.

Ich filme mit BMPCC 6K, mit Sony FS7 und Sony Z280. Bin bei TV/EB heilfroh, mit der Z280 arbeiten zu können.



Antwort von Darth Schneider:

Beides taugt Sony und BMD.
(Canon, Fuji, Panasonic, Nikon, Sigma, ZCams, Reds, Arri Kameras durchaus auch ! ) und mit dem richtigen Zubehör ist auch eine ( oder besser noch zwei) 4K Pockets schnell genug für TV Themen und ganz vieles Anderes Zeugs...ganz sicher für Hochzeiten. ;D
Am Schluss ist es einfach Geschmacksache, wie und womit man persönlich effektiver und lieber und somit mehr motiviert arbeitet.
Gruss Boris




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