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Firmen am Abgrund: Das Foto-Unternehmen Kodak



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Frage von ruessel:


Kodak galt als Inbegriff für Foto und Film. Doch die Kodak-Bosse ignorierten Digitaltechnik und das Smartphone. Eine der spektakulärsten Fehlentscheidungen der Wirtschaftsgeschichte.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf ... k-100.html



Antwort von Bruno Peter:

Danke für den Hinweis!
Habe mir das Video direkt vom PC-Bildschirm aufgenommen.



Antwort von MK:

Nicht nur Kodak ignorierte die Digitaltechnik, das Video lässt sich per Browser-Plugin einfach herunterladen ;)





Antwort von Valentino:

Woher stammt eigentlich diese Mär, das Kodak den Sprung zu den digitalen Kameras nicht geschafft hat?

Habe hier einige Fotos die so um die 2000er Jahre herum mit einer digitalen Kodak-Kamera geschossen wurden.

Der eigentliche Hintergrund warum sie nach "Capter11" Konkurs angemeldet haben, war doch der, das sie die Betriebsrenten der zum größtenteils blinden Mitarbeitern auf den amerikanischen Staat umgewälzt haben.



Antwort von rob:

*** nach Off Topic von Admin verschoben***



Antwort von rush:


Danke für den Hinweis!
Habe mir das Video direkt vom PC-Bildschirm aufgenommen.

Warum machst du es dir so kompliziert?
Wohl noch nie was von "MediathekView" gehört? ;) Nur so als Tipp am Rande....

Und danke für den Video-Tipp @ruessel... werde ich bei Zeiten bestimmt mal reinschauen.



Antwort von Bruno Peter:


Warum machst du es dir so kompliziert?
Wohl noch nie was von "MediathekView" gehört? ;) Nur so als Tipp am Rande.....

Natürlich habe ich das Programm, habe aber den Film dort bei ZDF nicht gefunden und von
ZDF-Info war zumindest gestern dort nichts drinn, auch wenn die kompl. Mediatheken der
öffentlich rechtlichen TV-Sender nach dem Programmstart neu eingelesen worden sind!

Ich habe die halbe FHD-Auflösung aufgenommen vom Bildschirm 96ßx540-30p, reichtte auch
aus um die Botschaft der Dokumentation zu verstehen!

Über die Suche nach: "Firmen am Abgrund" bin ich heute früh erfolgreich gewesen...

zum Bild http://www.hennek-homepage.de/Temp-Bilder/kodak-2.jpg

Scan aus einem Kodak-Schmalfilm.



Antwort von pixelschubser2006:

So ganz kann ich das Lästern über Kodak nicht nachvollziehen. Jedenfalls nicht mit dem ewigen Bashing hinsichtlich des Verpassen von Trends. Das ist doch alles Unfug. Fakt ist: Kodak hat die Digitalkamera erfunden. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht ist es tatsächlich so, daß sie kein Vertrauen in diese Technologie hatte. Das will ich nicht bestreiten. Aber was sollten sie auch damit? Kodak war Hersteller von Produkten, für die es größte Fertigungsanlagen hatte, die durch die neue Technik nach und nach obsolet wurde. Kein Konzern-Vorstand, der nicht völlig geisteskrank ist, hyped eine neue Entwicklung, die seinem Industrie-Imperium erstmal das Kerngeschäft komplett versaut.

Und als die Digitalwelle losschwappte, war Kodak ja immer mit dabei, und zwar einerseits mit digitalen Rückteilen (DCS-100 als erstes Profigerät zur Nikon F3), die an vorhandene Profikameras angeflanscht wurde (bekanntlich zur F5 und zur Canon EOS-1). Als der Kram billig wurde, haben sie mit digitalen Kompaktkameras mitgemischt, und das weder technisch schlecht noch ohne Marktanteile. Wir reden hier aber über eine Zeitspanne von einem halben Jahrzehnt. Soll Kodak, die eigentlich nie wirklich aufwändige Kameras gebaut haben, in der Zeit von Mitte der 90er bis zur Jahrtausendwende etwa ein ganz neues Kamerasystem etablieren? Sicher: Fuji hat das Thema anders angegangen, allerdings hat Fuji schon seit ewigen Zeiten eine High-End-Optik-Schmiede und einen ganz anderen Zugang. Und hatte Nikon als Partner für die erste Gemeinschaftsproduktion. Selbst Fuji ist nach der S5 beinahe in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, bis sie mit Systemkameras auf einmal wieder den Nerv der Kundschaft getroffen haben. Wobei da genau wie bei Olympus immer mitreinspielt, daß Fuji eine Medizin-Sparte hat, die Kohle macht. Ob die Fotoabteilung das eigenständig geschafft hätte (wirtschaftlich) ist eine andere Frage.

Und dass Kodak keine Expertise für Smartphones hat... also Sorry. Kann man denen das vorwerfen? Wenn es einen amerikanischen Industrie-Giganten gibt, auf den man diesbezüglich mit dem Finger zeigen kann, dann ist es Motorola. Erfinder des Cell phone. Marktgigant der ersten D-Netz-Handys, der zweiten Generation und der ersten Klapphandys. Selbst mit ihren dann doch irgendwann rausgebrachten wirklich guten Smartphones haben sie nicht lange überlebt. DAS ist eine Pleite, auf die man mit dem Finger zeigen kann.

Was will man Kodak also vorwerfen? Jeder Konzern kann straucheln, wenn auf einmal der Markt sich so drastisch ändert. Und die neuen Big Player wie Sony haben es auch nicht einfach. Die waren nämlich auch früh mit ihren Still-Video-Kameras dabei und konnten mit ihren Mavica nur einen Achtungserfolg verbuchen. Obwohl die als Videokamera-Hersteller technologisch viel besser aufgestellt waren, hätten die ohne die Übernahme von Konica-Minolta bis heute keinen Stich auf dem Markt.



Antwort von rush:

@Bruno: Ich habe den Beitrag beim ersten Anlauf per Stichwort "Kodak" sofort in MediathekView gefunden. Komisch das er bei dir also nicht auftauchte...

Aber wenn du dann doch noch fündig geworden bist passt es ja...



Antwort von Roland Schulz:

....nicht zu vergessen Bryce Bayer, DER KODAK Ingenieur der das Bayer Pattern erfunden hat auf dem wahrscheinlich 99% aller heuteriger Kameras basieren.

Es ist auch nicht richtig dass Kodak die Digitaltechnik ignoriert hätte. Man hat auf Basis von Canon bzw. Nikon Kameras eigentlich die ersten dSLRs gebaut, hatte eigene Sensoren (KAF...) die vielleicht nicht der allerletzte Schrei waren aber man hatte auch Kameras wie die DCS760 (Basis F5), welche bei Fotografen schon sehr gut angekommen ist!

Andere waren am Ende einfach besser und schneller. Kodak hat sich den Ruf teilweise auch durch schlechten Service versaut indem man 2,5 Jahre alte Digitalkameras für damals immerhin 3.500DM nicht mehr reparieren konnte oder wollte. Filmscanner hatten ebenfalls ihre Probleme, software- wie hardwaretechnisch. Das Etappenrennen hatte seinerzeit Nikon klar für sich entschieden. So brachen Stück für Stück Felder ab...

Unterm Strich wurde Bryce Bayer "für mich" mit seiner Idee, welche einen ausgezeichneten Kompomiss darstellt, zur Legende die immer mit Kodak verbunden bleibt!



Antwort von domain:

Tot ist Kodak noch lange nicht, schon mal wegen der Profinegativfilmproduktion, aber nach den vollmundigen Ankündigungen bez. eines neuen Ektachrome Umkehrfilms und einer Super-8 Kamera schon auf der CES 2016 gab es auf der CES 2017 eigentlich nur Vertröstungen: das Filmmaterial sein schon produziert, müsse aber in den Lagern noch reifen wie ein guter Rotwein und die Kamera sei für eine Kleinserie von 2000 Stück produktionsbereit, werde im Preis aber nicht bei ca. 700.- sondern bei 2000.- liegen.
Mal sehen was die CES 2018 an neuen Erkenntnissen bzw. Ankündigungen bringen wird, denn erschienen
ist meines Wissens bisher noch nichts davon.



Antwort von TomStg:


Kodak galt als Inbegriff für Foto und Film. Doch die Kodak-Bosse ignorierten Digitaltechnik und das Smartphone. Eine der spektakulärsten Fehlentscheidungen der Wirtschaftsgeschichte.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf ... k-100.html

Was für ein dümmlicher, einfältiger, schlampig recherchierter Bericht! Der übliche Journalisten-Schrott des ZDF. Scheint offenbar auch völlig kritiklose Zuschauer davon zu geben.



Antwort von pixelschubser2006:

Wenn ein Hersteller das Smartphone ignorierte, dann war es nicht Kodak, denn dieser Konzern kam aus einer ganz anderen Branche. Was hatten die mit Handys am Hut? Es war Nokia, die sich einfach strunzsdämlich in den Abgrund getrieben haben. Nokia war bis zu dem Zeitpunkt, als das iPhone kam, DER Big Player auf dem Markt und hat dann den Schuss nicht gehört. Es braucht schon ein seltenes Maß an Ignoranz, als Marktführer mit der richtigen Technologie im Gepäck derart arrogant zu agieren. Nur zum Vergleich: Ericsson hat in Form der Sony Handysparte überlebt! Und Nokia war schon wieder auf dem Weg der Besserung und hat es kürzlich wieder versaut. Sollen die mal Stückzahlen machen mit ihrem Retro-Teil. Apple und Samsung lachen drüber. Für den Kaufpreis von dem Ding kriegste bei Apple nichtmal nen ganzes Ladegerät. Sicher ein nettes Teil, aber wirtschaftlich völlig belanglos. Der Witz ist bei der ganzen Sache: Nokia hatte schon Smartphones, die wußten es nur noch nicht. Das ist auch nicht nur eine Frage des Betriebsystemes, denn was Samsung 2008 so auf dem Markt hatte, war auch weder mit Android noch mit iOS irgendwie vergleichbar. Verkaufte sich trotzdem.



Antwort von Jan:

Kodak hat bestimmt etwas mehr als 100 verschiedene Digitalkameras vorgestellt, sie haben sich erst vor ca. zehn Jahren aus dem Markt zurückgezogen. Ich habe mal aus Spaß meine Verkaufszahlen von 2005 für Digitalkameras angeschaut, da war Kodak bei mir viertbeste Firma nach Sony, Casio und Canon. Panasonic, Olympus, Fuji, Ricoh, Pentax und Nikon platzierten sich alle hinter Kodak.

https://www.digitalkamera.de/Kamera/Schnellzugriff.aspx



Antwort von cantsin:

Wenn man sich Kodaks frühere Digital-Produktpalette ansieht, gewinnt man schon den Eindruck, dass die Firma digitale Fotografie vor allem als Consumer-Gadget betrachtete und davon ausging, dass Film der Standard bei den meisten professionellen Anwendungen bleiben würde.

Vor allem aber funktionierte im Digitalzeitalter Kodaks Geschäftsmodell nicht mehr, mit den Verbrauchsmaterialien - Film, Fotopapier, Laborchemie etc. - quer durch den gesamten Markt von der Familienknipserei bis zur Profifotografie Milliarden zu verdienen, und diesen Verbrauch durch billige und einfach zu bedienende Consumerkameras anzukurbeln. Im Prinzip also das Geschäftsmodell von Rockefeller und Standard Oil, die Petroleumlampen verschenkten, um am Ölverkauf zu verdienen bzw. von Gilette und seinen Rasierern.

Und noch in der Umstrukturierungsphase kurz vor der Pleite ging das Kodak-Management wohl davon aus, dass Prints bzw. Laborabzüge auch im Digitalzeitalter das Standardmedium der Fotografie bleiben würden, und wollte die Firma dementsprechend ausrichten...



Antwort von pixelschubser2006:

Naja... die Fakten angesichts der angebotenen Produkte sind ja nicht ganz falsch.

Nur... was hätten sie tun sollen? Einen Industriegiganten, dessen Geschäftsmodell komplett abschmiert, kriegst Du nicht gerettet.

Und was hätten sie denn für den ernsthaften Profi-Markt anbieten sollen? Digitalrückteile hatten sie ja, bis die ersten DSLR im Profisegment erschienen. Das Konzept von Kodak war ok und sie haben solange am Kuchen gefuttert, wie es ging. In anderen Sparten war man ganz oben mit dabei: Kodak Karussell-Projektoreren sind selbst heute noch - gebraucht - die raresten und teuersten Diaprojektoren... selbst Leica kriegste hinterhergeworfen trotz bester Linsen.

Kodak hat einfach bei Kameras nie Profitechnik gebaut, die hatten nie ein System. Aber den Digitalpart konnten sie. Haben sie auch gemacht. Z.b. mit der DCS Pro 14n. Nur eben auf Nikon-Basis. Mehr ging einfach nicht.



Antwort von schaukelpirat:


Es war Nokia, die sich einfach strunzsdämlich in den Abgrund getrieben haben....

Hahaha, ja. Nokia. Dafür: wenn ich heute mein 20 Jahre altes 3110 aus dem Keller ausgraben würde, dann hätte der Akku wahrscheinlich immer noch drei Striche...



Antwort von Darth Schneider:

Abwarten, auf die kommenden Trends. Wenn ich da an Vinil Schallplatten denke, die waren auch totgesagt, und siehe da, es werden wieder viel mehr Schallplatten verkauft. Ich denke mit Analog Film wird dasselbe passieren, aufeinmal ist es dann wieder voll angesagt analog in Super 8, oder 16 mm zu drehen, weil halt der Filmlook und der analoge Touch halt schon etwas faszinierendes haben. Alles was es braucht sind einige Geräte diedas anolge mit dem digitalen verbinden, bezahlbar sind, und ein ansprechendes, und ein durchgedachtes Konzept das dahinter steckt.
Ich denke Kodak ist noch lange nicht Tod, die sind nur etwas im Winterschlaf.
Gruss Boris



Antwort von pixelschubser2006:

Das würde ich denen gönnen. Allerdings ist das nur auf den ersten Blick vergleichbar: Bei der Schallplatte hat man gewisse Komforteinbußen gegenüber der CD, halt kein Titelsprung und so. Aber der Preis und der Nutzen sind ähnlich, und der vertretbare Mehraufwand wird mit eine besonderen Erlebnis belohnt. Noch mehr als in der Fotografie ist analoger Film aber schweineteuer und mit heftigen Folgekosten verbunden. Wer ab und zu in der vor sich hin staubenden Spiegelreflex mal nen Film einlegt, kann scannen oder scannen lassen. Kosten 10 Euro, das Vergnügen. Bei Film ist das ne andere Nummer. Außerdem stellt sich die Frage, ob die vor 40 Jahren eingemotteten Kameras und Projektoren überhaupt noch zu retten sind. Die Mechanik an sich ist unverwüstlich, aber spröde Gummiteile und verflüchtigte oder verharzte Schmierstoffe schreien nach teurer Wartung. Also abwarten. Gefallen tut es mir aber dennoch, keine Frage!



Antwort von Darth Schneider:

Dahast du schon recht, Film ist schweineteuer. Die wenigen neuen Projektoren und Kameras die Heute noch gebaut werden leider auch. Es wird wohl immer ein Nischenprodukt für Freaks bleiben.
Nichts desto Trotz halte ich immer mal wieder mal Ausschau nach Angeboten für gebrauchte S8 /16mm Kameras und Projektoren. Ich vermisse das rattern der Filmrollen und den klassischen Filmlook schon ein wenig.
Gruss Boris



Antwort von ruessel:

Weil es sooooo schön ist:

https://youtu.be/9qjBJOFImaU



Antwort von freezer:

Kodak hatte Mitte der 90er auch Highend Zeilen-CCDs im Sortiment, auf denen viele der damaligen Repro-Flachbettscanner beruhten - wie zB auch der UltraScan 5000 an dem ich damals mitgearbeitet hatte. Viele der ersten Luftbilder von Google-Maps/Microsoft Maps wurden mit diesem Photogrammetrie-Scanner von den 21x21cm Filmen gescannt.



Antwort von markusG:


Nur... was hätten sie tun sollen? Einen Industriegiganten, dessen Geschäftsmodell komplett abschmiert, kriegst Du nicht gerettet.

Und was hätten sie denn für den ernsthaften Profi-Markt anbieten sollen? Digitalrückteile hatten sie ja

Naja eben dies: Sensoren entwickeln. Soweit ich weiß ist z.B. Foveon ja auch irgendwie "eingeschlafen", da hätte Kodak ja mitspielen (investieren) können um sich vom Rest abzugrenzen und sich einen Marktvorteil schaffen können. Mit ihrer Filmerfahrung hätten sie da sicher viel reißen können. Und Digitalrückteile eben nicht für 135er Film, sondern Mittelformat usw.; letztere gibt es ja auch heute noch.

Abwarten, auf die kommenden Trends.
Was inzwischen ein ähnliches Revival wie Schallplatten erlebt - wenngleich noch in den Anfängen - ist Sofortfilm. Sei es Polaroid oder Fuji (Instax). Mal sehen wie lange sich der Trend hält. Konventionellen (Foto-)Film stellt aber auch Fuji nach und nach ein.



Antwort von Bruno Peter:


Ich vermisse das rattern der Filmrollen und den klassischen Filmlook schon ein wenig.
Gruss Boris

Was war das noch bei den Schmalfilmen?

1. Filmkorn, sehr grobkörnige Kunstlichtfilme
2. Schmutzaufnahmen von der Filmbühne der Kamera...,
Fasern, Haare Staublocken auf der Filmbühne des Projektors
3. Durchgebrannte Filmemulsionen wenn der Projektor stehen geblieben ist
4. Riefen/Kratzer durch Projektorlauf
5. Schimmelbildung in der aus organischen Bestandteilen hergestellten Filmgleitschicht
6. Essigsäure-Syndrom auf Filmemulsionen
7. Ausgebrochene Perforation
8. Explodierende Nitrofilme



Antwort von Bruno Peter:



Ich vermisse das rattern der Filmrollen und den klassischen Filmlook schon ein wenig.
Gruss Boris

Was war das noch bei den Schmalfilmen?

1. Filmkorn, sehr grobkörnige Kunstlichtfilme
2. Schmutzaufnahmen von der Filmbühne der Kamera...,
Fasern, Haare Staublocken auf der Filmbühne des Projektors
3. Durchgebrannte Filmemulsionen wenn der Projektor stehen geblieben ist
4. Riefen/Kratzer durch Projektorlauf
5. Schimmelbildung in der aus organischen Bestandteilen hergestellten Filmgleitschicht
6. Essigsäure-Syndrom auf Filmemulsionen
7. Ausgebrochene Perforation
8. Explodierende Nitrofilme
9. Farbstiche meist in rot nach langer Lagerung



Antwort von Roland Schulz:

Ich glaube ein wichtiger, wirtschaftlicher Punkt kommt zu kurz - mit dem Durchbruch der Digitaltechnik MUSSTE die Filmindustrie zwangsweise in Schwierigkeiten geraten - die Menge an Filmen die bis dahin als Verbrauchsmaterial verkauft wurde entfiel quasi ersatzlos. Eine Digitalkamera ist in der Regel mindestens fit für 50.000, im gehobenen Bereich bis über 300.000 Aufnahmen hinweg. Selbst wenn du eine Kamera für vielleicht viel Geld verkaufst verkaufst du danach erstmal nichts mehr. Man hat quasi keine Verbrauchsmaterialien mehr, keine laufenden Kosten! Deshalb war das Kodakmanagement initial gegen das neue Medium, man hätte den sprudelnden Geldstrom selbst abgedreht.
Man hätte quasi alle Digitalkamerapatente oder Flashmedienpatente vom Markt wegkaufen und die Schublade legen müssen. Wenn man Digitalkameras zugelassen hätte hätte man nur WORM Medien (write once, read more) zulassen dürfen, so dass man statt Film immer neue Speicherkarten hätte verkaufen können. Für den User natürlich doof und weiterhin teuer, für einen ehem. Filmproduzenten allerdings die nächste gesicherte Einnahmequelle.
So ähnlich schützt sich quasi die Druckerindustrie. Da kann man mittlerweile auch kaum noch irgendwo Tinte selbst nachfüllen.



Antwort von cantsin:

Kodak war vor allem ein Gigant auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung von Imaging-Verfahren. Die hatten Spitzeningenieure, zahllose Patente und sogar eine eigene technische Hochschule (Rochester Institute of Technology) direkt am Firmenstandort. Ein gutes Management hätte die Firma auf diese Kernstärken fokussiert statt das Technik- und Patentportfolio in neue Firmen out zu sourcen bzw. an Dritte zu verscherbeln. Kodak hätte dann bei praktisch jeder verkauften Digitalkamera und jedem Smartphone ordentliche Lizenzgebühren für seine Patente einstreichen können - so, wie das z.B. auch Microsoft macht (das selbst, als es noch Windows-Smartphone gab, an jedem Android-Mobiltelefon mehr Geld verdient hat wegen der Patent-Lizenzgebühren).




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