Frage von Bruno Peter:Nun filme ich schon gut zwei Jahre mit der Canon EOS 550 D. Abgesehen von dem Ärger mit Aliasing/Moire - dafür habe ich einen Workflow zwischenzeitlich - macht es mir richtig Spaß mit der Kamera auch Natur- und Reisefilme zu machen mit verschiedenen Objektiven je nach Aufnahmesituation.
Ich stelle immer die Belichtung manuell ein, also Verschlußzeit, Blendenöffnung und ISO-Wahl nach meinem persönlichen Eindruck von dem Kontrollmonitor der Kamera her. Dieser Eindruck kann natürlich unterschiedlich ausfallen je nach Lichtumgebung am Kontrollmonitor. Dadurch bekomme ich über den Tag hinweg natürlich unterschiedlich belichtete Clips, was ich erst genauer beurtelien kann wenn ich die Clips im Schnittprogramm in Full-HD sehe. Anschliessend habe ich manchmal nicht wenig Arbeit damit, die Belichtung der Clips untereinander nachträglich im NLE abzugleichen.
Nun habe ich mir überlegt einen anderen Weg zu gehen, die Belichtung mit den drei Parametern Zeit, Blende und ISO mit einem Belichtungsmesser außerhalb der Kamera zu bestimmen.
Hat hier schon jemand Erfahrungen damit und welcher Belichtungsmesser würde sich da für die DSLR-Filmerei lohnen ohne dafür mehr Geld auszugeben als die Kamera gekostet hat?
Antwort von srone:
wäre es nicht kostengünstiger eine graukarte zu benutzen und die spotmessung(objektmessung) der kamera?
lichtmessung mit kalotte, ist bei reisemotiven oft schwierig, man hat oft nicht den assi dabei, den man auf den turm schicken kann zur lichtmessung.
mit spotmessung (objektmessung) kann man jedoch den turm von unten ausmessen, schatten und lichter, danach die werte je nach ergebnis vermitteln.
das geht auch mit der kamera (diese auf spotmessung umstellen), dazu ist kein spotmeter nötig.
und wenn es doch einer sein sollte, der alte pentax (analog!), damit lässt sich eine szene hervorragend "scannen" mit echtzeitausgabe des lichtwertes via drehspulinstrument, bei digitalen musst du bei jedem neuen messpunkt erneut knöpfchen drücken, weit weniger intuitiv.
lg
srone
link zum pentax:
http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... JgBEPUBMAQ
Antwort von Funque:
ich würde auch gern mal wissen wie man einen weissabgleich korrekt anstellt, mal sehe ich das mit graukarten, dann mit nem weisen blatt papier.
auch ist mir aufgefallen, dass wenn ich mit meiner 550D und dem cinestyle picturestyle von technicolor filme, ich zwar weniger probleme mit lichtern und schatten hab, die gefilmten hauttöne, im nachträglichen weissabgleich grünlich wirken....
da würde ich gern mal wissen wie man es richtig macht.
Greetz
Funque
Antwort von domain:
Einer der größten Fortschritte in der Fotografie war ab 1962 die TTL-Messung, erstmals bei der TOPCON realisiert. Man kann doch nicht allen Ernstes heute noch eine manuelle Belichtungsmessung mit externem Belichtungsmesser empfehlen, genauso wenig wie übrigens eine rein manuelle nach Gefühl an der Kamera selbst. Bruno hat ja sehr deutlich auf die dadurch entstehenden Probleme der objektiv unterschiedlichen Belichtungen und deren mühsamen Ausgleich im NLE beschrieben. Meiner Meinung nach gibt es nur eines: zunächst die Blendenautomatik ihre Arbeit machen lassen, dann gegebenenfalls die Blende sperren und manuell korrigieren. Eigentlich immer nur dann notwenig, wenn das Bild nicht einem angenommenen Normbild entspricht, also z.B. eine Bühne mit dunklem Hintergrund oder eine Schneelandschaft.
http://www.phototechnik-online.de/TTL-Messung/TTL.htm
„Obgleich mit der Topcon RE super die erste praktisch genutzte TTL - Messung vorgestellt wurde, waren in ihr bereits bemerkenswerte Lösungen verwirklicht.
Dies betraf einmal die modifizierte integrale Messung, die zur teilweisen Abschwächung des integralen Messfehlers das Himmelslicht geringer bewertete als die übrigen Bildpartien. Diese Hellanteile - üblicherweise am oberen Bildrand - die das integrale Messergebnis wesentlich beeinflussen, wie gezeigt wurde, konnten durch eine Dämpfung unterdrückt werden. Die Grundidee der "gewichteten" Messung, die erst viel später Allgemeingut wurde, war damit bereits angewendet. Realisiert wurde das durch zwei CdS - Großflächen - Fotowiderstände auf der Rückseite des geritzten Spiegels, von denen einer am unteren Ende des Spiegels geringer empfindlich war und damit die oberen Bildpartien unterbewertete.“
Antwort von rush:
Die Belichtungsmessung moderner Kameras wie DSLR's ist sehr ausgereift und erzielt in der Regel auch gute Ergebnisse.
Darauf verlassen würde ich mich dennoch keineswegs!
Wie oft erlebt man es bereits beim fotografieren das die Belichtung nicht so erscheint wie man sich das vorstellt... Eine Matrixmessung etwa erfasst ja in der Regel das ganze Bild, Mittenbetont und Spot können dann je nach Motiv etwas Abhilfe und Besserung verschaffen.
Ich blende jedoch in der Regel dennoch rein manuell! Bei DSLR's ist die Sache jedoch durchaus schwierig - bei Camcordern mit einstellbaren Suchern oder auch Systemkameras mit EVF's dagegen ist die manuelle Belichtung durchaus von Vorteil. In Kombination mit einem eingeblendeten Histogram oder anderen Hilfen wie Zebra ist man meines Erachtens jeder Automatik überlegen.
An einer reinen (V) DSLR würde ich vermutlich zur Sucherlupe greifen - um ein vergleichbares Suchererlebnis zu haben um danach die Belichtung beurteilen zu können. Alernativ einen vernünftigen SUcher/EVF besorgen...
Ist aber letzten Endes auch ein Grund warum ich videomäßig eher zu GH2 tendiere...
Antwort von almardi:
Also ich nutze zusätzlich zum Belichten mit der Kamera den Waveform-Monitor, mit Hilfe von Magic Lantern, das kamerainterne Histogramm ist nämlich nur für den Fotomodus optimiert, sowie der Belichtungsmesser.
Zum Weißabgleich: Zum einen ist weißes Papier nicht immer perfekt weiß, zum anderen besteht gerade beim hellem Sonnenlicht die Gefahr des ausbrennen, sodass auf dem weißen Papier nur noch gar keine bis wenig Farbinformationnen drin stecken. Nehme meistens ne Graukarte, aber en Blatt Papier is besser als nichts. Oftmals muss der Weißabgelich ja auch nicht perfekt neutral sein, sondern eher die gewünschte Stimmung unterstützen.
Das Problem mit Cinestyle ist meiner Erfahrung nach, das du exakt richtig belichten musst, damit du nicht zu viele Informationen in den Gesichtstönen verlierst, doch wenn man mit Cinestyle belichtet neigt man in der Regel dazu unterzubelichten. Wenn man korrekt belichtet und dan das LUT drüber liegt ist es eigentlich ziemlich identisch zu Aufnahmen mit Neutral. Ich hatte da keinen Grünstich. Benutz du vllt. irgednwelche Filter, die sorgen zum Teil für Farbstiche. Mit Magic Lantern und ner Graukarte kannst du zusätzlich Magenta/Grün-Farbstiche automatisch korrigieren lassen.
Antwort von Funque:
super vielen lieben dank das werde ich so beherzigen. morgen gehts eh raus in die natur und da werd ich das mal testen.
also erst weissabgleich, dann schauen, dass man die mitten nicht unterbelichtet.
bei allen anderen picturestyles, die ich mir zusätzlich zu dem cinestyle auf die camera geladen hab (cinema, Flaat_2) hab ich oft das problem, das entweder schatten absaufen oder lichter ausbrennen. gerade beim himmel geht das sehr schnell. das ist etwas, dass mich wirklich oft ärgert, da würde ich mir mehr dynamikumfang wünschen. aber kann es sein, dass sich da alle dslrs nich viel nehmen und auch eine gh2 nich? wie schaut es da eigentlich bei der 5d markIII aus, gleiches spiel? weil es muss doch möglich sein oder liegt das am den 8bit farbinformation?
vielelicht jetzt blödes beispiel, wenn ich einen "film" von blueray auf meinem rechner in 8bit schaue, dann seh ich ja auch einen grösseren dynamikumfang, als würde ich die gleiche szene mit meiner 550d filmen.
Greetz
Funque
Antwort von Funque:
super vielen lieben dank das werde ich so beherzigen. morgen gehts eh raus in die natur und da werd ich das mal testen.
also erst weissabgleich, dann schauen, dass man die mitten nicht unterbelichtet.
bei allen anderen picturestyles, die ich mir zusätzlich zu dem cinestyle auf die camera geladen hab (cinema, Flaat_2) hab ich oft das problem, das entweder schatten absaufen oder lichter ausbrennen. gerade beim himmel geht das sehr schnell. das ist etwas, dass mich wirklich oft ärgert, da würde ich mir mehr dynamikumfang wünschen. aber kann es sein, dass sich da alle dslrs nich viel nehmen und auch eine gh2 nich? wie schaut es da eigentlich bei der 5d markIII aus, gleiches spiel? weil es muss doch möglich sein oder liegt das am den 8bit farbinformation?
vielelicht jetzt blödes beispiel, wenn ich einen "film" von blueray auf meinem rechner in 8bit schaue, dann seh ich ja auch einen grösseren dynamikumfang, als würde ich die gleiche szene mit meiner 550d filmen.
Greetz
Funque
Antwort von tommyb:
Die höhere Dynamik kommerzieller DVDs und Blurays kommt auch durch Kameras zustande, die einen höhere Dynamik haben. Auch wird beim Film besser geleuchtet, so dass man kaum große Ausreisser hat.
Die ganzen Flat-Picturestyles verändern die Gammakurve - aber sie geben keine größere Dynamik. Das was man als "mehr Zeichnung in Licht und Schatten" wahrnimmt ist auch in normalem Material da, nur man erkennt es eben nicht, weil der Kontrast höher ist. Einmal ins NLE geladen, Kontrast abgeschwächt, schon sind die Details da.
Antwort von Funque:
Die ganzen Flat-Picturestyles verändern die Gammakurve - aber sie geben keine größere Dynamik. Das was man als "mehr Zeichnung in Licht und Schatten" wahrnimmt ist auch in normalem Material da, nur man erkennt es eben nicht, weil der Kontrast höher ist. Einmal ins NLE geladen, Kontrast abgeschwächt, schon sind die Details da.
ok, so hab ich mir das auch gedacht, nur zeigt mir ML mit hilfe der zebras die überbelichteten und die unterbelichtetetn bildteile an und die sind bei dem cinestyle picturestyle am geringsten/kleinsten. und soweit ich verstanden hab ist zB bei ausgebrannten lichtern die zeichnung weg, da kann man ja nachher im NLE nichts mehr retten, oder liege ich da falsch?
Greetz
Funque
Antwort von tommyb:
Wenn etwas ausbrennt, dann ist der Sensor am Ende. D.h. der Sensor schafft es nicht diesen Bereich mitauszulesen.
Ein Picture Style fummelt nur in dem Bereich herum, den der Sensor zur Verfügung stellt.
Der Grund warum wir meinen irgendwelche FLAT-Aufnahmen hätten mehr Dynamik ist einfach der, dass der Kontrast verringert wird (S-Kurve) und deswegen Sachen sichtbar werden, die sonst kaum sichtbar waren.
Das heißt aber nicht, dass diese Sachen nicht da sind, wenn man nicht mit einem Picturestyle dreht.
Der einzige Grund wenn sowas wirklich nützlich ist, ist wenn der Codec die kontrastreichen Bereich extrem komprimiert, weil er meint, dass das Auge darin sowieso nix sieht. Dann ist ein Flat-PS wirklich sinnvoll.
Mehr Dynamik gibt es aber nicht.
Antwort von Bruno Peter:
In meiner Frage oben ging es nicht um den manuellen Weßabgleich oder die manuelle Fokusierung, sondern um die korrekte Belichtung, also Blende, Verschlußzeit und ISO als manuell getrennt einstellbare Parameter. Das soll künftig bei mir so gemacht werden, dass die Clips bei einer Aufnahmesequenz des gleichen Tages zum identische Zeitpunkt in der Belichtung möglichst identisch belichtet und richtig belichtet sind.
Es ist hier aber das Stichwort "Wavemonitor im ML" gefallen...
Wie macht Ihr das mit den "Mitten" auf welches Niveau muss man etwa die Blende, ISO oder die Verschlußzeit einstellen?
Ich sehe schon, werde es wohl selbst austesten müsse. Probieren geht eben über Studieren!
Antwort von domain:
Nachdem mir und etlichen anderen die Bedienung der 550 D wohl nicht ganz geläufig ist habe ich sie mir mal angesehen:
"Die Kamera im Movie-Modus anschalten. Über das Drehrad hinter dem Foto-Auslöser lässt sich die Belichtungszeit zwischen 1/30 und 1/4000 Sekunde direkt einstellen. Die Blende lässt sich ebenfalls direkt über das Drehrad regeln, allerdings muss man dabei gleichzeitig auf der Rückseite den AV-Knopf gedrückt halten. Dies kann etwas umständlich sein, besonders, wenn die Kamera auf einem Stativ steht. Aus der Hand kann man sich dagegen als Rechtshänder an dieses Konzept gewöhnen. Daumen auf AV, während der Zeigefinder dreht. ISO (vergleichbar mit dem GAIN für Videofilmer) regelt man ebenfalls über das Drehrad, jedoch muss man hier die ISO-Taste nicht gleichzeitig drücken sondern vor der Einstellung und nach der Einstellung. Hier steht neben Automatik auch ein Wertebereich von ISO100 bis ISO6400 zur Verfügung."
Nun verstehe ich dein Problem erst recht nicht. Du kannst doch vor jeder Videoaufnahme im Fotomodus mit denselben ISO und derselben Verschlusszeit wie beim späteren Filmen ein Foto mit Blendenautomatik machen und hier sogar zunächst auf bildwichtige Teile zoomen. Das Foto kannst du nachträglich wie auch immer analysieren, dir die Blende merken, ev. im Geiste als erfahrener Amateur mit bis zu +- eine halbe Blende korrigieren und im Videomodus dann verwenden.
Eine rasante Methode wäre das ja nun nicht gerade, aber immer noch viel besser als ein Handbelichtungsmesser. Generell scheint es bei DSLR-Usern ohnehin recht bedächtig zuzugehen, wenn ich nur an die Schrauberei mit Graufiltern denke oder an die externen Tonaufnahmen mit einem Fieldrecorder, na Mahlzeit :-)
Antwort von Reinhard S:
Die Belichtungsmessung moderner Kameras wie DSLR's ist sehr ausgereift und erzielt in der Regel auch gute Ergebnisse.
Wie macht Ihr das mit den "Mitten" auf welches Niveau muss man etwa die Blende, ISO oder die Verschlußzeit einstellen?
Keine noch so moderne Automatik weiß letztendlich, was sich vor der Linse befindet: das kann ein dunkelhäutiger Schwarzafrikaner vor einer dunklen Holzhütte oder ein hellhäutiges Supermodel im weißen Strickpulli vor einem weißen Schneehaufen sein: keine Automatik wird das richtig schaffen. Bei Durchschnittsmotiven haut halt die Automatik weniger weit daneben.
Ich kann Dir jetzt nicht sagen, wie
man es richtig macht, ich kann Dir nur sagen, wie
ich es üblicherweise mache (wenn Zeit ist): mit einer Graukarte - selbige von der Sonne bescheinen lassen, drauf halten und Belichtung fixieren. Am besten mal austesten, ob das ausreicht oder ob man die Cam generell um 1/3 Blende nach unten korrigieren muss. Wenn es schnell gehen muss und/oder die Graukarte mal nicht zur Verfügung steht, messe ich auf etwas Mittelhelles (z.B. ½ Wiese & ½ Weg-Asphalt).
Natürlich würde ich bei Cams, die eine volle Kontrolle zulassen, einen ordentlichen Belichtungsmesser verwenden und manuell einstellen.
LG
Reinhard
Antwort von domain:
Ein "ordentlicher" Belichtungsmesser macht auch nur eine Integralmessung, außer du hast einen mit eingebautem Zoomobjektiv, wo du gezielt irgendwo hinhalten kannst. Auch das Messen einer Graukarte ist nichts anderes als die Integralmessung eines angenommenen Normbildes.
Der beste Belichtungsmesser ist immer die TTL-Kamera selbst. Na, ihr müsst ja alle ganz schön Zeit haben beim Videofilmen....
Antwort von Reinhard S:
Ein "ordentlicher" Belichtungsmesser macht auch nur eine Integralmessung, ...
Nein, so etwas meine ich nicht. Ich meine einen Belichtungsmesser, mit dem man das einfallende Licht von der Sonne misst, d.h. den man Richtung Lichtquelle hält und nicht Richtung des zu fotografierenden Objekts.
Btwy - schon in Gebrauchsanweisungen zu guten Belichtungsmessern steht, dass selbiger einem das eigene Denken nicht abnimmt...
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von Reinhard S:
Auch das Messen einer Graukarte ist nichts anderes als die Integralmessung eines angenommenen Normbildes.
Mag sein - das aber mit immer gleichbleibendem Reflexionsgrad bzw. immer gleichbleibender Motivhelligkeit!!! Dadurch hat man eine genormte Ausgangsbasis. Wenn man in der freien Natur herum misst, werden trotz TTL-Integralbelichtungsmessung unterschiedliche Werte daher kommen, weil schon mal Gras x verschiedene Helligkeitsstufen haben kann.
Antwort von domain:
Ist ja phanstastisch, was sich manche bei der im Grunde so simplen Belichtungsmessung antun. Ruessel, ein echter Profi, hat mal geschrieben, dass es bei der EX1R eine Taste gibt, wodurch die Blende schlagartig auf einen bestimmten Wert gebracht wird, der bei ihm schon zu über 90% der endgültigen Belichtung entspricht und das deswegen, weil auch über 90% der realen Bilder der üblichen Normverteilung der Grauwerte entsprechen.
Professionell ist es, ein Herumtüfteln und Messen möglichst unter allen Umständen zu vermeiden. Ein Profi misst nicht viel, er hat so viel Erfahrung, dass er in wenigen Sekunden die richtige Belichtung ermittelt hat.
Die Wirkung dieser Taste bei der EX1 entspricht übrigens im Grunde der Blendenautomatik jedes Camcorders mit AE-Lock-Möglichkeit: die Blende wird eingefroren und kann dann noch manuell verändert werden.
Die Erfahrung fängt aber schon vor der eigentlichen Aufnahme an. Je nach realen Kontrasten wird ein unterschiedliches PP gewählt, damit die Lichter nicht so schnell fressen und die Schatten nicht zufallen. Erst dann wird die Automatik befragt und ev. korrigiert. Keine Analyse von Histogramm oder Waveform ist notwendig, maximal das Zebra etwas beachten, korrigieren und passt.
Antwort von rush:
Das eigentliche Problem an einer DSLR ist meines Erachtens nach der fehlende Sucher... Man ist ja zwangsweise auf das LCD DIsplay angewiesen sofern man keinen externen Monitor/EVF verwendet.
Und dabei entstehen bereits die größten Fehler - etwa wenn Streulicht auf's Display fällt oder das Display allgemein falsch eingeschätzt wird... Denn Helligkeit, Kontrast etc kann man in der Regel nur sehr begrenzt einstellen und hilft bei grellem Tageslicht auch nicht wirklich zur korrekten Blendeneinstellung.
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von rush:
Weshalb ich sozusagen die Halbautomatik über ISO nutze.
Die Empfindlichkeit zur Steuerung der Belichtung verwenden - und dies auch noch der automatik überlasen?!
Mhh.. also ich habe keine Canon - würde soetwas aber auch nicht an einer Nikon oder Panasonic Systemkamera machen ;)
Für Fotos mag Auto-ISO ja okay sein - aber auch das nutze ich prinzipiell nur wenn das Licht eher ausgeht Richtung Abend.
Am Tage möchte ich dann schon mit der besten EMpfindlichkeit arbeiten, in der mir die Kamera den größtmöglichen Dynamikumfang zur Verfügung stellt. Regelt die Kamera dagegen den ISO-Bereich einfach hoch - geht ja automatisch Dynamik verloren... Und die Belichtung wird noch komplizierter.
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von almardi:
Ich mache es so, dass ich mit Neutral (0,0,0,0) belichte, dabei schau ich mit Hilfe des Waveform-Monitors, dass mir möglichst die Schatten nicht absaufen und die Lichter nicht ausbrennen. Ansonsten vertraue ich meinem Auge und achte dabei eben besonders darauf, dass die Gesichter möglichst korrekt belichtet sind. Dann mach ich den Weißabgleich mit Graukarte oder nach Gefühl. Sobald ich dann rec drücke schaltet Magic Lantern auf Neutral (0,-4,-2,0) um. Wenn man mit zu flachen Picturestyles belichtet klappt das meistens nicht wirklich gut und insbesondere der Weißabgleich geht zum Teil ziemlich in die Hose.
Wenn du jetzt tatsächlich konstante Lichtverhältnisse hast und einmal die richtiger Belichtung hast und du willst beispielsweise die Blende korrigieren musst du ja nur darauf achten, dass die anderen Parameter entsprechen verändert werden. Standartmäßig erfolg das ja in 1/3 Schritten also wenn du z.B von f2.8 zwei Drittel Blendenstufen abblendest auf f3.5, dann muss du deine Emfindlichkeit entsprechen um zwei Drittel erhöhen(z.B. von 100 auf 160). Ich bin mir ehrlich gesagt leider noch nicht ganz so sicher was genau deine Frage ist Bruno?
Cinestyle sorgt eigentlich nur für etwas mehr DR in den Schatten (dabei aber auch für mehr Rauschen) wenn man jetzt wirklich mehr Dr haben will muss man unterbelichten und kann so vllt. ne Blende mehr in den Hightlights rausbekommen. Dann kann man in der Post versuchen die Mitten en bisschen anzuheben, aber die lichter zu schützen um so ein "normal" belichtetes Bild zu bekommen. Man hat dann in der Regel ein realtiv rauschendes Bild und bei Landschaftsaufnahmen kann man das zum Teil auch machen, aber sobald Personen im Bild sehen wirst du aufgrund der starken Kompression kein schönes natürliches Bild mehr hinbekommen.
Die Kamera hat schon relativ viel Dynamikumfang (ca. 11 Blendenstufen), die Mark 2 und Mark 3 haben minmal mehr(11,2 oder so ;)), liegt aber auch en bisschen ander verwendeten Optik, mit meinen Leica-Rs bekomm ich mehr DR als mit meinem Tamron. Die GH2 en bisschen weniger als die Canons (Ich glaube so gut 9), die ALexa hat ähnlich wie Film um die 14 Blendenstufen. Das hat so erstmal wenig direkt mit den 8-Bit zu tun, du hast nur weniger Spielraum in der Nachbearbeitung.
Antwort von rush:
Aber das ist der Punkt, der unter "Erfahrung"anzusiedeln ist. Was nützt mir ein dymisch starkes Bild, wenn die Kamera Blende 2,8 gewählt hat und der Schärfebereich wegen Objektivwahl und Objektabstand auf wenige Millimeter geschrumpft ist? Das Bild wird voraussichtlich unbrauchbar sein. Schlecht, wenn man das hinterher bemerkt. Das ist nicht korrigierbar.
Vielleicht sollte sollte ich an dieser Stelle betonen: Bei DSLRs ist die Wirkung der Blende ungleich größer als bei Consumer-Camcordern, was die Tiefenschärfe angeht. Ungleich meint: Gar nicht vergleichbar. Die Objektive erfordern i. d. R. ein sehr bewußtes agieren.
Beste Grüße,
Reiner
Gut, wem das nicht so bewusst ist oder wer mit den Blendneöffnungen an größeren Sensoren nicht so vertraut ist handelt sich womöglich schneller Probeme bei Offenblende ein als einem lieb ist...
Deswegen empfehle ich ja allgemein rein manuell zu filmen... Ich möchte eben nicht das die Kamera etwas tut das ich nicht verantworten kann ;) Automatiken sind eben Automatiken...
Da stell ich lieber alle Parameter von Hand ein, brauch vllt. 2 Sekunden länger aber weiß letzten Endes welches Ergebnis ich zu erwarten habe.
Klar - auch der Bediener macht mal Fehler - aber dann weiß ich zumindest das es an meiner Unfähigkeit lag und nicht an irgendeiner unbewussten Kameraautomatik :D
Antwort von Bruno Peter:
Ich mache es so, dass ich mit Neutral (0,0,0,0) belichte, dabei schau ich mit Hilfe des Waveform-Monitors, dass mir möglichst die Schatten nicht absaufen und die Lichter nicht ausbrennen. Ansonsten vertraue ich meinem Auge und achte dabei eben besonders darauf, dass die Gesichter möglichst korrekt belichtet sind. Dann mach ich den Weißabgleich mit Graukarte oder nach Gefühl. Sobald ich dann rec drücke schaltet Magic Lantern auf Neutral (0,-4,-2,0) um. Wenn man mit zu flachen Picturestyles belichtet klappt das meistens nicht wirklich gut und insbesondere der Weißabgleich geht zum Teil ziemlich in die Hose.
Wenn du jetzt tatsächlich konstante Lichtverhältnisse hast und einmal die richtiger Belichtung hast und du willst beispielsweise die Blende korrigieren musst du ja nur darauf achten, dass die anderen Parameter entsprechen verändert werden. Standartmäßig erfolg das ja in 1/3 Schritten also wenn du z.B von f2.8 zwei Drittel Blendenstufen abblendest auf f3.5, dann muss du deine Emfindlichkeit entsprechen um zwei Drittel erhöhen(z.B. von 100 auf 160). Ich bin mir ehrlich gesagt leider noch nicht ganz so sicher was genau deine Frage ist Bruno?
Cinestyle sorgt eigentlich nur für etwas mehr DR in den Schatten (dabei aber auch für mehr Rauschen) wenn man jetzt wirklich mehr Dr haben will muss man unterbelichten und kann so vllt. ne Blende mehr in den Hightlights rausbekommen. Dann kann man in der Post versuchen die Mitten en bisschen anzuheben, aber die lichter zu schützen um so ein "normal" belichtetes Bild zu bekommen. Man hat dann in der Regel ein realtiv rauschendes Bild und bei Landschaftsaufnahmen kann man das zum Teil auch machen, aber sobald Personen im Bild sehen wirst du aufgrund der starken Kompression kein schönes natürliches Bild mehr hinbekommen.
Die Kamera hat schon relativ viel Dynamikumfang (ca. 11 Blendenstufen), die Mark 2 und Mark 3 haben minmal mehr(11,2 oder so ;)), liegt aber auch en bisschen ander verwendeten Optik, mit meinen Leica-Rs bekomm ich mehr DR als mit meinem Tamron. Die GH2 en bisschen weniger als die Canons (Ich glaube so gut 9), die ALexa hat ähnlich wie Film um die 14 Blendenstufen. Das hat so erstmal wenig direkt mit den 8-Bit zu tun, du hast nur weniger Spielraum in der Nachbearbeitung.
Ich weiß nicht, warum ich mich so umständlich ausdrücke...
Meine Frage war doch ganz einfach, wie stellt man eine korrekte Belichtung ein im Movie-Aufnahmemodus. Der hier erwähnte Weißabgleich interessiert mich zunächst überhaupt nicht. Auch, dass ich die AV-Taste drücken muß und gleichzeitig das Stellrad bedienen muss ist nicht interessant Domain, das bewerkstellige ich nach zwei Jahren Kameraarbeit blitzschnell mit der DSLR 550D.
Ich habe die Kamera im manuellen Movie-Modus, also Blende, Verschlußzeit und ISO sind manuell beliebig einstellbar. Natürlich habe ich auch schon ISO auf Automatik gestellt, dann ist es aber keine manuell Belichtung mehr.... und die Wahl des ISO-Wertes durch die Kamera entzieht sich damit meiner Kontrolle...
Im manuellen Modus kann ich alle drei Werte verstellen, dies nach meinem persönlichen Augenschein auf dem Display. Das kann von Clip zu Clip unterschiedlich in der Belichtung ausfallen, weil der Lichteinfall auf das Display unterschiedlich stark sein kann. Ich will vor der Einstellung wissen, welche Verschlußzeit (na ja, die sollte ja fest sein, normal 1/60 sec bei 30p-Aufnahme), die Blende wähle ich normalerweise nach der getesten besten Objektivabildungsschärfe, je nach Bremmweite ist die Blende ja unterschiedlich. Meines Erachtens wäre der Wavemonitor von ML bei der Videofilmerei schon sehr hilfreich. ich weiß aber nicht, wie die Waveform dann aussehen soll?
Nun bin ich echt ratlos, alle belobigen die mauelle Belichtungsmöglichkeit und keiner kann bisher damit korrekt umgehen...
Ich habe doch die Problematik aufgezeigt und meiner Meinung nach geht das nur mit einem externen Belichtungsmesser bei dem ich bei Wal der Verschlußzeit und Blende angezeigt bekomme, welchen ISO-Wert ich dazu wählen muss. So kann ich unterschiedliche Einstellungen miteinander kombinieren.
Schaut mal
hier rein...
Anmerkungen, Fußnoten, Appendix?
Antwort von almardi:
Naja der Punkt bei der manuellen Belichtung ist eben, dass du keine Automatiken verwendest sondern selbst entscheidest, wie das Bild "korrekt" belichtet ist. Du kannst dabei Belichtungsmesser, Histgramm oder Waveform als Anhaltpunkt verwenden, aber letztendlich zeigt dir der Kameramonitor (am besten mit Displaylupe oder ähnlichem) und dein geschultes Auge ob das Bild richtig belichtet ist. Ab dann ist es denk ich Erfahrungssache.
Bei dir klingt es so als willst du eine perfekte Automatik haben, ohne die Automatik benutzen zu wollen und trotzdem selbst die komplette Kontrolle zu haben. Das wirst du nicht finden.
Ein externer Belichtungsmesser wird dir auch nicht in jeder SItuation die perfekten Einstllungen geben können, sondern nur eine Orientierung, vllt. eine bessere als der Kamerainterne (?)
Nimm den Kameramonitor, eine Displaylupe, oder irgendeine Art von Streulichtblende und ein etwas kontrastreicheres Bildprofil und belichte selbst. En paar kleinere Unterschiede zwischen den Belichtungen kann es immer geben, aber eigentlich keine die du in der Post nicht korrigieren kannst.
PS: Weiß nicht ob ichs falsch verstanden habe, aber die Blende verändert sich nicht zwangsweise mit der Brennweite. Bei 24mm f4 und 135 f4 kann gleich viel Licht auf den Sensor fallen, die Belichtung ist die gleiche. Die Öffnungsweite ist unterschiedlich.
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von Bruno Peter:
Naja der Punkt bei der manuellen Belichtung ist eben, dass du keine Automatiken verwendest sondern selbst entscheidest, wie das Bild "korrekt" belichtet ist.
Genauso ist es...
Wie gehen wir also mit dem ML-Hilfsmittel "Waveform" um?
Was erkennen wir dort in der "Staubwolke" bezüglich korrekter Belichtung?
zum Bild
Wer kann hier das Bild rechts erklären bitte?
Antwort von domain:
Ohne Automatik als ersten Vorschlag zu arbeiten ist unklug.
Immer sollte man die ausgeklügelten Fähigkeiten der eigenen Kamera diesbezüglich benutzen. Es ist dabei egal, ob die Belichtungszeit oder die Blende Priorität hat, in letzterem Fall stellt man halt die Blende fix ein und regelt danach über Belichtungszeit und Graufilter brauchbar ein, oder lässt einregeln. Auch eine rein manuelle Einstellung ist gut, wenn ein Messsystem eine seiner Meinung nach richtige Belichtung signalisiert.
Niemand behauptet, dass man bei dieser bleiben muss, aber sehr oft ist es bereits die richtige.
Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass man es in allen Fällen selber besser könnte, in den Automatiken sind heute jahrzehntelange Erfahrung und extrem gefinkelte Verfahren integriert.
Antwort von Bruno Peter:
Geh zu mit der Automatik..., natürlich hat man Gründe warum man mit manueller Einstellung filmt...
Dann pumpt vielleicht die Belichtung unter bestimmten Umständen!
Müßtest Du eigentlich auch wissen...
Antwort von almardi:
Also erstmal zeigt er uns ja quasi an, wie viele anteile des Bildes in welchem Helligkeitsbereich liegen. (Unten sind die Schatten oben die Highlights) Wenn dir Schatten absaufen oder Lichter ausbrennen erkennst du das daran, dass es sich unten oder oben "staut"und sich eine Art Linie bildet. Das was zwischen den beiden blauen Linie liegt, ist noch in den Mitten. Wenn du jetzt z.B. eine Nahmaufnahme einer Person machst solltest du beispielsweise schauen, das möglichst viel in den Mitten liegt.
Wenn du jetzt abblendest wird sich das ganze auch nach unten verschieben. Bei ähnlichen Motiven, sollte diese "Staubwolke" auch ähnlich sein.
Man muss im Prinzip versuchen sich klar zu machen welcher Teil des Bildes jetzt wo auf dem Waveformmonitor zu erkennen ist.
Sorry besser kann ichs nicht erklären, nutze das auch nur zur Orientierung, zeigt einem aber manchmal mehr als man sonst sieht. Musst du einfach mal ausprobieren, mit der Zeit bekommt man da ein Gefühl für. Da ich nachher im NLE auch den Waveform-Monitor zur Hilfe nehme ist das schon ganz praktisch.
@ domain: ich meinte auch nicht das man darauf verzichen sollte, ich orientiere mich auch dran. Aber genau wie der Autofokus nicht weiß was ich fokusieren will weiß eben die Belichtungsautomatik auch nicht immer was ich korekt belichten will. Im Videomodus steht einem ja auch nur eine Messmethode zur Verfügung.
Antwort von domain:
Meine Blendenautomatik pumpt nicht, weil ich sie unter gewissen Umständen abgeschaltet habe (AE-Lock). D.h. aber gleichzeitig, dass sie vorher noch aktiv war und ev. korrigiert wurde :-)
Antwort von Bruno Peter:
@Almardi, Danke!
Antwort von domain:
Wofür bedankst du dich Bruno? Du stellst dich nur absichtlich so patschert an, um die Diskussion zu beleben oder willst etwa behaupten, dass du bisher noch nie ein Histogramm oder eine Waveform interpretiert hast?
Und ich sage nochmals, ein Profi braucht kein ohnehin nahezu unlesbares Histogramm am Kameradisplay, er wählt schon vorher ein geeignetes PichtureProfil.
Antwort von Reinhard S:
Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass man es in allen Fällen selber besser könnte, in den Automatiken sind heute jahrzehntelange Erfahrung und extrem gefinkelte Verfahren integriert.
Eine Automatik weiß aber auch heute noch nicht, was sie vor der Linse hat ;-).
Lass es mich anhand eines Beispieles erklären: nehmen wir mal eine einfache Wiese in grün. Die kann sein: hellgrün, dunkelgrün, lang, kurz, mit oder ohne Blüten dazwischen, das Licht kann aus allen möglichen Richtungen kommen, sie kann schütter oder dicht sein, sie kann nass glänzen oder trocken angestaubt sein ... wenn man verschiedene Wiesen nun zur Belichtung anmisst, wird man - zugegeben geringfügig - unterschiedliche Messergebnisse kriegen.
Wenn wir uns nun darüber einig sind, dass eine hellgrüne Wiese auf der Aufnahme auch hellgrün und eine dunkelgrüne Wiese dunkelgrün zu sein hat - so kann man sich nicht auf eine noch so gefinkelte Automatik verlassen: die schert nämlich alles Grün über einen Kamm.
Und hier kommt die Graukarte ins Spiel - die hat nämlich immer den gleichen Grauwert und immer den gleichen Reflexionsgrad: damit fallen motivbedingte Helligkeitsunterschiede aus der Rechnung raus!
Aber jeder, wie er will.
Reinhard
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von srone:
Naja der Punkt bei der manuellen Belichtung ist eben, dass du keine Automatiken verwendest sondern selbst entscheidest, wie das Bild "korrekt" belichtet ist.
Genauso ist es...
Wie gehen wir also mit dem ML-Hilfsmittel "Waveform" um?
Was erkennen wir dort in der "Staubwolke" bezüglich korrekter Belichtung?
zum Bild
Wer kann hier das Bild rechts erklären bitte?
Ein bild-ing. formulierte es mal so, oben nichts über 100% (ausbrennen) und unten muss zwischen den tiefen und null ein bierdeckel passen.
lg
srone
Antwort von Bruno Peter:
Bei einer Aufnahmesituation im Feld: Möchtest Du danach die Belichtungsqualität beurteilen? Dann würde mich interessieren, wie Du die Waveform interpretierst, um Blende, Zeit und ISO korrekt einzustellen.
Bis jetzt habe ich das rein visuell nach meinem Eindruck vom Kameramonitor aus realisiert oder aber ISO auf "Auto" gestellt ohne genau zu wissen auf welchen Wert ISO sich eingestellt hat. Aber..., hier ist die "Waveform" von ML für diesen Zweck hochgelobt worden... Ich meine das ist nicht mehr als ein Spielzeug für Bubis...
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von domain:
Waveforms oder Histogramme sind, auf dem kleinen Kameradisplay angezeigt, wirklich was für Bubis mit guten Augen. Für unsere Semester empfehle ich eher den Gossen Sixtomat Handbelichtungsmesser mit folgenden Vorteilen. Er braucht keine Batterie, ist daher sehr langlebig, man kann die ISO (DIN) einstellen und dann nach Nachführung der Walze alle möglichen Zeit/Blendenkombinationen ablesen. Außerdem hat er auf der Rückseite eine Einrichtung zur Farbtemperaturmessung, hier zeigt sie schön etwa 2600 Grad Kelvin an. Optimal wäre dann natürlich noch eine Graukarte vor den Belichtungsmesser zu halten.
Ich nehme den Sixtomat auch heute noch gerne zur Hand, er hat eine so schöne Tragekordel aus goldschimmerndem Metall. Sie fühlt sich in ihrer Glatt- und Kühlheit wie eine Blindschleiche an. So eine wertvolle Kordel findet man heute nicht mehr allzu oft.
zum Bild
Antwort von srone:
sehr schönes gerät. noch mehr "oldskool", als der von mir verlinkte pentax.
lg
srone
Antwort von olja:
Sorry, das klingt für mich alles echt krank. Ich gehe mit ner Cam los (also Unterwegs !) und will was festhalten. Also gucke ich durch den Viewfinder und stelle dananach einfach mein Bild ein. Gucke , das Lichter nicht Clippen, Tiefen nicht absaufen. Wenn es nicht geht, dann entscheide ich, was gesehen werden soll. Wir haben nur einen gewissen Dynamikumfang. Wo ist eigentlich das Problem ? Jedenfalls wird es keine Automatik und kein Histogram lösen könnnen.
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von srone:
Sorry, das klingt für mich alles echt krank.
macht nix. ;-)
Beste Grüße,
Reiner
das klingt alles schwieriger, als es dann in der praxis ist, es wird zu einem gedanken und passiert automatisch, das nennt sich dann erfahrung.
lg
srone
Antwort von olja:
macht nix. ;-)
Beste Grüße,
Reiner
das klingt alles schwieriger, als es dann in der praxis ist, es wird zu einem gedanken und passiert automatisch, das nennt sich dann erfahrung.
lg
srone
Jo, offensichtlich fehlt es einigen daran, das sie solche Krücken für ihre Amateurfilme jetzt schon brauchen. Graukarte, Belichtungsmesser, Urlaubsfilme.
Man sollte doch ohne Wave, Histo und Belichtungsanzeige an der Cam sehen können, was bei rauskommt. Ansonsten würde ich für solche Zwecke was anderes nehmen. Wenn die Belichtungsanzeige mir O.K sagt, aber ich im Viewfinder einen geklippten Himmel sehe, drücke ich nicht auf Record, sondern stelle das manuell ein, bis ich Zeichnung sehe, wo ich sie haben will.
Das finde ich eigentlich auch relativ einfach ;-)
Antwort von domain:
So einfach ist es auch. Aber eines wäre natürlich schon optimal, wenn es außer dem Zebramuster auch ein kariertes Muster für Belichtungsbereiche unter ca. 20 gäbe. Würden beide Bereiche gleichzeitig auftauchen, dann wäre ein Wechsel auf ein weicheres PP angezeigt.
Antwort von B.DeKid:
Wer keinen Belichtungsmeter nutzt beim belichten bzw ausrichten der Lichter , naja ich weiss nicht ... ;-) Dem kann ich nix abgewinnen;-)
MfG
B.DeKid
Antwort von olja:
Nö...ein Amateur dreht Reisefilme und hat Prbleme mit der Belichtung einer DSLR.
Das ist der Ausgangströt. Ich muß 2012 nicht mit nem Belichtungsmesser und Graukarte rumrennen in einer Reisegruppe...etc. um schöne ansprechende richtig belichtete Bilder zu bringen.
Wir reden hier von Amateur-Urlaubsfilmen. Wenn der Tröt jetzt verzerrt wird, bittesehr, tobt euch aus.
Konkret, was bringt der Belichtungsmesser mehr, als das Bild, was ich zu dem Zeitpunkt der Aufnahme sehe. Und wir reden hier mehr oder weniger von Situationen, die einfach mal schnell eingefangen werden.
Ich rede übrigens von dem Viewfinder der GH2, damit hier keine Unschärfe auftritt. So sollte es auch sein (IMHO).
Ich sehe annähernd das Bild, welches ich aufnehme.
Wenn die Cam das nicht bringt, ist sie für diese Vorhaben ungeeignet.
Verschmiertes Display in der Sonne taugt nichts. ;-)
Antwort von rush:
Ich rede übrigens von dem Viewfinder der GH2, damit hier keine Unschärfe auftritt. So sollte es auch sein (IMHO).
In der Ausgangsfrage ging es allerdings um eine 550D von Canon.. und die hat nunmal leider keinen verlässlichen Viewfinder zur Videoaufnahme - sondern nur das rückseitige LCD-Display. Bei grellem Sonnenlicht macht's das nicht einfacher ;)
Antwort von olja:
Ich rede übrigens von dem Viewfinder der GH2, damit hier keine Unschärfe auftritt. So sollte es auch sein (IMHO).
In der Ausgangsfrage ging es allerdings um eine 550D von Canon.. und die hat nunmal leider keinen verlässlichen Viewfinder zur Videoaufnahme - sondern nur das rückseitige LCD-Display. Bei grellem Sonnenlicht macht's das nicht einfacher ;)
Jepp. :-)...dann sollte das auch im Titel kommen, der dann lauten sollte
Filmen mit einer 550D; korrekte manuelle Belichtungswahl?
Unter DSLR zählt die GH2 auch (obwohl keinen Spiegel). Und da guckt man einfach mal, was so kommt ;-). Früher gab es im Computer-Publishingbereich den Begriff WYSIWYG...What you see is what you get...
Alltäglich jetzt, kein Mensch denkt mehr drüber nach. Offensichtlich bei manchen Cams noch nicht angekommen. Na dann....raus mit Belichtungsmesser,Graukarte und die Akropolis gefilmt...oder nen paar Kamele.
Antwort von dirkus:
Letztendlich geht es bei der Belichtung doch nur darum, wie ich die Sensordynamik der Kamera bestmöglich auszunutzen kann/bzw was ist mir lieber, wenn ich diese Dynamik irgendwo überschreiten muss.
Entweder crasche ich bewusst die Highlights
oder lasse ich lieber die Schatten absaufen?
Dann ist wohl der subjektive Bildeindruck des Betrachters entscheidend, was man lieber möchte. Das kann einem keine Automatik und auch kein Messinstrument abnehmen!
Der Idealfall wäre natürlich, dass alles so gut ausgeleuchtet ist, dass man weder überbelichtete Bereiche hat, noch das etwas absäuft. Dann biegt man sich das Bild in der Post halt so zurecht, bis es den Vorstellungen entspricht.
Antwort von almardi:
Hier noch ein Nachtrag zum Thema: Hatte das vor einiger Zeit schonmal gelsen und jetzt wiedergefunden. Shane Hurlbut (Der ja unter anderem Act of Valor zum größten Teil mit Canon-DSlRs gedreht hat) hat zu dem Thema schon vor einiger Zeit was gepostet:
Never trust the exposure bar or histogram. Those take exposure based on a RAW and or Jpeg still frame, not how your video should be exposed. If you go by the histogram you will continue to deliver footage that is overexposed and looking like video not digital film. Use your eye or a HP Dreamcolor lighting monitor
Also vertraut eurem Auge, auch mit Graukarten und dem internen Belichtungsmesser wär ich dann vorsichtig...
http://www.hurlbutvisuals.com/blog/2011 ... -up-count/
Antwort von rush:
Also vertraut eurem Auge, auch mit Graukarten und dem internen Belichtungsmesser wär ich dann vorsichtig...
Sich bei grellem Sonnenlicht rein auf das rückseitige LCD einer DSLR zu verlassen ist aber mindestens ebenso blauäugig und mit Vorsicht zu genießen ;)
Antwort von ennui:
Dazu ein kurzer Bericht aus der Praxis: Habe gerade mit der Canon 7D und paar älteren manuellen Objektiven gefilmt, das meiste war draußen bei Sonne, ein paar Sachen in einer zurückhaltend ausgeleuchteten düsteren Kaschemme. Die Messungen des internen Belichtungsmessers konnte man da völlig vergessen, der zeigte IMMER eine Unterbelichtung an, wenn die Bilder real gut und ausgewogen belichtet waren. Und zwar nicht etwa nur eine Blende falsch, sondern eher schon 2-3 Blenden (!!!), nach dessen Meinung habe ich also alles völlig unterbelichtet. Wenn die Sonne auf das Display knallt,ist Schätzen zwar schwieriger, aber irgendwann kriegt man auch so ein Gefühl dafür, was gerade das richtige wäre. Und wenn das Licht nicht zu extrem kommt, kann man mit einer Einstellung, die an einer Stelle stimmt, auch einen 360-Grad-Schwenk machen, und es sieht in jeder Richtung noch ganz ok aus.
Ich habe gerade das Gefühl, es lag beimir ein bischen am Zusammenspiel Kamera - altes Objektiv, also bei einfacheren Camcordern mit festem, abgestimmten Objektiv ist das wohl noch mal anders. Aber auch da erinnere ich mich, dass die gerade bei schwierigeren, kontrastreichen Lichtverhältnissen oft alles zu hell machten, wohl damit auch die dunkelsten Bereiche noch Zeichnung hatten, dafür haben aber sonnige Stellen oder (meistens) der Himmel im Bild immer überstrahlt und es sah einfach mies aus.
Nebenbei habe ich gerade auch bischen mit einer kleinen vollautomatischen Fotokamera gefilmt. Da gabs wenigstens so eine Belichtungskorrektur, die habe ich auch gleich mal durchgehend 1/3 bis 2/3 runtergedreht, und es sieht nun auch alles super aus, wie soll.
Wenn es was kritisches ist und die Aufnahme unbedingt stimmen muss, würde ich also tatsächlich mit einem externen Spotmesser die jeweils wichtigen Stellen/Bereiche ausmessen und dann danach gehen. Man braucht dann aber einen Belichtungsmesser, der so einen Filmmodus hat, meiner hat das zumindest und es wurde in der Anleitung empfohlen.
Bei diffusem Licht und bewölktem Himmel stimmen die Werte des internen Belichtungsmessers vielleicht aber auch noch eher.
Antwort von DV_Chris:
Unglaublich, aber wahr:
Kenne perfekt belichtetes Material, welches dann trotzdem von der Auschnittwahl her zu vergessen und/oder der Film eine einzige Katastrophe war. Warum gibt's da keine Messgeräte???
SCNR ;-)))
Antwort von dirkus:
Ich hatte die Tage auch einen Aussendreh gehabt. Hier mal eine bereits bearbeite und colorierte Beispielaufnahme, wie sehr sich manuelle Belichtung und Automatiken voneinander unterscheiden können.
Manuell Belichtet
zum Bild http://www.bilder-hochladen.net/files/5jev-11f-bb04.jpg
und das hätte die Automatik daraus gemacht.
zum Bild http://www.bilder-hochladen.net/files/5jev-11e-e702.jpg
Die Automatik hätte hier den Fehler gemacht, die für den Bildeindruck eher unbedeutenden Randbereiche unter den Sonnenschirmen optimal zu belichten, während das eigentliche Augenmerk auf den Fassaden dahinter liegt. Den Himmel konnte ich aber wegen der drastischen Kontraste auch hier nicht retten, sonst wären die Randbereiche total abgesoffen. Ich habe mich daher dafür entschieden, den Himmel leicht überbelichtet zu belassen, was in diesem Fall aber nicht von grosser Bedeutung war und immer noch gut aussieht. Man muss bedenken, das es sich bei der Aufnahme um einen Schwenk von unten nach oben gehandelt hat.
Der Mensch weiss eben eher, wie ein Bild aussehen muss. Die Technik richtet sich dagegen meistens einfach nur nach sterilen Informationen des Sensors.
Antwort von rush:
@ dirkus: Die Hell-Dunkelkontraste in der Aufnahme sind einfach zu gewaltig und wären auch von einer anderen Kamera nur schwer zu bewältigen. Logisch das eine Automatik in solchen Situationen nur überfordert sein kann. Alles andere wäre purer Aberglaube ;)
Antwort von Blancblue:
Die Dynamik der meisten DSLRs ist in vielen Situationen eine Katastrophe. Als GH2 User leide ich besonders darunter, letztendlich neige ich dazu oft ein wenig unterzubelichten um dann in der Post die Dynamic Range zu erweitern wie man so schön sagt. Aus den Schatten kann man in der Post meist noch einiges rausholen, aus ausgebrannten Highlights leider nicht.
Antwort von Tobsn:
Also vertraut eurem Auge, auch mit Graukarten und dem internen Belichtungsmesser wär ich dann vorsichtig...
Sich bei grellem Sonnenlicht rein auf das rückseitige LCD einer DSLR zu verlassen ist aber mindestens ebenso blauäugig und mit Vorsicht zu genießen ;)
Wenn der Blick auf den LCD Screen nicht funktioniert, frage ich mich, wie man denn halbwegs korrekt die Schärfe ziehen will? Tagsüber mit ner DSLR filmen geht doch kaum anders, als mit einer Displaylupe, mit der man sowohl die Belichtung richtig einstellen kann, als auch die Schärfe.
T
Antwort von ennui:
Nein, Dirkus hat schon recht: Gerade wenn es so extreme Lichtverhältnisse sind, weiß die Kamera ja nicht, was einem wichtig ist und was weniger. Die geht dann halt nach Flächengrößen, scheint mir. Ich hätte das Bild sogar noch dunkler gemacht, aber wenn das wichtig war, was da unter den Sonnenschirmen war... ein anderes Beispiel wäre im Wald, Sonne scheint von schräg oben, evtl. gar noch bischen Gegenlicht. Viel Schatten, aber natürlich nicht völlig dunkel, und ein paar Lichtflecken, wo Sonnenstrahlen durch die Äste scheinen. Die Kamera wird versuchen, den großen schattigen Bereich "normal", also taghell zu belichten, die Sonnenflecken, beleuchteten Blätter etc. werden überstrahlen. Atmosphäre dahin, es sah subjektiv auch nicht "so" aus, aber die Kamera hat stolz ihre hohen ISO-Werte demonstriert. Wenn ich nun mit dem Spotmesser der Kamera oder einem externen zu einem der Lichtflecken gehe und dessen Belichtung korrekt messe und für das ganze Bild verwende (also den schattigen Bereich "falsch" belichte), sieht es so aus wie es gedacht war. Ein Mittelwert oder Kompromiss wäre eine Belichtung, die die schattigen Bereiche hochzieht und die Sonnenflecken nur leicht überbelichtet. Aber selbst in dem Fall wäre es en fauler Kompromiss und unnötig, wenn es einem doch um den Bildeindruck geht, den man subjektiv hatte. Selbst wenn die Waveform nun irgendwie stimmiger aussieht.
Und gerade solche Dinge wie diese kleinen Sonnenflecken und ob sie überbelichtet sind, sieht man auf dem kleinen Display leider oft auch nicht gut, und erst zuhause, wenn es zu spät ist. Wenn man da also Wert darauf legt, dass die gut aussehen, muss man sie (oder das Gesicht eines Akteurs in dieser Szenerie, oder...) korrekt messen und belichten, und dann eben sehen, ob man mit dem Rest leben kann. Im Zweifelsfall immer lieber unterbelichten. Wenn man sich mal Spielfilme ansieht, machen das die "richtigen" Kameramänner auch so. Man hat schon mal Stellen im Film, wo jemand im Keller oder Fackelschein herumläuft und große Bildteile sich ins Schwarz auflösen, aber eigentlich fast nie überbelichtete Stellen. Weil das viel mieser aussieht, eben nach Homevideo, automatisch belichtet.
Das andere Extrem und Gegenbeispiel wären, wie erwähnt, was im Gegenlicht aufzunehmen. Da versucht die Kameraautomatik dann gnadenlos, die gleissenden Sonnenstrahlen von vorne runterzuziehen, und alles andere wird zu dunkel. Völlig unnötig, denn die Sonnenstrahlen oder der Scheinwerfer von vorne und ihr Licht können sich -in dem Fall ja ruhig ins Weiß auflösen, aber man hat ja noch andere Bildteile (Schauspieler, Vordergrund), lieber also die messen/richtig belichten.
Antwort von rush:
Wenn der Blick auf den LCD Screen nicht funktioniert, frage ich mich, wie man denn halbwegs korrekt die Schärfe ziehen will? Tagsüber mit ner DSLR filmen geht doch kaum anders, als mit einer Displaylupe, mit der man sowohl die Belichtung richtig einstellen kann, als auch die Schärfe.
T
Klar, mit 'ner Displaylupe hast du ja quasi 'nen halben Sucherersatz und ist relativ streulichtresistent... damit passt das schon!
Aber ohne ein solches Hilfsmittel finde ich die Beurteilung an den LCD's unter solchen Bedingungen schon äußerst schwierig..
Antwort von srone:
die belichtungsmesser der kameras und auch externe verrechnen das gesamte bild und tun dann so ob alles neutralgrau wäre, das führt zu fehlern, wenn man dies allerdings weiss, kann man gezielt gegensteuern.
lg
srone
Antwort von rush:
die belichtungsmesser der kameras und auch externe verrechnen das gesamte bild und tun dann so ob alles neutralgrau wäre, das führt zu fehlern, wenn man dies allerdings weiss, kann man gezielt gegensteuern.
lg
srone
Nicht ganz ;) Man kann die Belichtungsmesser in der Kamera ja bspw. auch auf Spot umstellen und dann entsprechend auf das bildwichtige Motiv belichten... Dazu hat man ja i.d.R. die Belichtungsspeicherfunktionen und ist nicht zwangsweise auf Matrixmessung des gesamten "Bildes" angewiesen.
Antwort von dirkus:
Es kommt halt auch immer darauf an, was man später mit den Aufnahmen in der Nachbearbeitung machen möchte.
In meinem Beispiel war es ein Schwenk von unten nach oben. Die Aufnahme endete also mit diesem Bild. Hier wäre es kein Problem, den weissen Himmel - wenn er denn stört - einfach auszukeyen und durch ein hübsches Hintergrundbild zu ersetzen. Die Sekunden davor sollten aber trotzdem nicht unterbelichten, weil da der grösste Bildanteil eben noch unter den Schirmen lag.
Das wäre schwerer auszugleichen gewesen, als die nur kurz zu sehende letzte Sekunde dieser Sequenz.
Antwort von srone:
die belichtungsmesser der kameras und auch externe verrechnen das gesamte bild und tun dann so ob alles neutralgrau wäre, das führt zu fehlern, wenn man dies allerdings weiss, kann man gezielt gegensteuern.
lg
srone
Nicht ganz ;) Man kann die Belichtungsmesser in der Kamera ja bspw. auch auf Spot umstellen und dann entsprechend auf das bildwichtige Motiv belichten... Dazu hat man ja i.d.R. die Belichtungsspeicherfunktionen und ist nicht zwangsweise auf Matrixmessung des gesamten "Bildes" angewiesen.
aber auch dieser spot, so klein er denn ist, wird zu neutralgrau integriert, gehe mal damit auf eine weiss/schwarze kante, dann weisst du was ich meine.
lg
srone
Antwort von rush:
aber auch dieser spot, so klein er denn ist, wird zu neutralgrau integriert, gehe mal damit auf eine weiss/schwarze kante, dann weisst du was ich meine.
lg
srone
Aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Spotmessung ;)
Wenn man weiß wie man damit im Vergleich zur Matrixmessung umzugehen hat, kann man damit schon sehr gut arbeiten finde ich.
Antwort von dirkus:
Aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Spotmessung ;)
Wenn man weiß wie man damit im Vergleich zur Matrixmessung umzugehen hat, kann man damit schon sehr gut arbeiten finde ich.
Wie sieht es denn mit diesen Messungen bei Verwendung anderer Picturestyles aus?
Meine Aufnahme von oben wurde z.b. mit Cine Style gefilmt. Da sind ja ganz andere Tonwerte drin, als bei den internen Standardpresets.
Funktionieren die Messprogramme da auch noch?
Antwort von ennui:
Sie funktionieren, es sieht dann nur etwas anders aus. Aber die techn. Begrenzung in Blenden durch die Dynamik des Sensors bleibt die gleiche, nur das, was innerhalb dieser Grenzen liegt, wird anders verteilt. Das kanndann wie mehr Zeichnung im Hellen oder Dunklen aussehen, wäre aber meistens sonst auch "da", und es geht auf Kosten der Mitten... das Problem mit den Wachsgesichtern und der Plastikhaut.
Antwort von rush:
Wie sieht es denn mit diesen Messungen bei Verwendung anderer Picturestyles aus?
Keine Ahnung - habe keine Canon und verwende auch keine Picturestyles ;)
Antwort von almardi:
Bei der Belichtungsmessung orientiert sich die Kamera ja gewissermaßen an RAW-Aufnahmen, somit sollte der Picturestyle eigentlich keinen Einfluss auf die Messung haben, bei cinestyle wird nur alles insgesamt ein wenig heller wirken.
Antwort von domain:
Manuell Belichtet
zum Bild http://www.bilder-hochladen.net/files/5jev-11f-bb04.jpg
und das hätte die Automatik daraus gemacht.
zum Bild http://www.bilder-hochladen.net/files/5jev-11e-e702.jpg
Die Automatik hätte hier den Fehler gemacht, die für den Bildeindruck eher unbedeutenden Randbereiche unter den Sonnenschirmen optimal zu belichten, während das eigentliche Augenmerk auf den Fassaden dahinter liegt.
Du schreibst im Konjunktiv, was die Automatik gemacht hätte und der Konjunktiv ist vermutlich auch angebracht. Denn ganz nehme ich dir diese Bilder nicht ab. Beim Automatikfoto ist der Himmel nämlich dunkler als bei der manuellen Belichtung, obwohl die Fassaden gleichzeitig heller sind. Gibs zu, du hast da was manipuliert, du hast die Fassaden etc. künstlich aufgehellt :D
Das Automatikbild gibt es wahrscheinlich gar nicht real.
Antwort von Tiefflieger:
Selbst ein zwei Jahre alte Videokamera beherrscht unbearbeitet in der Automatik diesen Kontrastumfang.
Über Kopf aufgenommen im Schwenk / oder auch heller Vordergrund / extrem
Antwort von domain:
Von einem schon zwei Jahre alten Camcorder hätte ich eigentlich gar nicht so schöne Bilder erwartet, erstaunlich. Verrätst du uns vielleicht auch noch, um welche Kamera es sich da gehandelt hat?
Antwort von Tiefflieger:
Dann sind wieder alle böse weil es keine DSLR ist (Panasonic SD 707). Mit meiner aktuellen wären die Farben noch etwas besser,
nicht so kräftig dafür mehr Zeichnung ;-)
(Bilder oben, Videoframe AVCHD 1080p50)
Antwort von dirkus:
Beim Automatikfoto ist der Himmel nämlich dunkler als bei der manuellen Belichtung, obwohl die Fassaden gleichzeitig heller sind. Gibs zu, du hast da was manipuliert, du hast die Fassaden etc. künstlich aufgehellt :D
Das Automatikbild gibt es wahrscheinlich gar nicht real.
Doch das Auto-Bild ist echt.
Liegt wohl am Cine Style Picture Style. Habe auf beide einfach das gleiche Colorista Preset angewendet. Der Himmel und andere Bereiche sind im Preset farblich gekeyt, was sich auf jeder Aufnahme dann unterschiedlich auswirkt - das kannste auch daran erkennen, das die weissen Wände nicht mehr weiss, sondern leicht braun sind. Der Himmel ist auf der überbelichteten Aufnahme daher wohl ebenfalls etwas mehr Braun eingefärbt worden. Das ich hätte geschrieben hab, bezog sich lediglich darauf, das ich die Automatik Aufnahme im Video ja letztendlich nicht verwendet habe.
Antwort von domain:
Naja, daran kann man jedenfalls erkennen, was die Cine-Styles wert sind, nämlich nicht viel und es verhält sich genauso, wie es ein User vor längerer Zeit schon und besonders auch WoWu erkannt und erklärt hatten: es gibt nur wenig Gewinn damit über eine 8-Bit-Gamma-Linie, da muss wohl RAW mit deutlich mehr Bit herhalten als Original.
Was aber die allgemeine „Problematik“ bez. einer optimalen Belichtung anlangt, da muss ich mich manchmal schon etwas wundern, zu welch exotischen „back to the roots“-Lösungen manch einer neigt. Wenn man mal generell so viel Zeit für eine externe Belichtungsmessung mit Graukarte hat, dann werden wohl auch noch div. unterschiedliche Belichtungsreihen möglich sein und eine davon wird dann wohl passen.
Ich halte sehr viel davon, was ein objektiver Partner zum ersten Belichtungvorschlag sagt, wobei man Mehrfeldmatrixmessungen überhaupt nicht mit Integralmessungen vergleichen kann, da steckt ein völlig anderes Konzept dahinter.
Eine der intelligentesten Kameras diesbezüglich war übrigens die HC-1. Unmittelbar neben der Blendenstoptaste ( bei VOL von EXPOSURE/VOL) hatte sie die Blenden-Korrekturtaste als vertikalen Schieberegler und das war natürlich optimal. Man sah sich den Vorschlag der Belichtungsautomatik mal an und korrigierte ihn dann nicht selten nach Augenmaß
Antwort von srone:
spätestens wenn der spotmeter dir zum 100. mal dasselbe wie die kameramatrixmessung, nach erfahrung korrigiert, sagt, dann lässt du ihn einfach und guten gewissens weg. :-)
lg
srone
Antwort von olja:
Man sah sich den Vorschlag der Belichtungsautomatik mal an und korrigierte ihn dann nicht selten nach Augenmaß
...und so handhabe ich das bei der GH2 mittel Rädchen, während ich durch den Viewfinder glotze ;-). Auch wenn Histo und Belichtung o.k sagt, muß oft dran gedreht werden, manchmal bis zu 3 Blenden.
Antwort von domain:
spätestens wenn der spotmeter dir zum 100. mal dasselbe wie die kameramatrixmessung, nach erfahrung korrigiert, sagt, dann lässt du ihn einfach und guten gewissens weg. :-)
Genauso ist es, weil nämlich eine Spotmessung auch nur eine Integralmessung über einen kleinen Bereich ist. Diesen kleinen Bereich kannst du aber auch über eine Tele-Zoom-Einstellung mit Blendenfixierung und anschließendem Backfokus erreichen.
Insgesamt ist es einfach schwer nachvollziehbar, welch kuriose und komplizierte Belichtungsphilosphien da so herumgeistern, die teilweise in das vorige Jahrhundert schubladiert gehörten.
Ansel Adams ist übrigens völlig irrelevant für unser digitales Zeitalter, denn sein System war umfassend über alle Stufen der Belichtung, der Filmgradationen inkl. der Dichtekurven aufgrund der Filmentwicklug und im genau in demselben Maße auch bei der Postiventwicklung im SW-Bereich. Gilt alles heute nicht mehr.
Antwort von Tiefflieger:
Bei meiner Kamera habe ich ein Histogramm, Zebra. Ich habe schon damit gespielt, aber noch nicht gebraucht.
Ich mache mal ein Beispiel mit Camcorder und unten DSLR mit verkleinerten Videoframes,
Ich bin in einer Kirche.
Hinter mir ist eine Türe mit Tageslicht und habe die geöffnet.
Vorne im Altar ist eine "Überbelichtete" Madonnenfigur in einem Bogen (Fluoreszenz-Röhre).
Auf mittlerer Höhe sind Kerzen. So habe ich mind. drei Farbtemperaturen (WB).
Das Bild ist in Automatik WB+Belichtung (Verschlusszeit und Blende)
So würde es in Automatik (links) aussehen, um es zu zeigen. Die Madonnefigur ist überbelichtet.
Rechts ein Frame aus einem Schwenk mit manueller Belichtung (Korrektur).
(click)
Bei manueller Belichtung arbeite ich beim Camcorder immer zuerst mit Blendenautomatik und wähle im Fall der Kirche 1/25 s Verschlusszeit.
(1/25s kann ich nehmen, da der Bildstabilisator sehr wirkungsvoll ist)
Ich arbeite für die Blenden-Korrektur ausschliesslich mit dem Display.
Also verkleinere ich die Blendenöfnung (zuerst den Gain vermindern) am Ring um die Statue abzudunkeln.
Direkt am Display lässt sich das gut beurteilen und ein Histogramm/Zebra brauche ich nicht.
(Im Amateurbereich sind es 8 Bit Displays und Farbumfang.)
Das ganze funktioniert auch in der Sonne, am Display lässt sich genug erkennen (über 1.1 Mio Bildpixel, es geht auch mit 300'000). Es ist keine schöne Aufnahme und nicht perfekt belichtet, aber besser als ein dunkles Bild.
Vogel hinter Maschendraht im Schatten.
Die Belichtungssteuerung in der Kamera belichtet das "Gesamtbild" schon recht genau. Und ich habe nebst der manuellen Möglichkeit noch mindestens ein dutzend "Halbautomatiken" und Belichtungsoptions-Einstellmöglichkeiten (inkl. Offsets).
Also Camcorder ist nicht nur 100% Automatik.
=====
Ich spreche mal theoretisch, da ich keine VDSLR habe.
Mich würde auch interessieren wie man vorgeht.
(Zeit-, Blendenautomatik komplett manuell (ISO-Automatik?)
Bei VDSLR muss ich mir die Bildkomposition Überlegen mit der Schärfentiefe (Blende, Brennweite) und der Verschlusszeit (bewegt sich etwas im Bild und wie schnell)
Wenn sich im Bild wenig und langsam bewegt, kann ich die Zeitautomatik verwenden.
Wähle Blende und Fokus vor. Das Bild sollte mit der "Spot", "Integral" oder "Multispotmessung" schon recht stimmig sein.
Fixiere die Zeit.
Die Feinjustierung kann mit wenig Blende, besser ISO, erfolgen (Tiefenschärfe und Fokus!).
Das ganze ist in meinen Augen recht iterativ bis alles stimmt. Mit der Kamera trocken die Szene durchspielen ob alles stimmt, man sieht es ja im Display.
Dann Filmen, sollten sich Gegenstände auf einem zubewegen kann es interessant sein, dass sie sich selbst in den Schärfebereich bewegen. Und mit der Kamera folgen ohne den Fokus zu verstellen.
Es gibt spannende Möglichkeiten.
Für mich stellt sich die Frage ob die Cinestyles und Hacks etwas bringen, da zuerst das Bild perfekt belichtet und der Fokusbereich (Tiefenschärfe) stimmen muss.
Den WB würde ich auf Sonne, Schatten oder Kunstlicht mit einem fixen Kelvinwert einstellen.
WB Abgleich, Farben und Effekte kann man auch beim Schneiden einbringen.
Gruss Tiefflieger
Antwort von B.DeKid:
Hmmm
Antwort von domain:
B.DeKid, ich gebe dir vollkommen Recht mit deiner Aussage ;-)
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von domain:
Wie man das Problem mit der Madonna löst hängt ganz von der Konfession ab. Als polnischer Katholik muss die Madonna richtig belichtet sein, der Rest der Kirche kann ruhig im Dunkeln verschwinden. Ich als Evangelischer würde auf das Kirchenschiff belichten, die Maria kann ruhig überstrahlt und unsichtbar bleiben ;-)
Antwort von Tiefflieger:
Vorweg ich bin Atheist und glaube nur an "meine" Kamera ;-))
Mit Religion habe ich nichts am Hut, aber Kirchen sind architektonisch schön und im Glockenturm hat man eine gute Aussicht.
Danke Reiner, selbstverständlich überlege ich mir die Bildkomposition.
Ansonsten halte ich einfach drauf ;-)
Beim Zoom verändert sich noch die grösste Blende(-nöffnung).
Beim ersten Bild habe ich einfach eine Überbersicht gezeigt und eine Automatik kann hier nicht entscheiden was wichtiger ist, Raum oder Statue.
(Wenn ich beides in der gleichen Szene zeigen will mache ich eine Transition, da die Kamera nicht den Dynamikumfang dafür hat. Ansonsten müsste man ausleuchten weil es mehr als 13 Stops Umfang hat :-)). Eine "sichere" Transition kann ich machen mit manueller Belichtung und beim wegschwenken auf Automatik umschalten.)
@All
Alles
- Man muss ja bei 24p entscheiden ist 1/48s Verschlusszeit korrekt?
- Mit der Blende bestimme ich die Tiefenschärfe.
- Mit ISO die Bildhelligkeit und indirekt auch das Rauschen und die Auflösung.
Und nun komme ich zu den Eigentlich, :-)
- Eigentlich verändere ich mit der Blende auch die Objektiv Abbildungsleistung im gesamten Bildbereich.
- Eigentlich sollte die Verschlusszeit immer gleichbleibend sein um den Bewegungseindruck beizubehalten. Also brauche ich einen ND Filter um weiter mit der Belende und ISO Kombination zu arbeiten.
- Eigentlich schränke ich mit ISO die Empfindlichkeit ein und bekomme so unter Umständen nicht die volle Sensordynamik und verändere das Rauschenverhalten, Rauschfilterung und die Bildauflösung .
Und habe in der Bildgestaltung die Quadratur des Kreises
Das "Hmmm" bezieht sich bestimmt auch auf das Ignorieren von Zebra und Histogrammen bei Aufnahme.
Ich kenne die Limiten der Kamera und kann vorher eingreifen.
Ansonsten ist das ein Beispiel, bei der eine "Vollautomatik" nicht entscheiden kann.
Bei den grossen Kinokameras werden sowieso nur bestimmte ISO Werte verwendet. z.B. ISO 800 um möglichst die volle Dynamik des Sensors auszunutzen.
Gain ist ja noch separat einstellbar.
Den vollen Umfang der Kamera kann man vermutlich am Monitor sowieso nicht abschätzen, so braucht man Belichtungshilfen und Histogramme.
In 8 Bit ist es so wie es ist und am Monitor kontrollierbrar.
Gruss Tiefflieger
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von Tiefflieger:
Fliegen lernt man auf einem kleinen Flugzeug und alles manuell.
Ein Verkehrsflugzeug hat komplexere Systeme die von zwei Personen pilotiert werden (Kabinendruck, Klima, Hydraulik, Elektrik, Triebwerk Leistung, Eco und Triebwerk-Schwingung, Funkverkehr und Navigation).
Bis auf die Flügel und das es fliegt ist nichts vergleichbar.
Naja ohne Computer geht in den Nebensystemen nichts mehr und zur Entlastung gibt es noch den "Auto-Pilot" und den Bordcomputer mit Navigation, Alternativrouten und Eco-Flugbetrieb-Kontrollen.
Im Nebel Cat III Blind-Ladung geht nur mit drei Autopiloten die sich überwachen. Manuelles Landen unmöglich und führt 100% zum Crash (wie mit 200 Km/h im Nebel auf der Autobahn)
Ist alles sehr Komplex und moderne Systeme muss man zur Arbeitsentlastung nur noch Überwachen.
Aber mit dem kleinen Flugzeug hat man mehr Spass.....
- Will Sagen, dass DSLR ein Grundgerüst ist und man sich um alles zur Bildgestaltung selbst kümmern muss.
- Camcorder können manuell bedient werden, bieten aber auch den sorglos Modus. Dafür vielleicht in den Augen von szenischen Filmern, eingeschränkt in der Bildgestaltung.
- Die Kategorie der Berufsflieger (Kinokamera) muss sich um Passagiere (Technik, Codec), Umfeld, geteilte Kamerabedienung, Kameratyp kümmern. Ob sie dann noch präzise kontrolliert manuell Fliegen können sei dahingestellt ;-)
Gruss Tiefflieger
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von Tiefflieger:
Das Grundgerüst ist der Body und vielleicht ein System-Kit-Objektiv.
- Optik Systemkits unterstützen den "Autofokus" und haben eine optische "Bildstabilisierung". Vielleicht ist die grösste Blende bei der Festbrennweite oder der Blendenbereich beim Zoomobjektiv ungüstig.
- Man kauft sich noch Festbrennweiten oder Zoomobjektive mit "besseren" Blendenwerten oder Optischen Eigenschaften. Dafür muss man auf obiges verzichten.
(Die Zoomwippe eines Camcorders ist progressive und kann mit variabler Geschwindigkeit durchgefahren werden)
In der Werbung wird immer mit Eigenschaften geworben wie,
- Bildstabilisierung
- Motiv- und Personenerkennung
- Autofokus
- FullHD
Aber wie effektiv und zuverlässig diese Eigenschaften in allen Situationen sind, kann nicht objektiv bestimmt werden.
Ein Camcorder ist klar auf Video ausgelegt und Foto eine Beigabe (Foto brauche ich nicht, ansonsten nehme ich Videoframes).
Bei meiner Kamera kann ich sagen, dass ich ohne Stativ stabilisierte Bilder in höchster Auflösung bekomme.
Auch stimmt die korrekte Belichtungsvorgabe zu den Situationen inkl. autom. Fokusnachführung.
Klar kann man die Belichtung fixieren oder manuell durchführen, aber oft muss man spontan reagieren um ein Bild einzufangen.
Moderne Kamera haben keine willkürlichen Helligkeitsschwankungen (wenn z.B. eine Person vor hellem Hintergrund durchs Bild huscht).
In den meisten Fällen ist manuelle Belichtung nicht nötig.
Bei DSLR insofern, dass Blende und Zeit vorgegeben werden sollte.
Beim Camcorder mit grosser Tiefenschärfe ist die Blende nicht so dominant in der Bildgestaltung. Auch die Verschlusszeit ist nur bei 24p/25p augenfällig wichtig.
Gruss Tiefflieger
Antwort von rush:
In den meisten Fällen ist manuelle Belichtung nicht nötig.
Gruss Tiefflieger
Würde die Sache aber auch nicht schlimmer machen ;)
Es ist sicherlich Geschmackssache - aber schön wenn man die Möglichkeit hat auf beides zugreifen zu können - also Automatik oder eben manuell. Damit ist ja im Prinzip allen geholfen.
Ich hab selbst damals an der "alten" Panasonic NV-GS 400 lieber die Blende manuell eingestellt - das Rädchen bzw. den Ring dafür gab es - ergo war das kein großer Akt :)
Antwort von Reiner M:
...
Antwort von Tiefflieger:
In den meisten Fällen ist manuelle Belichtung nicht nötig.
Gruss Tiefflieger
Würde die Sache aber auch nicht schlimmer machen ;)
Es ist sicherlich Geschmackssache - aber schön wenn man die Möglichkeit hat auf beides zugreifen zu können - also Automatik oder eben manuell. Damit ist ja im Prinzip allen geholfen.
Ich hab selbst damals an der "alten" Panasonic NV-GS 400 lieber die Blende manuell eingestellt - das Rädchen bzw. den Ring dafür gab es - ergo war das kein großer Akt :)
Ich kann die Blendenautomatik verwenden, da die Tiefenschärfe mit kleinem Sensor nicht so augenscheinlich ist.
D.h. z.B. 1/50s Verschlusszeit vorgeben und die Kamera kann die Blende von F1.5 (inkl. Gain) bis zu F16 ohne sichtbare optische Qualitätseinbusse (Randschärfe, Beugungsunschärfe) selbst regeln.
Klar ab +9db Gain und höher fängt Graining an und die Schärfe nimmt ab.
Auch bei Blende kleiner F16 nimmt durch die Beugungsunschärfe die Bildqualität ab.
Gruss Tiefflieger
Antwort von Tiefflieger:
Das Grundgerüst ist der Body und vielleicht ein System-Kit-Objektiv.
Ahh - verstehe! :-)
Es kommt aber etwas negativ rüber, dieses "Grundgerüst". Es klingt so "unvollständig", "unvollkommen", ... - Dabei ist das aus meiner Sicht gerade ein entscheidendes Kriterium für die Wahl dieser Cams. Weil es bedeutet maximale Flexibilität, Skalierbarkeit auf die Anforderung hin, variabel konfigurierbar, usw.
So, wie man in dieser Hinsicht eine Fotoknipse nicht mit einer Systemkamera vergleichen sollte, so kann in diesem Punkt auch kein Consumer-Camcorder gegen eine DSLR gestellt werden. Wäre unfair.
Wer glaubt, ein "Anfängerkit" (Body + 1 Objektiv) reichen fürs Videografieren, der hat nicht aufgepasst. Es reicht übrigens auch nicht fürs Fotografieren. Systemkamera eben.
Wenn ich mich darauf einlasse, muss ich die Konsequenzen tragen und den Systemausbau solange fortführen, bis das Werkzeug die Eigenschaften besitzt, die ich benötige. Kann ich aber tun. Und es kommt eine Canon 60D dabei raus, die andere Eigenschaften besitzt, als die meines Kumpels, der namenstechnisch die gleiche Cam hat.
Fotoknipsen und Consumer-Camcoder sind komplett. Höchstens noch eine Tasche und Stativ nötig. Eventuell. Dafür muss ich aber auch mit dem Leben, was die Cam ab Werk besitzt. Ob mir das passt oder genügt - ich kanns nicht ändern.
Was ist nun vorteilhafter? Und für wen?
Ich möchte Dir die Freude an Deiner Cam nicht ausreden und nicht vermiesen - sie ist toll! Für Dich ja mal ganz sicher. Im allgemeinen womöglich auch. Aber sie ist deswegen nicht für alles und jeden toll. Anwenderprofile, Anwendungsprofile, Wünsche, Neigungen, Erfahrungen, Vorgehensweisen, Methoden, Absichten, Ziele ...
Irgendwo haben da alle Cams dieser Welt ihren Platz, sonst würden sie kaum gekauft werden.
Beste grüße,
Reiner
In einem Vimeo Profil eines Kino- und Auftragsfilmers steht z.B. Scarlet-X, Panasonic HDX900 (Broadcastkamera), zwei Canon 5D Mark II.
Da ich ausschliesslich als Hobby privat Filme genügt mir eine Kamera (eigentlich habe ich vier plus iPhone)
Gruss Tiefflieger
Antwort von Knipsoid:
Die Belichtungsmessung moderner Kameras wie DSLR's ist sehr ausgereift und erzielt in der Regel auch gute Ergebnisse.
Darauf verlassen würde ich mich dennoch keineswegs!
.Ich stimme dir bzgl Matrixmessung zu, aber was hast du gegen Spot? Das ist doch bei den modernen Kameras so präzise, das man wirklich nichts falsch machen kann. Zur Sicherheit kann man zwischen mehreren Aufnahmen schnell ein Bild schiessen und das Histogramm konsultieren. Ansonsten ist es selten, dass sich das licht so stark verändert, dass man unbedingt korrigieren muss. Man sollte, wenn einem das Ergebnis am Herzen liegt, für mehr Kontrolle sorgen. Je weniger Parameter man dem Zufall überlest, umso besser werden die Videos.
Antwort von Papachen WE:
Hallöchen,
ich gebe auch mal meinen Senf dazu und schildere mal wie ich es tue. (EOS600D + Tamron 17-50 + Cinestyle)
1. Graukarte von der primären Lichtquelle anstrahlen lassen,
oder an den zu filmenden Punkt stellen.
2. Blende auf 4!!! (die mittlere Blende zwischen höchster Auflösung-f5,6!! und max. Blende-f2,8)
Deshalb sollte man sein Objektiv sehr gut kennen und auch mal Tests lesen, nach dem KAUF!!!!
3. Belichtung mit der ISO - Einstellen - nur ISO 160,320,640,1250 verwenden (bei MagicLantern grün)
Ich lasse mir im Spotmeter die Belichtung in Prozent anzeigen.
Und da sollte die Graukarte so bei 50% liegen.
4. Jetzt mit der Blende die Belichtung feinst einstellen - je nach Priorität oder Gegebenheiten (z.B. Tiefenschärfe - Unschärfe)
5. Weißabgleich
Und Aufnahme....
Mach ich da was falsch?
Papachen
Antwort von klaramus:
Ich weiß nicht, ob es schon gesagt wurde: es gibt keine Möglichkeit, mittels Belichtungsmesser die richtige Belichtung einzustellen, es sei denn, du lichtest Graukarten oder Zeitungen ab. Bei "normalen" Motiven sind immer irgendwelche Bereiche ohne Zeichnung, das liegt am nicht ausreichenden Dynamikumfang.
Die teuren Belichtungsmesser in der Film/Videoproduktion dienen dazu, das Licht ! anzupassen.
Die verschiedenen Belichtungsmessmethoden der Kameras erhöhen nur die Chance, eine ausgewogenen Belichtung einzustellen- trotzdem werden u.U. schäumendes Wasser, weiße Wolken oder Gesichter im Sonnenlicht (usw) schlecht belichtet.
Es gibt nur (neben Waveform) die Zebra oder Tiefen/Lichter Funktion oder ein professioneller Monitor (>>1000€). Oder die Erfahrung.
Gruß, K.