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Codecs Erklärung bitte...



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Frage von Jakob89:


Hallo ,

ich bin Jakob und seit einem Jahr Besitzer einer GH5.
Zurzeit sehe ich vor lauter Codecs den Wald nicht mehr...und benötige bitte Aufklärung =)

Intern nimmt die GH5 in H.264 auf ? Kann ich das umstellen auf z.B. H.265 und eine bessere Qualität erzielen ?
Heißt MOV oder MP4 indirekt H.264 oder was hat das Format damit zu tun ?

Mit einem Atomos Ninja Inferno kann ich direkt auf ProRes aufnehmen ? oder ProRes HQ oder ProRes 4444 ? somit weniger Komprimierung und bessere Qualität ?
Wie kann ich mir HDR und HLG im Rekorder vorstellen ? Einfach ein Häkchen setzen und er zeichnet automatisch in HDR auf ? (V-Log benötigt)
Wo kommen die Datenraten ins Spiel ? 100M oder 150M oder 400M ? Je mehr desto besser, das weiß ich.
Verbessert sich auch die Datenrate mit einem Atomos Rekorder ??? oder erfolgt das schon automatisch, weil ich z.B. extern in ProRes HQ aufnehme ?

Ich arbeite mit Final Cut Pro X. Wenn ich dort ein neues Projekt öffne, kann man z.B von unkomprimiertes 10-Bit 4:2:2 oder ProRes 422 HQ oder ProRes 4444 wählen. Macht es für die beste Qualität sinn, unkomprmiertes 10-Bit 4:2:2 zu wählen (auch wenn ich z.B. nur intern mit 8 Bit gefilmt habe) ?
In den Import Einstellungen wähle ich optimierte Medien (runter auf Proxy brauche ich nicht) und stelle diese später wieder auf Original Medien ? (für die beste Qualität) ?

Viele Grüße und bitte bringt Licht ins Dunkle ;)



Antwort von Spreeni:

Du solltest dir erstmal die Basics aneignen, z.B. Codecs und Containerformate. Einfach mal googeln, z.B. hier:
https://blogs.techsmith.de/tipps_tricks ... eiformate/



Antwort von WoWu:

Zu viel Fragen auf einmal und die meisten davon abend bestimmt 80% der Forenleser auch noch nicht kapiert.
Welche Frage ist denn am dringlichsten ?








Antwort von Jott:

Die Frage, wo man das Manual findet. Rechts oben (Hilfe). Lerne, wie Original, Optimiert und Proxy zusammen spielen.

Ansonsten hat wowu Recht. Grundkurs in Videotechnik in drei Minuten geht nicht.

fcp macht es dir dann einfach, wenn du zum Einstieg erst mal auf die Automatismen vertraust und nichts besser zu wissen versuchst.



Antwort von Skeptiker:

@Jakob89:

Vielleicht hilft's ja etwas, die Übersicht zu gewinnen:

Hier
https://drive.google.com/file/d/0BzXpNy ... Th1MksxTXM
gibt's die Panasonic GH5 Presentation Slides als PDF (englisch, zum Download mit Rechtsklick "In neuem Tab öffnen" wählen und dann den nach unten weisenden Pfeil rechts oben anklicken).

Darin enthalten ist auch eine gute Übersicht über die verschiedenen Codecs (im Prinzip H.264 - ich glaube, H.265 gibt's nur beim "6K" Photo Mode mit Serienbildern) und Formate (MOV, MP4, AVCHD).

Ich würde das universelle MP4 (für FCP X auch MOV) als Format empfehlen (mit H.264 als Codec) und mir keine allzu grossen Gedanken über minimale Qualitätsunterschiede machen (oder bist Du mit der Bildqualität generell unzufrieden?).

Für UHD mit 25p oder 50p werden dort 150 Mbit/s verwendet - das ist ein recht guter Wert für GOP (Group of Pictures) Kompression mit H.264 Codec.

Wenn Du es weniger komprimiert haben willst, stehen ja auch 400 Mbit/s All-i (Einzelbild-Kompression, nicht Bildgruppen-weise) zu Verfügung - was aber nicht unbedingt eine bessere Bildqualität ergibt (man rechnet bei All-i für vergleichbare Bildqualität mit der GOP-Kompression etwa mit der 3fachen Datenrate (bei gleichem Codec, hier H.264, grob über den Daumen geschätzt), das wären also 3 x 150 Mbit/s = 450 Mbit/s).

Alternativ dazu (Einzelbild-Kompression) wäre auf einem externen HDMI-Rekorder auch ProRes möglich (ProRes HQ 4:2:2, 10bit mit knapp 750 Mbit/s für 25p UHD ergibt bereits sehr gute Bildqualität und lässt sich am Mac flüssig bearbeiten), das ohne Hintergrund-Wandlung (siehe FCP X: "Optimierte Medien") direkt in Final Cut Pro X verwendet werden könnte.

Und ja (der Tipp kam ja schon): Mal in Ruhe die Grundlagen zu Formaten (Containern) und Codecs durchzulesen (und sich nicht von irgendwelchen allzu abgehobenen Bildqualitätsdiskussionen oder YouTube-Videos der "Überprofis" ins Bockshorn jagen lassen, um letztlich an der Kamera und dem eigenen Urteilsvermögen zu zweifeln: "Kann ich mit dieser Kamera überhaupt noch filmen??"), kann nicht schaden.

Mit HDR, Flat Profiles und Color Grading - der nächsten Stufe der Rafinesse - kenne ich mich zu wenig aus, da gibt's Experten hier im Forum.
Aber vielleicht als (Hightech-Video-)Einsteiger(?) eher Schritt für Schritt vorgehen, bis man sich sicher fühlt, statt drei Schritte auf einmal zu nehmen! ;-)



Antwort von Jakob89:

danke für die antworten.

also macht ein rekorder wie der von atomos absolut sinn um seine qualität zu verbessern.
ich finde leider nichts zum thema ''wieviel MB der atomos aufnehmen kann'' ?
meistens ist die rede von 60p und 10 bit 4:2:2
(danke für die auskunft - 750 MB bei 25p und 10 bit UHD)

eine wichtige frage für mich (von den vielen :P) ist welches projekt öffne ich am besten mit final cut pro x wenn ich z.B. mit 8 Bit 60p 4k intern gefilmt habe ?
macht es sinn das unkomprimierte 10 bit projekt auszuwählen, auch wenn es nur 8 Bit waren ?



Antwort von WoWu:

Solange Dein Zielprojekt auch nur 8Bit wird, bringt ein Roundtrip (8Bit -10 Bit- 8Bit) nur Nachteile.



Antwort von Jott:

Das ist gelinde gesagt Unfug. Auch insofern, dass fcp x aus gutem Grund nichts in 8 Bit bearbeitet, das wird zwangsweise immer mindestens zu 10 Bit überführt. Egal ob uncompressed (wozu das denn, das macht nicht mal Hollywood), ProRes HQ oder Prores 422 im Projekt eingestellt ist. Aber mach dein Ding, wenn du die entsprechenden Passagen im sehr gut verständlichen Manual nicht lesen möchtest.



Antwort von Roland Schulz:

WoWu hat geschrieben:
Solange Dein Zielprojekt auch nur 8Bit wird, bringt ein Roundtrip (8Bit -10 Bit- 8Bit) nur Nachteile.
Das ist so richtig, ich würde da aber gerne was zu ergänzen: es bringt einen gewissen technischen und auch sichtbaren Vorteil 8bit Material in 10bit zu bearbeiten mindestens dann wenn man es auch in 10bit wiedergeben kann!
10bit Wiedergabe war bis vor gar nicht so langer Zeit in der Senke (TV...) kaum möglich. Mit Einzug von HEVC Main10 verstehen aber viele moderne TV Geräte die direkte 10bit Wiedergabe, in EDIUS ab 9.1 funktioniert der Export dazu mit QuickSync auch direkt aus dem NLE.
Der Vorteil ist dass das 8bit Material, welches noch eine Farb-/Helligkeits-/anpassung erhält, also transfomiert wird, im 10bit Raster einen genaueren Zielwert findet als in 8bit, Abrisse somit sichtbar geringer ausfallen.
In einer Verarbeitung von 8bit Material in 10bit bei Ausgabe wieder in 8bit kann ich so einfach aber auch keinen Vorteil sehen, es sei denn die ganze interne Verarbeitung wäre auch auf 8bit statt 10bit oder mehr (z.B. Resolve 32bit FP) reduziert.



Antwort von Jakob89:

wenn ich mit meinem atomos rekorder aufnehme, nimmt dieser ja in ProRes auf, dass heißt ich stelle was für ein projekt in final cut ein ? ProRes HQ oder ProRes 4444 XQ oder unkomprimiert 10 Bit für das beste ergebnis ein ?

und habe ich das richtig verstanden, dass ich dann auch kein umcodieren in optimierte medien benötige, weil meine medien schon auf ProRes sind ?

falls ich intern mit 8 Bit 60p und H.264 aufnehme benötige ich die umcodierung auf optimierte medien um flüssiger arbeiten zu können ?
und welches projekt wähle ich dann ? ProRes 422 HQ ?



Antwort von Jott:

fcp x stellt sich auf Wunsch automatisch auf das ein, was du aufgenommen hast. Die Funktion solltest du ohne Grundlagenwissen nutzen. Von ProRes/Atomos kommend musst du niemals etwas umwandeln.

"falls ich intern mit 8 Bit 60p und H.264 aufnehme benötige ich die umcodierung auf optimierte medien um flüssiger arbeiten zu können ? und welches projekt wähle ich dann ? ProRes 422 HQ ?"

Kommt auf den Rechner an, aber optimierte Medien lohnen sich da sicherlich. ProRes 422 oder ProRes HQ, entsprechend auch das Projekt einstellen. Bei viel Material und wenig Plattenplatz gerne auch nur ProRes Proxy, reicht völlig zum Schneiden, nur dann zur Ausgabe nicht vergessen, wieder auf Original umzustellen.



Antwort von WoWu:

Du musst immer von den Ausgangmedien ausgehen.
Wenn Du ein 8Bit Signal intern aufgezeichnet hast, und hinterher wieder ein 8Bit Signal herausgeben willst, werden Dir die beiden Wandlungen -erst Revht, wenn zwischendurch Veränderungen vorgenommen werden, das Signal mit unterschiedlichen Artefakten belegen. Ob das nun Banding ist oder Rundungsfehler aus den verschiedensten Anlässen.
Darüber hinaus läufst Du auch Gefahr, die Farbraumwandlung nicht 100% ig zu machen.
Lass Dich also nicht von Marketingsprüchen dumm machen.
Du musst selbst sehen, ob Dein Computer in der Lage ist, moderne Codecs, wie H.264 zu verarbeiten. Die meisten Computer können das heute und müssen erst gar nicht mehr auf sogenannte Intermediate Codecs umsteigen, die den Schnitt dann zwar für den Rechner einfacher machen, aber die Umcodierung kostet bereits Bildqualität und sollte nur dann vorgenommen werden, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht.

Etwas anderes ist es, wenn die Kamera bereits ein 10 Bit Signal an den Ausgang stellt und Du dieses 10 Bit Signal an Dein NLE übergibst.
Dann ist die Bearbeitung in diesem Format durchaus sinnvoll (erst recht, wenn Du eine LOG Ünertragungsfunktion benutzt hast) und erst am Ende der Bearbeitung dann auf ein Zielformate überspielst.
Aber, wie Roland schon gesagt hat, Du solltest dann auch 10 Bit im Monitorweg sehen können, weil sonst an dieser Stelle (zum Monitor) eine Wandlung nach 8Bit erfolgt und Dir Dinge gezeigt werden, die im Signal (bis dahin) gar nicht zu beachten sind.
Du siehst also etwas Anderes, als Du bearbeitest.
Auch hier zu beachten, inwieweit Wandlungen zwischen Farbkomponenten das Signal verfälschen.
Jede Wandlung kostet Bildqualität - das solltest Du immer im Hintrkopf behalten.
Jeder Schritt, den Du nicht vornimmst, tut Deinem Signal gut und ohne Not etwas (mehrfach) zu wandeln ist so ziemlich das dümmste, was Du tun kannst.

Ich habe mich hier nur auf die reinen Empfehlungen beschränkt. Dahinter liegen selbstverständlich die technischen Begründungen, die Dir in dieser Phase sicher noch nicht wirklich weiter helfen.
Wenn Du aber interesse hast, können wir die Einzelheiten gern vertiefen.









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