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CINE vs. PHOTO OBJEKTIVE zum FILMEN?



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Frage von ruessel:






Antwort von iasi:

ruessel hat geschrieben:
Da stellt sich eben auch immer die Frage der Wertung der Unterschiede.

Gleiche Größe und gleiches Gewicht:

Man kann nicht leichte und kompakte Objetive einsetzen, sondern hat immer die schweren Dinger an der Kamera.
Spezialisten gibt es bei Cine-Linsen weniger.

FollowFokus ist angesichts interner AF-Motoren ebenso überflüssig, wie Filter vor dem Objektive, da interne NDs sich durchsetzen.


Mountwechsel:
Cine-Objektive sind vergleichsweise "dumm" und können mit Strom nichts anfangen.

T-Stop:
Man hat es nicht mehr mit Negativen und fester Empfindlichkeit zu tun.
Ein Verstellen der Blende während der Aufnahme ist somit überflüssig, wenn man nicht gerade die Sony-Bokeh-Technik nutzt.

F-Stop:
Gibt genauere Auskunft über die Schärfentiefe.
Die Belichtungssteuerung per Blende sollte keine Rolle spielen.

Breathing:
Kann problemlos korregiert werden.


Fotoobjektive:
AF
Stabi
Spezialisten, die man bei Cine-Linsen nicht findet.
Anbauten wie FF unnötig. (DJI zeigt bei der 4D, wie man moderne Objektive ansteuert.)
Weniger bewegte und ungeschützte Bauteile nötig.


Heutige Kameras bieten:
+ präzise Belichtungssteuerung per ISO-Einstellung und internen NDs
+ präzise Ansteuerung von AF-Motoren.



Antwort von pillepalle:

Klar kann man Breathing auch in der Post korrigieren. Ist aber immer zusätzliche Arbeit und erlaubt kein genaues Framing, weil man durch den Crop immer etwas vom ursprünglichen Bild verliert. Genauso hat man beim Objektivwechsel mit Fotoobjektiven Sprünge in der Belichtung oder der Farbe, die man nachträglich korrigieren muss.

Das Wichtigste hast Du aber mal wieder unterschlagen. Bei vielen modernen Fotooptiken werden Verzeichnung und Vignettierung nicht mehr optisch korrigiert, was zwangläufig auch zu Qualitätsverlusten führt. Unabhängig davon muss man diese, wenn man in RAW filmt, manuell in der Post korrigieren. Wieder ein paar tausend Euro zusätzlich für die VFX Abteilung ausgegeben :)

https://youtu.be/u_QRXnMxyQg&t=5m31s

VG








Antwort von -paleface-:

Ich finde man kann schon mit Foto Linsen filmen....

ABER...nur mit Linsen die man kennt.
Ich kenne meine Linsen...ich weiß wie weit ich drehen kann.

Würde man mich jetzt an eine Kamera mit fremden Fotolinsen setzen...ich würde es vermutlich verhauen.
Da sind Cine Linsen schon praktischer.



Antwort von rush:

Dabei wäre es ein leichtes an modernen spiegellosen System die Drehwinkel individuell anpassen zu können wenn eh alles elektronisch angesteuert wird.

Tamron ist meines Wissens nach bisher der einzige Hersteller der seinen neuen Gläsern via Software anpassbare Drehwinkel ermöglicht sodass man den Throw nach eigenen Vorlieben entsprechend in mehreren Stufen konfigurieren kann.

Und iasi fordert ja nicht zu unrecht seit einiger Zeit sowas noch weiter zu denken.. da kann man ihn als stur und realitätsfern bezeichnen - aber realistisch gesehen wäre es nur naheliegend entsprechende Fokusmotoren im Objektiv direkt ansteuern zu können - egal ob via Kabel (USB etc) oder direkt drahtlos um sich externe Fokussysteme zu sparen.

Ja - ich liebe es auch schöne manuelle Gläser zu bewegen, die Fokussierung ist damit sehr präzise möglich.

Aber wenn ein modernes Glas AF unterstützt und andererseits auch halbwegs gescheit manuell bewegt werden kann ist das natürlich auch ein gewisser Benefit der nicht von der Hand zu weisen ist.



Antwort von pillepalle:

rush hat geschrieben:
Tamron ist meines Wissens nach bisher der einzige Hersteller der seinen neuen Gläsern via Software anpassbare Drehwinkel ermöglicht sodass man den Throw nach eigenen Vorlieben entsprechend in mehreren Stufen konfigurieren kann.
Geht mittlerweile auch bei Nikon. Allerdings bisher nur beim 70-200er. Da kann man den Drehwinkel zwischen 90° und 720° einstellen.

Focus by wire ist eben nie so direkt, wie eine direkte mechanische Verbindung. Manche Systeme haben eine Verzögerung und auch die Haptik ist eine andere. Außerdem funktioniert eine Mechanik immer. Wenn, wie im Falle der R5C, in manchen Filmmodi ohne Zusatzakku kein Strom ans Bajonett geliefert wird geht gar nichts mehr. Soweit ich weiß noch nicht mal die Blendensteuerung.

VG



Antwort von ruessel:

Wie ist denn Tamron allgemein in der Bildqualität? Immer noch so schrecklich? Ich habe einige Tamrons aus den 90er......



Antwort von andieymi:

ruessel hat geschrieben:
Wie ist denn Tamron allgemein in der Bildqualität? Immer noch so schrecklich? Ich habe einige Tamrons aus den 90er......
Die ziehen jetzt genau wie Sigma ordentlich an.
Auch so "bahnbrechende" Sachen wie ein 35-150mm f/2-2.8. Das gibt's sonst nirgends.

Bei den Standardzooms (EF 24-70mm) würde ich Tamron sogar dem Sigma vorziehen.



Antwort von rush:

ruessel hat geschrieben:
Wie ist denn Tamron allgemein in der Bildqualität? Immer noch so schrecklich? Ich habe einige Tamrons aus den 90er......
In der Hinsicht hängst Du tatsächlich in der Vergangenheit fest ;-)

Die Tamrons die man für Sony FE kaufen kann sind ziemlich potent und solide, die ganz neuen zudem in Hinblick auf die Usability wirklich wegweisend und endlich auf einem guten Niveau mit entsprechender Anpassbarkeit durch den Nutzer.



Antwort von cantsin:

rush hat geschrieben:
Die Tamrons die man für Sony FE kaufen kann sind ziemlich potent und solide, die ganz neuen zudem in Hinblick auf die Usability wirklich wegweisend und endlich auf einem guten Niveau mit entsprechender Anpassbarkeit durch den Nutzer.
Wenn man allerdings Spiegelreflexobjektive von denen kauft (wie ev. ruessel für seine Pocket 6K), muss man ein bisschen vorsichtiger sein. Es gibt zwar einzelne gute Objektive, und die neueren Modelle sind generell besser, aber einen so massiven Qualitätssprung wie Sigma mit der Art-Serie hat Tamron bei seinen DSLR-Objektiven IMHO nicht gemacht.



Antwort von ruessel:

Ich war eigentlich mit dem Tamrons zuerst zufrieden (an der Canon A1), dann durfte ich mal mit den original Canongläsern fotografieren. Ein Unterschied wie Tag und Nacht und das bei nur Fotos 13x18. Aber lang ist es her........

PS.
Heute kommt mein Sigma 15mm F2.8....... bin schon gespannt ob 6K tauglich.



Antwort von andieymi:

ruessel hat geschrieben:
Ich war eigentlich mit dem Tamrons zuerst zufrieden (an der Canon A1), dann durfte ich mal mit den original Canongläsern fotografieren. Ein Unterschied wie Tag und Nacht und das bei nur Fotos 13x18. Aber lang ist es her........
Gleiches könnte man von Sigma der 80er-90er sagen, die hängen mittlerweile Canon regelmäßig ab. Wenn auch mit den neuen Canon-RF Optiken vielleicht nicht mehr so stark wie es mit EF-L-Objektiven der Fall war teilweise, dann zumindest wieder bei Preis.








Antwort von ruessel:

Ich habe mir gemerkt: Canonlinsen nur mit roten Rand....... ;-)



Antwort von Jörg:

Canonlinsen nur mit roten Rand....... ;-)
nöö, ganz und gar nicht, zumindest nicht bei Videonutzung.
Nimm die normalen, die Einsparungen zu den hirnrissigen Preisen der Rotringe leg in
Aktien an...



Antwort von cantsin:

Jörg hat geschrieben:
Canonlinsen nur mit roten Rand....... ;-)
nöö, ganz und gar nicht, zumindest nicht bei Videonutzung.
Nimm die normalen, die Einsparungen zu den hirnrissigen Preisen der Rotringe leg in
Aktien an...
@ruessel: Und denk vor allem daran, dass APS-C nur 50% der Sensorfläche von FF mit z.T. gleicher Auflösung (in Deinem Fall der Pocket 6K: 24MP) hat. Du fährst immer besser mit Objektiven, die hochqualitativ für APS-C gerechnet sind und 24MP in diesem Bildkreis auch weitgehend bedienen können.

Bei Full Frame-Objektiven brauchst Du Spiegelreflexobjektive, die 40-50 MP auflösen, wenn Du die 6K wirklich nutzen willst, und das schafft nur die absolute Spitzenklasse (Zeiss Otus, Sigma Art & Co).



Antwort von andieymi:

cantsin hat geschrieben:
@ruessel: Und denk vor allem daran, dass APS-C nur 50% der Sensorfläche von FF mit z.T. gleicher Auflösung (in Deinem Fall der Pocket 6K: 24MP) hat. Du fährst immer besser mit Objektiven, die hochqualitativ für APS-C gerechnet sind und 24MP in diesem Bildkreis auch weitgehend bedienen können.

Bei Full Frame-Objektiven brauchst Du Spiegelreflexobjektive, die 40-50 MP auflösen, wenn Du die 6K wirklich nutzen willst, und das schafft nur die absolute Spitzenklasse (Zeiss Otus, Sigma Art & Co).
Dann muss man fairerweise auch sagen, dass es diese APS-C Objektive seltener gibt. Eben weil im Fotobereich das Beste oft FF vorbehalten ist. Wenn die S35 Variante nicht gleichermaßen gut gerechnet ist - was es seltener gibt, weil in Summe quasi ähnlich teuer - dann kann der Vorteil vom Zentrum (das üblicherweise überall gut ist) überwiegen - während die Randbereiche bei APS-C die üblichen Unzulänglichkeiten haben.

Auch ist es eine Fehlannahme, die APS-C 24 Mpix würden quasi eine "Vergrößerung" der Unzulänglichkeiten von FF-Objektiven darstellen. Tatsächlich steigen System-MTFs sogar bei Verdopplung der Kamera-Auflösung, völlig unabhängig von der tatsächlichen MTF des optischen Systems, weil es insgesamt eine MTF-Multiplikation ist:
https://lenspire.zeiss.com/photo/app/up ... n_2_en.pdf
(Seiten 5 & 25)

In Summe heißt das: Bei gleichem Pixel Pitch wären die Sensoren (APS-C / FF) mit gleicher Optik ohnehin quasi bis auf den Bildkreis identisch. Also APS-C als Zentrum-Ausschnitt des FF-Bildes. Bei gleichem Betrachtungsabstand minderwertiger, weil ein Ausschnitt. Aber da wäre dann die Lösung auch keine spezielle APS-C Optik. Das liegt dann an der geringeren Kamerauflösung.

Aber selbst bei einer hypothetischen Erhöhung der kameraseitigen Auflösung des Zentrums (was ein APS-C Sensor mit hoher Auflösung darstellt), sind die Nachteile bei heutigen Objektiven nicht so sehr zu berücksichtigen.

Bei insgesamt viel niedrigeren Objektiv-MTFs von altem Mittelformatglas war das vielleicht einmal ein Ding (vgl. mit KB), heute sind die Praxisvorteile von größeren Bildkreisen eher da, weil es viel weniger schlechte Optiken gibt. Da hilft die Randbereiche (die überall schlechtER sind, egal von Format oder generelle Qualität) zu Vernachlässigen und stattdessen das überall bessere Zentrum zu nutzen, egal bei welcher Kamera-Auflösung.



Antwort von ruessel:

Nur heute wird ein Sigma 15mm fischauge für Vollformat geliefert, dass wird wahrscheinlich wenig nach Fisch ausschauen auf Pocket 6K. (An Vollformat Blickwinkel 180 Grad, diagonal)




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