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Test : Vergleich: Nikon D7000 vs Canon EOS 60D

von Mo, 15.November 2010 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Technische Daten
  Ergonomie & Bedienung Allgemein
  Ergonomie & Bedienung Video
  Reallive Aufnahmen
  Fazit



Ergonomie & Bedienung Video



Während bei der Nikon-Bedienung das Autofokus-System als Trumpf gesehen werden kann, ist es bei der Canon mit Sicherheit deren ausklappbarer Sucher. Man kann es nicht deutlich genug sagen: Allein dieser nach links ausklappbare und verschwenkbare Monitor erleichtert und erweitert die Videofunktionalität mit einem Schlag enorm. In vielen Fällen dürfte hiermit der teure Zukauf von Z-Findern und ähnlichen Systemen obsolet werden. Hier hat Canon einen gewichtigen Trumpf bei der Videofunktion im Ärmel. Auch die Anzeige von Video selbst auf dem Monitor empfinden wir bei Canon besser gelöst weil hier sowohl vor als auch während der Aufnahme der 16:9 Bildausschnitt über die gesamte Monitor-Breite angezeigt wird. Bei der Nikon D7000 finden sich nur links und rechts zwei kleine Markierungen – erst während der Aufnahme werden 16:9 Overlays über die gesamte Bildbreite eingeblendet.

Doch auch Nikon hat bei der Nikon D7000 deutlich an Videofunktionalität zugelegt. Zwar verfügt die Nikon D7000 nicht über einen Klapp-Monitor – doch auch bei der Video-Bedienung ist es erneut das Autofokus-System, welches dem der Canon EOS 60D deutlich überlegen ist. Nikon bietet bei der D7000 (wir nehmen an ähnlich wie bei der Nikon D3100) ein kontinuierliches Autofokus-System während der Videoaufnahme im Live-View-Modus an. Bei kontrastreichen Motiven und nicht allzu schnellen Bewegungen funktioniert es gar nicht mal so schlecht. Doch wer den gleichen Funktionsumfang wie bei einem dezidierten Camcorder erwartet, dürfte hier enttäuscht werden. Dazu ist die Fokussierung zu abrupt und das Fokussiergeräusch auch zu laut. Aber immerhin existiert mit der Nikon D7000 jetzt ein einigermaßen arbeitendes Autofokus-System für Video-DSLRs (auch wenn es noch reichlich Raum für Verbesserungen gibt.)

Als etwas halbherzig bei Nikon umgesetzt empfinden wir den manuellen Video-Modus. Mit ihm lassen sich zwar ISO, BlendeBlende im Glossar erklärt und Verschlußzeit für die Videoaufnahme festlegen – jedoch muss man zum Verstellen der BlendeBlende im Glossar erklärt aus der Live-View heraus und nach dem Festlegen des neuen Blendenwertes wieder in die Live-View zurück. Der einzige Weg an dieser umständlichen und fast schon video-feindlichen Bedienung vorbei ist der Verwendung von Objektiven mit manuellen Blendenringen (keine Nikkor G-Objektive). Bei der Canon EOS 60D hingegen ist das Einstellen aller belichtungsrelevanten Werte ohne das Verlassen der Liveview während der Videoaufnahme möglich.

Wer auf 1:1 natives HD-Out via HDMIHDMI im Glossar erklärt gehofft hat wird bei beiden Kameras enttäuscht. Somit ist bei keiner dieser Video-DSLRs ein HDMI-HD-Video-Capturing oder eine pixelnative externe Monitoring-Lösung möglich. Schade.

Kommen wir also zur Implementierung der Videocodecs und der Videoauflösung der Nikon D7000 und der Canon EOS 60D. Auf Grund des bereits von der Canon EOS 7D und 550D bekannten APS-C Sensors erwarten wir bei der Canon EOS 60D keine völlig neuen Videowerte. Spannend wird es jedoch bei der Nikon D7000 und hier hat sich in der Tat einiges getan.

Unseren ersten Vergleichsaufnahmen und Meßungen zufolge hat Nikon mit Canon erstmalig in Sachen Videoqualität gleichgezogen. Dies mag auf den ersten Blick verwundern, weil die DatenrateDatenrate im Glossar erklärt der Nikon D7000 in etwa nur die Hälfte jener der Canon EOS 60D beträgt.

Hierzu bieten sich zwei Erklärungen an: Zwar produzieren beiden Kameras QuickTime Container mit H.264 enkodierten Videofiles. Doch während Canon ein BaselineBaseline im Glossar erklärt Level 5 Profil für seine Encodings nutzt, greift Nikon auf ein High Profil Level 4 zu, welches bei geringerer DatenrateDatenrate im Glossar erklärt ein Paar mehr Enkodierungstricks als das Baseline-Profil beherrscht. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass das Canon-Material mehr Reserven für besonders anspruchsvolle Enkodierungen (bsp. Bildsequenzen, bei denen sich die Bildinhalte extrem schnell und nahezu komplett verändern) bereithalten mag.

Für alltägliche Aufnahmebedingungen jedoch steht nach der Beurteilung unserer Testaufnahmen fest: Nikon hat mit Canon bei der Videoqualität gleichgezogen. Wer hätte das gedacht?

Ausführliche Labortests liefern wir, wie stets, bei den Einzeltests beider DSLRs nach.

Hier schonmal ein Vorgeschmack von ein Paar Reallive-Video-Aufnahmen bei Tageslicht:


Ergonomie & Bedienung Allgemein
Reallive Aufnahmen


Canon EOS 60D
Plus Minus Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) :  1106 Euro Listenpreis: 1149 Euro (inklusive Mwst.)

MEHR INFO:
Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
+ Klappdisplay
+ Videoqualität auf Niveau der Canon EOS 7D / 550D
- Kein Full HD am HDMI Ausgang

Nikon D7000
Plus Minus Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) :  699 Euro Listenpreis: 1189 Euro (inklusive Mwst.)

MEHR INFO:
Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
+ Verbesserter Videocodec im Vgl. zu Vorgängermodellen
+ verbesserter Liveviewautofokus im Vgl. zu anderen VDSLRs
- Halbherzige manuelle Videofunktionen


Die Canon EOS 60D und Nikon D7000 im Vergleich in unserer Camcorder Test Datenbank
5 Seiten:
Einleitung / Technische Daten
Ergonomie & Bedienung Allgemein
Ergonomie & Bedienung Video
Reallive Aufnahmen
Fazit
    

[17 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rush    15:35 am 20.11.2010
Korrekt - sehe da auch nicht allzu viele Unterschiede... Mag sein das Canon ein paar mehr Frameraten inkl. 25p bei Full HD und 60p bei 720er AUflösung anbietet. Ich hatte...weiterlesen
deti    15:27 am 20.11.2010
Nein. So lange die Hersteller das Aliasing bzw. die unvollständige Skalierung der Sensordaten nicht in den Griff bekommen, ist für mich eine DSLR zum Fotografieren gut. Da...weiterlesen
srkn    14:18 am 20.11.2010
Nun, wenn ich mir die Testvideos alle so anschaue, dann gibt es keine großen Unterschiede zwichen den Kameras, auch beim Lowlight Verhalten nicht. Der wesentliche Unterschied ist...weiterlesen
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