Audio-Spezialitäten

Ein bemerkenswertes Alleinstellungsmerkmal der Tiny 3 dürfte das OBSBOT Intelligent Directional Mic System sein, welches ein omnidirektionales Mikrofon mit zwei gerichteten MEMS-Mikrofonen kombiniert. Dieses hybride Setup soll die natürliche Raumakustik erhalten, während es gleichzeitig gezielt auf die sprechende Person fokussiert und seitliche Störgeräusche reduziert. Dies ist alles "out of the box" ohne spezielle Software oder Nachbearbeitung nutzbar. In der zugehörigen Kamerasoftware, dem OBSBOT Center, lassen sich viele Funktionen anpassen, wie in diesem Fall verschiedene Audioprofile: Von "Pure Audio" für unverfälschte Aufnahmen bis hin zu "Smart Omni" für Meetings, bei denen alle Teilnehmer im Raum erfasst werden sollen.



Gegenüber einem einfachen Laptop-Mikro schneidet die Audioqualität tatsächlich besser ab, jedoch bleibt trotz KI-Unterstützung noch ein Raumanteil im Signal. Gegenüber einem Ansteckmikro fällt die Tiny 3 Lösung deswegen schon noch hörbar ab. Doch sogar dafür gibt es aus dem eigenen Hause ein Upgrade, das wir in diesem Zusammenhang einmal testen konnten: Das OBSBOT VOX SE ist ein ebenfalls sehr kleines Ansteckmikrofon, welches sich direkt über OBSBOT Center mit einem Klick an eine Kamera koppeln lässt und von da an lippensynchron für noch besseren Ton sorgt.


OBSBOT VOX SE
OBSBOT VOX SE



Und nicht nur das: Das Mikrofon besitzt zudem eine eigene Taste, über die man nicht nur die Koppelung steuert, sondern die auch noch mit speziellen Funktionen belegt werden kann. So kann man entweder die Sprecherverfolgung damit ein- und ausschalten oder den Tracking-Modus wechseln. Alternativ kann diese Taste ein maximales Herauszoomen forcieren oder eine Aufnahme starten.



Unique Selling Point? AI Tracking 2.0

Der wirkliche PTZ-Zusatznutzen entsteht an der Kamera erst durch die KI-Unterstützung. Die "AI Tracking 2.0" genannte Funktion geht über einfaches Verfolgen des Gesichts weit hinaus. Sie kann nicht nur Personen, sondern auch Objekten folgen. Besonders spannend für Präsentationen ist der "Zone Tracking"-Modus. Damit lässt sich ein Bereich definieren, in dem die Kamera folgt, und Bereiche, in denen sie die Verfolgung pausieren soll – ideal, wenn man zum Whiteboard geht und dort einen stabilen Bildausschnitt benötigt. Auch der "Desk Mode", bei dem die Kamera nach unten auf den Schreibtisch schaut, ist für Produktdemos oder das Zeigen von Dokumenten gedacht. All dies will dann natürlich auch aus dem Augenwinkel per Software orchestriert sein. Die Kamerabewegungen selbst gelingen in der Regel recht sanft und wirken weitaus professioneller als das digitale Verschieben eines Sensors-Ausschnitts.



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