Frage von Senn-Tech:Juli 2026
Hallo zusammen,
ich bin TV-Regisseur und habe in den letzten Jahren meine Erfahrung aus der Studio-Regie in ein eigenes Projekt gesteckt, das ich euch hier vorstellen möchte: die LiveShow-Suite — eine iOS/macOS-App-Familie, die aus iPhones ein mobiles Live-Produktionsstudio macht, mit dem sich auch komplexe Shows fahren lassen.
Technik-Eckdaten: bis zu 9 iPhone-Funkkameras (HEVC über SRT im lokalen WLAN, ~30 ms Latenzprofil), GPU-Compositing (8 Layer, 1080p) auf dem Regie-iPhone, Aufnahme H.264 oder ProRes, Multistreaming per RTMP, Remote-Reporter über WebRTC, Fernregie über QUIC. Keine Cloud fürs Kern-Setup. Was die Suite alles kann, zeigt
www.liveshowcreator.com.
Aktuell ist die Suite in der finalen Testphase, und ich suche Tester, die die App-Familie in ihrem Umfeld ausgiebig ausprobieren und mir Feedback geben — die kostenlose Beta ist über die Website erreichbar.
Mich interessiert von euch als Produktions-Profis besonders: Latenz-Verhalten in euren WLANs, Langzeit-Stabilität (30+ Min) und was euch für echte Produktionen fehlt. Ich beantworte jede technische Frage hier im Thread.
Viele Grüße
Philipp
Antwort von AndreasBuder:
Ich bin beeindruckt!
Ich habe leider weder die Ausstattung noch das Setting, um das ausgiebig testen zu können (ist ja auch sehr spezifisch), aber eine Sache ist mir gleich aufgefallen:
Du nutzt Auto-Cut zum aktiven Sprecher. Damit das zuverlässig funktioniert, braucht man auch gain sharing automix des Tons. Das Mikro mit dem größten Signal erhält den größten Anteil am Gain, während die anderen runtergeregelt werden. Bei so vielen iPhones ohne Richtmikro wird sehr viel mic bleed auftreten, sodass nicht immer klar ist, wer tatsächlich der aktive Sprecher ist und vor allen Dingen wird es sich wirklich nicht gut anhören. Automix wirkt da Wunder.
Antwort von prime:
Sieht cool aus, sieht hart vibe-coded aus.
Ich habe mehrere live-Produktionen mit nur Smartphones-Kamera, Regie etc. war klassisch gemacht. Ich kann mir das schon vorstellen das man von A-Z alles mit dem Handy, alles drahtlos etc. macht. Aber um ganz ehrlich zu sein - nein danke, was ein absoluter Krampf und Gefummel, und das jetzt noch weitertreiben? 100x bequemer zumindest für Regie auf einen Laptop auszuweichen (von mir aus ein MacBook) mit OBS und mindestens ein StreamDeck. Da hat man unendlich Möglichkeiten, Freiheiten und einen sehr robusten Unterbau... von den monatlichen Kosten ganz zu schweigen ;-)
Ich wünsch euch viel Erfolg :-)