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Test : FastForward 1.7 final

von Do, 18.April 2002 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

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  FastForward 1.7
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"Endlich", werden viele Benutzer denken, die final VS1.7 ist da. Seit dem 22.3.2002 liegt unter www.dazzle-europe.de/m_de_set_download.html das etwa 17MB große Software - und Treiberpaket für die DVNow - Serie zum Download bereit. Dazzle hatte die erste Beta schon im September letzten Jahres veröffentlicht, doch obwohl es eigentlich nur zwei große Neuerungen gab, hatten die Entwickler anscheinend damit genug zu tun. Allerdings ist eine sog. Liveszenenerkennung nicht ohne und der Premiere Audiomixer hat auch schon anderen Herstellern Kopfzerbrechen bereitet. Beides ist jetzt implementiert und funktionierte im Kurztest auch zufriedenstellend.

Wer die DVNow - Serie noch nicht kennt, hier eine kurze Zusammenfassung:
Die DVNow beruht auf einer OHCIOHCI im Glossar erklärt - kompatiblen Standardfirewirekarte. Allerdings wird nicht der CodecCodec im Glossar erklärt und die Gerätesteuerung von Microsoft benutzt, sondern ein eigenes Treiberkonzept. Der CodecCodec im Glossar erklärt ist von der Firma Mainconcept zugekauft und bietet damit die bekannte Qualität und Geschwindigkeit, sowie die Fähigkeit in 16:9 codieren zu können. Die Capturesoftware FastForward dagegen hat Fast, heute dazzle, selbst entwickelt. Als Schnittprogramme wurden bisher Fast StudioDV 3 (neuerdings von Pinnacle) und Premiere 5.1/6 unterstützt. Seit der Version 1.6 wird bei dazzle auch an einem PlugIn für MediaStudio 6 gearbeitet, das aber bisher noch einige Lücken aufweist. So ist z.B. Tonscrubbing nicht möglich, außerdem findet hier nicht der Mainconcept -, sondern der normale Microsoft - CodecCodec im Glossar erklärt Verwendung. Eine offizielle Unterstützung für das neuere MediaStudio 6.5 steht ebenfalls noch aus. Das Highlight des Paketes ist mit Sicherheit das Capturemodul FastForward. Eigentlich ist der Begriff "Capturemodul" eine Untertreibung, wer keinen Wert auf Effekte oder Titel legt, kann den Rohschnitt damit auch im Alleingang erledigen. Nebenbei bietet FastForward einen ausgefeilten Fotoexport und eine umfangreiche Clipverwaltung. Reicht das Programm für den Schnitt nicht aus, bietet es die Möglichkeit, per Knopfdruck alle Clips in eine Schnittsoftware zu exportieren. Dabei können auch alle Clips gleich auf die TimelineTimeline im Glossar erklärt geschoben werden, auf Wunsch Überlappend und mit Tonüberblendung.





Bei näherer Betrachtung fallen jedoch immer wieder Kleinigkeiten auf, die diese sehr schöne Schnittlösung unnötig beeinträchtigen. Allen voran das Festhalten am .dif - Format. Es ist qualitativ nicht schlechter, aber ein Import in andere Programme z.B. zur Tonnachbearbeitung ist damit meist nicht möglich. Auch die meisten Compositingprogramme können nur mit .avis umgehen. Dazzles Ankündigung im letzten Jahr, das .avi - FormatFormat im Glossar erklärt zu unterstützen, wurde bisher recht halbherzig unterstützt. Nur mit MediaStudio kann damit gearbeitet werden, dann muss allerdings auf den Mainconcept - CodecCodec im Glossar erklärt verzichtet werden. Dadurch verbietet sich auch der gleichzeitige Einsatz von MediaStudio und Premiere, es sei denn, man nimmt regelrechte Formatwandlungsorgien auf sich.
Der Audiobereich weist ebenfalls eine Reihe von Merkwürdigkeiten auf: Unter FastForward werden jetzt immer 4 Monotonspuren in 16bit - 48kHz angelegt. Die in älteren Versionen noch vorhandene Möglichkeit "Capture 1-2 oder 1-4" gibt es nicht mehr. Wer denkt, dass das vielleicht neuerdings eine Automatik erkennen würde, irrt. Auch bei 16bit - Material werden 4 Spuren aufgezeichnet, Spur 3 + 4 bleiben dann stumm. Merkwürdigerweise gibt es bei der Aufnahme unter Premiere diese Option sehr wohl noch, das können wohl nur die dazzle - Entwickler erklären. Im .avi - FormatFormat im Glossar erklärt gibt es die getrennten Tonspuren neuerdings nicht mehr, hier entsteht nur eine einzige Datei, die Bild und Ton enthält. Das unter MediaStudio kein Tonscrubbing möglich ist, steht sogar in der Readme, das auch unter Premiere die Pfeil rechts / links - Funktion zum Scrubben stumm bleibt, dagegen nicht. Außerdem steht als Projektformat immer nur 16bit 48kHz zur Verfügung, zur nachträglichen externen Nachvertonung auf DV eignet es sich daher nicht.
Windows98/ME - Besitzer werden sich schon das ein oder andere Mal geärgert haben, bei den 16bit - Varianten von Windows hatte FastForward immer wieder Probleme. Die reichen von einer etwas merkwürdigen Installation ( erst TI - Controler entfernen, dann FF installieren ) über OverlayOverlay im Glossar erklärt - Probleme bis hin zum kompletten Absturz von FastForward beim Capturen von langen Projekten. Unter Windows2000/XP dagegen ist in der Regel der Betrieb einwandfrei.
Obwohl der Mainconcept - CodecCodec im Glossar erklärt verwandt wird, reagiert Premiere in einigen Bereichen damit anders als erwartet. So wird die Funktion "Rendern zum Bildschirm" zum Beispiel von dazzle nicht unterstützt. Schade eigentlich, denn da dazzle keine Echtzeitkarten im Programm hat, versäumen sie es damit, einen Trumpf auszuspielen.
Bedauerlicherweise unterstützt die Version 1.7 auch nicht mehr offiziell die Fast StudioDV3 - Software. Nach dem Aufkauf durch Pinnacle ist das anscheinend marktstrategisch nicht mehr erwünscht. Die Besitzer des Pakets aus StudioDV3 und DVNow AV, das zwischenzeitlich verkauft wurde, wird es nicht unbedingt erfreuen. Der Nachfolger der DV3 - Software, Pinnacles EditionDV wird keinesfalls mehr unterstützt. Dagegen sprechen aber diesmal technische Probleme, Pinnacle hat das Fast 13941394 im Glossar erklärt - Device durch einen eigenen Treiber ersetzt.
Die neue Final bricht zum ersten Mal ein wenig mit dem InstantSave - Konzept. Speicherten ältere Versionen die Vorschaudateien noch im Sekundentakt, wird jetzt nur noch pro Clip/Effekt eine neue Datei angelegt. Der Nachteil liegt auf der Hand: Stürzt das Schnittprogramm bei der Effektberechnung ab, muss der ganze Effekt noch einmal berechnet werden, nicht nur die letzte Sekunde. FastForward dagegen merkt sich immer noch alle Schritte, so das über ein Backupkonzept meist nicht nachgedacht werden muss.
Aber es gibt auch Positives zu berichten. Eines der wichtigsten Merkmale, die Stabilität hat sich deutlich verbessert. Litt die erste Beta noch unter extremer Trägheit, so ist diese jetzt fast völlig verschwunden. Auch der Audiomixer, in der ersten Implementierung immer wieder mit Fehlern behaftet, funktioniert jetzt problemfrei. Das gilt leider jeweils nur, wie bereits erwähnt, für den Betrieb unter Windows2000/XP. Anscheinend spielt hier dazzle auf Zeit, denn Windows98 wird über kurz oder lang vom Markt verschwinden, also wird hier nicht mehr viel investiert.


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