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Test : Der Video Assist von Blackmagic Design: 1080p 10 Bit Monitorrecorder

von Mi, 9.März 2016 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Gehäuse / Ausstattung / Akkulaufzeiten

Der Video Assist von Blackmagic Design verspricht einen beeindruckenden Funktionsumfang zu einem kleinen Preis: 5“ Touchmonitor mit nativer 1080p Auflösung, ProRes und DNxHD 10 Bit HD-Aufzeichnung, 4:2:2 HDMI In/Out, SDI In/Out, Metallgehäuse mit diversen Befestigungspunkten u.v.m. für knapp 500,- Euro. Wir haben den BMD Video Assist an der Panasonic GH4 und der Sony A7S getestet.



Gehäuse / Ausstattung / Akkulaufzeiten



Blackmagic Design hat beim Gehäuse des Videoassist sehr viel richtig gemacht. Dazu gehört der umlaufende, solide Metallrahmen aus Aluminium, der konstruktiv genügend Solidität mitbringt, so dass er auch rauere Einsätze überstehen sollte.

Video Assist von Blackmagic Design



Der Metallrahmen schliesst nicht bündig mit dem Touchscreen ab sondern ist ein Paar Milimeter höher gehalten – ein kleines Detail mit grosser Wirkung: Fällt der BMD Assist doch mal auf die Frontseite, schützt der überstehende Metallrahmen vor Bruch. Im Aluminiumrahmen selbst sind darüber hinaus insgesamt 6 Schraubgewinde mit 1/4“ Fassung (jeweils drei oben und drei unten) angebracht. Damit bringt er von Hause aus zahlreiche Rigmöglichkeiten mit, so dass man auf einen extra Cage verzichten kann.

Für die Stromversorgung hat Blackmagic Design zwei Batterieslots auf der Rückseite verbaut die für Canon LP-E6 Akkus ausgelegt sind und ermöglicht damit (vorbildlich) eine Hot-Swap Funktion im laufenden Betrieb.

Duale Akkus für Hot-Swap Betrieb



Schön auch zu sehen, dass die Akkus im Video Assist selbst aufgeladen werden können – und dies mit dem beiliegenden 12V Netzteil zudem recht flott (auch während der Aufnahme – dann allerdings langsamer.) Wer besonders kompakt / leicht unterwegs sein muss, dürfte sich darüber freuen, nicht zwingend einen externen Batterie Charger einpacken zu müssen.

Beim Akkubetrieb steht der BMD Video Assist übrigens gegen die hintere Batterie in einem guten Sichtwinkel gelehnt – wer ihn komplett gerade aufstellen will, kann hierfür auf der Unterseite eine kleine Stabilisierungsleiste ausklappen – nettes Detail. Lüftereinlässe befinden sich auf der Oberseite sowie auf der Rückseite zwischen den Batterien. Der Lüfter ist im Betrieb moderat zu hören – wir empfehlen Mikrofone an der Kamera und nicht direkt am Video Assist zu betreiben.

Die Akkulaufzeiten des BMD Video Assist bewegen sich auf gutem Niveau, wobei sich die Werte für den reinen Kontrollmonitorbetrieb und als Recorder (auf Grund der mit wenig Energie auskommenden SD-Kartenaufzeichnung) kaum voneinander unterscheiden. Bei unseren Tests im Non-Stop Betrieb hat der Video Assist mit zwei 1600 mAh Akkus knapp 3 Stunden durchgehalten (genau 170 Min. bei 50% Brightness, Contrast & Situation). Allerdings ist der Video Assist bei 50 % Brightness sehr hell - wir empfehlen ihn eher bei 25% für eine realistische Wiedergabe zu betreiben. Im Nonstop Aufnahmebetrieb mit ProRes HQ 1080 50p waren es nur 8 Minuten weniger. (Im Vergleich hierzu: Beim 7“ Assassin von Atomos landen wir mit ca. der dreifachen Akkuladung (5200 mAh Akku) beim equivalenten HD ProRes HQ 50p Recording bei 73 Minuten.)

Video Assist mit HDMI und SDI In/Out



Der Blackmagic Design Video Assist zeichnet wie bereits erwähnt auf SD Karten (SDXC-UHS-1- und SDHC-UHS-1) mit maximal 1080/60p auf. An Codecs stehen ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes LT, ProRes Proxy sowie Avid DNxHD zur Verfügung, die ihren Videoinput entweder via HDMI oder SDI (Mini-BNC / DIN1.0/2.3) erhalten. Bei der Kartenwahl sollte man den Spezifikationen von Blackmagic Design genau folgen, um keine Dropped Frames bei den höherwertigeren Formaten zu riskieren. Bei unseren Tests arbeiteten nur die von BMD spezifizierten Extreme Pro Karten von SanDisk fehlerlos.

Hier ein Ausschnitt auf der offiziellen Kartenspezifikation für den Video Assist:



Die HDMI und SDI Schnittstellen sind jeweils zweifach (In/Out) und damit loop-through fähig ausgeführt und befinden sich alle auf der linken Gehäuseseite, wobei Seitenangaben beim BMD Video Assist eher relativ sind, da er über eine automatische „Flip“-Funktion verfügt, die im Upside-Down Betrieb das Bild korrekt ausrichtet – eine durchaus willkommene Funktion je nachdem, auf welcher Seite die In/Out Kabelführung im Kamerarig mehr Sinn macht (für invertierte Gimbalaufnahmen hätten wir jedoch gerne selbst die Kontrolle, wie und ob das Bild gedreht wird). Darüber hinaus konvertiert er live zwischen HDMI und SDI Signal – ziemlich cool.

Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich: Gummierter und zurückgesetzter On/Off Schalter, 3,5 mm Klinke Kopfhöreranschluss, SD-Cardslot sowie 12V Input.

SD-Card Slot des Video Assist von Blackmagic Design



Wir finden den Blackmagic Design Video Assist hardwareseitig ziemlich clever und solide entworfen. Einzige Add-Ons die wir uns noch vorstellen könnten wäre eine Möglichkeit für eine HDMI-Kabelklemme sowie einen Sonnenschutz – allerdings auch nichts was man nicht auch mit Gaffer und Klettband je nach Bedarf zurechtbasteln könnte.

Bedienung / Menü


4 Seiten:
Einleitung / Gehäuse / Ausstattung / Akkulaufzeiten
Bedienung / Menü
Blackmagic Video Assist an Panasonic GH4 und Sony A7S / Anwendungen für den Blackmagic Video Assist
Fazit
  

[71 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
CameraRick    12:15 am 7.4.2016
Aber dafür brauchst doch 4K Material, das kann der Rekorder ja nicht :p
WoWu    15:14 am 27.3.2016
Doch ... aufnehmen kannst Du schon in 10 Bit, hast nur nichts davon, weil das Bild nicht in 10 Bit aufgelöst ist ;-j Nun kommt bestimmt gleich wieder jemand und sagt, Du muss...weiterlesen
palooo    15:07 am 26.3.2016
Hab den letztens benutzt, allerdings als Fieldrecorder. Gespeist wurde über sdi über mini-bcc. soweit so gut, aber: Riesenproblem: ich habe eine Veranstaltung gepowert, 6...weiterlesen
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update am 8.August 2022 - 15:33
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