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Test : Canon EOS R5 ohne Hitzelimit bei 8K 25p und 5K 50p ProRes RAW mit dem ATOMOS Ninja V+ ?

von Mo, 23.August 2021 | 3 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Setup
5K ProRes RAW 50p
8K ProRes RAW 25p
Fazit



Wir hatten auf slashCAM bereits darüber berichtet: Mit der Kombination Canon EOS R5 und ATOMOS Ninja V+ kündigt sich – zumindest den Specs nach – eine kleine Sensation an: Extern sollen so 8K ProRes RAW 25p und 5K ProRes RAW 50p Aufnahmen ohne Hitzelimit mit der Canon EOS R5 möglich sein. Wir wollten es genauer wissen und haben die EOS R5 mit aktueller Firmware mit dem Ninja V+ im Dauerbetrieb laufen lassen – inkl. Setup-Tips...





Setup



Um 8K ProRes RAW 25p bzw. 5K ProRes RAW 50p mit der Canon EOS R5 und dem Ninja V+ aufnehmen zu können, heisst es zunächst einmal die Firmware von beiden Geräten auf den aktuellen Stand zu bringen. Bei der Canon EOS R5 bedeutet dies ein Update auf die Version 1.40 und beim ATOMOS Ninja V+ auf die Version 10.68.

Sind die Updates installiert, stellt man im Canon Aufnahme-Menü (Punkt 8) „HDMI-RAW-Ausgabe“ auf „Ein“. Und wichtig! - wer 8K oder 5K RAW Aufnahmen ohne Hitzelimit produzieren möchte, muss im gleichen Menüpunkt 8 unter „Standby: Low Res“ ebenfalls auf „Ein“ schalten. Ist diese Option nicht aktiviert, arbeitet die Canon EOS R5 mit den bekannten Hitzelimits.

Und ebenfalls wichtig beim Setup: Für eine unterbrechungsfreie Aufnahme empfehlen wir den Stromsparmodus der Canon EOS R5 zu deaktivieren.

Bei all dem muss man im Hinterkopf behalten, dass die Remote-Trigger Aufnahme via Timecode am Auslöser der Canon EOS R5 nicht funktioniert. Das bedeutet, dass man die Aufnahme „manuell“ am Touchscreen des Ninja V+ starten muss. Weniger komfortabel aber sicherlich kein Dealbraker.

Darüber hinaus lohnt es sich, beim Kamera-Recorder-Setup einen Blick auf die von ATOMOS für den Ninja V+ für 8K ProRes RAW freigegebenen SSDs zu werfen. Hat man weniger performante SSDs am Start, ist die Reduktion der ProRes RAW Qualität am Ninja V+ von HQ auf ProRes RAW „Standard“ zumindest einen Versuch wert.

Hat man die Canon EOS R5 mit obigen Einstellungen mit dem Ninja V+ via HDMI-Kabel verbunden, wird vom Atomos Ninja V+ ein RAW-Signal automatisch erkannt.

Jetzt muss nur noch die gewünschte ProRes RAW Qualitätseinstellung (Standard oder HQ) hinterlegt werden und die Aufzeichnung kann beginnen.



5K ProRes RAW 50p



Wichtig! Um zwischen 8K 25p und 5K 50P ProRes Raw unterscheiden zu können, muss im Aufnahmemenü (1) bei der Canon EOS R5 entweder „Movie beschneiden“ aktiviert oder deaktiviert werden.

Bei aktiviertem Beschnitt und HDMI-RAW-Ausgabe werden bei der Format-Auswahl zwar nur 4K-Format in der Canon angeboten aber wenn man sich die oben dazu eingeblendeten Auflösungen genauer anschaut, finden sich hier dann auch 5K-Auflösungen (5088x2680). Deaktiviert man den Crop, stehen wieder 8K RAW Formate bis max 30p zur Verfügung.

Auf unsere 500 GB AtomX SSD haben knapp 30 Minuten 5K ProRes RAW in Standardqualität gepasst. Wir haben die SSD 2x nacheinander bis zum Limit gefüllt ohne eine Hitzewarnung der Canon EOS R5 zu erhalten. Chapeau an Canon und Atomos!

Aber es wird noch besser: Zuvor haben wir mit deaktivierten Standby-Mode extern aufgenommen und wie erwartet eine Hitzewarnung inkl. Kameraabschaltung nach ca. 20 Minuten erhalten. Gleich im Anschluß (also quasi noch mit überhitzter Kamera) haben wir dann den Standby Mode aktiviert und zweimal die SSD des Ninja V+ gefüllt – ohne eine einzige Hitzewarnung: Coole Sache im wahrsten Sinne des Wortes.

Damit haben auch all diejenigen eine Backup-Lösung zur Verfügung, die vor allem mit dem internen Canon RAW Encoding unterwegs sein wollen und einfach nur eine Sicherheits-Option benötigen, sobald sie auf die Hitzeabschaltung treffen.



8K ProRes RAW 25p



Nachdem wir die 500 GB SSD des Ninja V+ zweimal mit 5K ProRes RAW 50p gefüllt haben, haben wir (ohne weitere Pause) in der Canon EOS R5 8K RAW 25p aktiviert und ebenfalls zweimal unsere 500 GB SSD mit 8K ProRes RAW komplett bespielt.

Also erneut insgesamt mit knapp 1 Stunde Material (wie zuvor einmal unterbrochen durch das Löschen der vollen SSD).

Und auch hier hatten wir keine Hitzewarnung an der Canon EOS R5. Die einzigen limitierenden Faktoren stellten bei unseren Tests die Größe der SSDs im Ninja V+ und die Laufzeit der Canon Akkus dar (den Ninja V+ hatten wir am Stomnetz).



Fazit



Wer mit der Canon EOS R5 ohne Hitzelimit in (ProRes) RAW aufnehmen möchte, hat nun im Verbund mit dem ATOMOS Ninja V+ die Möglichkeit dazu. Weder mit 8K ProRes RAW in 25p noch mit 5K ProRes RAW in 50p hatten wir nach einer Stunde Aufnahmezeit bei Raumtemperatur Abbrüche wegen Hitzelimits.

Zusätzlich erhalten all diejenigen, die lieber intern mit Canon RAW aufnehmen, mit dem Ninja V+ eine Sicherheits-Option, falls man doch einmal beim Hitzelimit landen sollte.

Es stehen zwar hier noch ein Paar Tests von uns aus, aber sofern sich die externe ProRes RAW Qualität auch auf dem gleichen, hohen Niveau wie das interne Canon RAW bewegt, macht die Canon EOS R5 in unseren Augen hier einen kräftigen Sprung nach vorn bei den Video-Optionen.

Mehr hierzu demnächst, sobald wir noch mehr Erfahrung mit der Canon EOS R5 und dem Atomos Ninja V+ gesammelt haben ...


Canon EOS R5im Vergleich mit:

Listenpreis: 4385 €
Markteinführung: August 2020
Sensorgrößen-Klasse:
Kleinbild-Vollformat, FX
Mount: RF-Mount

Platz 2 DSLR/DSLM Bestenliste
Panasonic GX800
Listenpreis: 549 €
Sensorgrößen-Klasse: Micro Four Thirds
Blackmagic Design Pocket Cinema Camera 6K
Listenpreis: 2679 €
Super35 / APS-C

  

[2 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
WWJD    07:29 am 26.8.2021
Einfach der Hammer, dass man jetzt mit der R5 in ProRes filmen kann. Hoffe natürlich, dass bei der 1DXm3 in naher Zukunft ebenfalls ein Update dieses Features freischalten wird...weiterlesen
iasi    11:06 am 24.8.2021
Erfreulich. Aber eben doch eine recht teure Sicherheits-Option, denn neben dem Preis für den Ninja V+ ist da dann auch noch die ProRes Raw-Unterstützung, die nicht so weit geht...weiterlesen
[Kommentare ganz lesen]

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