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Test : Anker PowerConf C300 - USB-Webcam mit KI-Unterstützung

von Fr, 30.April 2021 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Bildqualität
 Autofokus
 KI-Kameraverfolgung



Bildqualität



In den Bildeinstellungen ist neben Helligkeit, Sättigung und Kontrast auch die Nachschärfung verfügbar, welche wir an dieser Stelle bequem für unseren Geschmack etwas zurückstellen konnten. Besonderes Lob verdient die letzte Einstellung "Horizontale Spiegelung". Wer in einer Webkonferenz schon einmal etwas lesbares in die Kamera gehalten hat, weiß warum dieser Punkt für eine Webcam wichtig sein kann...

Die erzielbare Bildqualität und das Lowlight Verhalten war im Anschluss für eine Webcam definitiv gut bis sehr gut. Allerdings kommt die Anker PowerConf C300 trotz digitaler KI-Tricks nicht an die Qualität einer angeschlossenen DSLM heran. Dafür ist der genutzte Sensor einfach zu klein.

Auch fehlte uns in der App ein manueller Weißabgleich. Die Automatik funktioniert hier zwar grundsätzlich und dürfte für die meisten Anwender besser funktionieren als ein manueller Parameter. Wer jedoch mit einem festen Lichtsetup am Arbeitsplatz hantiert, möchte vielleicht gerade seine Hautfarben ebenfalls kontrollieren.



Autofokus



Der Autofokus funktioniert mit und ohne KI zuverlässig, jedoch für den Geschmack vieler Filmer sicherlich etwas zu erratisch. Er erinnert mehr an alte Camcorder denn an moderne Spitzen-Autofokus-Systeme von Großsensor-Kameras, die deutlich weniger hektisch agieren. Leider lässt sich dieses AF-Verhalten auch nirgendwo konfigurieren.

Die Naheinstellgrenze der Schärfe endet erst wenige Zentimeter vor der Kamera, weshalb man Objekte den anderen Teilnehmern auch bildschirmfüllend präsentieren kann. Befinden sich ein Gesicht oder ein kompletter Kopf irgendwo im Bild so werden diese in der Regel vom Autofokus präferiert behandelt. Um ein Objekt scharf zu präsentieren, muss dieses also am besten den Kopf oder das Gesicht überdecken. Dies ist in der Regel jedoch sowieso der Fall, wenn man etwas zum zeigen in die Kamera hält.



KI-Kameraverfolgung



Die KI-Kameraverfolgung funktioniert prinzipiell zuverlässig, solange ein Mensch das verfolgte Objekt ist. Denn die KI versucht immer primär den Menschen zu framen. Auch dieses Verhalten lässt sich erwartungsgemäß nirgendwo konfigurieren. Präsentierten Dingen folgt das Framing dagegen meistens nicht.

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Modi wählen: Bei Auto Frame versucht die Kamera immer mehrere Personen im Frame zu halten während beim Solo-Frame die "Person im Vordergrund" verfolgt wird.

Die Nachverfolgung selbst ist leider immer etwas ruckelig. Eigentlich schade - Da es sich ja um einen digitalen Zoom handelt, sollte hier eine "weiche" Verfolgung eigentlich softwareseitig kein Problem darstellen. Doch wer weiß, vielleicht überrascht Anker hier ja noch in Zukunft mit einem Software-Update.

Übrigens sahen wir auch nach der Installation Latenzen um die 150ms. Die aktivierten KI-Zusatzfunktionen schlagen also nur insignifikant auf die Latenz.

Zusatzfeatures / Einrichtung
Fazit


4 Seiten:
Einleitung / Solide Basis
Zusatzfeatures / Einrichtung
Bildqualität / Autofokus / KI-Kameraverfolgung
Fazit
  

[6 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rudi    16:04 am 5.5.2021
Wir können es auch nicht mit Sicherheit sagen, aber ich denke die KI steckt mit 99 Prozent Sicherheit im Software-Stack....
Frank Glencairn    20:05 am 3.5.2021
JA, ich fand's jetzt auch nicht so prickelnd, und die "AI" - naja...
cantsin    19:23 am 3.5.2021
Ist ja richtig schlimm. Und er hat recht, die heute üblichen NoName-30-Euro-Webcams sind bildqualitativ erstaunlich gut. Freunde von mir streamen damit Live-Konzerte (dann aber...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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