Was ist der Firefly Video Editor?
Der Adobe Firefly Video Editor ist eine neue, webbasierte Videoschnitt-Anwendung, die direkt im Browser läuft – ganz ohne Installation. Tief verwoben mit den generativen KI-Modellen von Adobe, kann man hier nicht nur schneiden, sondern auch neues Videomaterial per Textbefehl (Text-to-Video) oder auf Basis einer Bildvorlage (Image-to-Video) erzeugen. Auch eine textbasierte Bearbeitung der Timeline steht für schnelles Editing bereit.
Für die ersten Schritte braucht man lediglich eine aktive Adobe-ID und Zugriff auf die Firefly-Funktionen. Der Zugang erfolgt über die offizielle Firefly-Webseite "firefly.adobe.com" oder direkt über diesen Link.
So geht’s los
Über „Neues Projekt“ (A) startet man ein leeres Projekt. Wer schon konkrete Vorstellungen hat, kann alternativ mit einer Projektvorlage (B) direkt das passende Seitenverhältnis für verschiedene Plattformen wählen – zum Beispiel Hochformat (9:16) für TikTok oder Instagram Stories oder Querformat (16:9) für YouTube.

Noch automatisierter geht es über die Option „Medien hochladen“ (C): Der Editor erstellt dann aus den gewählten Clips gleich eine gefüllte Timeline. Dafür sollten die Clips vor dem Import allerdings in einer sinnvollen Reihenfolge vorliegen.
Automatischer Rohschnitt mit Quick Cut
Natürlich lassen sich auch nach dem Öffnen des Projekts noch weitere lokale Dateien hinzufügen. Dazu klickt man im Fenster „Deine Medien“ auf „Hinzufügen“ (A) und wählt Videos, Bilder oder Audio-Dateien von der Festplatte aus.

Mit dem „Schnellschnitt“ (engl. „Quick Cut“) kann im Anschluss bereits etwas KI-Magie genutzt werden (B). Diese neue Beta-Funktion analysiert das importierte Rohmaterial und erstellt auf Basis einer Textbeschreibung eine Rohschnitt-Fassung. Nachdem man seine Medien (z. B. Interview, B-Roll, Musik) in der Timeline abgelegt hat, beschreibt man das Videokonzept einfach in natürlicher Sprache (C) – etwa: „Ein Erklärvideo, das zeigt, wie man einen Kopfhörerverstärker in Betrieb nimmt. Beginne mit dem Auspacken, dann das Einlegen der Batterien, dann das Anschließen des XLR-Kabels und des Kopfhörers.“
Das Material sollte hierfür idealerweise eine Tonspur zur Orientierung bieten, am besten einen gesprochenen Originalton. Nach etwas Rechenzeit und einer KI-Transkription ordnet Quick Cut dann die Clips in der Timeline an, schneidet sie grob vor und versucht, eine konsistente Erzählstruktur zu schaffen. Wie zufriedenstellend das Ergebnis ausfällt, hängt natürlich stark vom Ausgangsmaterial und Thema ab. Laut Adobe wurde Quick Cut speziell für Formate wie Social Videos, Produktdemos und Vlogs entwickelt – hier dürfte es also besonders gute Ergebnisse liefern. Aber man kann natürlich auch andere Dinge ausprobieren, zumal Analyse und Rohschnitt in der Beta-Version keine Firefly Credits kosten.
Das Ergebnis ist kein fertig gerendertes Video, sondern ein Projekt, das sich in weiteren Schritten manuell verfeinern lässt. Anwender*innen behalten also die volle Kontrolle über Tempo, Anordnung oder B-Roll-Material.



















